Es muss so um 2010 gewesen sein, als ich mit einem Kollegen auf dem Weg zur OOP war und wir einen technische Frage hatten. Kollege zückt sein Handy und sagt, bis München haben wir das raus. Er hatte Recht - Coole Sache für Nerds.
Irgendwann haben dann auch die ganzen anderen Twitter entdeckt. Da es sich heute immer noch solcher Beliebtheit erfreut hat ein paar Faktoren:
Es gibt für Geltungssüchtige Menschen nichts besseres als „FOLLOWER“ - das war eine geniale Wortwahl.
Richtig los ging es als die Politiker und A- B- und C-Promis entdeckt haben, das Twitter entscheidenden Vorteile gegenüber Interviews haben: Man ist nicht gezwungen irgendwelche Fragen zu beantworten! Im Falle von B- und C-Promies kann man auch Fragen beantworten, die einem niemand stellen möchte
Das kombiniert man dann mit einer Presse, bei der eine eigene fundierte Meinung wertlos ist gegenüber dem coolen Originalzitat! Wow, Twitter ist toll und wichtig, da bekommen ich so viele Zitate wie ich will ohne das ich tatsächlich jemand interviewen muss. Das ist viel billiger.
Die Presse berichtet über Twitter, die Politiker und Promis merken, das über Sie in der Presse berichtet wird, wenn Sie twittern.
Dann gibt es natürlich noch russische und andere Troll-fabriken, die auch gerne über sich in der Zeitung lesen. Hurra das Perpetuum Mobile ist da!
Zusammenfassung: Ein Medium für Geltungssüchtige und faule Journalisten.
Empfehlung: Meiden (oder wenn man zufällig Musk heißt: Nicht kaufen)
Naja.
Heute waren darin Idioten, die glauben, entscheiden zu können, ob sie ihre Kinder mit auf Klassenfahrt lassen UND NICHT ANGESCHRIEBEN WERDEN MÖCHTEN.
Es geht hier nicht um „es gibt auch gutes …“ sondern darum das Politiker und Journalisten Twitter vollkommen überschätzen und das deren Überschätzung Twitter überhaupt am Leben erhält.
Stellt euch vor es wäre Twitter und keiner geht hin.
Off-Topic / Insiderwitz
Thomas, da wären wir schnell bei dem Extra-Raumschiff für die Telefondesinfizierer
und Marketingprofis
und du weist wie DAS ausgegangen sein wird.
Musk empfiehlt Interview mit Hitler-Fan und Holocaust-Relativierer
In einer Talkshow nannte ein umstrittener Historiker den Holocaust „ein Versehen“ und Churchill den wahren Bösewicht des Zweiten Weltkriegs. Und … Elon Musk gefiel das.
Fazit: „X“ (früher Twitter) vom Handy schmeißen (habe ich sowieso schon lange gemacht) und keinen Tesla, den ich eh nicht bezahlen kann, kaufen.
Ihr tut alle so, als ob Herr Musk die persönlich herstellt. Der Herr ist nicht anders als andere amerikanische Milliardäre - nur mehr narzisstisch und öffentlichkeitsgeil.
Meint ihr Deutschlands Milliardäre sind irgendwie besser? Der hier zum Beispiel:
Ich finde diesen Ablauf vorbildlich, und wir können in diesem Forum davon lernen:
„US-Investor Mark Cuban forderte Musk in einer Antwort auf den Beitrag auf, seinen Account zu löschen. „Das war mein Fehler. Ich habe nur einen Teil des Interviews gehört“, gestand Musk mittlerweile. Den Empfehlungs-Post hat er inzwischen gelöscht. In mehreren nachfolgenden Kommentaren stellte er klar, dass er Hitler und nicht Churchill als Bösewicht des Zweiten Weltkriegs sehe, auch wenn Churchills „grauenhafte Entscheidungen“ viele unnötige Todesopfer zur Folge gehabt hätten.“ Zitat aus dem Stern-Artikel.
Stattdessen Stimmung gegen Personen und ihre Produkte zu machen, finde ich schwach und kontraproduktiv:
Stellt sich nur die Frage wisst ihr auch was so alles zu Müllermilch gehört?
Zitat: „Zu den bekannten Molkerei-Marken zählen unter anderem Müller, Weihenstephan, Sachsenmilch, Almhof, Loose, Harzbube, Bönsel und seit 2023 auch Landliebe. Ebenfalls aus dem Kühlregal bekannt sein dürften vielen Kunden die Fisch- und Feinkostsalate und Saucen von Homann, Nadler, Lisner oder Hamker“
Zitat: „Seit April 2023 gehören Landliebe sowie die Marken Puddis, Südmilch, Mondelice und deren Gastro-Geschäft zu unserer Unternehmensgruppe.“
Und Sachsenmilch das ist einer der größten Investoren in Sachsen.
Auch Müllermilch hat bestimmt seine Biomarken.
Zitat: „Müller Milch beschränkt sich auf wenige Millionen Liter unter der Marke Weihenstephan.“
Das Thema startete mit Musk und Twitter und wurde dann auf den Einfluss von Milliardären auf die Politik erweitert. Und da brachte ich Theo Müller in Spiel: