Finanzierung in Zeiten des Klimawandels für unsere Kinder

Okay, das ist gut.

Nein, das Volumen ist m.E. schon mal ausreichend. Die Neuverschuldung muss breiter in den Staat hineingetragen werden. Deutschland hat den Vorteil gegenüber anderen Volkswirtschaften, dass wir nicht zu viel Fremdkapital aufnehmen müssen, sondern die Verschuldung im Inland geschultert werden kann. Das schafft bei richtiger staatlicher Strategie, dosiert, also auch nicht zu viel Bevormundung, Synergien.

Ich glaube, da hast du etwas missverstanden. Eine Verschuldung des Staates bei den eigenen Bürgern ist auch „Fremdkapital“…und er braucht eine Zweidrittelmehrheit dafür.

Ja, und das sollte sich meiner Vorstellung nach ändern, der Verwendungszweck sollte klima- und kindergebunden sein - zukunftsorientiert.

Ja, aber es ist keine Verschuldung gegenüber dem Ausland und man braucht, wenn der heutige Rahmen eingehalten wird, auch keine neue Grundgesetzänderung.

Okay, jetzt verstehe ich, was du meinst.

Das würde aber bedeuten, dass die Oma, die Geld für ihren Enkel anlegt, dem Staat reinreden würde, wie er es auszugeben hat, und das wäre nicht verfassungsgemäß, weil sie nicht demokratisch gewählt wurde.

Nein, da der Staat, das Geld klimabezogen oder bezogen z.B. auf eine Kindergrundsicherungsleistung verwenden würde. Was der Enkel danach damit macht, wäre Schnuppe, Privatanleger sonst werden aber ermutigt ihre Häuser klimaneutral zu modernisieren. Das wäre für viele eine zusätzliche Eigenkapitalförderung.

Das muss der Bundestag entscheiden, wie das Geld verwendet wird, und das hat er ja auch bereits

Möglicherweise könnte eine Entscheidung des Kabinetts in einem solchen Fall vom Bundestag gebilligt werden. Doch irgendwo, müssen die Ideen dafür ja erstmal herkommen. Die Grünen könnten das ja vorschlagen. So wie man jetzt mit der Zuckersteuer einverstanden war, könnte man selber einen Antrag einbringen. Ich glaube die Linken würden das unterstützen und die SPD würde dem aufgeschlossen sein, der linke Flügel der Union auch.

Ja, mit einer Zweidrittelmehrheit. :slightly_smiling_face:

Das wird vermutlich für eine Zweidrittelmehrheit nicht reichen.

Nein, die würde nur dann notwendig, wenn der Rahmen der Neuverschuldung geändert werden würde, also die Höhe des Sondervermögens. Dafür bin ich ja nicht, sondern nur die Strategie des Hereintragens in die Gesellschaft zu verbessern.

Einfache Mehrheit reicht.

Wenn die Höhe der Verschuldung wie beschlossen bleiben soll, und es dich nicht stört, dass das „Sondervermögen“ schon verplant und verteilt ist, von welchem Geld redest du dann?

Im Grunde könnten die zurzeit auf dem Kapitalmarkt vorhandenen Fonds nur umgenannt werden bzw. hin zu einfachen Privatanlegern anders aufgeteilt werden.

Ich schreibe hier nicht als Vertreter der Grünen (auch wenn ich Mitglied dieser Partei bin.

Das ist nicht das, was ich hier vertrete! Ich bin im Gegenteil sehr für eine Sanierung (oder vielleicht sogar für einen Neubau), wenn das notwendig ist - allerdings nicht (über Schulden) zu Lasten Dritter. Wenn ich zu Hause meine Garage sanieren will (oder muss), dann werde ich eben die nächsten 5 Urlaube ersatzlos streichen, damit ich das selbst bezahlen kann, und nicht einen Kredit zu Konditionen aufnehmen, an deren Rückzahlung noch meine Enkel zu tragen haben.

Da hast Du recht, es muss nur (Verursacherprinzip) sicher gestellt werden, dass die Investitionen von uns selbst bezahlt werden - insofern kann man natürlich in einer Krise Schulden aufnehmen - aber bitte nur in dem Umfang, dass wir (als Verursacher) anschließend eine realistische Chance haben, sie selbst noch zurückzuzahlen.

