Die traurige Stunde der Gartenvögel

Hier ein paar Tipps, wie ein Garten käferfreundlich gestaltet werden kann in
form eine Checkliste::

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  • Sie belassen das Altholz in den Bäumen oder lassen einen Altholzstapel in einer Ecke des Gartens liegen. Je unterschiedlicher die Besonnung, das Zerfallstadium und der Feuchtigkeitsgrad, desto besser
  • Sie lassen ab Herbst einen Laubhaufen und Pflanzenstängel ungestört bis zum Frühjahr liegen.
  • Sie verzichten auf chemische Insektizide. Diese schaden den erwünschten Gartenbesuchern wie Käfern, Schmetterlingen oder Bienen.
  • „Nützlinge“ wie Marienkäferlarven (Foto) sind Gegenspieler von anderen Insekten, z.B. der Blattlaus, und werden durch deren Anwesenheit angelockt.
  • Sie haben Doldenblütler wie die Wilde Möhre (Bild) oder Engelwurz im Garten.
  • Sie setzen Ihren Kompost behutsam ab Mitte Mai um und lassen einen Teil davon von Pflanzen erobern. So schonen Sie Engerlinge und Käferarten, die sich von frischem Pflanzenmaterial ernähren (z. B. Mai- und Junikäfer). Als Dank werden diese Ihren Kompost mit wertvollem Dauerhumus anreichern.
  • Sie lassen Kreuzblütler-Gemüse wie z. B. Radieschen, Blumenkohl (Foto) oder eine andere Kohlsorte zur Blüte kommen.
  • Sie haben eine wilde Pflanzenecke im Garten oder lassen gar eine Wiese aufwachsen."

Die Stiftung empfiehlt, mindestens 3 der Punkte davon abhaken zu können, besser 6.

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Ich habe ständig Ohrwürmer - derzeit „plagt“ mich wegen dieses Podcasts wieder mal einer sehr hartnäckig :rofl:

Aber Spaß beiseite:
Zum Thema Insektensterben gäbe es viel zu schreiben und zu lesen - aber das ist streng genommen ein eigenes Thema, auch wenn die Folge dann das Ausdünnen vieler Vogelpopulationen, die auf Insekten als Nahrung angewiesen sind, ist. (eigener Thread?)

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Altholzstapel: hab ich

Laubhaufen: Laub bleibt auf dem Rasen liegen- ist aber nur idealer Zuchtort für die scheiß spanischen Nacktschnecken

chemische Insektizide: bin ich viel zu geizig

Blattlaus: meine Rosen sind jedes Jahr voll davon

Doldenblütler: hab ich nicht

Kompost bewachsen lassen: kein Platz dafür

Radieschen: blühen bei mir auch manchmal - letztes Jahr blühte der Rucola

wilde Pflanzenecke: hab ich

kann man machen, kommt drauf an, wieviel uns jetzt zu dem Thema noch einfällt.

Das ist eh Bullshit. Wenn man Blütenstände etc im Winter stehen lässt, überwintern sie lieber so

Mein Mini-Futterhäuschen auf meinem Balkon wurde vor ca. 7 Tagen von einer Amsel entdeckt. Jeden Tag ist sie da und jeden Tag frißt sie ganz alleine zwei Handvoll Vogelfutter. Ist das normal? Mir kommt das sehr viel vor, für so einen kleinen Vogel.

Vielleicht hat sie Doppelgänger und es ist gar nicht nur ein Vogel?

Habt ihr diesen schwer ertäglichen Film gesehen und darin den unerträglich ignoranten Biologen?
Das geschilderde Problem war mir neu, aber ich frage mich, sein Grund in einer einer anderen Art von Massentierhaltung liegt.

Übrigen glaube ich, dass die Tatachte, dass bei mir praktische keine Vögle mehr im Garten zu sehen sind. auch mit den vielen Elstern zu tun hat, die sich immer mehr in der Nachbarschaft ausbreiten und dort auch brüten.
Ich habe schon mehrfach Elstern beobachtet, die vor den Fluglöchen von Volgelkästen lauern, obwohl sie sich dort kaum festhalten können und die Häuschen bautechnisch eigentlich einen Schutz vor Räubern bieten sollten.

Unerträglich ignorant?

Ich werde mich mal umhören.

„Raben testeten dabei vor Attacken Kälber und Lämmer auf ihre Fitness und zusätzlich darauf, ob sie von den Elterntieren betreut wurden. War dies der Fall, ließen sie die Jungtiere jedoch schnell in Ruhe. Schafe und Kühe, die auffälliges Verhalten zeigten (Schafe, die auf dem Rücken lagen), erregten allerdings schnell das Interesse der Raben. In Einzelfällen wurden Schafe bei der Geburt verfolgt.“

Ökologisch gesehen ist es ja sinnvoll, wenn kranke Tiere ausgewählt werden.

Richard Dawkins ist zum Atheisten geworden im Angesicht der Grausamkeit der Natur

“Angriff aus der Luft: Wie gefährlich sind Raben für Lämmer?” hab ich mir zum Teil angesehen, interessant.

Entspricht meiner Erfahrung mit den Raben. Die lernen schnell, wo es was zu holen gibt und geben ihr Wissen auch weiter. Dh. wenn sie herausbekommen haben, dass es auf einer bestimmten Wiese zu einer bestimmten Jahreszeit Lämmergeburten gibt, dann kommen die regelmäßig, um denen die Augen und Eingeweide auszupicken.

Ich habe eine ähnliche Erfahrung über Jahre gemacht. Auf einem Hausdach gegenüber meines Schrebergartens hielt ein Rabe regelmäßig Ausschau nach Futter. Schnell hatte er begriffen, dass in dem Korb, den ich am Eingang des Gartens abstellte, häufig Kekse oder sogar Grillwürstchen zu finden waren. Sobald ich mich etwas entfernte, räumte er den Korb aus und flog mit seiner Beute davon. Nach einem Jahr wurde er immer frecher und flog oft nur noch davon, wenn ich 5 m oder näher kam. Also packte ich die Lebensmittel in Plastikdosen. Bis ich es eines Tages scheppern hörte. Das kluge Tier holte die Dosen aus dem Korb und ließ sie so lange auf den Boden fallen, bis sie sich öffneten.

Also brachte ich den Korb ins Gartenhaus. Aber auch das beobachtete er und nach einiger Zeit hörte ich es im Gartenhaus, dessen Tür aufstand, wieder scheppern. Der Rabe war einfach hineinspaziert ….

Mein damals 7-jähriges Kind und sein Freund bekamen daher von mir einen Gartenschlauch, einen Vortrag über klassische Konditionierung und einen Sonderauftrag. Wir legten einige Lebensmittel auf den Tisch und immer wenn der Rabe in die Nähe kam, hieß es für die Kinder: Wasser Marsch auf den Raben. Mochte er nicht. (den Kids hats Spaß gemacht.)

Wenn er unsere Lebensmittel den ganzen Tag in Ruhe ließ, bekam er etwas Brot zur Belohnung demonstrativ auf den Komposthaufen gelegt, wenn wir gingen. Hat er schnell kapiert und meinen Freßkorb zukünftig in Ruhe gelassen.

Wenn du den längeren SWR-Film ansiehst, ist das kein Einzelfall, sondern eine Kolonie Raben sitzt auf Bäumen neben der Schafswiese und greift gezielt an, wenn ein Schaf lammt. Das hilft nur noch ein Wachhund oder zwei 7-Jährige mit Gartenschlauch. Oder eine andere Wiese ohne hohe Bäume daneben.

Es ist eine große, fette Ringeltaube, die das ganze Futter frisst. Habe sie heute das erste Mal dabei gesehen. Es war schon etwas seltsam, dass die halben Erdnüsse im Vogelfutter auch immer weggefressen waren. Die passen doch gar nicht in so eine kleine Amsel rein. Aber in eine Taube!

