Ist dann passend, wenn man es von den Personen löst.
Gehört es zu einer zeitgemäßen, ehrlichen Demokratie, dass sich Parteien auch mal spalten und ein Teil zu einer anderen Partei überwechselt? Das ist doch eine interessante Frage.
So könnten zum Beispiel auch die Grünen Linken zur Partei „DIE LINKE“ wechseln, oder die „Olivgrünen“ zur CDU, oder lieber doch nicht?
Der Dialog war doch auch bis dahin wunderbar - kommt von mir bis dahin kein Widerspruch - für mich wird es problematisch mit der Frage, ob Parteienwerbung hier zulässig ist - erstens ist das nicht mehr Teil des Themas → Metadiskussion im Vorstand und/oder Moderation, und zweitens ist die daraus resultierende Grundsatzdebatte über Parteimitgliedschaften der diskutierenden völlig sinnlos (schließlich ist das Form nicht an eine einzelne Partei gebundn, so dass jeder Mitdiskutierende Mitglied in diversen Vereinen und/oder Parteien sein kann. Sofern sie nicht juristisich gesichert gegen demokratische Grundwerte verstößt (Da bin ich ganz auf Deiner Seite).
Das war also weniger Kritik an den Fragen, die Du gestellt hast (alle durchaus sehr interessant!), sondern gegen das, was danach kam.
Mein Problem ist, dass mich während Corona eine (ehemalige) grüne Parteifreundin vollgeschwurbelt hat, die erst zu den Querdenkern ging, dann bei der neu gegründeten Basis-Partei eintrat (und bei den Grünen austrat). Täglich schickte sie mir Mails mit Links zu Schwurbel-You-Tube-Videos. Dann half sie intensiv bei der Erstellung des ersten Basis-Partei-Wahl-Programms mit, dass es dann doch nicht gab, weil deren Obermufti es anders bestimmt hatte. Nach ca. 6 Monaten trat sie wieder aus dem Laden aus.
Die Grundlagen der Basispartei sind: Coronaleugnung, Impfgegner, Maskengegner, bedingungsloses Grundeinkommen, Basisdemokratie gegen die “da oben” und die Weltverschwörung (“Schwarmintelligenz” unter dem Vorbehalt, dass die Parteiikonen was anderes bestimmen), Putinversteher, ein “esoterisches” Element im Programm “Die Säule des liebe- und achtungsvollen Umgangs”, also vor jedem Parteitag erstmal meditieren und Räucherstäbchen anzünden. Besonders achtungsvoll hat der Vorsitzende Reiner Fuellmich mal eben 700 000 Euro Parteivermögen veruntreut. Nicht achtungsvoll fand ein Teil der Parteimitglieder, dass er dafür angezeigt wurde, wo man es doch intern hätte klären können.
Jedenfalls habe ich mir 2 Jahre geduldig Schwurbelmüll angehört und widersprochen, bis mir dann bei der Rechtfertigung von Putins Überfall auf die Ukraine der Kragen platzte.
Zur AFD grenzen sie sich insofern ab, als dass sie nicht Migrantenfeindlich sind und bedingungsloses Grundeinkommen einfordern. Zu den großen “Weltverschwörern” zählen sie aber reiche Juden (und Freimaurer), was sie antisemitisch macht. Corona war für die nix weiter als eine “Grippe”, die sich die Machteliten ausgedacht hatten um die Menschen zu unterdrücken und demokratische Grundrechte auszuhebeln. Sie hatte kein Problem damit das “gesundheitlich Schwache” an dieser “Grippe” starben, weil dies naturgegeben sei….
In der Basis Partei sind viele enttäuschte Ex-Grüne aus dem Homöopathielager und Dauerarbeitslose (Lebens-) Künstler, wie mir zugetragen wurde- auch namentlich.
Die Parteimitglieder haben ein großes Missionsbedürfnis, wie ich Anfang des Jahres in einem Demokratie-Kunstkurs erlebte, zu dem auch ein Basis-Mitglied ständig zu spät kam und mit uns Grundsatzdiskussionen über Basisdemokratie anfangen wollte.
Insofern ist der missionarische Eifer in diesem Thread und seiner Überschrift deutlich zu erkennen und das Diskussionsverhalten des Threaderstellers typisch für Anhänger dieser Partei, die nur mit ihrer Partei- Meinungsblase achtsam umgeht.
Füllmichs „Corona-Ausschuss“ habe ich mir damals ein paar mal auf YT angesehen.
Er wollte ja die Bundesregierung und/oder die Hersteller der Impfstoffe auf Milliarden (!) verklagen und hat dafür Geld eingesammelt.
Das wirkte alles seriös wie ein Banküberfall.
Ich meine, wir haben uns kollektiv auf mehreren Ebenen viel Mühe gegeben mit dem Thema hier und den Beiträgen von MehrDemokratieLeben.
Wir waren kritisch, aber fair, denke ich.
Von ihm würde ich das umgekehrt nicht behaupten.
Dein Beitrag ist für mich ein guter Abschluss des Themas.
Sowohl die Piratenpartei, als auch DIB und “Die Basis” basieren auf dem (basis-) demokratischen Konzept, in einem gemeinsamen Internetforum zu diskutieren und Konzepte/ Beschlussvorlagen/ Programme mit allen Mitgliedern zu erarbeiten. Stirbt die Partei, stirbt auch das Forum. Oder: stirbt das Forum- stirbt die Partei.
Das Sterben der DIB Partei und die Anmeldung der restlichen Parteimitglieder zu diesem Forum haben wir schon erlebt.
