Die Eintagsfliegen erwischt man (Wie der Name schon sagt) eher zufällig. Vielleicht warst du letztes Jahr nicht zur rechten Zeit am rechten Ort?
Wow, das sind ja echt viele Arten. Bei mir sind eben zu viel streunende Katzen im Garten, das mögen die Vögel nicht.
Bei mir scheißen sie jeden Tag in die extra NABU empfohlenen Vogeltränke. Ich habe langsam Bedenken, dass die mehr Schaden als Nutzen anrichtet bezüglich Keimverbreitung, auch wenn ich sie jeden Tag säubere.
Schwer zu sagen. Ich habe keine Vogeltränke und trotzdem viele Vögel im Garten. Ich gucke mal was der NABU empfiehlt.
Welches Modell hast du? So richtig sicher vor einem Missbrauch als Klo ist keins von ihnen. Meine Wellensittiche hatten früher so eine Tränke:
https://www.idealo.de/preisvergleich/OffersOfProduct/209956402_-vogeltraenke-s-nobby.html
Die blieb schön sauber.
Großstädte ziehen eben viele Tiere als Kulturfolger an.
ich habe eine flache Riesenschale aus unglasiertem Ton, in der sie auch baden können und nicht ausrutschen. Wird auch gründlich zum Baden benutzt:
Tja, also nach dem Baden habe ich bei meinen Wellensittichen jedes Mal das Wasser in ihrem Badehäuschen gewechselt.![]()
Man kann das aber für solche Draußen-Tränken schwer sagen. Es kommt immer auf die Temperatur an, die Menge des Kots in der Tränke, ob UV-Licht drauf fällt, und welche Bakterien die Vögel gerade so in sich haben.
Mit einmal Wasserwechsel pro Tag bist du vermutlich schon ziemlich gut.
die Vögel tragen zT das Futter weg und lassen dann beim Nachbarn zB Erdnussschalen fallen.
Und klar sitzen die Sperlinge dann auch beim Nachbarn auf der Regenrinne und scheissen mal auf die Terrasse. Jo mei …
ja, das haben wir auch festgestellt. So viele Insekten auf der Frontscheibe habe ich seit Jahren nicht mehr gehabt. Keine Ahnung warum.
Katzen werden bei uns mit einer Riesenwasserpistole auf den Pfad der Tugend zurückgeführt ![]()
ich lebe in einem Kaff mit 10.000 Einwohnern, 10 Km vor der Stadt.
Vögel reagieren genau auf 2 Dinge: Futter und Wasser.
Wo es das gibt, sind sie (fast immer) dabei.
Wo nicht, da nicht.
Gerade Wasser ist bei den Temperaturen wichtig und nicht immer leicht zu bekommen.
Ich vermute, aus Sicht der Vögel im Speckgürtel der Großstadt?
Da hätte ich aber viel zu tun. Zum Ausgleich halten sie mir den Garten Mäuse - und Rattenfrei. Und in Kiel haben wir eine heftige Rattenplage. Insofern finde ich die Katzen dann auch wieder gut.
Es gibt für die unterschiedlichen Arten verschiedene Anforderungen, was sie in der Umgebung sonst noch brauchen.
Hier zum Beispiel die Anforderungen des Blaukehlchens::
„Feucht und versteckt muss der Lebens-
raum des Blaukehlchens sein: Hier zu
Lande lebt es vor allem in Schilfgebieten
an Seen und Gräben, wobei es sich be-
sonders über lockere Weidengebüsche
als Singwarten freut. In jüngster Zeit hat
das Vögelchen – es ist etwa so groß wie
die Nachtigall – auch die feuchten Sekun-
därlebensräume entdeckt: aufgelassene
Kies-, Sand- und Tongruben und selbst
Klärteiche und Entwässerungsgräben“
24285-Im_Portrait_-_die_Arten_der_EU-Vogelschutzrichtlinie.pdf (5,7 MB)
Viele ökologische Nischen. Du näherst dich der Erkenntnis, dass nicht die Fläche der Vorgärten entscheidend ist, sondern die Vielfalt, mit Lichtgeschwindigkeit.
Sehr gut.
Nichts außer Licht nähert sich mit Lichgeschwindigkeit.
Und ich vermute, es ist weniger die Vielfalt in den Vorgärten ausschlaggebend, als die Vielfalt in den Mülltonnen.
Kommt bischen darauf an. für Krähen, Spatzen und Tauben eher Mülltonnen, für Meisen und Amseln der Vorgarten.
Ich kenne nicht viele Vögel, die in Mülltonnen wühlen. Krähen vielleicht ab und zu oder Möwen. Möwen bilden Gangs am Hafen, wo die Fischkutter ankommen und kämpfen mit lautem Geschrei um die Fischabfälle in den Mülltonnen (eigene Beobachtung in Dieppe, Normandie).
Es kommt also immer darauf an, welche Vögel du mit deiner Vorgartengestaltung ansprechen möchtest.
Wieso muss es der Vorgarten sein? Können die nicht einfach in den Hintergarten fliegen?
Aber Füchse, Marder, Wildschweine, Waschbären. Es ging um Artenvielfalt, nicht nur Vögelvielfalt.
Die Biodiversität (oft mit Artenvielfalt übersetzt) bezieht sich meist auf eine eng umgrenzte Gruppe von Tieren. Das ist ein bisschen schräg, aber historisch gewachsen, weil die ehrenamtlichen Experten für die unterschiedlichen Tiergruppen nicht immer harmonisch zusammen arbeiten, wie das nun mal im Leben so ist. ![]()
Dazu sagt das Bundesamt für Naturschutz:
Der Begriff Biologische Vielfalt oder Biodiversität steht als Sammelbegriff für die Vielfalt des Lebens auf unserer Erde und ist die Variabilität aller lebender Organismen und der ökologischen Komplexe zu denen sie gehören. Biodiversität umfasst drei Ebenen: die Vielfalt der Ökosysteme (dazu gehören Lebensgemeinschaften, Lebensräume und Landschaften), die Artenvielfalt und drittens die genetische Vielfalt innerhalb der Arten.
Quelle: Begriffserläuterungen | BFN
Von Ehrenamtlichen ist da nicht die Rede.
Wenn du da tiefer einsteigen möchtest, hier ein kleiner Einblick:
Es gibt aber keinen Gutachter, der alle Tier- und Pflanzengruppen bearbeiten kann, deshalb werden immer nur bestimmte verlangt.
„Im deutschen Sprachraum gilt der Begriff allgemein als „sperrig“ und schwer in der Öffentlichkeit vermittelbar. Selbst die Bundesrepublik Deutschland, Ausrichter der 9. Vertragsstaatenkonferenz 2008, bemühte sich für die öffentliche Wahrnehmung um einen Ersatzbegriff und nannte die Veranstaltung „Naturschutzkonferenz“.“ Biodiversität – Wikipedia
Es gibt jedes Jahr einen Tag der Artenvielfalt, der von Geo initiiert wurde. Da gibt es bundesweit viele Möglichkeiten für Ehrenamtler, mitzumachen.
Ich habe auf deine Links geklick und ernsthaft versucht, das mit dieser Alpha, beta und Gamma-Diversität zu verstehen. Bin ich zu blöd zu. Kannst du das mal für „Dummies“ erklären.
Meine Nachbarin hat an einem Baum einen Blaumeisennistkasten aufgehängt, in dem auch gebrütet wurde. Heute sah ich, wie von diesem Baum aus 5 Meisen immer wieder zum Balkon der Nachbarin flogen (dort ist ein Futterhäuschen) und sich Futter holten und es auf dem Baum verspeisten. Da habe ich mich gefrag, ob die Meisen überhaupt noch lernen, sich in der Natur selbst ihr Futter zu suchen, oder nur noch auf menschliche Futterhäuschen fixiert sind. Gibt es Studien dazu?