15% von was?
aus dem verlinkten Beitrag:
dass 15% aller Vorgärten größtenteils versiegelt, also mit Pflaster, Kies oder Schotter bedeckt sind. Gleichzeitig werden Schottergärten auch als „Gärten des Grauens“ bezeichnet und stehen regelmäßig in der Kritik.
Tendenz stark steigend, da immer mehr alte Pflanzgärten in tote Steingärten umgewandelt werden.
und was macht das flächenmäßig, Vielleicht sind die gekiesten Vorgärten zum großen Teil sehr klein? Bei mir um das Haus herum habe ich auch einen ca. 20 cm breiten Streifen Kies. Ist das jetzt schlimm?
Das beleuchtet das Thema dieses Threads sehr gut. Wir diskutieren über Nebensächlichkeiten.
15 % aller Gärten
Gärten haben eine beeindruckende Artenvielfalt und machen 3,5 % der Fläche Deutschlands aus.
Wenn die meisten dieser Mode folgen haben wir in ziemlich kurzer Zeit zum Beispiel auch in Europa menschliche Bienen, wie in China.
In Steingärten gibt es auch keine Blüten.
Natürlich nicht.
Das sehe ich auch so.
Schlechte Beispiele sollen das Problem kleinreden, weil es nicht verstanden wird.
Warum machst du das Problem lächerlich?
Wirst du auch erzählen, dass die Beleuchtung der Fassaden, die jetzt in Mode sind, eigentlich überhaupt kein Problem darstellt?
Es war von Vorgärten die Rede, nicht von Gärten.
Mir geht es nur um eine sachliche Diskussion. Dazu reichen rein qualitative Einschätzungen (Kiesflächen = schlecht) nicht, dazu benötigt man quantitative Aussagen. Über wieviel Prozent der Gesamtfläche der BRD reden wir hier eigentlich? Dazu bekomme ich keine Antwort.
Was soll das? Pure Polemik.
Nein. Und ich nehme an, dass du das weißt.
Wenn wir nun beginnen, mit Zahlen zu argumentieren, kommt, was wir oben hatten, erneut.
„Woher kommen die 15%“
„Wieviel % genau?“
Als ob die Porzentzahl der Fläche irgendetwas Verläßliches über die Diverstität aussagen würde, weil da diversteste Parameter mit reinspielen (Boden, Umgebung, Alter der Flächen und Genpool der Tiere/Pflanzen/Pilze/Viren, Alter des Ökosystems und Resilienzgrad, Anzahl und Art von Invasoren, Mikroklima, Lichtverschmutzung, was weiß ich).
Dann such dir Zahlen raus, wenn du welche möchtest. Ich habe nicht die Mission, dir etwas zu erklären, was du nicht wissen möchtest und ich habe kein Interesse an Zahlenschlachten, weil ich qualitativ argumentiere.
Hier kann man vielleicht mit der Recherche anfangen.
Und wenn die betonierte/gepflasterte Fläche NEBEN oder gar HINTER einem Gebäude ist, dann ist das für meine Argumentation nicht relevant.
Hier etwas, was informiert, warum die pure FLÄCHE nicht der einzige Faktor ist.
„Die rund 17 Mio. Privatgärten nehmen nicht nur knapp 2 Prozent der Gesamtfläche
Deutschlands ein, sondern können aufgrund ihrer Heterogenität und Verteilung insbesondere in
urbanen Räumen als Trittsteine dienen.“
„Zentrale Elemente sind hier einheimische Wildpflanzen, Nisthilfen und Biotopelemente (wie Totholzelemente), aber auch versickerungsfähige Funktionsflächen (wie begrünte Wege), Funktionsflächen als Lebensraum (wie Trockenmauern) und der Verzicht auf Pestizide oder torfhaltige Erde.“
Möchtest du jetzt Anteile?
WIldpflanzen: Nisthilfen: Biotopelemente: begrünte Wege:Trockenmauern in Verhältnis
1:3:4:1:2 wenn man direkt vom Zenit projiziert?
