Warum man Trump und die AfD nicht mit Argumenten bekämpfen kann

Das ist ja etwas überzeichnet. :wink:
Aber Björn Höckes Jagdhund im Zwinger, abgemagert auf dreckiger Decke mit herzzereißendem Hundeblick und „Höcke läßt seinen Hund hungern“
Oder : „AFD Politikerin wirft deutschen Rentner aus der Wohnung-Eigenbedarf“
Oder: „Deutsche 6-jährige müssen 10 km zur Grundschule laufen“ , ihre Schule wurde geschlossen, nachdem sie durch die Abschiebung der Migrantenkinder zu wenig Schüler hatte
Oder: „AFD läßt Rentner weiter hungern“ - keine Rentenerhöhung im Wahlprogramm

da läßt sich viel finden, glaube ich

Ich frag mich grade, ob AFD Wähler diese Schlagzeile gut oder schlecht finden:
Razzia: Waffen und Sprengstoff bei AfD-Politiker gefunden
:thinking:
vermutlich gut

Nachtrag (nur so als mentale Vorbereitung):

Das kommt noch hinzu - es ist z.B. interessant, dass die Partei eigentlich andersgeschlechtliches als schlecht ansieht - aber kein Problem damit hat, dass ihre Parteivorsitzende bekenend lesbisch und zudem Steuerflüchling in der Schweiz ist … Das wird als Aushängeschild der Toleranz umgedeutet. (Da sind wir wider bei einer Parallele der Nazis: Goebbels hat mal beklagt, das zu viele Parteiamtsträger doch noch einen nennten (Geistes)-Juden in der Nachbarschaft habe, der er/sie dann doch schütze… Diese Leute sind nuch weniger konsequent in ihren “Überzeugungen” als es bei den Wählern/Parteigängern anderer Parteien der Fall ist.

Schlagzeile:
Höcke plant Weidels Sturz - geheime Chats mit Parteifreunden :wink:

Wir müssen nicht die Partei verbieten, sondern deren Wähler verunsichern- von mir aus sollen sie dann CDU wählen- egal

Außerdem haben die AFD-Wähler, die ich kenne, nichts gegen Homosexuelle, die sind nur gegen das Transgesetz.

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ich verstehe auch Deine Bedenken.
Aber was ist die Alternative? Weiter wie bisher?
Richtung Trump, Orban, Kaczynski (oder wie auch immer man den schreibt)?
Mit den bisherigen politischen Mitteln sind diese Leute nicht zu stoppen.
Und je früher man foul spielt, desto größer sind in dem Fall die Erfolgsaussichten.

Nochmal:

Es ist immer dasselbe:
wir müssen zuerst fragen, was funktioniert, d.h. ob das Ziel erreicht wird.
Erst dann, was moralisch einwandfrei und angenehm ist.

Auf der linken und grünen Seite wird immer zuerst nach der Moral gefragt, und dann bleiben moralisch korrekte, aber untaugliche Lösungen übrig (lies nach bei dracon, der Linken, der Grünen Jugend, Teilen der SPD).
Andere, vor allem die Rechten, fragen, was funktioniert und scheissen auf die Moral.
Das macht ihre Stärke aus. Trump ist ein Paradebeispiel dafür.
Aber auch Stalin, Mao oder Putin.
Weniger schlimm, aber im Grds. ähnlich Söder.

Wir müssen uns entscheiden, ob wir nur Recht haben wollen oder auch Erfolg.
Dabei müssen wir nicht „auf die Moral scheissen“, aber sie darf nicht das einzige Kriterium sein.

Ich kenne, wie gesagt, durchaus das Argument. Und ich sehe es durchaus auch als Dilemma (jedenfalls so lange, wie das Thema angstbesetzt bleibt.

Was wiederum verständlich ist, den es kann schließlich (auch hier ein Rückgriff auf die Zeit ab 1929) sehr schnell auch zu existenziellen Situationen kommen.

Ich tue mich natürlich mit nun gerade beginnenden 60 (und insbesondere bei meiner Vorgeschichte) rel. leicht, die Wichtigkeit der eigenen Existenz nicht mehr ganz so in den Vordergrund zu stellen - ich sehe aber ein, das das kein gutes Argument - schon gar kein gesellschaftspolitisches) ist :thinking:

Es ist gar nicht so, dass ich dir da grundsätzlich widerspreche - das Problem ist die Zeitachse - die Atomkraft ist im Zeithorizont von sagen wir mal 50 Jahren eine tolle Sache - bis das dann kippt und sich ins Negative verkehrten.

Kurzfristig mag es also eine gute Idee sein, den rechtradikalen Schlägertrupps auch mal was auf den Kopf zu schlagen - da sind wir wieder bei den Saalschlachten 1929 - mittel- und langfristig köñte das Weiterdrehen der Spirale aber für alle alles nur noch schlimmer machen.

Der Satz ist eben nur so lange richtig, wie der Preis nicht zu hoch ist, wir uns also buchstäblich nicht “zu Tode siegen“.

das wissen wir jetzt nicht. Es ist also ein Risiko.
Derzeit aber „verlieren wir uns zu Tode“.
Trump macht die USA völlig platt und gegen die AfD fällt auch niemandem was ein.

Also müssen wir eine Prognose anstellen:
Wendet sich das Blatt, wenn wir so weitermachen wie bisher?
Oder wachen wir eines Tages in der AfD-Diktatur auf, wenn wir so weitermachen?
Reicht das, was wir tun, oder müssen wir ganz andere, drastischere Mittel ergreifen?
Reicht es, wenn wir nach den bekannten Regeln spielen, oder müssen wir auch bereit sein, die Regeln zu ändern, zu beugen oder zu brechen und uns die Hände schmutzig zu machen?

Dabei ist meine Prämisse, dass Diskutieren nicht hilft:

Wieso interessierst du dich so sehr für die körperliche Auseinandersetzung?
Natürlich führt Gegengewalt zu einer Gewaltspirale.
Aber ich muss mich der Gewalt der anderen Seite nicht hilflos aussetzen. Gegen Pistolen hilft eine schussichere Weste.
Oder, um in der Realität zu bleiben, gegen eingeschlagene Fenster oder Überfälle auf grüne Parteibüros helfen: stabile Rolläden, Überwachungskameras, brauchbare Fluchtwege, intakte Feuerlöscher, ein Warnsystem, organisierte Helfer und und und.

Wir können nicht mehr davon ausgehen, dass eventuell rechtsunterwanderte Polizei und Feuerwehr uns schützen. (Ich will hier auf keinen Fall die Polizei oder Feuerwehr unter einen Generalverdacht stellen, aber die Links zu diesen Behauptungen habe ich im Forum an anderer Stelle gesetzt.)

Wobei sich jetzt das Thema Wie weit darf Widerstand gehen mit diesem Thread mischt.

Faschisten müssen nur eine Wahl gewinnen - daher ist es 5 vor 12.

Aber ein verlorenes Verbotsverfahren macht die Partei noch wählbarer. Da schon das „gesichert Rechtsextrem“ vorläufig zurückgeommen wurde, schadet so eine Feststellung mehr, als das sie nützt.

Nehmen wir an, das „gesichert rechtsextrem“ wird bestätigt- reicht es dann wirklich zu einem Parteiverbot und wie lange wird es dauern, bis es durch alle Instanzen geklagt ist?
Nehmen wir an, das Parteiverbot geht durch und ist wirksam, was machen die AFD und deren Wähler dann? Militärputsch?

Die AFD Themen und die AFD-Denke muss aus den Köpfen der Menschen.

Da hilft es aber nicht, sich als Grüner moralisch (demokratisch) überlegen zu fühlen und die Wähler pauschal als Nazis zu diffamieren und Demos für die Demokratie zu machen.

Statt dessen sich mal in die AFD Wahlveranstaltungen einschleichen und denen unbequeme Fragen stellen:
»Wir müssen die Auseinandersetzung mit der AfD politisch führen, zum Beispiel auch in der Energiepolitik«, sagte Woidke der Deutschen Presse-Agentur. »Es wäre schon interessant zu erfahren, wie viele Menschen in Brandenburg in Zukunft ihre Heimat verlieren, weil die AfD neue Braunkohletagebaue erschließen möchte.« (Spiegel)

Sowas ist cool!

