Erschreckend:
Der Staatsschutz ermittelt inzwischen.
Genau wie Höcke wussten sie anscheinend nicht, was sie da singen (Sarkasmus) und im Geschichtsunterricht haben sie anscheinend auch nicht aufgepasst.
Oh, vielleicht war Höcke ihr Geschichtslehrer?
Erschreckend:
Der Staatsschutz ermittelt inzwischen.
Genau wie Höcke wussten sie anscheinend nicht, was sie da singen (Sarkasmus) und im Geschichtsunterricht haben sie anscheinend auch nicht aufgepasst.
Oh, vielleicht war Höcke ihr Geschichtslehrer?
Es gab doch unlängst die Äußerungen von Krah, dass nicht alle SS-Angehörigen kriminell gewesen wären.
Ganz abgesehen davon, dass das noch vor 40-50 Jahren - also mitte der 80er (zumindest in meiner Familie) absoluter Mainstream war, habe ich mich mal diesbezüglich umgehört, und musste mit Erstaunen feststellen, dass es doch viele gibt (wie immer icht repräsentativ!), die - auch wenn sie nicht AFD wählen - das „…sooo falsch nun auch wieder nicht finden…“
Dabei ist es eigentlich ganz einfach: man muss nur „SS“ durch „Mafia“ ersetzen, und schon leuchtet das den meisten schon wieder ein - aber das entschuldigende Bild, das da gezeichnet wird, hat System - es geht davon aus, dass Menschen sich dadurch entschuld(ig)en können, dass sie aus einer „kindlichen Naivität“ an etwas mitwirkten, dass sich „erst bei genauerer Betrachtung“ als Katastrophe erwies.
Die Aussage verfängt also deswegen, weil bei zu vielen immer noch eine (innere) Entschuldung dadurch möglich ist, dass sie sich - fast schon als Opfer - in etwas hineinziehen haben lassen …
Da geht es um das Thema „…mitlaufen ohne nachzudenken - das kann nicht gut sein - auch nicht, wenn es sich um eine gute Sache handelt…“ (Vgl Willy1).
Ich bin etwas ratlos ob eines solchen Befundes, weil ich einerseits nicht weiß, wie man diesen Eigenabsolutions-Gedanken flächendeckend entkräften könnte - und ich aber anderseits dies als einer der Problemwurzeln sehe, dass man durch ein Parteiverbot nicht in den Griff bekommen wird.
Ich bin da leider sehr bedrohungssensibel…
wenn man es genau nimmt, mag es sogar Fälle geben, bei denen man darüber diskutieren kann.
Auch in der SS gab es sicher Verwaltungsangestellte, die nur den Fuhrpark verwaltet, die Aussenanlagen gepflegt oder Büromaterial eingekauft haben.
Da kann man sagen, dass auch sie das Gesamtsystem unterstützt haben und daher Beihilfe zu den Verbrechen geleistet haben. Aber vielleicht kann man das im Einzelfall auch anders sehen. M.W. hat die SS ihren Charakter auch im Laufe der Zeit verändert.
Wer da 1933 eintrat, musste vielleicht noch nicht ahnen, dass die Einsatzgruppen 1942/43 in Litauen oder der Ukraine massenhaft Zivilisten erschiessen würden.
Aber darum geht es ja auch gar nicht.
Krah geht es nicht um diese Form der historischen Einzelfallgerechtigkeit, sondern um die grds. Verharmlosung der SS und die Relativierung ihrer Verbrechen. Nur aus dem Grund fängt er so eine Diskussion an. Und das darf man ihm nicht durchgehen lassen.
Da ich kein Jurist bin, finde ich das zumindest interessant - ist Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung nicht schon Anlass zur Verurteilung - die SS war zu keinem Zeitpukt ein legitimiertes Staastorgan (wie etwa die Polizei) - sie war eine Privatarmee von Himmler/Hitler…
Politisch sehe ich das genauso - juristisch?!?!
ja, natürlich. Aber darum geht es wirklich nicht. Es geht nicht um die wortwörtliche Aussage, die mag ja sogar korrekt sein, es geht um die intendierte Aussage hinter den Wörtern und zwischen den Zeilen. Und die wurde in Frankreich verstanden. Die müsste eigentlich jeder verstehen.
na ja … das ist alles ziemlich kompliziert.
Siehe zB hier
https://de.wikipedia.org/wiki/Schutzstaffel#Abschließende_Organisationsstruktur
Das war ein Verhau von Abteilungen und Ämtern, bei denen man offenbar nicht sagen kann, ob sie staatliche oder Parteifunktionen ausübten (schon weil es die Trennung von Staat und Partei nicht gab).
Nimm zB das hier:
„Das Hauptamt Volksdeutsche Mittelstelle war zuständig für außerhalb des Deutschen Reiches lebende sog. Volksdeutsche. Es übernahm als Zentralstelle die Verwaltung und Verteilung beträchtlicher Hilfsgelder für die sog. Volkstumsarbeit.“
Wenn ich da Hilfsgelder verteilt habe, war ich dann „Verbrecher“?
war die SS nach damaligem Recht eine kr.Ver.?
keine Ahnung.
Dann geht es weiter mit dem Argument, ob die nicht nur Befehle befolgt haben, ob sie sich dem entziehen konnten usw usw. Wenn ich 1942 in der Ukraine vor einem Baggerloch stehe und mich weigere, 100 jüdische „Partisanen“ zu erschießen, riskiere ich, dass ich in dem Loch lande.