Sind alle Flächen gleicher Quadratmeterzahl ökologisch direkt vergleichbar? Wie? Deckung der Canopy, Individuenzahl (wenn ja, wann im Vegetationszyklus bzw. zu welcher Jahreszeit), Beschattung, hydrologische Verhältnisse (welche? Welkepunkt oder Sättigungspunkt des pflanzenverfügbaren Wassers? Oder Staunässe oder deren Abwesenheit?). Was ist mit dem Böschungswinkel der Trockenmauer? Wie berechnetst du deren Fläche in der Aufsicht? Ab welchem Winkel wollen wir die Neigung beachten, in welchen Prozentschritten gehen wir da vor? Spielt die Exposition eine Rolle? Die Beschattung, die Hydrologie?). Wann beachten wir das Totoholz? Im Moment der Aufschüttung? Nach drei Jahren oder monatlich?
Du brauchst mir keine Zahlen zu nennen, Prozente würden reichen.
Und besonders relevant: Mich welchen Prozentwerten gehen wir an die Öffentlichkeit und wie vermitteln wir die Daten?
Deine Form von Argumentation ist für mich nicht relevant. Ich bedauere es wieder einmal, mit Dir ein Diskussion begonnen zu haben (eigentlich hast Du dich eingemischt).
Immerhin habe ich nicht mit Stichworten deine Argumentation zu Solardächern zerhackt, um dir im Anschluss unklare Gedanken und irrelevante Beweisführung vorzuwerfen.
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Die Steingärten beschränken sich aber nicht auf den Vorgarten. Es ist immer der ganze Garten eine Steinwüste. Insofern ist die Diskussion zu eng gefasst.
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Wenn man immer nur Großräumig argumentiert leugnet man die extrem kleinteilige -räumige Struktur
speziell in Deutschland und in Westeuropa. -
- Das meiste davon ist historisch gewachsen und zum Beispiel die fantastische Idee
von autogerechten Städten hat halbe Bundesländer dem Erdboden gleich gemacht
und Ihrer gewachsenen Strukturen beraubt.
- Das meiste davon ist historisch gewachsen und zum Beispiel die fantastische Idee
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Inzwischen sind wir in kleinkariertem Hick - Hack bemüht die aller übelsten Sünden der 50er bis 80er Jahre wenigstens durch Bauordnungsrecht etwas aufzu hübschen.
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Ohne die kleinteilig arbeitende Kommunalpolitik , insbesondere vieler Grüner Kommunalpolitiker wüßten viele gar nicht mehr warum sie es hier gut finden sollen.
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- Es gäbe schlicht keine Grundlage für das Anwerben neuer Mitglieder in der Breite der Bevölkerung.
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- Manche Nebensächlichkeiten sind zusammengenommen eine Hauptsache, natürlich nur wenn man nicht über jedes kleine Detail neu streiten muss. Dafür brauchen wir eine grundsätzliche Übereinstimmung bei vielen kleinen Details.
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Vielleicht mal etwas runter kommen. Und Details nicht automatisch als Nebensache ausschließen.
Das stimmt einfach nicht.
Von was soll ich runterkommen? Ich habe eigentlich nur eine einfache, sachliche Frage gestellt. Darauf ernte ich Tiraden. Aber keine Antwort.
Bitte wiederhole die einfache, sachliche Frage erneut.
Wenn sie sich auf % der Schottergärten der Fläche der BRD bezieht, lies bitte erst Post 176.
Ich habe den Überblick verloren, sorry.
Deutschland hat 17 Mio. Hausgärten. Rechnet man zurückhaltend mit einer durchschnittlichen Fläche von 200 m², so ergibt sich eine Gesamtfläche von 340.000 ha.
Wenn wir annehmen, dass 10% davon Vorgärten sind? Hilft das?
"Das ist deutlich mehr als die Landfläche aller deutschen Nationalparke. Wir können mit unseren Gärten also viel dazu beitragen, eine angenehme, gesundheitsfördernde Wohnumgebung sowie Lebensräume für Flora und Fauna zu gestalten. "
Ja, das hilft.
340.000 ha, davon 10 % Prozent Vorgärten, davon 15% Steingärten macht etwa 5.000 ha. Die Fläche der BRD sind etwa 36. Mio ha.
Der Anteil der Steinvorgärten an der Gesamtfläche BRD liegt damit bei 0,14 Promille (falls nicht irgendwo ein Kommastelle verrutscht ist.)
Nur mal so zu Abschätzung der Größe des Problems. Rein quantitativ betrachtet.
Ich kann nur wiederholen:
Das stimmt so nicht.
