Finanzierung in Zeiten des Klimawandels für unsere Kinder

Ja,

Deshalb bin ich ja auch für den anderen Ansatz

Es ist wohl eher eine fahrlässige Zerstörung

Die mit dem Sondervermögen Klima möglich geworden sind und m.E. politisch gewollt. Es ginge bei meinem Vorschlag nur um einen politischen Ansatz der sich in der Gesellschaft aufhalten würde, und dabei den Eindruck erwecken könnte, dass die Politik die Gesellschaft in der Klimatransformation nicht alleine lässt.

meinst du dieses „Sondervermögen“? Ich glaube, das ist schon komplett verplant:

Ja, das meine ich. Es wäre auch nicht schlimm, wenn es verplant wäre. Es ginge ja, um die Methode und Außenwirkung der Verschuldung. Wenn dabei mehr Solidarität durch Bereitstellung von privatem Kapital, plus Nachsorge (Ausschüttung der Zinsgewinne) mittels dieser Methode des Staates - denn nichts anderes wäre ja das Anlegen in Bundeswertbriefen - fließen würde, ist das nicht gleich der Verwendung. Die Verwendung würde sogar doppelt angelegt sein. Gesellschaften, Privatleute und zunächst der Staat, erhalten Investitionsmittel.

Außerdem gibt es m.E. jährliche Staffelbeiträge. Ich hatte das selber mal recherchiert:

Die Frage wäre zum Beispiel dann gegeben, was mit dem maximalen Verschuldungsbetrag über diesen Sonderhaushalt in 2027 geplant ist und über welche Strategie, dieses Geld fließen soll, denn die Sonderhaushalte sind ja nur die äußere Rahmenvorgabe.

Du meinst, der Staat müsste das „Sondervermögen“, welches ja sowieso schon durch privates Kapital bereit gestellt wird, erhöhen?
Dazu bräuchte es eine Zweidrittelmehrheit im Bundestag.

Nein! Ich meine es anders.Ich hatte mal recherchiert nach den Begriffen: Sovereign Green Bonds (Bundeswertpapiere) Fondsmix Staat + Unternehmen (Blended Finance) Social Impact / Outcome Bonds.

Das muss kundenfreundlicher gemacht werden und umworben werden. :slightly_smiling_face:

Hier der Eingangsbeitrag zu meinem Thread:
Finanzierung in Zeiten des Klimawandels für unsere Kinder - Klima / Folgen des Klimawandels - Forum für demokratische Politik

Meiner Meinung nach muss zur Möglichkeit in Fonds zu investieren, die konservative Oma aus Essen-Rüttenscheid auch einen Bundeswertbrief (Klima/ Kinderzukunft) herkömmlich als Anlage benutzen können.

Was kam dabei heraus?

Lies doch den Eingangsbeitrag dieses Threads. :wink:

Da steht nichts substanzielles.

Ich versuche mal herauzufinden, was du möchtest.

Möchtest du, dass private Investoren in Klimaschutzprojekte investieren und entsprechende Wertpapiere (z.B. Unternehmensanleihen von Unternehmen, die in Klimaschutzprojekte investieren) kaufen?

Finde ich schon!

Nein, ich möchte das mehr Kapital in die Klimatransformation fließt, ohne, dass gleich die unbeliebte Variante der Steuererhöhungen oder Einsparungen in den Vordergrund rückt, sondern die Gesellschaft, der Staat, also wir alle, beteiligt werden, - um diese gewaltigen Aufgaben der nächsten Zeit zu meistern.

Das ist unverständlich, bzw. kann der Staat nicht machen, ohne weitere Schulden aufzunehmen.

Die einzige Möglichkeit, wie das passieren kann, ist, dass Privatpersonen direkt Unternehmensanleihen kaufen. Es gibt ja genügend Angebote, z.B. über Umweltfinanz, GLS-Bank usw.

