Schönen Guten Morgen - Warum ist es so schwer im EU-Parlament die offensichtliche Lösung für die Zeitumstellung zu entscheiden?

Darum ist es auch am Besten alles so zu lassen wie es ist. Im Winter Normalzeit, da es sonst für die Kinder am Morgen zu dunkel wäre. Und im Sommer sind viele am Abend noch gerne unterwegs. Wir gehen zum Beispiel noch zum Baden. So dass es schön ist, wenn es länger hell ist. Die eine Stunde Zeitumstellung zwei Mal im Jahr. Das ist doch nicht die Rede wert. Man geht am Wochenende doch auch meist später ins Bett und steht später auf. Von daher hätte man ohnehin jede Woche eine Zeitumstellung. Viel Lärm um Nichts.

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Ich halte auch nix von der Sommerzeit, bin eher eine Späte Lerche, also etwas Früher als der Durchschnitt., im Genzbereich zwischen Lerche und Normal.

Meine 2 Cents:

Die Unixzeit ist eine Zeitdefinition, die für das Betriebssystem Unix entwickelt und als POSIX-Standard festgelegt wurde. Die Unixzeit zählt die vergangenen Sekunden seit Donnerstag, dem 1. Januar 1970, 00:00 Uhr UTC.

Die meisten Server basieren auf Unix und verwenden diese Zeitzählung.

Auch das Dunkelwerden ist ein Zeitgeber: Erst dann wird Melatonin ausgeschüttet.
Wer im Sommer seine Kinder zum Schlafen bringen will, kennt das.
Bei vielen Menschen bringen auch die Wochenenden das System durcheinander, wenn sich die Schlafgewohnheiten zu stark unterscheiden. Migräne ist ein Beispiel.
Ein großer Teil der Bevölkerung baut über die Woche ein erhebliches Schlafdefizit auf, das sie dann am Wochenende ausgleichen wollen. Nur: Das ist biologisch nur zu einem kleinen Teil möglich. Mit Folgen für Herz/Kreislauf, Immunsystem, Stresssystem, Stoffwechsel, kognitive Funktionen usw.
Es überlagern sich verschiedene biologische Rhythmen für Aktivität/Müdigkeit, so dass auch die Schlafarchitektur verändert werden kann.

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Also die Abschaffung der Zeitumstellungen hat soweit ich weiß Europaweit eine Mehrheit. Meine Frag dreht sich allein darum: Da wir sowieso schon drei Zeitzonen in der EU haben, warum nutzen wir diese einmalige Gelegenheit nicht um die Zeitzonen wieder dahin zu legen wohin sie geographisch gehören?

Welche Faktoren hindern das EU Parlament daran das vernünftige zu tun?

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Warum braucht es überhaupt Zeitzonen? Wir könnten auch einfach überall mit UTC rechnen. Dass die Schule um 8 Uhr beginnt, ist kein Naturgesetzt. Auch heute schon lassen sich innerhalb der selben Zeitzone (sogar innerhalb des selben Landes) deutliche Unterschiede im gewöhnlichen Tagesablauf feststellen, die wohl eher kulturell geprägt sind und weniger etwas mit dem Zeiger auf der Uhr zu tun haben. In Ostdeutschland sind Arbeitsbeginn, Mittagspause und Arbeitsende tendenziell früher als in Westdeutschland. Im ebenfalls eher östlichen Österreich widerrum eher später. Das nervige ist doch nicht die absolute Zeitlage, sondern die halbjährliche Umstellung.

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Gute Idee. das stimmt schon. Es gibt da nur ein kleines aber erhebliches Problem. Die Leute sind nicht gewohnt, in UTC zu rechnen.

Puuh..Gute Frage.. abgesehen davon ob wir noch Zeitzonen überhaupt noch brauchen. Der UTC Vorschlag ist theoretisch auch eine Lösung. Man muss nur flexibliltät für die unterschiedlichen Chronotypen ermöglichen. Je nachdem wer Eule oder Lerche ist.

Es gibt wohl ziemlich handfeste Vorteile im grenzüberschreitenden Geschäftsverkehr, wenn beide Länder derselben Zeitzone angehören (ohne dass ich die groß benennen könnte).
Irgendein pazifisches Inselreich hat sich z.B. entgegen der Geographie der Zone von NZ angschlossen, weil das ihr größter Handelspartner ist.

Hinzu kommen noch ein paar nationale Befindlichkeiten. Paris kann natürlich nicht in derselben Zone sein wie der Erbfeind London :wink:

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Ok, meine Frage ist damit beantwortet, vielen Dank. Es gibt selbst hier im Forum unter uns paar Leuten so viele „Ideen“ und „Vorschläge“, das ich als rein rational denkender Mensch einfach einsehen muss, ziemlich einsam zu sein :slight_smile:

Die für mich offensichtliche Lösung ist offensichtlich nicht offensichtlich. Danke für eure Beiträge :slight_smile:

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Im Prinzip hast du recht.

Aber es ist auch eine kognitive Hilfe, wenn man intuitiv weiß, dass wenn man nach einem Flug um 23 Uhr Ortszeit in Neuseeland ankommt, es wahrscheinlich dunkel ist und die Geschäfte geschlossen haben. Ich weiß, das kann man auch rechnen, aber die traditionellen Zeiten haben doch eine hohe Bedeutung. Schon Kinder lernen die Uhrzeiten anhand typischer Beschäftigungen wesentlich einfacher, und das führt zu einem intuitiven Zeitgefühl in modernen Gesellschaften. Wer das nicht hat, hat mit ziemlichen Problemen zu kämpfen (kommt bei ADHS vor, es kann echt belastend sein). Ich vermute auch, dass Länder auf der anderen Seite der Erde sich beschweren würden.

Innerhalb einer Zeitzone kann die Sonnenzeit sich deutlich unterscheiden. Damit ist die frühere Arbeitszeit in Ostdeutschland aber wohl eher nicht erklärt. Ich denke, für kulturelle Unterschiede spielen Arbeitsethik und die Geschichte der Gewerkschaften eine große Rolle, so wie die Organisation des bäuerlichen Lebens vor der Industrialisierung und der Verlauf der Industrialisierung. Pünktliches Erscheinen bei der Arbeit wurde teils durch Strafgesetze erzwungen, und das Arbeiten nach der Uhr wird von Soziologen als wesentlicher Faktor der Zähmung des modernen Menschen, vor allem der als faul angesehenen Arbeiter, angesehen. Staat, Kirche und Arbeitgeber zogen dabei an einem Strang, die Arbeit wurde moralisch aufgeladen. Das steckt jetzt seit Jahrhunderten drin, und die arbeitsteilige Produktion wäre ohne dies so nicht möglich gewesen.

Eine Differenzierung der Arbeitszeiten nach biologischen Bedürfnissen und Vorlieben ist heute in vielen Berufen möglich und normal, vor allem für Akademiker. Aber gerade in den Schulen herrscht noch der Grundgedanke, dass Kinder an rigide zeitliche Struktur gewöhnt werden müssen. Es fängt aber oft schon im Säuglingsalter an. Unsere Gesellschaft scheint besessen davon, zusammen mit dem Vorurteil, dass früh beginnende Arbeit besser sei.

Wie oft habe ich von Erzieherinnen, LehrerInnen, KollegInnen gehört, Kinder brauchen Struktur, ohne dass bedacht wurde, ob diese Struktur ihren Bedürfnissen entgegenkommt. Dabei müssen Menschen auch lernen, ihre Aktivitäten selbst in einem Spannungsbogen zu organisieren. Als ADSlerin weiß ich, wie wichtig das ist.

Gegenüber dem Missverhältnis von biologischen/psychologischen Bedürfnissen und erzwungenen Zeitabläufen finde ich die Zeitumstellung ein kleineres Problem.

Edit: Hab noch dran geschrieben, als Jörg das Schlusswort gepostet hat :wink:

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wollte jetzt auch meinen senf dazu geben
Eine Zitzonenndifferenz zwischen Frankreich und Deutschland ist wider die Praxis . Ersten war das historisch hier im Oberrheintal vor 1803 mal ein Gebiet, zweitens geht hier ein Haufen Verkehr über die nicht mehr existierende Grenze.
Da mein Segelboot in Frankreich liegt, müsse ich dann wegen 1000 m Luftlinie nach Deutschland eine andere Zeitzone einstellen, und abends beim Heimweg wieder zurück. Da pendeln wohl 100,000 Leute täglich allein hier in Baden und Frankreich. Ähnliches Gilt für RLP, Saarland, Luxemburg, BE NL. Das ist eine der am intensivsten von Pendlern überquerte innereuropäische „Grenze“.

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In den USA gibt es auch 4 Zeitzonen (ohne Alaska und die Inseln). Geht auch irgendwie.

Moderne Smartphones machend den Wechsel automatisch bei überqueren der Zeitgrenze.

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„Perfides Albion“ heißt das. Ihro Durchlaucht. :melting_face:

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Auch dafür ist ein Forum gut und sinnvoll, um zu erfahren, dass andere Menschen andere Bedürfnisse haben.

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Da habe ich so meine Zweifel
Meins hatte sich zwar immer auf Weißrussland eingestellt, aber zurück war es duster.
Das ging nicht in Zürich und anderswo. Ich habe das dann abgestellt. Wegen zwei Tagen in Minsk den Ärger auf dem Rückweg.
Vermutlich war die Züricher Zitzone defekt. Und woher weiß mein "smart"phone, dass es gerade in Deutschland ist? Da müsste es ja eine Zitzonenkarte haben.
Meines loggt sich hier im Dachgeschoss oft auf französische Provider ein, obwohl wir hier in D sind. Ich muss da manuelle Providerwahl einstellen, Früher war das auch noch teurererer. So smart ist der Elektroschrott auch wieder nicht.

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Ernsthaft? Eine Zitronenkarte hat es wohl nicht :wink:, eine Zeitzonenkarte schon eher.

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Das hat einen einfachen Grund, die Französischen Handymasten funken stärker als die Deutschen. Und Handys orientieren sich normalerweise an den Roaming Zonen und an den Funkzellen. Jedenfalls so lange da kein Spzielles Programm drauf ist. Es sei denn, das Handy hat echtes GPS verbaut. Frankreich ist kein son Funklöcher Staat wie Deutschland wo man den Ausbau verpennt hat, das Problem gibt es hier im Saarland auch. an einigen Stellen sogar relativ weit weg von der Grenze. Auf dem Bergen in Merzig ist Französiches Netz! Merzig ist aber eigentlich NICHT direkt an der Grenze! Das heißt, in manchen Gegenden füllen die Nachbar Staaten die deutschen Funklöcher.

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Aber dann sitzt man die ganze helle Zeit in der Schule..
Auch nicht ideal

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