Da niemand von uns eine solche Idee verifizieren kann, ist es eigentlich als Glaube einzuordnen. Dann muss man natürlich unterscheiden, ob dieser Glaube einen dazu verleitet alles Leid was aktuell passiert als „kleine Übergangsphase“ zu sehen (was schrecklich wäre) oder einfach dazu nicht die Grundlagen für zukünftige Generationen zu vernichten.
Wenn man natürlich ganz ohne Glaube glücklich leben kann, klar doch. Auch eine gute Lösung.
Ist „glücklich leben“ für Dich ein „erstrebenswertes“ Ziel?
Und wenn, dann spielt es doch keine Rolle, auf welche Weise man sich die Welt so schönredet, damit man „glücklich“ sein kann …
Best case ist m.E., die Dinge - vielleicht durch die Brille der eigenen Filterblase - zu betrachten, und damit zu leben - mit oder auch ohne Glücksgefühle …
Nein, da gibt es Unterschiede: Kommt nämlich darauf an, ob meine Art des Glücks auch Platz für das Glück anderer Menschen lässt. Ich weis nicht ob du Per Anhalter durch die Galaxis gelesen hast?
Da gab es die Bewohner des Planeten Krikkit.
Die Bewohner dieses Planeten sind ein Rudel echt netter Kerle. Jedoch wollen sie, seitdem sie herausgefunden haben, dass sie nicht allein im Universum sind, zwecks Behebung dieses Problems jeden töten, der nicht von Krikkit stammt. Deshalb ist es ungünstig, mit ihnen in derselben Galaxis zu wohnen. In einem 2000-jährigen Krieg haben sie die Galaxis gemäß ihrem Glauben an Frieden, Gerechtigkeit, Moral, Bildung, Sport, Familienleben und die Vernichtung aller anderen Lebensformen terrorisiert. Bei diesem Krieg sind 2 Grillionen Lebewesen ums Leben gekommen.
Nun sind Christentum und Islam natürlich noch weit von 2 Grillionen Toten Ungläubigen entfernt. Kann man also nicht vergleichen
Sorry, leider muss ich diese Bildungslücke einräumen - <Wie weit ist die Menschheit Deiner Meinung nach von den Bewohnern des Planeten Krikkit entfernt - zumindest der Teil der Menschheit, der sich der AFD und ähnlichen Strukturen zugeneigt sieht - und wie weit sind wir alle wirklich davon entfernt - kennst Du „Die Welle“ (als Buch wie auch als Film
Unser - materielles - „Glück“ in den Industrienationen basiert nun mal auf Unglück der Bewohner anderer Staaten. Jeder weiß das - und trotzdem interessiert es keinen - zumindest nicht so sehr, dass eine spürbare Umverteilung dieses Glücks stattfinden würde (wiederum eine Folge des blöden Steinzeithirns) - was also ist gegen dieses archaischen Impuls zu tun? Ich glaube da nicht mehr an eine rechtzeitige Umkehr - bestenfalls an die palliative Variante - wissen tue ich es aber ausdrücklich nicht (mehr) - ich habe aber auch hier bzw. im alten Forum niemanden gefunden, der mich vom Gegenteil überzeugt hätte - obwohl ich echt froh wäre!
Vielleicht liegt es an meinem Vorurteil gegenüber dem Titel, oder meinen "schlechten Erfahrungen gegenüber dieser Art von SIFI - bei „Herr der Ringe“ bin ich auch nie über die ersten 150 Seiten Landschaftsbeschreibungen gekommen - ich werde es zumindest in Erwägung ziehen