Bei der GLS-Bank kannst du sogar Anleihen von sozial und ökologisch orientierten Unternehmen kaufen, die so wenig kreditwürdig sind, dass die GLS-Bank sie nicht ruhigen Gewissens den Leuten anbieten kann und dabei darauf hinweist (sie heißt nicht umsonst "Gemeinschaftsbank für Leihen und Schenken ")

Das könnte in der Tat so sein - allerdings eben darum, weil sie die Verantwortung verschiebt auf künftige Generationen :thinking:

Naja, es lässt die „aktuelle Gesellschaft“ bzw. deren aktuell lebenden Vertreter (von meinen Enkeln vielleicht schon abgesehen) dabei nicht im Stich - dafür aber künftige Generationen umso mehr, da die die Schulden zurückzahlen müssen.

Nun haben wir die Frage, ob demokratisch legitimierte Politik aus sich heraus überhaupt Politik für künftige Generationen betreiben kann/darf, sofern die Mehrheit der Wählenden aktuell dagegen ist

Oder anders formuliert: Darf der demokratische Staat Maßnahmen ergreifen, die Verantwortung auch für noch nicht wählende, ja noch nicht einmal geborene kommende Generationen übernimmt, wenn die aktuelle wählende Mehrheit dagegen ist? :thinking:

Das finde ich für mich sehr schwierig zu beantworten.

Moralisch würde ich das spontan befürworten.

Aber das folgt einer - andere würden sagen „ideologischen“ - Definition von Verantwortung, die ich ohne weiteres nicht verallgemeinern möchte :thinking:, und die im Widerspruch zum isolierten Gedanken der Demokratie steht.

Wollst Du mich verarschen?

Es gibt ja dann Werte in der Zukunft, wofür uns die zukünftigen Generationen wieder dankbar sein werden, wenn heute investiert wird. Da ist eigentlich alles Einmaleins der Klimapolitik. Ich frag mich, in welchen Parteien bzw. welchen Nähen zu Parteien, hier die Diskutanten sind. Klimavorsorge, weil es sonst teurer wird, war mir immer als das Credo bekannt. Heute überwiegen wohl überall AfD-Positionen?

Übrigens, das beste Beispiel, Sanierung von Brücken, lassen wir sie doch irgendwann einbrechen! . :wink:

Die Grünen hatten doch für die Sonderhaushalte gestimmt.

Ja, und dann Beteiligung des Staates hinzu. Natürlich geht es auch ohne - wäre sicher was für die FDP!

Nein, ich habe noch was dazu geschrieben.

Was genau soll der Staat denn machen, wenn nicht dies?

und nicht dies

Ja, wie geschrieben. Ich glaube, dass die Grünen heute von der Schwäche der Union profitieren und auch von der Schwäche der FDP. Allgemein ist es nämlich so, dass die Klimatransformation sehr distanziert als Sorge betrachtet wird. Sie ist aber notwendig und der Staat sollte in die Mitte der Gesellschaft, die Verantwortung dafür ausdrücken. Dann wird sowohl der Staat, als auch die Notwendigkeit der Klimatransformation anders wahrgenommen als heute.

Halt sich an Fonds beteiligen, macht er schon, aber wird unverständlich vermittelt. Oder für die alleinstehende Dame, die für ihren Enkel Geld anlegen will, auch einen einfachen klima-kinder gebundenen Bundeswertbrief im Rahmen der heutigen Verschuldung durch die Möglichkeiten der Sonderhaushalte ausgeben.

Da bin ich ganz bei dir, aber was soll er deiner Meinung konkret tun, wenn nicht

weitere Staatsanleihen herausgeben ? (Zweidrittelmehrheit erforderlich)

Das kann sie ja kaufen, sie kann nur nicht den Verwendungszweck angeben. Wenn sie das will, muss sie lieber bei der GLS-Bank eine Unternehmensanleihe kaufen oder eine Festgeldanlage machen. Da kann sie den Verwendungszweck machen auswählen.