Unterstützen wir Wagenknecht, um die AfD zu stoppen?

Warum ist das gleich Panikmache? - zu Recht, wie ich finde, wurde bereits (auch hier) eine Parallele zu Weimar gezogen - natürlich dauert das noch ein wenig - so, wie es damals auch 10 Jahre gedauert hat… erst hier ein Landrat, dann dort ein Bürgermeister - wenn wir uns des Problems bewusst sind, ist jetzt auch der richtige Zeitpunkt, massiv gegenzusteueren…
Das hat also nichts mit Panikmache zu tun - sondern mit frühzeitiger Gefaahrenabwehr - wie beim Klima - da hieß es auch lange Zeit (und es gibt bis heute gnügend), das sei alles Panikmache…
Wir haben es hier mit 2 sehr ernst zu nehmenden Gefahren zu tun - allerdings in beiden Fällen eben genau mit der langsamen bequemlichkeit, die von „Panikmache“ spricht und es alles noch nicht so schlimm finder - wie in der Weimarer Republik eben auch…

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Es ging darum, wie die nächsten Wahlen ausgehen (in diesem Jahr).

Darauf schrieb @biologin

@Matthias fand diese Aussage beängstigend

Mit Bezug auf DIESE Wahl habe ich erklärt, dass und warum ich da keine Gefahr sehe.

Ich habe keinen Zweifel, dass in diesem Jahr in D keine Regierung gewählt wird, die wir nicht mehr abwählen/absetzen können.
Wer anderes behauptet oder befürchtet, ohne erklären zu können, in welcher Konstellation das (in 2024!) eintreten soll, betreibt in meinen Augen Panikmache.
Das hat nichts mit Weimar oder Bequemlichkeit oder Ignorieren der Gefahr zu tun, das ist einfach der Versuch, die Lage realistisch einzuschätzen und keine unnötigen Ängste zu wecken.
(@HarmsCar: ich finde es im Übrigen ziemlich daneben, mir „Bequemlichkeit“ vorzuwerfen, wenn es um die AfD geht. Die AfD war der Grund, warum ich Mitglied bei den Grünen geworden bin, und ich möchte sie bekämpfen mit allem, was der Rechtsstaat zu bieten hat).

Sollte die AfD mal den Bundeskanzler stellen (was Gott und die Wähler verhüten mögen), sähe ich natürlich auch die Gefahr, dass man diese Regierung nicht mehr los wird.
Aber da sind wir noch lange nicht (und werden m.E. auch nie dahin kommen).
Ich bin optimistisch, dass wir (d.h. die staatlichen Institutionen und die große Mehrheit der Bevölkerung) den Kampf gegen die AfD gewinnen werden. Wir sehen doch gerade, dass auch die AfD verwundbar ist und auch deren Bäume nicht in den Himmel wachsen.

Ich wollte Dich nicht persönlich angreifen oder gar verurteilen - es ging mir nur um die Wortwahl!
Ich teile Deine Auffassung bezüglich aktueller Wahlen im Herbst (oder der Europawahl) - es ist eher ein schleichender Prozess, der da lange Schatten voraus wirft - das ist so wie mit dem Klimawandel - natürlich werden die Polkappen nicht nächstes Jahr schon abgeschmolzen und Hamburg ein paar Meter unterwasser stehen.
Es muss nur jetzt jedem klar sein, dass jetzt ziemlich viel aktiv getan werden muss - damit man später, wenn es dann zu spät ist, nicht jeder, der jetzt nicht genug tut, sich hinterher in die Opferrolle fallen lässt…
Ich weiß, dass ich Dir das natürlich nicht erzählen muss, weil Du zu denen gehörst, die das längst wissen - aber doch ein Grund mehr, rhetorisch eher aufrüttelnd denn beruhigend aufzutreten - da bin ich rhetorisch ähnlich drauf wie Du mit dem Populismus - lieber zu viel Beunruhigung stiften als zu wenig - rhetorische Beruhigung führt bei einigen/zu vielen Mit-Lesern eben zu Beruhigung - und natürlich ist das Gegenteil von Beruhigung nicht gleich Panik - sondern Beunruhigung.

Noch einmal: ich werfe Dir persönlich ausdrücklich keine Bequemlichkeit vor - sondern schlimmstenfalls lediglich „unglückliche“ Wortwahl.

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Da habe auch ich für die BRD keine Zweifel, in anderen Ländern sieht es anders aus:

»Wisst ihr, FDR hatte 16 Jahre – fast 16 Jahre – er war vier Amtszeiten. Werden es bei uns drei Amtszeiten sein? Oder zwei?« Danach waren aus dem Publikum in Dallas Rufe nach »drei Amtszeiten« zu hören.

wenn Trump nochmal Präsident wird, wird die Demokratie in den USA das nicht überleben.

Das ist keine Panikmache, denn es steht die entscheidende Wahl bevor und die Umfragen sind bestensfalls 50:50 für Tump und Biden. Die Amis sollten bei ihren Wahlen Angst haben. Wir (derzeit) bei unseren Wahlen nicht.

Es gibt verschiedene Demokratien auf der Welt, die nicht gerade zimperlich mit der Opposition umgehen. Berühmtestes Beispiel aktuell ist Russland. Da könnte sich Höcke viel abgucken. Seine Gegener sind dann die „Feinde der Demokratie“

Hier übrigens mal ein grünes Wahlplakat, welches ich in einem Dorf aufgehängt habe, das bis dahin komplett und ausnahmslos mit AFD-Plakaten zugepflastert war. Die werben auch mit Demokratie:

Lol :winking_face_with_tongue:

Ein wenig muss ich schmunzeln aber ihr kennt ja den Begriff des sogenannten Freistaates ich weiß es nicht per Du ob auch Thüringen ein Freistaat ist aber die sogenannten Freistaaten haben tatsächlich wenn Sie sich dafür entscheiden die Möglichkeit aus der Bundesrepublik Deutschland auszuscheiden also wenn wir mal zurückdenken dann wissen wir das Bayern quasi alle zwei Jahre mit Austritt droht.

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auch Thüringen nennt sich Freistaat.
Besondere Rechte sind damit aber nicht verbunden.
Freistaat bedeutet nur, dass es keine Monarchie ist (wobei man sich da im Falle Bayerns nicht so sicher sein sollte …).

„Auch in der Struktur der Bundesrepublik Deutschland mit ihrem föderalen System hat die Bezeichnung Freistaat keine sonderrechtliche Bedeutung, da alle Länder der Bundesrepublik dieselbe verfassungsrechtliche Stellung besitzen. Daher ergeben sich für die Bundesländer, die sie – wie etwa der Freistaat Bayern vornehmlich aus historischen Gründen – verwenden, auch keinerlei Sonderstellungen.“

Kein Bundesland kann die „Mitgliedschaft“ in der BRD „kündigen“.

Ich hoffe, wir sind uns darüber einig, das Russland bestenfalls auf dem Papier eine Demokratie ist - schließlich habe ich dort nur die Wahl zwischen Putin und Putin…

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Das mag Wahltaktik sein, aber auch das wäre eine Aussage: mit der AfD kann man keine Mehrheiten gewinnen, würde ich das mal übersetzen.

Es war nicht der Moment für Dich auf einen Allgemeinplatz auszuweichen, wo Du doch sonst so konkret hinweisen kannst.

Genau das werden wir logischerweise nicht sehen, da allein dadurch, dass das Bündnis von Sahra Wagenknecht der AFD Stimmen weg nimmt, die CDU nicht stärker wird - möglicherweise, und das scheint mir Deine Logik zu sein, wäre dann die AFD schwächer gegenüber der CDU. Könnte so kommen.

Allerdings, CDU, BSW, AFD - ich frage mich noch immer wo Du die Grünen dann siehst, wahrscheinlich in einem bürgerlich-konservativen Bündnis, um irgendwie gegen links und rechts die Mitte zu halten.

Aber was ist dann für die grüne Politik, welche Schwerpunkte würdest Du nennen?

Ich würde das nicht so übertrieben sehen.

Doch, war es.

Die Mühe mache ich mir nur dort, wo es sich lohnt.

Hier kann ich konkret werden:

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Wie ist denn Deine Meinung dann, zudem was @lawandorder geschrieben hatte?

Also, Fallbeispiele: Du sitzt mit Sahra Wagenknecht und Friedrich Merz in Koalitionsverhandlungen an einem Tisch. Welche Themen würdest Du
in den Mittelpunkt stellen? Welche wenn Christian Lindner und Friedrich Merz da sitzen? Welche wenn Christian Lindner, Sahra Wagenknecht und Friedrich Merz da sitzen? :wink:

Ich weiß nicht, was genau Du meinst, @lawandorder schreibt viel und dem meisten stimme ich zu.

Drei Themen:

  1. Die Ukraine
  2. ganz schnell
  3. viel besser unterstützen

Alles andere kann ein paar Monate warten.

Das ist genau das Gerede aus dem Westen was dem russischen Präsidenten auf den Zeiger ging, so wie es in der PK mit Olaf Scholz, Anfang 2022, deutlich wurde. Bei Dir: Ich schreibe was, aber eigentlich kann ich es auch lassen, aber ich habe was geschrieben. Das gleiche Zeug kommt vom Kanzler. Das ist so wie Pontius Pilatus, ich wasche meine Hände in Unschuld, lasst doch den @lawandorder richten, wie er will.

Demokratieschwindel ist das!

Wehe Dir, die Sahra sitzt mit am Tisch, so wie es @lawandorder drauf ankommen lässt. Und in der CDU gab es vom Alt-Fraktionsvorsitzenden, Ralph Brinkhaus, auch schon den Ansatz der Stickjackendiplomatie Kohls und die Frage, wie Frau Baerbock das sieht, Friedrich Merz ist in der gleichen Volkspartei! Viel Spaß! :smile: