Das ist kein Kronprinz. Das ist der aktuelle Diktator des Landes. Aber unser Kanzler fliegt hin und schüttelt Ihm die Hand.
Naja, der hat halt Öl und Gas, das wir brauchen - Hm, hätte König Putin auch.
Aber das mit dem zerstückeln eines Journalisten, während seine Verlobte vor dem Konsulat steht, das war ja gar nicht der Kronprinz, sondern nur irgend welche Verbrecher, die zufälligerweise für den gearbeitet haben - Hm, das könnte Putin bei Kriegsverbrechen ja auch sagen.
Aber die führen keinen Krieg gegen ein Nachbarland - Hm, war das nicht was mit Jemen
Aber die tragen so exotische Gewänder. Mann muss fremde Kulturen einfach respektieren !
Ok, das nennt sich halt „Realpolitik“ - dann hört mir aber auch auf mit „moralischen Verpflichtungen“ in der internationalen Politik liebe Staaten der westlichen Welt. Glaubt nämlich keiner mehr auf diesem Planeten.
Da liegt des Rätsels Lösung, im Jemen-Konflikt (den man wohl auch nicht Krieg nennen darf) unterstützen unsere „Freunde“ die Saudis, also sind wir auch Team Saudis. Man muss nur wissen wer die Guten sind und sich sicher sein, auf der richtigen Seite zu stehen
Die Guten sind die für uns nützlichen. Putin war auch lange Zeit nützlich. Die Bösen sind diejenigen, die unseren Interessen im Weg stehen. Moral in der Politik ist nur zur Begründung der egoistischen Entscheidungen da. Ansonsten ist sie extrem flexibel.
Ich habe den Beitrag geherzt, weil ich davon ausgehe, dass das deine Beobachtung ist, nicht deine persönliche Moralvorstellung. Zumindest meine ist es nicht, aber ich habe es auch beobachtet.
Er fühlt sich als Zar und Herrscher des russischen Reichs und möchte das gesamte russische Reich zurückerobern.
In Russland gibt es seit der Revolution von 1917 keinen Adel mehr. Doch Präsident Putin sucht die Nähe des russischen Exil-Adels.
Großfürst Georgi Romanow lebt in Moskau.
Er ist der dritte Urenkel von Kaiser Alexander II. von Russland. Der Großfürst wurde in Madrid geboren, studierte an der Universität Oxford. Viele Jahre lebte er in Spanien und Frankreich – jetzt ist sein Wohnort Moskau.
Allerdings positionierte sich die russische Adelsfamilie klar gegen den russischen Präsidenten Wladimir Putin. Das ist keine Überraschung, denn bereits seit Ausbruch des Krieges in der Ukraine setzte sich die Adelsfamilie mehr denn je für Menschen in Not ein – sei es in Form von Essens-Spenden oder der gezielten Aufnahme von Flüchtlingskindern.
Putin vergleicht sich mit Zar Peter dem Großen.
Wie Peter damals versuche auch er, europäisches Staatsgebiet zurückzuerobern, das angeblich Russland zustünde.
Wenn man sich die Wirbel bei uns um den Tot der alten Frau in England ansieht (Liveübertragung auf drei Sender fast den ganzen Tag), dann wäre Zar sicher auch gut.
Hier geht es aber nicht um Putin sondern um unser Verhältnis zu Ländern, die meiner Ansicht alle als Diktaturen zu bezeichnen wären. Einen Mörder und Diktator als „Prinz“ zu titulieren ist einfach übel.
Fast am Ende haben sie es geschafft und können die Frau von Django freikaufen. Zum Schluss des Handels möchte der Sklavenhändler den Handel noch mit einem Handschlag besiegeln, der Antagonist weigert sich. Der Sklavenhändler meint „ich insistiere“, darauf der Protagonist: „Na wenn sie insistieren“ und streckt den Arm aus in der er eine kleine Pistole hält und den Sklavenhändler erschießt… dann bricht natürlich die Hölle los
Auf jeden Fall sollte man dann nicht von wertebasierter Außenpolitik sprechen. Und wenn man dann schon moralfreie Außenpolitik betreibt, sollte die wenigstens durchdacht sein. DIe Sanktionen gegen Russland im Energiebereich waren das offensichtlich nicht. Auf unseren Öl- und Kohleboykott hat uns Russland auch das Gas abgestellt und jetzt dürfen unsere Politiker Kliniken putzen bei anderen Diktatoren. Neben Katar und Saudi Arabien ist ja auch Aserbaidschan nicht gerade ein Rechtsstaat. Und Fracking Gas ist moralisch auch nicht zu verantworten. Russland selbst ist durch die hohen Energiepreise nicht besonders betroffen, jedenfalls werden die Energiesanktionen den Krieg nicht beeinflussen und wir im Westen haben eine große Energiekrise, wenn auch nicht ausschließlich durch den Krieg. Kann natürlich sein, dass Russland uns allein wegen den anderen Sanktionen ( die ich nicht in Frage stellen will- eine Reaktion war ja nötig) auch das Öl abgedreht hätte, dann wäre aber wenigstens unsere Politik weniger verantwortlich und würde mehr akzeptiert werden.
Was du schreibst ist richtig. Aber ich kritisiere in diesem Thema die unterschiedliche Haltung gegenüber verschiedenen Arten von Diktatoren!
Es hat für mich den Anschein als ob man sich nur Scheich nennen muss, damit Verletzungen der Menschenrechte von Frauen als „kulturelle Unterschiede“ eingestuft werden. Nur so als Beispiel.
Wie ich schon sagte - es ist ein Unterschied ob uns eine Diktatur gefährlich werden kann oder nicht. Das ist der Unterschied zwischen China und Russland auf der einen Seite und Katar und den Saudis auf der anderen Seite.
Ja, ich bin mit dieser Art von „Realpolitik“ sogar einverstanden. Das sollte dann aber auch klar sein. Ohne Sprüche wie „Wir sind moralisch verpflichtet, dass …“
Das eine sind die Handlungen unserer Regierung.
Doch der andere Aspekt ist die Bewertung durch die Medien. Und das ist der Teil der mich noch mehr stört. Denn es gibt keine Grund, warum wir Diktaturen nicht Diktaturen nennen sollten!
Wenn das den „Scheich“ ärgert, soll er halt keine deutschen Zeitungen lesen.