US-Präsident Donald Trump wird am Mittwoch Zölle in Höhe von sage und schreibe 104 Prozent auf alle chinesischen Importe erheben, wie die Pressesprecherin des Weißen Hauses, Karoline Leavitt, am Dienstag bekannt gab. Diese Zölle kommen zu den chinesischen Zöllen hinzu, die bereits vor Trumps zweiter Amtszeit in Kraft waren.
(Quelle)
Als mir meine Frau das eben erzählt hat, musste ich zuerst an die riesigen iPhone-Werke der taiwanesichen FIrma Foxconn in China denken.
Aber das stimmt gar nicht mehr:
Produktion verlagert: Apple hinterlässt Geisterstadt in China
Im überdimensionalen Foxconn-Industriepark in Nanning waren einst mehr als 50.000 Menschen beschäftigt, heißt es in einem Videobericht von China Observer. Indirekt hingen an dem Standort weitere 50.000 Arbeitsplätze. Nun steht der gesamte Komplex leer und scheint bereits langsam zu verfallen.
Also da bauen zwei Konzerne ein gigantisches Werk, welche 100.000 Menschen direkt oder indirekt beschäftigt und dann ziehen die halt mal einfach in ein anderes Land. Stellt euch das mal in Deutschland vor.
Bereits vor einigen Jahren hat Apple angekündigt, seine Produktionskapazitäten zunehmend aus China abzuziehen. Seit geraumer Zeit schreitet dieser Prozess voran. Die Fertigung von Apple-Geräten wir von China nach Indien und Vietnam verlagert.
Tja, dumm nur das jetzt für iPhones aus Indien auch 26% Zoll fällig sind
und bei Vietnam sind es sogar 46 Prozent. Vermutlich sogar wegen der iPhones. Also erst die lokalen Arbeiter ausbeuten und dann beschweren, weil die Handelsbilanz nicht ausgeglichen ist.
Treffen wird es neben den Arbeiterinnen und Arbeitern in Vietnam aber vor allem US-Konzerne wie Nike, Intel, Mattel und – viel amerikanischer geht es nicht – American Eagle Outfitters.
Übrigens finde ich die Reihenfolge der Süddeutschen ziemlich daneben:
Es trifft die vietnamesichen Arbeiter aber vor allem die Konzerne?
Nun das ist ein anderes Thema.