Trägt die Linke eine Mitschuld am Erfolg der Rechten?

ich lasse Dir den Vortritt, denn ich war schon immer der Meinung, dass Du viel intelligenter bist als ich …

Falsch, ich bin doch dumm, weil ich die Frage nach Schuldigen gestellt habe.

ich versuchs nochmal anders:
Lassen wir mal die Kategorie „Schuld“ weg und die Benennung irgendwelcher Gruppen.
Konzentrieren wir uns auf bestimmte Verhaltensweisen, egal, von wem sie kommen:

sind diese Haltungen und Verhaltensweisen nicht so überzogen und realitätsfremd, dass sie für den Durchschnittsbürger abschreckend sind und viele Leute zu den rechten Parteien treiben?
haben also diese Haltungen und Verhaltensweisen nicht auch zum Erfolg der Rechten ungewollt beigetragen?

Ein Großteil davon bewegt dich doch auch sehr. Treibt es dich zu den rechten Parteien?
Oder betrachtest du dich nicht als Durchschnittsbürger und “zählst” deshalb nicht?

Wahrscheinlich schon. Alleine weil sie sich sehr gut in BLÖD ausschlachten lassen. Leider auch in meinem geliebten SPIEGEL, wenn ich Artikel von Blome (war ja mal BLÖD) oder Rennefanz lese.

Es geht nicht um den Einzelfall, sondern darum, ob diese Dinge Wähler in großer Zahl veranlasst haben oder veranlassen werden, für CDU, CSU, FDP oder AfD zu stimmen, die vorher weiter links gewählt haben.

ja, vieles bietet riesige Angriffsflächen, die rational zT nur schwer zu verteidigen sind.

Nach meinen Erfahrungen wählen die Leute die Partei bzw. Person, von der sie sich für sich selbst Vorteile erhoffen, und die ihnen eine positive Identität anbietet. Von daher ist es grundsätzlich immer suboptimal, potenzielle Wähler zu beschimpfen und zu beleidigen.

Ob die Partei, die ihnen die attraktivsten Angebote macht, dann eher weiter links oder weiter rechts ist, betrachte ich als zweitrangig (für ihre Entscheidung).

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Ich denke die Partei Die Linke war ein Baustein in der Spaltung die zum wiedererstarken der Rechten und der AfD führte, aber nicht einfach wegen Gendersprache oder überzogener Political correctness. In der Partei “Die Linke” fusionierten 2 Strömungen Lafontaine’s westdeutsche WASAG in der man schon seit Gründung populistische, rechte töne hörte [1] und die ostdeutsche PSD die seit Jahrzehnten an der Macht war und strukturell extrem konservativ war/ist. Beides übrigens Männerdominierte extrem hierarchische Gruppierungen. Die Linke ist natürlich ein Festigung des politischen eindimensionalen links-rechts Spektrumdenkens und somit inhärent populistisch und simplifizierend und natürlich profitiert die Linke von einer Polarisierung der Gesellschaft genauso wie die Rechte.

In Kombination geht es der Linken um Macht: Populistmus, Gesellschaftliche Spaltung, Hetze waren immer Teil der Methode. Wirkliche progressive verrbesserungen eher Nebensächlich. Ja die Linke hat sich ein grünes Parteiprogramm gegeben (hatte die CDU unter Merkel ja auch), aber zu Glauben Klimaresiliente Gesellschaft oder eine Verbesserung der sozialstandards hätten dort eine hohe Priorität ist meiner Erfahrung nach eher naiv: Nur ein paar Bespiele

  • Die Linke in Brandenburg setzte sich für die Weiterführung des Tagebau ein [2]
  • Die Linke privatisierte 66000 gemeinnützige Wohnungen in Berlin (an den selben amerikanischen Investor an den sie die Wohnungen auch in anderen Stätten verhöckerte) [3]
  • Die Linke machte sich für die Ansiedlung von Waffenindustrie stark [4]

Wir sollten das als Grüne mehr kritisieren und unsere m.E. sehr stark ausgeprägte Kritik-Hemmung der Linken gegenüber ablegen. Dabei ist sich die Linke nie zu schade gewesen die Grünen als Teil des problematischen Systems zu verteufeln.