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Gönn es ihr. Ringeltauben sind echte Wildtauben und meistens paarweise unterrwegs, nicht wie die Stadttauben in großen Schwärmen.

Über die verschiedenen Rabenvögel kann man hier noch ein bisschen erfahren:

Raben zum Beispiel brüten einzeln.

Super Idee! :+1:

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Der Gartenschlauch eignet sich nicht nur zum Vertreiben von Raben. Hatte auch mal - damals noch bei meinen Eltern wohnend - abends die stark von Blattläusen befallenen Pfirsichbäumchen mit klarem, kalten Leitungsheimer behandelt. Das vertrugen die kleinen Biester gar nicht.

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In diesem Jahr singt in unserem Garten zum ersten Mal keine Amsel. Das Usutu-Virus scheint zugeschlagen zu haben.
Zu meiner Erleichterung habe ich gerade aus der anderen Richtung eine gehört. Sind sie bei euch auch so zurück gegangen?

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Auf jeden Fall. Dummerweise vertreibe ich grade unfreiwillig auch noch welche beim Nestbau in einem Strauch neben meinem Komposthaufen. Aber ich muss nun mal an den Kompost ran.

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Gestern hatte ich beim Unkrautjäten Besuch von einem Rotkehlchen, dass sich demonstrativ auf meine Gartenhacke in ca. 1,5 m Entfernung setzte und mich vorwurfsvoll ansah. Nach dem Motto: Verschwinde endlich, damit ich die Würmer fressen kann, die du freigehackt hast. :slightly_smiling_face:

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Inzwischen gibt es neue Beobachtungen aus dem Frühjahr:

Rotkehlen +9% :+1:

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Bei mir im Garten siehts bis auf das Rotkehlchen und die Krähen sehr mau aus. Nur eine Ente watschelt neuerdings ab und zu herum. Frag mich, was die in meinem Garten will, habe gar keinen Teich. Allerdings berichtet mein Nachbar, der meinen Garten besser sehen kann, dass am frühen Morgen in meiner Vogeltränke reichlich Radau sei. Die nehmen wohl alle ein Morgenbad. Jetzt bemühe ich mich, dass dort immer Wasser ist.

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bei uns sieht es ganz gut aus.
Wir haben im Garten regelmäßig Ringeltaube, Türkentaube, Stieglitz, Amsel, Star (brütend), Haussperling (brütend), Kohlmeise (in den Vorjahren brütend, aber meistens erfolglos), Blaumeise, Buchfink, Feldsperling, Rotkehlchen, Hausrotschwanz (mit Jungen, brütet aber wohl beim Nachbarn), Grünfink, Elster, Rabenkrähe, Saatkrähe, Mönchsgrasmücke, Buntspecht, Eichelhäher.
Ab und an eine Bachstelze und einen Zaunkönig.
Das Grundstück ist 280 qm groß (mit DHH), also überschaubar.
Wir haben 3 Futterhäuschen, 3 sonstige Futterstellen und 3 Wasserstellen.
Man muss jeden Tag gefühlt/geschätzt ein Kilo Futter verteilen, das macht meine Frau mit eiserner Disziplin. Das spricht sich auf Dauer offenbar rum :slight_smile:
Und die Nachbarn maulen wegen der vielen Vögel :roll_eyes:

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Zu laut? Oder weshalb?
Schwalben, die ihre Hinterlassenschaften auf der frisch gewaschenen Wäsche absetzen, habt ihr ja offensichtlich nicht.

Täusche ich mich oder hat die Zahl der Insekten dieses Jahr stark zugenommen? Ich bin neulich erst in einen Schwarm Eintagsfliegen geraten und auch die Frontscheibe meines Autos zählt vermehrt Einschläge.

Das wäre eine gute Nachricht für die Vögel.

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