Allerdings gebe ich zu, dass ich den Unterschied zwischen Staatsschulden und Privatschulden (so es ihn überhaupt gibt - meine Frau behauptet, es gäbe ihn) nicht wirklich verstanden habe :cry:

Und es gibt zugegeben noch ein weiteres wirklich gutes Argument für eine solch gigantische Schuldenaufnahme: wenn es existenziell nicht mehr anders geht. Wenn also die Mehrheit der Wähler zu dem Schluss konmmt, dass es „alternativlos“ nur noch die Möglichkeit gibt, kommende Generationen zu schädigen, was aber immer noch besser ist, als ihre Lebensgrundlagen völlig zu zerstören, dann ist es natürlich besser, diesen Weg zu gehen. Ich wage allerdings zu bezweifeln, dass dem - zumindest aktuell - so ist. Aus meiner Sicht geht es (noch) nicht um wirklich existenzielles sondern um Status Quo-Erhalt oder um eine möglichst nur gerigen Absenkung desselben.

Auf dem Kapitalmarkt sind viele Fonds erhältlich, die Nachhaltigkeitskriterien berücksichtigen.

Jeder Privatanleger kann so viele Fondsanteile kaufen wie er sich leisten kann.

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Okay, das würde dann zu Lasten anderer Töpfe im Bundeshaushalt bei Dir gehen. Kann man leicht sagen, wenn man nicht regiert.

Ja, natürlich sollte die Tilgung und der Zins nicht an ein Ende gesetzt werden, wo die heutige Bevölkerung schon insgesamt über die Wupper gegangen ist. Wir sollten in die Lage versetzt werden, dann auch noch solidarisch zurückzuzahlen.

Ja, sie sollten nur dann entsprechende leicht verständliche Namen erhalten, die mit Klima, Kinder und Zukunft verbunden sind.

Man kann auch in der Politik sagen, alles ist gut und die Hände in den Schoß legen. Der Wähler geht an die Wahlurne und wird das bestrafen. :wink:

Das gibt es auch, z. B. hier:

Als der Fonds „ÖkoVision“ aufgelegt wurde, wurde sogar mit einem Opa, der was für seinen Enkel anlegen will, in einem Video geworben.

Muss in jeden Rathauseingang und überall wo Sparkassen und Volksbanken sind, mit beworben werden. Eine Verbindung zu Kindern, als der „Stoff“ aus dem die Zukunft ist, würde diese Bezeichnungen noch attraktiver machen. Das Wort Klima oder Future darein, wäre auch total cool - weil darum geht es! Green und Öko ist zu kleinteilig.

Hinzu braucht es nette Beratungen in den Rathäusern und Filialen der Banken und Sparkassen.

Rathäuser: Ich stelle mir den Staat (den Äußeren), als den Staat im Staat (Gesamtgesellschaft) verantwortlich vor.

Ja, das wäre gut.
Meine Bankberaterin hat es mir allerdings so erklärt: „Ich kann Ihnen das anbieten, aber heutzutage kann man nichts mehr verdienen, wenn man die Rüstungsindustrie ausschließt“:thinking:

Ich könnte mir vorstellen, dass die Nato in eine feste Größe der ukrainischen Armee und des ukrainischen Militärs hineinarbeitet, um Russland eine Stabilität zu vermitteln, an dem entlang ein Friedensprozess Früchte tragen kann. Dazu braucht die Ukraine nicht zwingend in die Nato aufgenommen werden, könnte aber in die EU, womit Russland eigenen Bekundungen nach leben kann. Diese Armee, wie auch die Armeen und Militärs der Nato-Staaten, könnten dann der Rüstungsindustrie belastbare Zahlen für die Produktion der nächsten Zeit geben, so dass es keine Ausrede geben brauch, nach dem Motto, wir müssen für eine ungewisse Lage in die Vorproduktionen gehen. What ever it takes, würde sich dann geopolitisch diesseits und jenseits der Nato auflösen, so wie es die Nato und Russland für Krisen vorgesehen hatten.

Es gibt auch im Bezug auf die Klimatransformation heute schon Ansätze innerhalb der Nato, z.B. könnte die in UN-Projekte eingeplant werden etc.