Fanale der Klimakrise

So weit, so - wissenschaftlich - bekannt…

Wenn man sich die Heißphasen in den letzten zig-Millionen Jahre ansieht, so ist immer noch alles in Ordnung mit dem Klima, da beispielsweise der steigende CO2-Gehalt in der Athmosphäare dazu führt, dass die Temperaturen steigen, und die daraus abzuleitenden Wetterphänomene, Feuersbrünste, etc. im Mittel extremere Konstellationen mit sich bringen.

Zur „Krise“ wird das dodch erst dadurch, dass wir feststellen, dass wir an diese neu entstehenden Szenarien, die sich daraus ergeben (weniger und ungleicher verteilte Niederschläge, viel stärkere Winde, höhere Temperaturen, etc. etc. etc) nicht gut genug angepasst sind - und das alte Rezept, die Umwelt an uns anzupassen, funktioniert zunehmend nicht mehr, weil die Aufwände für diese neu entstehdenden Szenarien und deren Anpassungen schnell astronomisch groß werden.

So weit, so gut (naturwissenschaftlich) verstanden.

Was bliebe wäre, den inzwischen untauglichen Versuch, die Natur an uns anzupassen, eher weniger (wo noch finanzierbar) zu praktizieren und statt dessen wieder uns an die Natur anzupassen (keine Bauten mehr in den neuen Risikogebieten, keine Entnahme > Regenerationsfähigkeit,…)

Das Problem einer konservativen Politik ala Union ist nun, dass sie auf den Erhalt des alten stärker setzt als auf die Umsetzung von Veränderungen (das alte hat sich schließlich „bewährt“, und der darin liegende Denkfehler, dass es sich nur unter völlig anderen Rahhmenbedingungen bewährt hat, die längst der Vergangenheit angehören, bleibt leider unentdeckt)

Diese Einsicht ist leider nur theoretischer Natur!

Denn wenn es darum ginge - gesetzt den Fall, die Beobachtung, die Politik würde zu wenig oder gar nichts aktiv an Rahmenbedingungen schaffen, wäre richtig - so kann jeder für sich entscheiden auch ohne staatliche Hilfe diese Änderungen zumindest für sich durchzuführen - in der Hoffnung, dass sehr viele weitere in diesem Sinne von der Politik Enttäuschte ebenfalls so handeln, und sich dadurch trotzdem etwas ändern ließe, weil es so viele sind.

Genau das passiert aber nicht.

Wir können hier durchaus eine Frage von @Hedi aus einem anderen Thread widerholen:

Eigentlich könnte die Antwort „nein“ sein, denn keiner wird - zumindest bei Thema Klimakrise - daran gehindert, nicht ins Flugzeug für die Urlaubsreise zu steigen, kein Auto (als Großsstadtbewohner) zu besitzen/zu fahren, etc, etc., etc.,).

Es wäre also so einfach, seiner (Klima-)Seele zu folgen, und einfach das zu tun, wozu die Wissenschaft schon seit nunmehr über 40 Jahren aufruft: das eigene Konsumverhalten überdenken und stark abzuändern/reduzieren.

Problem dabei: „Zwei Seelen wohnen, ach, im meiner Brust, die eine will sich von der anderen trennen“ (zit. Goethe: Faust I)

Sofern es tatäschlich die Seele für den Klimawandel und gegen die Beibehaltung des alten Konsumrauschs überhaupt gibt :thinking: , denn sonst wird die tatsächliche Entscheidung (leider) noch einfacher und damit eindeutiger gegen die notwendigen Maßnahmen, um dem Klimawandel Einhalt zu gebieten, fallen - was die (konservative) Politik dann „nur“ entsprechend nachvollzieht :frowning:

Interessant in diesem Zusammenhang auch, das kulturübergreifend der Asket als Vorbild durchaus großes Ansehen genießt - aber viel zu wenige dem Beispiel zu folgen bereit sind.

Ein Vorbild also, dem man gar nicht nachfolgt - das sollte zu denken geben :thinking:, bevor man auf die Poitik schimpft …

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