Äh, ich verstehe unter „Glück“ was anderes. Kinder zum Beispiel.
Aktuell spricht man von der ersten, zweiten und dritten Säule der Altersvorsorge.
Naturlich könnte man die erste Säule (die gesetzliche Rente) zukünftig für diejenigen reservieren, die der Allgemeinheit schon immer auf der Tasche gelegen haben, aber dann wäre es fair, das so rechtzeitig bekannt zu geben, dass man sein Leben danach planen kann.
Wieso kommst du auf die Idee, dass Leute, die keine Aktien haben und keine Häuser geerbt haben, der Allgemeinheit auf der Tasche lagen? Die haben genauso gearbeitet, wie alle anderen auch. Nur eben wenig verdient. Es gab ja früher nicht mal Mindestlohn.
Leider nicht, weil nach Abschluß gezahlt wird. Hatte im Studium einige Komilitoninnen, die Erzieherinnen waren und das Studium abbrachen, als sie feststellten, dass sie als Sozialpädagoginnen weniger verdienten.
Meine Freundin hat auf ihre alten Tage vor einem Jahr von Sozialpädgogin auf eine Erzieherinnenstelle wechseln können und genießt das sehr, weil sie weniger Streß und Verantwortung hat und trotzdem gut verdient.
Außerdem gibt es ja auch keine Umschulungen mehr.
Ach so.
Diese Arbeitslosen haben ja keine Sozialleistungen bekommen, weil sie ihr Vermögen einsetzen mussten. Also Haus verkaufen, Lebensversicherung auflösen, Aktien verkaufen. Und von dem Geld mussten sie dann leben. Budgetiert, den sie durften monatlich nur den ihnen zustehenden Hartz4 Satz von ihrem Vermögen ausgeben, sonst wäre das absichtliche Herbeiführung von Bedürftigkeit gewesen.
Irgendwann haben die ja auch wieder Arbeit bekommen- nur leider war die Alterssicherung weg.
Insofern denke ich, dass die jetzigen Rentner, die genug eigene Vorsorge angehäuft haben, dieses Geld ja auch erstmal zur Lebensführung ausgeben könnten, natürlich auf den Niveau der Sozialrente, damit sie es nicht verschwenden. Und wenn ihr Vermögen dann aufgebraucht ist, können sie ihre Rente bekommen. Ist doch logisch.
Hausmeister benötigen zumeist eine abgeschlossene handwerkliche Ausbildung. Kannst ja noch eine Lehre als Klempnerin machen, wenn du von dem Lehrgehalt leben kannst.
Du wirst lachen, aber mehr verdiene ich mit meiner derzeitigen Selbstandigkeit in meinem studierten Beruf auch nicht. (Ich wüsste auch nicht, wieso ich mehr verdienen sollte als jemand, der in der gleichen Zeit für mich arbeitet).
Es geht bei der Klempnerlehre aber nicht nur ums Geld, sondern die Azubis müssen auch die Heizkörper in den 4. Stock schleppen, und ich befürchte, da werden sie mich nicht nehmen. Versuchen kann ich es aber mal. Wenn ich in einem halben Jahr wegen der Rentenreform nicht in Rente gehen kann, werde ich mich eventuell arbeitslos melden, und dann kann ich das ja mal als Berufswunsch mit angeben.
Im Sinne von Sozilaleistungsempänger ja. Ich habe hier in diesem Forum ja gelernt, dass die Rentenversicherung keine Versicherung im üblichen Sinne ist, aus der man Ansprüche stellen kann, auch wenn man eingezahlt hat. Es handelt sich bei den Beiträgen also um eine Art Steuer, um die gegenwärtigen Rentner zu finanzieren („Generationenvertrag“). Also um eine Art Sozialleistung. Und wenn Rente eine Sozialleistung ist, sollte sie doch den selben Regeln unterworfen sein, wie z.B. die Grundrente nach SGB12. Da muss man ja auch erst sein Vermögen einsetzen, bevor man was bekommt.
Die ist nicht falsch. Bloß weil jemand mal seine Erwerbsbiographie durch Arbeitslosigkeit fü 3-4 Jahre unterbrechen musste, heißt es doch nicht, dass er in seinem Leben nicht gearbeitet hat. Da kannste ja dann auch behaupten, das Frauen, die Erziehungszeit genommen haben, auch nicht gearbeitet haben.
Diese Frauen und Männer , die Erziehungszeit genommen haben, bekommen für die ersten 3 Lebensjahre ihres Kindes je einen Rentenpunkt, als so viel wie jemand, der in derselben Zeit einen Durchschnittsverdienst hatte. Das muss reichen, oder?
Du hast eine vollkommen verquere Denkweise. Arbeit zu haben ist bei dir mit Glück verbunden, in Wirklichkeit erfordert es aber Können und Anstrengung.
Und weil jemand Zeit seines Leben gearbeitet hat, willst du ihm am Ende Geld weg nehmen? Wenn unser Systen so funktionieren würde, würden nur noch die Deppen arbeiten und wer schlau ist, legt ich in die Hängematte und wartet auf die Umverteilung.
Unn dich dachte einen Moment, das sei Ironie…
Das hast du sicher so nicht von mir gelernt. Ich habe gesagt, man spart mit der staatlichen Rente nicht eine bestimmte Geldsumme an, die ab einem bestimmten Alter ausgezahlt wird, plus Zins und Zinseszins.
In deiner Welt kommt es nicht vor, dass ein gutes Gehalt etwas mit Ausbildung, Können, und Anstrengung und Disziplin zu tun hat. Für dich sind das alle nur Schmarotzer.
