Ich habe das auch nicht gemeint; aber eine allgemein verbindliche Definition von „Geoengineering“, auf die wir uns hier einigen können, gibt es anscheinend nicht. Was ich konkret mit „Geoengineering“ meinte, waren Maßnahmen, die die Sonneneinstrahlung vermindern sollen um das Klima abzukühlen, ohne auch nur ein einziges Gramm CO2 aus der Luft zu holen bzw. zu vermeiden, und da bin ich eben sehr skeptisch, weil das sehr teuer und zumeist utopisch sowie mit unkalkulierbaren Risiken behaftet ist und das Problem nicht an der Wurzel packt.
Aber CCS (an der Emissionsquelle) ist eben eine Technologie, die von der Voraussetzung ausgeht, dass man überhaupt weiteres CO2 produziert - und es ist besser, dieses CO2 gar nicht erst zu produzieren, statt es erst zu produzieren und dann mit Mehrkosten und zusätzlichem Energieaufwand abzuscheiden. Das ist eine End-of-Pipe-Maßnahme, die besser ist als gar nichts zu unternehmen, aber es gibt eben bessere Lösungen. Und wie soll das bei kleinen, aber in der Menge relevanten Emittenten wie Autos oder Einfamilienhäusern funktionieren? Diese Frage hat @Kalo nicht beantwortet, es sei denn, man nimmt „Jetzt werd nicht komisch“ als eine konstruktive Antwort.
Natürlich ist es noch aufwendiger und teurer, bereits in der Luft befindliches CO2 wieder herauszuholen, weil die Konzentration da viel geringer ist als in Rauchgasen, aber dabei geht es mir um was anderes, nämlich das viele CO2, das in der Vergangenheit durch Verbrennung fossilen Kohlenstoffs (ohne CCS) freigesetzt wurde und mithin schon da ist, wieder aus der Luft zu holen. Und dabei nützen uns CCS-Anlagen an Kohle- und Gaskraftwerken und dergleichen eben gar nichts. Das ergibt natürlich nur Sinn, wenn wir zugleich aufhören, weiteres CO2 freizusetzen!