Muss ich mich trotzdem weigern?
Man kann das beliebig verkomplizieren.
Ich traue mir kein abschließendes Urteil darüber zu, ob die Mitgliedschaft in irgendeiner Abteilung der SS automatisch jeden zum Verbrecher im juristischen Sinne gemacht hat.
Ja, juristisch betrachtet. Ich bin mehr ziemlich sicher, dass Krah vor seiner Äusserung keine einzige Sekunde darüber nachgedacht hat. Ihm ging es um etwas ganz anderes.
Ich denke, da sind wir uns alle einig - genaso, wie wir uns einig sind, dies entschieden zurückzuweisen..
Wenn es aber darum geht, mit anderen Menschen, dennen diese verkürtzte Aussage plausibel erscheint, vom Gegenteil - oder auch nur von der manipulativen Wirkung - zu überzeugen, dann kann das nicht in einem differenzierten Ersatz-Geschichtsunterricht oder in einer soziolgischen Analyse münden…
Wie ist dem also in einem kurzen griffigen (und dabei gleichzeitig nichtmanipulativen) Statement beizukommen?
Stichwort: wehret den Anfängen…
Wem willst Du beikommen? Dem Krah? Hat sich vorerst erledigt, er hat überzogen.
schwer, vielleicht unmöglich.
Ich würde es mit der Frage nach den Motiven versuchen.
Warum sagt er das überhaupt? Warum ist die Aussage von Bedeutung?
Für die politische und rechtliche Gesamtbewertung ist es völlig egal, ob von 500.000 oder 700.000 SS-Angehörigen ein paar Hundert keine Verbrecher waren.
Man kann das aber als Schein-Argument für eine Verharmlosung der SS missbrauchen.
Und diese Vermutung liegt nahe, wenn man in der AfD ist (siehe den „Fliegenschiss der Geschichte“ des Ehrenvorsitzenden).
Und deswegen ist Krahs Behauptung politisch und moralisch unanständig.
Aber kurz und knackig ist anders.
All denen, die dieses Statement gar nicht sooo falsch finden…
Die Aussage ist natürlich an seine Anhänger gerichtet, die das vollkommen richtig verstehen: So schlecht war die SS doch gar nicht, lasst uns doch mal wieder so was in der Art machen. Dafür gibt es Stimmen.
Die Aussage ist nicht nur für die Hardcore-Fans - sondern auch für viele „gemäßigte“ Leute, die das eben gar nicht sooo falsch finden - das finde ich dabei das bedrohliche…
Daher auch mein Bestreben, darauf eine Entgegnung zu finden - nicht, um Hardcorefans zu überzeugen - sondern deswegen, weil das auch noch ganz andere Leute ereicht…
Und dafür gibts dann noch mehr Stimmen…
Die rechtsextreme AfD fordert in einem Entschließungsantrag im Bundestag, den Aktionsplan „Queer leben“ zu stoppen, das Amt des Queerbeauftragten der Bundesregierung abzuschaffen und „tradtionelle“ Familien zu fördern. Anlass ist eine Bundestagsdebatte über den Aktionsplan am späten Mittwochnachmittag.
Ich fürchte, das ist noch im Rahmen des demokreatisch erlaubten - wird für ein Parteiverbot nicht reichen - wir sollten alle auf die CSD-Demos gehen, um zu zeigen, dass viele das ganz anders sehen!
ich könnte ohne Sven Lehmann gut leben, sagen wir mal so.
Aber das gilt für die meisten „Beauftragten“.
Diese Ämter haben alle eine ungute Eigendynamik.
Die Leute müssen immer das Problem vergrößern, weil sie sonst den Posten verlieren.
Ein Antidiskrimin.Beauftragter wird nie sagen „so, alles gut, Diskriminierung ist nicht mehr der Rede wert“, weil er sich damit selber abschaffen würde.
Sondern er wird das Problem aufbauschen, weil er sich damit selber Bedeutung verschafft.
Auch bei dem Thema hat die AfD-Kritik einen realen Kern, aber sie ist völlig überzogen und sie beruht auf den falschen Motiven. Es geht der AfD nicht um Verbesserung der Politik ( die nötig wäre), sondern um Verteufelung und die Schaffung eines Feindbildes.
Na ja, Du bist ja auch keine betroffene Person.
In meinem engstem Umkreis, in meiner Familie, gibt es diese aber und da hat man einen ganz anderen Blickwinkel.
Ebend.
Alice Weidel kann diesen Antrag ja beruhigt unterschreiben, sie wohnt ja mit ihrer Familie sicher in der Schweiz.
Natürlich nicht.
Naja, nachdem die AFD plant, mit ihrer Exo-/Re-migration auch vor Passdeutschen nicht halt zu machen, riskiert sie, irgendwann in die Schweiz abgeschoben zu werden, da wir hier nur Fachkräfte dulden ![]()
Wird auch Zeit!
Ich wünsche ihm viel Erfolg!
Der ehemalige Ostbeauftragte Marco Wanderwitz macht sich seit Jahren für ein AfD-Verbot stark. Nun hat der CDU-Mann laut »taz« genügend Abgeordnete zusammen, um sein Begehr auf die Tagesordnung des Bundestags zu setzen.
Der CDU-Abgeordnete Wanderwitz und Grünen-Politiker wollen jetzt ein AfD-Verbot voranbringen, unter anderem mithilfe einer Taskforce.