In den USA müssen die Demokraten jetzt entscheiden, wie sie reagieren, nachdem verbaler Protest zwar wichtig ist, aber nicht reicht.

Trump will in Texas und anderen roten Staaten die Wahlkreise ändern, um bei den anstehenden Wahlen nicht zu verlieren. Die demokratischen Abgeordneten haben Texas verlassen, um das Parlament beschlussunfähig zu machen. Trump hat das FBI auf sie angesetzt. Jetzt gab es eine Veranstaltung in Kalifornien, mit Gouverneur Newson und einigen der Texaner, in der er angekündigt hat, genau so und gerade so in Kalifornien die Wahlkreise zu ändern, um die texanischen Manipulationen auszugleichen. Mit Ansage, als Reaktion, für begrenzte Zeit, mit Einverständnis der Wähler.

https://m.youtube.com/watch?v=yVBx55RXqy. In den ersten vier Minuten spricht eine texanische Abgeordnete, gut für den Einstieg, nach 25 min kommt Newsom, und nach 30 min sagt er etwas zu seinem Konzept, auch in Zusammenarbeit mit noch 21 demokratischen Staaten.

Die Strategie ist “tit for tat”. Das hat sich auch in Experimenten (Sozialpsychologie, Spieltheorie) herausgestellt als meist erfolgreiche Strategie gegen “Spielverderber” oder freeraider. Ob das auch auf staatlicher Ebene funktioniert, wird man sehen. Es soll eine klare voraussehbare Reaktion sein, die nicht weiter eskaliert, aber Grenzen setzt.

Newsom wurde als Kandidat für die Präsidentschaft gesehen, wollte aber nicht. Jetzt übernimmt er offenbar eine Führungsrolle unter den blauen Staaten.

Ich bin gespannt, ob diese Strategie Erfolg hat. Es könnte auch Richtung Bürgerkrieg laufen. Ich denke, das ist ihnen bewusst.

Vielleicht ist es wenigstens ein Vorteil des Zwei-Parteien Systems, dass die Opposition damit schon gesammelt ist. Gegen die Macht der Rechtsradikalen hilft nur die Macht der Demokraten, die sich hier in D erst zusammenraufen müssen.

Das ist das einzige Mittel, die AFD zurückzudrängen: Eine geschlossene Front aller demokratischen Kräfte. Und dann langfristig, auf dieser Basis, eine Politik, die ihr die Nahrung entzieht.

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ist egal.
sobald der antrag gestellt ist, kann die cdu nicht mehr mit der afd koalieren!
:smiling_face_with_sunglasses: das wäre doch schon mal ein hübscher effekt

das ist ein sinnvoller ansatz, wobei ich mich nicht auf reaktion beschränken würde. die Dems sollten ruhig auch mal Angreifer sein.

Das könnte aber dazu führen, dass noch mehr Leute AFD wählen anstelle der CDU, wenn das Parteiverbot nicht durchkommt.

Ich sinniere hier grade über meine immer AFD-freundlichere Nachbarschaft und wie es dazu gekommen ist.
Kiel ist bekanntlich eine grüne Wählerhochburg (Direktmandat letzte Bundestagswahl) und wird grün regiert. Die Stadt ist geteilt in ein Westufer (Grünwähler) und ein Ostufer mit ehemaligen Werftarbeitern, früher eine SPD Hochburg.
Seit 36 Jahren lebe ich im selben Stadteil auf dem Ostufer, wenige Migranten leben hier, er war früher mit über 50% ein sicheres SPD Konto und hatte schon immer einen rechten Kern von Schützenvereinsmitgliedern, so dass die Wahlergebnisse für NPD oder ähnliche Parteien immer überdurchschnittlich hoch waren.
Die AFD lag hier bei der letzten Wahl bei 18 %, für hiesige Verhältnisse extrem viel.

