Trumps Macht bröckelt ... hoffentlich

Trump hat in den letzten Tagen mehrere wichtige Prozesse vor dem Supreme Court verloren.

zB

Im Gericht gibt es eine 6:3 Mehrheit für die Republikaner, mit einigen Richtern, die sogar eher zur MAGA-Bewegung tendieren.
Bislang hat das Gericht überwiegend pro Trump entschieden, aber vielleicht ist das jetzt vorbei.
Man kann nur hoffen, dass die Richter am Beispiel Iran gesehen haben, wie blöd der Mann ist, und dass seine Zeit ohnehin abläuft.

Auch Trumps Veranstaltungen sind angeblich nicht mehr so gut besucht.

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Ja, Trump wird schwächer. Das kann eine Chance sein. Aber..

Schon länger halten die Männer hinter ihm das Steuer. Vance und Miller sehe ich vorne, beide sehr gefährlich und weit mehr als Trump ideologisch aufgeladen.
Die Vorbereitungen, die nächsten Wahlen zu kompromittieren, laufen bereits auf Hochtouren.
Trump hat viele Anhänger verloren, aber ob die bei den Demokraten ankommen, hängt von deren Kandidaten ab. Viele könnten sich mit einem anderen Rep. Kandidaten zufrieden geben. Ein Drittel der Bevölkerung steht noch hinter ihm, viele mit quasi-religiösen Gefühlen.
Die magas wissen, dass vielen von ihnen Strafverfolgung droht. Sie werden kämpfen wie wild, und sie werden schon jetzt von wesentlich höheren Spenden unterstützt als jemals zuvor. Die sozialen Medien tun gesteuert von den silicon valley Bros das Ihre. Auch die Kraft unabhängiger Medien ist geschwächt. Auch werden Gerichtsurteile ignoriert.

Trumps Nachfolger werden wahrscheinlich weniger irrlichternd, weniger beeinflussbar, möglicherweise berechenbarer sein. Aber sie könnten durchaus noch wesentlich aggressiver auftreten und handeln als Trump.

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Hängt alles davon ab wie die Wirtschaft läuft. „It‘s the Economy, stupid „

Ich glaube, dass Trump nächstes Jahr aus dem Verkehr gezogen wird, wenn die Midterms für die Repubikaner (hoffentlich) ein Desaster wird. Gesundheitliche Gründe wird es dann wohl heißen. Wäre ja auch nicht falsch, wenn man Demenz als Krankheit betrachtet.

ja, möglich.
aber es wird ihnen etwas sehr wichtiges fehlen:
Trumps perverses Charisma.
Trump ist eine Jahrhundertbegabung, in etwa wie Hitler.
Er kann die Leute blödquatschen, so dass sie ihm alles abkaufen.
Der ist kaum zu ersetzen.

Vance ist ein eher farbloser Kandidat aus Thiels Retorte.
Der kann keine Massen unterhalten, geschweige denn begeistern.
Er wird die Republikaner und die Trump-Wähler nicht zusammenhalten können.
Trump ist mit dem ungeheuerlichsten Schwachsinn davon gekommen, das schafft Vance nicht.
Miller hat das Auftreten eines Zombies oder eines psychopathischen Kinderschänders, auch er ist kein Führer und kein Volkstribun.

Erinnert Euch an den Mann aus Florida, Ron deSantis,
der wurde auch mal als intelligenterer Trump-Nachfolger gehandelt.
Aber es zeigte sich nach 5 Minuten, dass er dazu nicht das Zeug hat.
Und der hatte immerhin schon Florida regiert, während Vance und Miller da gar nix vorzuweisen haben.

Trumps Söhne sind auch völlige Lutscher, die beerben ihn zwar finanziell, aber nicht politisch.

Ich sehe nach Trump ein Loch, das so groß ist, dass die ganze Bewegung darin untergehen kann.
Kann …

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Du hast Recht, die beiden wirken blass gegenüber Trump. Deshalb sitzt er noch im Oval Office, trotz seines kognitives Abbaus. Es hängt davon ab, wie sehr sie den Apparat im Griff haben, wenn Trump abtritt.
Ein Video von Timothy Snyder hat in mir Sorge ausgelöst, in dem er Miller mit Stalin vergleicht: Charakter und politische Laufbahn weisen Parallelen auf, und er ist zur Macht gekommen während Lenin abbaute.
Allerdings sind die Staaten der USA vielleicht unabhängig genug, um eine Machtübernahme zu verhindern, wenigstens die Demokratisch regierten.
Wir werden sehen..

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Das ist exakt der Punkt. Trump wird von ganz unterschiedlichen Ströungen getragen, konservative Republikaner, Faschisten bis hin zu Ku Klux, Evangeliker, Neo-Libertäre. Das könnte zerfallen.

Das Problem sehe ich bei den Demokraten, die sind auch heillos zerstritten. Ob die sich auf einen Kandidaten einigen der mehrheitsfähig ist, ist fraglich.

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Ich glaube nicht, dass die Entwicklung in den USA im 21. Jahrhundert in irgendeiner Weise mit der in der SU des letzten Jahrhundert vergleichbar ist. Ich hoffe, ich werde keines Schlechteren belehrt.