Wir sollten klar rmachen das wir für eine andere Sozialpolitik stehen als die Linke: Unter der linken vorgänger Partei (Personell noch immer vertreten) wurden Genossenschaften und Gewerkschaften verboten den soziales durfte nur zentralistisch von der Machtzentrale ausgehen. Die Grünen kommen aus aus zivilgesellschaftlich getragenem Engartement und dem inteessen and progressiver Entwicklung. Das bedeutet das Genossenschaften, NGOs und pivatwitschatliche Stuckturen, neben staatlichen Stucktuern existeiren dürfen. Ich habe selbst in Ostdeutschland den Gegenwind der Linken bei unserem Engargement für zivilgesellschaftlichen Naturschutz aber auch nicht-staatliche Bildungseinrichtungen erlebst.

Selbst bei Klimathemen wird versucht “Klimaschutz = Klassenkampf” zu propagieren dann doch weider jede Klimamassnahme als elitär, imperialistisch und nur für reich Snobs abgestempelt.

Die ganze Umvertelungsretorik der Linken dient vor allem dem gleichmachen und ersticken der Zivilgesellschaft. Es ist ein Umverteilen von unten nach oben hin zu 2 % machtgebündelter Politklasse. Das Machungleichgewicht zwischen Bonzen (von Honecker bis Chavez) und dem rest der Bevölkerung war ja deutlich schlimmer als die immer noch hochproblematischen 80/20 Paretoverteilung einer Marktwirtschafft. Tatsächlich lässt sich eine Gesellschaft in der alle gliech wenig Resourcen haben aber eben viel leichter kontrollieren als eine heterogene Zivilgesellschaft. Und hier liegt auch das Problem in Bezug auf die Rechten und konservativen. Die Linken schaffen die zentralistischen Strckturen mit denen auch Rechten dann schalten und walten. Wer heute noch glaubt das eine Enteignung der Immobilien einer Großstadt und diese dann in eine staatlichen Wohnungskonzern umzuwandeln hat aus der Vergangenheit nicht viel gelernt. Dann kommt doch nur der nächste Linke (oder Rechte) Politiker und verkauft alles wieder wenn es opportun erscheint. Nur zivielgesellschaftlich gestreute Resourcen sind ein wenig geschützter vor solcher Politwillkür.

Bei der denzentralen gelellschaftlich getragenen Energieproduktion ist das genauso, auch dort will die Linke lieber zentralistische Strukturen etablieren.

[1] Lafontaine und WASG: Im Visier von braunen Brigaden - DER SPIEGEL

[2] Linke mit Klima-Problem: Braunkohle-Politik in der Lausitz wird Konflikt – umweltFAIRaendern

[3] Ausverkauf der Stadt: Die Hypothek der Linken | taz.de

[4] Brandenburg: Ein linker Rüstungsminister | DIE ZEIT

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nach meinem Verständnis geht es hier nicht in erster Linie um die Partei „Die Linke“, sondern um die politische Linke, zu der auch Teile der SPD und der Grünen gehören sowie viele gesellschaftliche Gruppen außerhalb der Parteien.

Ja, da hast du sicher recht. Und vieles was ihr bereits diskutiert habt betrifft ja diese Strömungen. War vorr einigen WOchen auf einer Demo gegen Rechts. Morgens um 9:00 sprach dort die SPD Bürgermeisterin und jemand von den Grünen und reifen zu weniger radikalisierung und einem finden gemeinsamer Werte auf und kirisierten natürlich die AfD Inhalte. um 11:00 kamen die Linken, beschwerten sich das niemand von den Parteien der Mitte (SPD, Grüne) da wäre und was gegen rechts täte, sondern nur sie die Linken. Am Ende haben die Linken auf der “Anti-AFD” Demo vor allem eine Anti-politische-Mitte Rede gehalten.

Wollte aber mit dem obigen Beitrag nur noch die Perspektive auf die Partei Die Linke hinzufügen. Deren Gründung 2005 ist m.E. schon auch ein großer populistischer Schritt gewesen eine “Abspaltung” von der SPD die eher dem Ego Lafontaines rechnung trug als einer politischen Forderung. Die Harz Gesetze an denen es sich vorgeschobenerweise entzündete waren ja eine massive Verbesserung der Sozialleistungen im vergleich zum vorherigen Kohlschen Arbeitslosenhilfe*).