Die Basis Partei hat bei der letzten Bundestagswahl 1,2 Prozent ihrer Zweitstimmen verloren und lag damit bei 0,2 %. Sie ist nur in 4 Bundesländern angetreten, weil sie in anderen Bundesländern nicht die nötigen Unterschriften für die Teilnahme an der Bundestagswahl bekam. Mit dem Stimmverlust bekam sie auch keine Mittel mehr aus der Parteienfinanzierung des Bundes.
Sie ist ein “sterbender Schwan” im Kleinstparteienhimmel. Vermutlich suchen die Restmitglieder einen anderen Wirkungskreis oder fischen in fremden Gewässern, bzw. Foren nach neuen Mitgliedern und Wählern. Oder sie suchen ein Forum, weil ihr eigenes aus Kostengründen eingestellt werden muss.
Es gibt eine Menge Kleinstparteien mit ähnlichem Schiksal und es ist möglich, dass auch eine sterbende Tieschutzpartei, die Piraten, Team Todenhöfer, Mera25 und was da sonst noch unter “Sonstige” läuft in diesem Forum auftauchen und entweder Werbung machen oder es als Ersatzforum benutzen. Insofern ist die grundsätzliche Frage, wie mit Parteienwerbung im Forum umzugehen ist, schon ein Thema für Mitglieder und Vorstand.
Der Prozess der Präsidentenwahl in den USA ist noch älter als die Dampflokomotive und hat damals auch Sinn gemacht.
Und um nicht repräsentierte Stimmen zu vermeiden braucht man nur zur Zweitstimme (Als Primärstimme) eine Sekundärstimme einzuführen, die zählt, wenn die Primärstimme keine 5% bekommt.
Das sind Motivationen, die man niemandem unterstellen sollte, sonst braucht man braucht man mit niemandem, den man nicht schon lange kennt, mehr zu diskutieren.
Eher halte ich es für sinnvoll, durch Disussionen außerhalb der eigenen Blase neue Sichtweisen kennen zu lernen, und manchmal stellt sich auch dabei heraus, dass man von den eigenen Leuten verarscht wird (wenn man bereit ist, das in Erwägung zu ziehen).
Es geht doch nicht um das repräsentieren von Stimmen. Was soll dieses „repräsentieren“ überhaupt sein und was soll es bewirken? Man kann bei einem 350 Mio-Volk nicht jeden im Parlament repräsentieren. Das ist unmöglich, also fallen immer sehr viele Stimmen unter den Tisch.
Der/die Abgeordneten repräsentieren (bei der Direktstimme) einen Wahlkreis - theoretisch also einen Durchschnitt der dortigen Bevölkerung, der diesen Abgeordneten mehrheitlich gewählt hat, nachdem er ihnen seinen Plan der Entwicklung und für welche Art der Entwicklung der Region er sich einsetzen will, vorgestellt hat.
Bei den Parteivertretern (2stimme) repräsentieren die Abgeordneten dann die von einer Partei dem Wahlvolk angebotenen Themen und Entwicklungen, die „versprochen“ wurden.
Da Ganze wird verkompliziert dadurch, dass der Abgeordnete Teil beider „Versprechungen“ ist, die sich z.T. widersprechen aber dem “Fraktionszwang” unterliegen - und im Übrigen ist der Abgeordnete - theoretisch - nur seinem Gewissen (so er denn überhaupt so was hat verantwortlich.
doch, wir sollten solche motive für möglich halten und beim umgang mit parteiwerbung berücksichtigen.
aber dennoch würde ich mit jedem reden, der da kommt.
haben wir ja hier auch getan.
und ich habe einiges gelernt über DieBasis. das ist doch unser ziel, politische bildung
wenn wir halbwegs neutral sein wollen oder müssen, müssen wir wohl auch werbung für andere parteien im grundsatz akzeptieren.
Grenze: Verfassungswidrigkeit oder sonstige Rechtswidrigkeit.
d. h. wir müssen auch leicht eklige angebote ertragen.
umso mehr würde ich aber zweifelhaften kandidaten auf den zahn fühlen. das ist ein korrektiv für die grundsätzliche offenheit
sagt mal, ist google heute wieder kaputt???
direkte demokratie: abstimmung durch volksentscheide usw, direkt durch die wähler.
repräsentative demokratie: abstimmung durch vom volk gewählte abgeordnete (=„Repräsentanten“)
In der Praxis hat das so einige Fallstricke (Gewissen, Fraktionszwang, Unterscheide zwischen lokalen und überregionalen Versprechen, s.o.)
Es ist aber nicht nur schwierig, dass die Repräsentanten nicht immer (um es vorsichtig zu formulieren) eine Stimmabgabe gemäß dieser Repräsentanz abgeben, sondern auch, dass die Wähler der Repräsentanten ihre Mandatsträger nicht sehr kritisch kontrollieren. Das liegt aber nicht nur an der sog. Klientel- und Lobbypolitik, sondern auch daran, dass diese Themen hochkomplex und divers miteinander verschränkt sind, sodass es keine Entscheidung gemäß plakativer Simplifikationen, die in Wahlkämpfen so gerne verwendet werden, sinnvoll sind.
Hinzu kommt noch, dass die Entscheidungen, die da gefällt werden, oft deutlich komplexer (auch in ihrer Auswirkung) sind, als dass sich das noch besonders gut kontrollieren ließe.
Das ist denn auch m.E. das Gegenargument gegenüber den sog. Politikverdrossenen und Protestwählern - oft stelle ich bei Nachfragen fest, dass diese sich mit der Vielschichtigkeit und Komplexität der Materie gar nicht hinreichend beschäftigt haben (wie immer nicht repräsentativ).