Dein Ansatz, die Sache einfach als Fläche zu berechnen und dann anhand der „Kleinheit“ zu schlußfolgern, dass das Problem zu vernachlässigen sei, ist entweder fahrlässig oder ignorant.
Mir ist nicht erklärlich, warum du die Dinge, die ich darlege, nicht aufnehmen kannst.
Du rundest ja die Zahlen mit einem gewissen Hintergedanken so ab, dass sie dir in die Argumentation passen.
Welche das ist, ist mir noch unklar.
Ich weiß auch nicht, wo du wohnst, ob du deine ruderale Umgebung , ihre Veränderungen und ihr Verschwinden überhaupt registierst.
Im innerstädtischen Bereich liegt der Anteil der Steinflächen deutlich über 0,14 Promille. Warum du die gesamte Fläche der Republik in den Nenner setzt, ist maximal mathematisch korrekt
Ich könnte inhaltlich eine Menge dazu schreiben, warum die schlichte Mathematik dem Problem nicht ansatzweie gerecht wird.
Selbst Wald mit seiner doch erheblich größeren Fläche ist in Bezug auf Biodiversität einem lebendigen Vorgarten um Welten unterlegen.
Ok, aber reicht es für das Ökosystem wirklich aus ob eine hohe Biodiversität auf sehr kleiner Fläche vorhanden ist? Dies Frage habe ich jetzt wenn ich diese Diskussion hier so verfolge..
Ist für das Gesamte Ökosystem nicht sozusagen der Koeffizient aus Größe der Fläche und der Birodiversität pro Fläche (z.B. pro m2) nicht wichtiger für die Qualität also der wichtigkeit und Wert eines Ökosystems zu beurteilen? Etwa für die Frage, was im eigenen Garten gemacht werden und welche Flächen sind so Wertvoll das diese zum Naturschutzgebiet erklärt werden sollen. Oder welche Baurechtlichen Umweltauflagen gelten sollen…
Fläche ist natürlich gut. Allerdings ist bekannt, dass Saumbiotope, an denen zwei oder mehr Lebensräume aneinander grenzen, wesentlich artenreicher sind als reine Ökosysteme.
Deswegen sind Gärten im Prinzip ein Quell der Vielfalt.
Zusätzlich muß noch ein Verbundsystem her, denn die Pflanzen und Tiere können keine weiten Strecken überwinden.
Da reichen schon zwei Schottergärten nebeneinander, um den Austausch zu stoppen.
Das kann sein, kommt aber auf die Lage vor Ort an. Zwei Schottergärten Nebeneinander sind nur dann ein Problem, wenn Tiere und Pflanzen im Siedlungsbereich nur einen einzigen schmalen Austausch Korridor haben. Solange es noch einen Ausweichkorridor Nebenan gibt, der Quasi an den Schottergärten vorbei führt, stellt das kein allzu großes Problem dar.
Das heßt aber nicht, dass ich solche Gärten mag.
Dann liegen ja auch nicht zwei Schotter nebeneinander.
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Für die Vermeidung solcher Probleme braucht es in der Kommunalpolitik
konkrete Bauplanungen und beschlüsse, um das zu steuern. Da wo dies nicht konstruktiv und sachkundig von Kommunalpolitikern betrieben wird funktioniert es auch nicht.
Das was „daran vorbei geht“ braucht dafür auch eine Eignung. Einfach ist daran leider nichts. Ohne wissenschaftlichen Ansatz hat so eine Planung und Gestaltung kein zufriedenstellendes Ergebnis.
Sonst gibt es weder funktionierende Biotopvebünde noch eine biologisch konstruktive Flächen und Landschaftsplanung.
Alles was bei der Erstellung dieser Pläne nicht berücksichtigt und geregelt wird, geht in der Regel aus Sicht von Umwelt- und Naturschutz schief.
Lobbyinteressen wirken teils bis in die unterste Ebene und führen zum Beispiel zur Maximierung der Zahl
von Bebauungsplänen, anstatt Ihrerer Umweltverträglichen Gestaltung.
Dabei würden speziell bei uns sämtliche Biotopverbundachsen für wenige besonders attraktive Villenbaugebiete vollständig zerstört werden.
So müssen wir jede Legislatur manche hiesige Politiker aufs neue einbremsen.
Wir können uns zwar nicht vollständig gegen alle Neubaugebiete stellen, doch versuchen wir gestalterisch darauf einzu wirken.