Nein, das Problem ist nicht, dass irgendwelche Lösungen unbekannt sind.
- Nimm Corona: jeder konnte wissen, wie das mit der Impfung usw ist.
Man konnte an dieser Information nicht vorbeikommen.
Aber es hat 20-30% (Zahlen geraten) der Menschen einfach nicht interessiert. - Nimm die AfD: jeder weiß, dass der Verfassungsschutz sie für verfassungswidrig hält.
Es ist auch nicht so schwer, dafür aus eigener Lektüre und durch schlichtes Fernsehen Belege zu finden.
Aber es interessiert 20-30% (Zahlen nicht geraten) der Menschen einfach nicht. - nimm das Klima: jeder weiß usw usw.
und hier würde ich sagen, dass es 60-70% der Leute in dem Sinne nicht interessiert, dass sie nicht bereit sind, ihr Leben wegen des Klimas völlig umzukrempeln.
Diese Leute wollen die angebotenen Lösungen einfach nicht.
Die sterben lieber (siehe Covid).
Der Glaube, dass es nur an mangelnder Information liegt, ist eine Beruhigungspille der „progressiven“ Bevölkerungsteile / Parteien.
Diese Fiktion gibt manchen Hoffnung, dass es besser wird, irgendwann irgendwie.
Wenn wir nur genug Demos machen, Plakate kleben, Vorträge halten, Aufklärung betreiben.
Ich halte das bis zu einem gewissen Grade für Selbstbetrug.
Kaum jemand scheint bereit zu sein, den Menschen so zu sehen und zu nehmen, wie er ist.
Dumm, faul, gefräßig ![]()
Aber ernsthaft: Der Mensch ist nicht so gestrickt, dass er Probleme durchweg rational löst.
Bei den kleinen Problemen klappt das gut: wie öffne ich eine Flasche, wie kühle ich Lebensmittel?
Bei den großen Problemen hakt es, weil die häufig mit evolutionären Prägungen und Gefühlen verbunden sind. Krieg, Ausländer, Religion, Sexualität, Macht, Reichtum, Überleben.
Da scheitert der Verstand und es herrscht der Trieb.
Und das wird auch auf absehbare Zeit so bleiben.
Wo bleibt die Zuversicht?
Man könnte sagen:
- bisher hat die Menschheit immer noch eine Lösung gefunden, sie wird es auch diesmal schaffen.
- Aber genauso wichtig ist ein wenig fatalistische Demut:
wenn die Menschheit sich „überlebt“ hat, dann verschwindet sie vielleicht (oder wird drastisch reduziert). Auch das wäre ein natürlicher Prozess, den wir ernsthaft als Möglichkeit erkennen müssen. Wir sollten uns als Spezies und als Individueen nicht so wichtig nehmen.
Bei jedem wildlebenden Säugetier ist der persönliche Tod und die mögliche Ausrottung der Art Teil des Lebens. Warum soll das bei uns anders sein?
Die Kombination aus 1. und 2. erlaubt es uns, weiterhin an Lösungen zu arbeiten, aber nicht zu verzweifeln, wenn es nix wird.
Genau das steckt hinter dem Apfelbäumchen ![]()