Ist Spahn gefährlich?

Bisher dachte ich bei dem Skandal Um die Maskenbeschaffung, dass Spahn nur dumm und überheblich handelt, aber Spahn scheint auch gefährlich zu sein.

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Ich finde es wichtig, solche Dinge aufzudecken, und genau nachzufragen, was es damit auf sich hat. Es gilt aber aktuell die Unschuldsvermutung im Sinne von: Jens Span ist nicht gefährlich sondern Mitglied einer konservativen Partei mit einem Bundestagsmandat, der möglichst viele Informationen und Netzwerke, die für eine Entscheidungsfindung potentiell wichtig sind/sein könnten, nutzen möchte. Streng genommen erwarte ich das auch von ihm.

Aus der Tatsache, dass er an etwas teilgenommen hat, ist noch nicht ersichtlich, dass er das, worum es da geht, auch teilt.

Ich habe mir immer mal wieder den „Spass“ gemacht, bei NPD- und AfD-(Wahlkampf-)Veranstaltungen dabei zu sein und zuzuhören - bin ich deswegen „gefährlich“?

Mal abgesehen von möglichen unentdeckten dunklen Tiefen meines Unterbewusstseins würde ich die Frage, ob ich gefährlich bin, erst einmal verneinen :thinking: - und nach aktuellem Wisensstand auch bei Jens Span.

Das bedeutet nicht, dass ich mich nicht in beiden Fällen irren könnte, oder das weitere Enthüllungen später einen anderen Schluss wahrscheinlich machen - aber zunächst: in dubio pro reo :thinking:

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das war auch mein Gedanke.
Der hat schon so oft versagt, warum gibt es den immer noch?

das halte ich für Quatsch, sorry.
Die Unschuldsvermutung ist eine strafprozessuale Regel, wonach niemand bestraft werden kann, solange seine Schuld nicht in einem anständigen Verfahren nachgewiesen wurde.

Die Unschuldsvermutung hindert aber niemanden daran, sich eine Meinung zu bilden.
Es gibt kein Verfahren, in dem bewiesen wird, ob Spahn „gefährlich“ ist oder nicht.
Dieses Urteil musst Du Dir aus den Medienberichten zusammenbasteln, die Du findest.
Wenn Du Dir die Mühe nicht machen willst, das alles nachzulesen, kann ich das verstehen (man kann unmöglich alles recherchieren), aber das hat nichts mit der Unschuldsvermutung zu tun.

Anderer Sachverhalt.
Spahn wurde eingeladen, da geht man nicht einfach rein.
Warum wurde er eingeladen?
Glaubst Du wirklich, Spahn war als U-Boot der Koalition dabei, im Regierungsauftrag?

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Ok, der Begriff ist etwas missverständlich entlehnt aus der Juristerei - aber genauso funktionieren doch Verschwörungstheorien - man beobachtete etwas, unterstellt daraufhin einen Zusammenhang, und tut hinterher so, als sei das Fakt…

„Ist Span gefählich“ impliziert - sofern das mit „ja“ benatwortet wird, doch genau, dass man sich vor ihm schützen muss. Es ist dann zumindest ein kalssisches Vorurteil…

Klar, (fast?!) alle „Meinungen“ sind im Grunde (philisosphisch?!) Vorurteile…

Ich finde es nur schwierig, auf so dünner Datenlage so ein weitreichendes Vorurteil zu konzipieren, sich eine solche Meinung zu bilden…

Fakt ist erst einmal, dass er auf Einladung (mit eigenem Kapital als Eintrittskarte) teilgenommen hat, Fakt ist weiterhin, dass sich da Leute treffen, die demokratische Prozesse und Kontrolle nicht als sehr wichtige Strukturen betrachten und in diesem Sinne wahrscheinlich über vieles reden.

Ich will ihn echt nicht in Schutz nehmen - er gehört zu jenen politischen Vertretern, die mir extrem suspekt sind - aber gefährlich?!?!

Vielleicht gefällt mir der Begriff „gefährlich“ nicht, wei ich den reserviert habe für belegte AntidemokratInnen wie Höcke, der nicht nur ein „etwas anderes Demokratieverständnis“ als ich haben, sondern die Demokratie in der jetzigen Form kaputt machen wollen (und ausserdem dafür auch noch evtl. vom Volk dazu legitimiert werden könnte, was ihn erst richtig gefährlich macht).

Wenn man sich im „linken Spektrum“ - ganz über Parteigrenzen hinweg und vielleicht sogar vereinzelt bei den Grünen - umhört, gibt es Stimmen, die sagen, dass Merz auch „gefährlich“ ist, weil er bei den G7-Gipfeln mitmacht… Ich finde, dass das zu schnell ettikettiert wird.

Das ist aus meiner Sicht zumindest möglich…

Wenn sein „Chef“ (Merz) das ebenfalls als gefährlich betrachten und damit missbilligen würde, wäre Span schon längst weg - daraus könnte man vielleicht sogar wieder konstruieren, ob Merz nicht auch gefährlich ist, da er es scheinbar gutheisst, dass Spahn - inzwischen sogar nach eigenem Bekunden - dabei war.

Ich bin also mit meiner Meinung da deutlich vorsichtiger.

Ich habe das Thema bewusst mal mit Fragezeichen versehen, insoweit bin ich auch vorsichtig. Nur wenn man 5x von einem solchen Kreis eingeladen wird und dann auch anwesend ist, muss schon für solche Botschaften bzw. Ideologien von Thiel empfänglich sein. Frage ist auch , warum Spahn überhaupt,von einem solchen Kreis eingeladen wird.

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Das sehe ich so ähnlich. Wer von Rechtsextremisten zu einem Gastvortrag eingeladen wird und diese Einladung auch noch annimmt, setzt sich ganz stark dem Verdacht aus, selbst mit Rechtsextremisten zu sympathisieren. Und wenn das mehr als einmal geschieht, ist dieser Verdacht wohl kaum noch von der Hand zu weisen.

ich stimme Dir zu, das darf man natürlich nicht tun!
Es ergibt sich weder ein Beweis pro noch einer contra Spahn.
Nur ein begründeter Verdacht.
Den würde ich im Kopf behalten. Mehr nicht, aber auch nicht weniger.

das ist natürlich Unsinn. Deutschland ist da Mitglied, es wird vom Kanzler vertreten.
D ist aber nicht Mitglied bei Thiels Kaffeekränzchen, das ist wieder was anderes.
Und Spahn vertritt nicht Deutschland.

Spahn ist da als Privatmann (oder?), das ist formal schwer angreifbar.
Und ich bin nicht sicher, ob Merz die CDU-interne Macht hat, Spahn zu entsorgen.
Das finde ich schon seit längerem das eigentlich Bedenkliche.

In diesem Sinne :slight_smile:

Dito - sofern an nicht von einer „Fassadendemokratie“ ausgeht :rofl: :rofl: :rofl:

Das ist wahrscheinlich so - aber das galt doch auch für General Kießling, dessen private Sache es war, schwul zu sein, und der von dem damaligen Veteidigungsminister Wörner trotzdem entlassen wurde? :thinking:

Das sehe ich ebenfalls problematisch - aber auch das ist aktuell „nur“ etwas für den „Hinterkopf“, in dem man das behält.

Zu Spahn fällt mir immer als Erstes dieser Bericht ein. Damit ist er damals als Hinterbänkler berühmt geworden:

Vermutlich hat er einfach Freude an konspirativen Treffen

Zitat aus dem Artikel (aus dem Jahr 2018)
„Im vergangenen April raunte die „Bild am Sonntag“ von einem „schwarz-schwarzgelben Geheimtreffen“, die Zeitung präsentierte dazu einen Foto von Lindner, Dobrindt und Spahn bei einem Italiener im feinen Grunewald. Es sah klandestin aus, nur hatte das Bild kein Leserreporter geschossen, sondern ein Fotograf des Blattes. Die politische Botschaft für den Wahlkampf war jedenfalls gesetzt.“