Jetz mal eine Anektode von mir: ich hatte einen guten Freund, der Sozialpädogik studiert hat, nachdem im Gartenarchitekt zu anstregend war. Er hat 5 Jahre von Bafög gelebt, hat sehr viel Freizeit gehabt, ungefähr ein viertel Jahr vor der Diplomprüfung angefangen zu lernen, und nachher hauptsächlich von Arbeitslosengeld bzw.Sozialhilfe gelebt.
Es gibt sie, die Schmarotzer, nicht nur unter den reichen Erben.
Nee, was soll daran logisch. Nach deiner Logik müsste jeder sein Niveau dem eines Langzeitarbeitslosen anpassen.
Deine Fantasien werden immer kommunistischer, die Menschen sind arm, aber alle gleich arm.
Dann mach doch auf Hausmeister, das ist kein Lehrberuf.
Nein, in Wirklichkeit erfordert es eine zuverlässige und bezahlbare Kinderbetreuung, auch in den Ferien und wenn das Kind krank ist. Können und Anstrengung sind natürlich selbstverständlich.
Es scheint mir, dass du keine Kinder hast, sonst würdest du nicht so einen Unsinn schreiben.
Ja, natürlich. Die Supermarktverkäuferin, die ein Leben lang gearbeitet hat und jetzt trotzdem nur 900 Euro Rente hat und daher vom Sozialamt Unterstützung bekommt, muss sich ja auch ihre Lebensversicherung auszahlen lassen und von dem Geld solange leben, wie das Sozialamt verlangt.
Was hast du denn für Freunde? Da sind meine Alleinerziehenden, die neben der Kinderbetreuung und Carearbeit noch 30 Stunden erwerbstätig waren, ja der reinste Sahnefreundeskreis. Ist dein Horizont bezüglich der Armut und Arbeitslosigkeit vielleicht deswegen so eingeschränkt, weil du dir die falschen Freunde aussuchst? So wie sich Alleinerziehende grundsätzlich die falschen Männer aussuchen und deswegen selber „Schuld“ haben?
Nein, nur dem eines Sozialrentners, dessen Rente trotz lebenslanger Erwerbstätigkeit nicht zum Leben reicht.
Doch, es wird wie oben erwähnt immer eine handwerkliche Ausbildung verlangt.
Obwohl: ich kann Regale bauen, kleine Wände mauern, Schlösser austauschen, Gartenarbeit inkl. Bäume fällen, Armaturen wechseln, Wachmaschinen anschließen, Teppich verlegen, tapezieren und Malern. Trotzdem wird das wohl nix, weil Männer immer sehr pikiert sind, wenn eine Frau mit einer eigenen Bohmaschine anrückt und den Herren der Schöpfung den Unterschied zwischen Holzbohrer und Steinbohrer erklären muss (oder zwischen Innenzement und Außenzement ). Männer sind das sehr empfindlich. Die mögen das gar nicht. (Noch weniger mögen sie es, wenn ihnen eine Frau im Baumarkt widerspricht)
Also wenn die Rentenversicherung keine Versicherung ist, obwohl sie so heißt, und man daher keine Ansprüche auf garantierte Leistungen hat, wie soll man das dann nennen?
Leistungslose Versicherung?
Ich frage mich, was du für eine Arbeit hast. Ohne Können (das kann ich noch verstehen) und ohne Anstrengung.
Ernsthafte Antwort: Es gibt eine Unterschied zwischen notwendigen und hinreichenden Bedingungen, der scheint dir nicht klar zu sein.
Bei 900 euro Rente hat sie nicht ihr ganzes Leben lang vollzeit (45 Jahre) gearbeitet.
Wenn die private Lebensversicherung erkennbar der Altersvorsorge dient (z. B. durch eine feste Laufzeit bis zum Rentenalter von 60, 62 oder 65 Jahren), zählt sie nicht als Vermögen und muss in der Regel nicht aufgelöst werden – unabhängig von der Höhe des Guthabens.
Wir können dieses sinnlose Geplänkel genausogut sein lassen. Du schaust dir die Realität aus der Perspektive der unteren 10% oder meinetwegen 20% an, ich schaue sie mir aus dem Blickwinkel der mittleren 50% an.
doch - ca 20- 30 h Erwerbsarbeit und 53 h unbezahlte Carearbeit 24/7 ohne Urlaub und Krankschreibung pro Woche Hast du denn in deinem Leben richtig gearbeitet? Oder nur die 40 h bezahlte Arbeit pro Woche und den Rest der Zeit auf dem Sofa rumsitzen?
Da verwechselt du mal wieder was. Hier geht es um die „Grundrente“ vom Sozialamt (Nicht um ALG2) und bevor man die ergänzend bekommt, muss erstmal das Vermögen aufgelöst werden. Woher hast du deine Wahrheiten immer? Eigene Ideen? Traumhafte Vorstellungen von unserem Sozialstaat?
genau 20 % - langsam steigend, weil jetzt die ganzen Boomer in Rente gehen, die wegen der Massenarbeitslosigkeit Lücken in ihrer Sozialversicherung haben und zu sehr niedrigen Löhnen arbeiten mussten.
Aber was sind schon 20 % (zzgl. der verarmten Jugend) wenn man es sich in seiner Restmittelschichtsblase gemütlich machen kann. Die haben ja alle selbst schuld, weil zu faul oder falschen Mann ausgesucht. Oder Kinder bekommen. Und keine Aktien gekauft natürlich. Oder den falschen Job. Altenpfleger z.B.
Hauptsache dir gehts gut!