Trump ist eine „lahme Ente“, der kann nicht für eine weitere Amtszeit kandidieren. Aber er ist eigentlich nur Symptom und nicht Ursache der Probleme. Es ist schon seit Jahrzehnten so, dass die Republikaner das Land immer weiter in Richtung Diktatur schieben, und die Demokraten das nur aufhalten, wenn einer von ihnen im Weißen Haus sitzt, aber kaum wieder rückgängig machen. Das ist etwa so, als gäbe es bei uns nur AfD und CDU/CSU, und überhaupt sind die USA eigentlich gar keine Demokratie, sondern eine Wahlautokratie: es gibt zwar Wahlen, bei denen zwei Parteien gegeneinander antreten und deren Ergebnisse nicht von vornherein feststehen, aber der Präsident hat quasi diktatorische Macht auf Zeit, die Sicherheitskräfte stehen über dem Gesetz, und das Land ist weder ein Rechts- noch ein Sozialstaat. Die USA und Westeuropa haben keine gemeinsamen Werte, sondern nur Werte, die die gleichen Namen tragen. Durch Trump ist das nur besonders deutlich geworden.

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Vor Trump konnte ich das nicht erkennen. Nicht mal in der ersten Amtszeit vor Trump. Die Tea Party-Bewegung innerhalb der Republikaner war nie mehrheitsfähig.

Die Fachliteratur unterscheidet elektorale Demokratien von elektoralen Autoritäten dahingehend voneinander, dass in elektoralen Autokratien bestehende liberal-demokratische Institutionen ausgehöhlt und parallele institutionelle Strukturen ausgebaut werden, die dann massiven systematischen Manipulationen ausgesetzt werden

Quelle: https://home.uni-leipzig.de/jmcoe/blog/ungarn-ist-eine-wahlautokratie/

Das sehe ich bei den USA vor Trump II nicht.

Über Sozialstaat kann man streiten, sicher nicht in unserem Sinn, aber Rechtsstaat auf jeden Fall. Und die Macht des Präsidenten wird eigentlich durch verschiedene Checks&Balances begrenzt, diese Grenzen scheinen aber nicht absolut wetterfest zu sein.

Da würde dir eine große Zahl von USA-Bürgern, vermutlich eine Mehrheit, energisch widersprechen. Du verbreitest hier ein Zerrbild, das auf Trump zutreffen mag, aber nicht auf die USA insgesamt.

Damit will ich nicht sagen, dass es keine Entwicklungen gäbe, die mir Sorgen bereiteten, insbesondere die sich gerade akkumulierende Macht des Silicon Valley.

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Wenn Peter Thiel entscheidet, wer der nächste Präsident wird, ist es doch klar: In den USA Vance, und bei uns Spahn. :wink:

Passend dazu hat der Supreme Court gerade Begrenzungen für Parteispenden und für Kandidaten aufgehoben. Die Bros bedanken sich.

Wahrscheinlich sind die, die er bequatscht auch schon vorher blöd. So dolle ist es mit der Schulbildung in den USA nicht. Rund 12 % aller privaten US-Schulen sind evangelikale Privatschulen. Und geschätzt 3 Millionen Kinder werden aus religösen Gründen gleich im Homeschooling unterrichtet.
Die lernen alle, dass die Dinosaurier bei der Sintflut ertrunken und deswegen ausgestorben sind.

was ja totaler Quatsch ist, die waren doch auch bei Noah in der Arche :innocent: !!!

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Dann habe ich die Definition von „Wahlautokratie“ anscheinend falsch verstanden. Und in Sachen Rechts- und Sozialstaatlichkeit weisen die USA im Vergleich zu uns sicherlich Defizite auf (z. B. Todesstrafe, fehlende gesetzliche Krankenversicherung), aber es ist wohl doch zu krass, zu sagen, sie seinen „weder ein Rechts- noch ein Sozialstaat“. Und was die Werte betrifft, nun ja, ihre Freiheits- und Gerechtigkeitsvorstellungen sind doch etwas anders als unsere, aber nicht völlig anders.

Ich vermute, da sind die Unterschiede innerhalb der Länder größer als zwischen BRD und USA.

Da hast Du aber im Geschichtsunterricht nicht aufgepasst - das Problem der Dinos war, dass sie in die Arche nicht reinpassten, wie dieser Doku-Song belegt.

Schon damals galt also: der Mensch war nicht in der Lage, alle ökologischen Konsequenzen seines Handelns (in diesem Fall der Bau der Arche) angemessen zu berücksichtigen.

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Das bringst du etwas durcheinander. Die Ursache für die Sintflut war die Rache Gottes für nicht näher spezifizierte Verfehlungen der Menschheit, nicht der Bau der Arche. Dieser wurde dem unschuldigen Noah vielmehr von Gott befohlen, um sich selber, seine Familie und die Landtiere zu retten.

Schon, schon - aber Noah hat die Arche falsch geplant, weil er die Größe der Saurier (immerhin auch Landtiere, falsch eingeschätzt hatte und deswegen kein Platz mehr auf der Arche war…

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Die Saurier waren zu dem - vermuteten - Zeitpunkt der Sintflut (2.800 vor Christi) längst ausgestorben

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:slight_smile:
Das ist das Problem der KreationistInnen (von denen es insbesondere in den USA viele gibt, die wahrscheinlich z.T. auch Trump wählen) - die Erde wurde erst zu einer Zeit erschaffen, als die Saurier längst ausgestorben waren :thinking:

Nettes Paradoxon, das wieder gegen die wörtliche Interpretation der Bibel spricht (denn nur dann existiert das Paradoxon) - man müsste den Einfluss der „christlichen Fanatiker“ auf Trumps Macht mal näher untersuchen…

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