OK, in Deiner Welt gilt einfach eine andere Logik als im Rest des Universums.
Lassen wir es dabei
Besser nicht, denn inzwischen haben sich auch schon andere Leute dazu geäußert:
„Auch von Regierungsseite hat Vizeregierungssprecher Sebastian Hille die Geschichte laut „Spiegel“ als „absurde Gerüchte“ bezeichnet.“ RND-Bericht zu inoffiziellem Treffen zwischen Springer-Chef Döpfner und Bundeskanzler Merz | FAZ
Es gibt eine Klarstellung, die den Ablauf und die mutmaßliche Drohung betrifft. (Ich habe es im Eingangspost vermerkt):
https://www.rnd.de/politik/klarstellung-zum-podcast-wenn-sie-wuessten-6DP5PRUY2NEAXBTDADA7RQNLLI.html.
Ich bin sauer und schäme mich, dass ich so schnell reagiert habe. Es gibt in Deutschland hervorragende Journalisten, die ihre Quellen grundsätzlich querchecken. Ich fürchte, dass die Meldung im Podcast nicht sorgfältig genug geprüft wurde und ich darauf reingefallen bin.
Der Kern, dass es eine Einflussnahme gegeben habe, scheint wahr zu sein. Bei dem genauen Verlauf des Gesprächs scheint es deutliche Unsicherheiten zu geben. Damit bleibt das Thema immer noch sehr brisant, aber auch in Unsicherheit gehüllt.
dafür sehe ich keinen Grund.
Wie lange willst Du warten, bist Du einen Bericht zitierst, der von ansonsten doch wohl seriösen Journalisten kommt?
Klar war doch von Anfang an, dass es wacklig ist, weil sie nur Infos von Leuten hatten, die nicht dabei waren. D.h. die konnten den genauen Wortlaut der Äußerungen jedenfalls nicht aus eigenem Erleben berichten.
Für mich sind die versuchte Einflussnahme in Richtung AfD und eine irgendwie geartete Drohung Döpfners entscheidend. Der genaue Wortlaut ist zweitranging.
„Kornelius sagt allerdings, die Wiedergabe des Gesprächs in unserem Podcast sei „nicht korrekt“.“
Das ist ein eher lahmes Dementi.
Natürlich wird irgendwas nicht 100% präzise sein, dann kann man pauschal „nicht korrekt“ sagen und sich um den zentralen Punkt drücken.
Das war nicht mein Ziel. Ich halte das Thema auch, unabhängig von dem Podcast für brisant. Ich habe darauf so reagiert wie ich grundsätzlich auf solche Posts reagiere, egal von wem sie kommen. Dazu sind Foren da, dass man sich austauschen kann.
Am Besten immer so lange bis klar ist, was sie dort genau behaupten und welche Belege sie dafür haben. Nicht immer nur dern Fokus darauf darauf lenken, wer etwas schreibt.
Egal, wie der genaue Wortlaut war, an der Sachlage ändert das nichts. Die Springer-Medien üben ihren Einfluss gezielt aus, um die Union zu einer Zusammenarbeit mit der AfD zu drängen und stoßen bei Teilen der Union auf Zustimmung.
Dafür gibt es viele Belege, siehe auch hier: Springer braucht kein Geheimtreffen: Wie Bild und Welt die AfD hofieren
Tipps vom Fachmann ![]()
zum Hintergrund
Zitat aus dem von dir verlinkten t-online-Artikel:
„So lässt sich auch erklären, warum Quadbeck und Lamby diese Story für die Premiere ihres Podcasts ausgewählt haben, obwohl sie auf wackeligen Beinen steht. Sie war offenbar schlicht zu verlockend, zu vielversprechend für die mediale Verwertbarkeit, um sie ungenutzt vorbeiziehen zu lassen.“
Ein Sprecher des Axel-Springer-Verlags schreibt dazu: „Selbstverständlich hat Mathias Döpfner auch die Gelegenheit genutzt, um mit Friedrich Merz über die AfD zu sprechen.“ Döpfner habe Merz allerdings keinen anderen Umgang mit der Partei nahegelegt. „Er hat im Gegenteil seine kritische Haltung zur AfD dargelegt und seine Verwunderung über anders lautende und offenbar gezielt gestreute Gerüchte dargelegt“, so der Sprecher weiter. Döpfner lehne „die AfD politisch strikt ab“.
Die Journalisten:>
„Der Verdacht, Döpfner habe Merz dazu bewegen wollen, mit der AfD zusammenzuarbeiten, bleibt bestehen“, sagte Lamby. RND-Chefredakteurin Eva Quadbeck sprach davon, dass sich Union und Kanzleramt von dem Medienhaus Axel Springer „unter Druck gesetzt sehen, die Brandmauer zur AfD einzureißen“. Die Vize-Chefin des RND in Berlin, Kristina Dunz, sagte: „Der Kern unserer Recherche aus der vergangenen Woche bleibt bestehen.“
„Verdacht“ bleibt bestehen. Das ist weich.
Die Union „sieht sich unter Druck gesetzt“. Auch weich.