*) Danke für die Korektur!

Du meinst Arbeitslosenhilfe.
Das Arbeitslosengeld ist eine Leistung der Arbeitslosenversicherung. Die hat auch heute nichts mit dem Bürgergeld zu tun.

Ich erkenne den schlingerenden Kurs von Sarah Wagenknecht als teils relativ weit rechts. Insoweit hat sie wahrscheinlich dazu beigetragen, dass viele dann das Original, die AfD gewählt haben. Aber die heutige Partei die Linke sehe ich nicht mitschuldig. Das ist eine Partei, die als frühere Partei Ostdeutschlands, unter dem Aufstieg der AfD gelitten hat. Die Wurzeln liegen in der Euro- Feindlichkeit, dem Kurzdenken als es um den Erhalt Griechenlands in der Eurozone ging, des Systemwechsels von der DDR in die soziale Marktwirtschaft, die in Ostdeutschland durch die starke DM sich abrupt gestaltet hatte und dann als die Flüchtlingskrise Wellen schlug, die rechte Ressentiments belebt hatte.

Ein Kohlscher Versprecher besagte, dass der Euro mindestens so stabil sein werde wie die D-Mark. Als 2008 die Krise über uns hereinbrach, hieß es: “Die Griechen haben uns getäuscht!” - LOL! - Die EU-Währungshüter haben einfach gepennt. Den Griechen - zumindest den kleinen Leuten - kann man eigentlich keinen Vorwurf machen. Die beiden großen Parteien hatten ihre Wahlgeschenke auf Pump finanziert und damit eine Verschuldung erreicht, die das Land angreifbar machte. Die EU-Maßnahmen waren nicht auf eine tatsächliche Gesundung des Landes ausgerichtet, sondern auf einen nationalen Ausverkauf.

Die Transformation (oder besser formuliert: die Liquidierung) der DDR-Wrtschaft folgte einer naiven Marktgläubigkeit und ignorierte dabei, dass auch Märkte etwas Zeit benötigen, sich auf völlig veränderte Situationen einzustellen. Die Krönung in unserer Region war das Verramschen eines Industrieareals für eine symbolische D-Mark an irgendeinen hergelaufenen “Investor”. Aber egal - er war eben aus dem Westen.

Der Kerngedanke des Schengener Abkommens bestand darin, dass Flüchtlinge in dem EU-Land Asyl beantragen und das weitere Verfahren abwarten sollten, welches sie zuerst betraten. Diese Maßnahme erwies sich zunächst als einigermaßen erfolgreich, was mich 1993 meine Job gekostete hatte. Nur mal ganz am Rande. Doch im Spätsommer 2015 wurde die Parole “Macht hoch die Tür, die Tor macht weit!” ausgegeben. Und dann hatten wir die Bescherung..

Zitat
„Die Turnhallen der Schulen und Sportvereine mit Asylbewerbern zu belegen, war ein Fehler – auch mit Blick auf den sozialen Frieden.“
Berlins damaliger Sozialsenator Mario Czaja (CDU) spricht im Interview über den Flüchtlings-Sommer 2015 und seinen oft kritisierten eigenen Anteil daran.

Tagesspiegel-Newsletter “CheckPoint” vom 5.9.25

Das im GG verankerte Asylrecht ist ein hohes Gut. Aber es kann nur für tatsächlich Verfolgte Anwendung finden. Aber allen irgendwie Benachteiligten, denen ihre Schlepper das Schlaraffenland versprechen, hier eine Perspektive zu bieten, das schaffen wir - nicht!

Ich sehe den Hartzer Käse eher als Verschlimmbesserung.. Die Alhi, die es übrigens schon vor Kohl gab, hätte man auch anders reformieren können. Aber die Details wären eher etwas für “Bedingungslosen Grundeinkommen einführen” und “Vollständiger Leistungsentzug für Totalverweigerer”. .

Das Dublin-Verfahren. Das Schengen- Abkommen regelt den grenzfreien Euroraum.

Ich bin gegen das Verfahren. Es benachteiligt die Staaten, die zuerst von Geflüchteten erreicht werden und macht Geflüchtete zu unliebsamen Personen, die sie nicht sein sollten. Es wäre klüger Geflüchtete frühzeitig auf die gesamte EU zuzuweisen, um Ihnen zu helfen Zuflucht in der EU zu bekommen.

Erzähle wie das passierte, die reine Aussage bedient natürlich erstmal Ressentiments, die Ausländer nehmen uns die Jobs weg, und nährt rechtes Gedankengut.

Macht hoch die Tür, die Tor macht weit, leitet normalerweise feierlich den Advent ein, der unsere Herzen auf Weihnachten vorbereiten soll. :wink:

Es war richtig die Geflüchteten aus Budapest aufzunehmen. Es war seinerzeit eine mutige Entscheidung der Kanzlerin. Es hätte sogar einen viel größeren Akt der Humanität gebraucht, die Geflüchteten in best ausgestatteten Zeltstädten zu versorgen, die Kinder mit Spielfreizeiten und Zauberer zu beschäftigen, Sprachkurse gleich sehr schnell anzubieten, um so eine besser kontrollierte Einreise zu unterstützen. Aber viele hatten auch ehrenamtlich sich richtig gekümmert.

Die Zahl derer, die vor allem aus Syrien kam, war sehr hoch. Angela Merkel gab an, dass es zu wenig Überzeugung in der Politik vorher gab, präventiv sich auf den anbahnenden Zustrom vorzubereiten. Sie war damals als Kanzlerin auch nicht allmächtig das zu ändern, gab sich jedoch an dieser Stelle selbstkritisch in einem kürzlichen Interview.

Durch das Abkommen mit der Türkei, was seinerzeit stark kritisiert worden war, gelang es ihr dann später mittels einem Abkauf notdürftig eine einigermaßen humane Regelung aufrecht zu erhalten als andere Staaten sämtliche Grenzen zuschließen wollten.

Der Fehler kam zustande, da der Zustrom unterschätzt und nicht organisiert worden war.

Das wären doch die Meisten. Der übergroße Anteil waren Geflüchtete aus dem Krieg in Syrien.

Das war ein Ansatz, die in der Sozialhilfe und Arbeitslosenhilfe, vor allem die in der Sozialhilfe durch das damalige System entstandenen Zahlen, wieder in die Vermittlung zu bekommen und frühzeitiger zu verhindern, dass der Sozialstaat zu viel Kosten verursacht und zu wenig Einzahler, denn die hohen Lohnnebenkosten waren damals sehr lange bereits beklagt worden, ohne nachhaltige Lösungen zu erreichen.

Was nicht gefördert wurde war der gesamtgesellschaftliche Zusammenhalt in der Gesellschaft. Das Gegenteil entstand. Die Gruppe, die in der Arbeitslosigkeit war oder hinein rutschte wurde stärker stigmatisiert als das vorher war und mit teils unsinnigen Druck auf Arbeitslose wurde versucht die Zahlen nach unten zu drücken.

Für was wärest Du denn? Beides steht doch, unvereinbar miteinander, sich gegenüber. Entweder das Grundeinkommen oder eine auch von der Leistung von Arbeitslosen abhängige Zahlung?

Das war kein Versprecher. Der Euro ist heute trotz Krisen stabil.

Das war eine politische Entscheidung. Aus heutiger Sicht, dir richtige, denke ich.

Das waren vor allem die Ex-DDR-Bürger, die es eilig hatten, Zugang zu dem EU-Markt zu erhalten. Der Rest ist ein marktlogische Konsequenz.

Bei N-TV wurde heute anhand einer Umfrage erläutert, dass die SPD an Zustimmung und Wählern verloren hat, weil ihre klassischen Wähler (Arbeiter) das Gefühl haben, dass die Partei sich mehr für BG-Empfänger und Minderheiten einsetzt als für sie (die Arbeiter).
In diese Lücke sei die AfD gestoßen, die zunehmend von dieser Wählergruppe Zustimmung erhalte.

Etwa ab 1:00

Auch insoweit trägt die Linke (wenn man denn die SPD dazurechnen möchte) Verantwortung für das Erstarken der AfD.

Die Fixierung auf alle möglichen Minderheiten ist ein politischer Fehler, wenn man dabei die Mehrheit vergisst. Volkspartei wird oder bleibt man so nicht.

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Das kann ich nachvollziehen. Offensichtlich gab es bei der EU-weiten Zusammenarbeit erhebliche Defizite zu Lasten der Erstaufnahmeländer. Eine kontrollierte Verteilung zumindest eines erheblichen Anteils der Flüchtlinge wäre auf jeden Fall sinnvoll gewesen.

Im September 1992 (ich hatte es im Forum bereits nageführt) fragte ich im kurz zuvor eröffneten örtliche Asylheim nach, ob da noch jemand gebraucht würde. Nicht zuletzt auch als Reaktion auf die schlimmen Ausschreitungen in Rostock-Lichtenhagen und andere Untaten. 1993 ebbte der Zustrom jedoch erheblich ab, so dass das Heim zum Jahresende dicht gemacht wurde.

Die Ereignisse von 2015 waren eben auch ein Ergebnis der mangelhaften Zusammenarbeit innerhalb der EU. Auch in unserer Nachbarschaft hatte wir syrische Flüchtlinge. Eine Familie verabschiedete sich kurz nach dem Sturz des Assad-Regimes, die andere blieb zunächst. Das Schlimme an der Sache ist, dass jetzt andere Bevölkerungsgruppen in diesem Land verfolgt werden.

Dieser Ansatz war zunächst richtig, aber:

wie Du zutreffend anführtest. Über diese Themen diskutieren wir z. Zt. in den Threads Vollständiger Leistungsentzug für Totalverweigerer und Bedingungsloses Grundeinkommen.einführen. Ich habe mich übrigens eindeutig für letzteres positioniert.

Momentan geht’s wieder. Es gab aber doch erhebliche Turbulenzen. Millionen Sparer bezahlten dies mit den Zinsen, die sie nicht mehr bekamen. Die Griechen, die mehrheitlich ihre beiden großen Parteien wählten, waren allerdings echt übel dran:

Im Januar sei die Arbeitslosenquote auf 27,2 Prozent gestiegen, teilte das nationale Statistikamt gestern mit.

Märkische Allgemeine, 12.4.2013

Demokratie bedeutet eben nicht, nur immer brav die zu wählen, die am lautesten bekunden, die wahren Demokraten zu sein, sondern vor allem aktiv mitzudenken, mitzureden und mitzuhandeln.

Tatsächlich? Wer schürte denn nach Kräften die patriotische Besoffenheit und die naive Marktgläubigkeit? Auf einer der späteren großen Demos war auch ein Transparent zu sehen, welches von zwei Bambusstangen gehalten wurde. “Wo gab es damals in der DDR Bambus?” -fragte mal ein kritischer Beobachter. Nee, mei Gudsder, Kohl & Co. hatten zu sehr auf die wohltuende Hand des Marktes gesetzt, und das Ausmaß mühsamer Kleinarbeit unterschätzt.

Es gibt kein Anrecht auf einen bestimmten allgemeinen Zinssatz. Tagesgeldzinsen sind nun mal variabel. Das sollte jeder Sparer wissen.

Der Punkt ist, dass der Euro bisher stabil ist und damit Kohles Aussage kein Versprecher ist

Wir sind das Volk. Wer stürmte die Mauer nach der Öffnung?

Erstens bin ich wirklich nicht dein Gudsder und zweitens, auf was hättest du gesetzt? Weitermachen mit der wohltuenden Planwirtschaft?

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Ja, tatsächlich!
In Schaaren sind sie doch in den Westen geflüchtet.
Was wäre gewesen; (abgesehen davon, dass es wg. Grundgesetz nicht möglich gewesen wäre) wenn die Bundesrepublik nicht so gehandelt hätte wie sie gehandelt hat?
Dann würden in den neuen Bundesländern heute nur halb so viele Leute leben.

Wann ist später?
So werden Verschwörungsgeschichten in die Welt gesetzt.