Politik war früher hier gar kein Thema in der Nachbarschaft. Gesprächsthema waren irgendwelche RTL -Sternchen aus Reality-Shows, sonstige Prominente aus TV und Sport, Wetter, Haustiere, Tratsch und Aldi-Sonderangebote.

Seit Corona hat sich das dramatisch geändert.
Der Gesprächsöffner an der Bushaltestelle/beim Stadtteilfest ist nicht mehr das Wetter, sondern „Die vielen Flüchtlinge in Deutschland, das ist so schlimm.“
Obwohl im Stadtteil kaum Flüchtlinge leben.
Die „Politisierung“ der Smalltalks begann mit den Coronamaßnahmen, ging weiter zu den Flüchtlingen, Ukrainekrieg (Renten erhöhen statt Panzer kaufen) und endete in Habeck-Hass (wenn ich den schon sehe…).
Von Menschen, die vorher völlig unpolitisch waren, nicht mal zur Wahl gegangen sind.

Die AFD hat es geschafft ihre Themen bis tief in die Bevölkerung hinein zu tragen.

Ich weiß nicht, was das Gegengift ist. Vielleicht ein neues RTL-Trash Format? Ein gutaussehender SPD Kandidat? Thomas Gottschalk for Präsident? Höhere Renten?

Wir müssen auf jeden Fall verhindern, dass die AFD weiterhin die Themen setzt und die Menschen pseudo-politisiert.

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Und was bedeutet das? Die Kinder des Lichts sind die dummen Engel?

Mehr oder weniger ja, was die Angelegenheiten dieser Welt betrifft.

Es ist der Konflikt zwischem religiösem/moralischem Anspruch und dem menschlichen Sein:

In dem Gleichnis vom untreuen Verwalter geht es um einen Geschäftsführer eines landwirtschaftlichen Betriebs, der Gelder veruntreut hat und gefeuert werden soll. Da er keine Lust auf Hartz4 und Maßnahmen hat, ändert er schnell die Schuldscheine der Schuldner der Firma und trägt niedrigere Schulden ein, was diese sehr freut. Der Geschäftführer verspricht sich davon einen Vorteil bei den Schuldnern, z.B. Unterkunft oder neuer Job, wenn er entlassen wird.

Das ist unmoralisch, denn er hat ja seinen Chef betrogen. Aber wem hat er geschadet? Den Schuldnern hat er doch geholfen, eigendlich ist die Aktion positiv zu werten.

Und so kann eine Sache zwar unmoralisch sein, aber dem übergeordneten moralisch gutem Ziel dienen.
Das war bei den Theologen der bekennenden Kirche in der NS-Zeit ein wichtiges Thema: Darf man Hitler erschießen, um damit Schlimmeres zu verhindern?

Und so ist es auch mit der AFD. Dürfen wir zu unmoralischen Mitteln greifen, um Schlimmeres zu verhindern?

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Da bin ich etwas skeptisch. Und leider ist es bei den Grünen meiner Meinung nach mit Moral und Logik auch nicht weit her. Ich denke da nur z.B. an Jette.

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und wie lautete die Antwort?

ich denke manchmal, dass es den Rechten, den Verschwörern, den C-Leugnern, den Reichsbürgern und den ganzen anderen Verwirrten überhaupt nicht um Politik, Inhalte, Probleme geht. Die Themen wechseln und sind offenbar egal.

Kann es sein, dass die Leute einfach nur das Gefühl haben, dass die Welt bei uns stillsteht und wir vor lauter Regeln und Bedenken handlungsunfähig geworden sind?!
und dass sie deswegen einfach irgendwas oder alles anders machen oder kaputtmachen wollen, um wieder Bewegung in die Sache zu bringen, dabei aber völlig idiotisches Zeug machen?
Das ist jetzt mal der Versuch, in dem ganzen Schlamassel sowas wie einen Sinn zu sehen …

Interessant ist, dass auch und gerade in den reichen Weststaaten die Rechten so stark sind (USA als Paradebeispiel, aber die EU ist ja auch ganz gut dabei).
Das sind Staaten und Gesellschaften, die stark reglementiert sind, in denen grundlegende Änderungen nahezu unmöglich sind, selbst wenn die Hütte brennt.
„Wir haben kein Erkenntnis-, sondern ein Umsetzungsproblem“, heißt es immer.
Wirtschaft, Sozialstaat, Rente, Migration, Klima, Bildung, Staatsfinanzierung - alle wissen, dass da gewaltige Systemänderungen nötig sind, aber keiner weiß, wie das gehen soll.
Der Wähler erwartet vor jeder Wahl Geschenke und ist allergisch auf Einbußen und Verzicht (dafür sind immer die anderen zuständig). Das erleben wir ja auch hier, zB beim Thema Arbeitszeit, Sozialhilfe u.ä.
Die USA haben ein elendes politisches System, in dem Geld wichtiger ist als alles andere, und in dem man nur die Wahl hat zwischen zwei unfähigen Parteien. Es gibt scheinbar keinen Ausweg.

Die Welt steckt fest. Die bestehenden Strukturen leisten nicht das, was nötig wäre.

Aktuelles Beispiel beim Ausbau der EE

Die Idee, diese Strukturen zu zerschlagen, ist also naheliegend.
Diese Vorstellung ist eigentlich die einzige Konstante bei der AfD:
sie sind immer gegen den status quo, Euro, Corona, Migration, Haltung zu Russland.
Das Thema ist völlig gleich, Hauptsache dagegen, alles ist Mist, alles muss weg.
Vielleicht ist dieser Impuls an sich gar nicht so falsch, aber die „Lösungen“, die die Rechten bieten (wenn sie es denn überhaupt versuchen), sind schwachsinnig und dumpf.

Wenn das der tragende Impuls hinter den ganzen rechtsnationalen Umtrieben ist, sind sie womöglich nicht zu stoppen. Das Bedürfnis nach grundlegenden Änderungen besteht objektiv.
Auf rationaler Basis innerhalb der bestehenden Strukturen scheinen sie nicht möglich zu sein.
Dann kommen sie halt auf irrationaler Basis außerhalb oder gegen die bestehenden Strukturen?
und wenn sie kommen, erweisen sie sich als untauglich?!

Das ist jetzt keine Legitimierung der AfD-Politik, sondern der leicht verzweifelte Versuch, den großen Zusammenhang des ganzen Elends zu entschlüsseln.
Es ist jedenfalls kein Zufall, dass diese rechten Bewegungen sich überall entwickeln.
Irgendeine gemeinsame Ursache muss das doch haben!
Hat jemand einen Vorschlag?

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Da fragst du mich was- … Teils-Teils. Karl Barth und Bonhoeffer waren ab einem gewissen Punkt für einen bewaffneten Widerstand, andere Theologen völlig dagegen.
Ich hatte einen Kommilitonen, der sich glühend mit der Barmer Erklärung und dieser komplizierten theologischen- philosophischen Gedankengymnastik beschäftigte und ganze Partys mit seinen Ausführungen darüber sprengte.
Ich war, ehrlich gesagt, zu dumm den Komplex Kirche-Staat / Christ -Staat/ Jude - getaufter Jude / Führer-Jesus mit allen Haarspaltereien zu verstehen.
Müsste mich dazu erst einlesen …

Ich würde eher sagen, dass sie sich in der komplizierten Welt nicht mehr zurecht finden und eher dass Gefühl herrscht, dass es nichts mehr gibt wo man sich festhalten kann. Und die Rechten bieten einfache Lösungen auf komplexe Fragen. Das zeigt ja auch, dass gerade den früheren „ Volksparteien“, die Wähler weglaufen. Früher wählten die Arbeiter SPD und die konservativen Christen CDU, die Leute vom Kleingewerbe und Handwerk eher FDP. Aber jetzt gibt es eine weit pluralistischere Gesellschaft und solche Kategorien gibt es nicht mehr. Die Probleme sind größer und komplexer und politische Auseinandersetzungen werden ja auch in den Medien negativ dargestellt. So entsteht eine Sehnsucht nach scheinbar einfachen Lösungen.

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beides zusammen ergibt die gefährliche Mischung:
große, komplexe Probleme und keine Lösungen (weder einfache noch sonstige).