Das Gendern und die Wut

Warum?
Ist es jetzt noch nachvollziehbar? Ehrlich gesagt, wusste ich das auch nicht mehr sicher.

Aber ich bin überzeugt, dass man nicht denen die Deutungshoheit überlassen darf, die sich nicht einmal mit der Herkunft der Worte beschäftigen, die sie ächten wollen.

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Das ist eine gute Frage. In der DDR gab es Ingenieure beiderlei Geschlechtes.

Ich hoffe, dass meine Persönlichkeit sich nicht über meine Keimzellen definiert..

Das große Problem ist vermutlich die Wertung und nicht der Unterschied.
„Das schwache Geschlecht“. Aber auch hier: das hatte auch Vorteile, wie im Film „My big fat greek Wedding“ auf den Punkt gebracht.

Genau das meine ich auch, der Genderschwachsinn ist aggressiv. Es dient einigen dazu sich wichtig zu machen. Deswegen hasse ich das auch.. Genug Genderwahn.. Es gibt wichtigeres als einige Aufmerksamkeitssüchtige zu befrieden..

Das lenkt nur vom Klimawandel zum Beispei ab, der viel wichtiger ist..

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Das mit dem „schwachen“ und „starken Geschlecht“ hat mich schon immer gestört. Es ist schwachsinn und eine Diskriminierung.

Manchmal ist sogar der Begriff „schwacher Behinderter“ nicht nur Diskriminierung, sondern auch Blödsinn. Manchmal kann man durch Hilfmittel ( allerdings eher durch Zufall) Dinge, die nicht unbedigt jeder kann. Der Fall kammt zwar nicht soo oft vor, aber das gibt es tatsächlich.

Etwa wenn man als Cyborg mit elektronischen Ohren Musik ohne Lautsprecher direkt von Elektronik des PC hören kann. Das ist normalerweise unmöglich..

Ich kann mich mit der Elektronik verbinden und brauche keine Lautsprecher am PC wenn ich die nicht benutzen will.. das ist für mich kein Problem ,da meine Ohr heute rein elektronisch ist. Ja sogar voll digital ohne Analog- Signal.. das kann sogar ein Vorteil sein, wenn der Lautsprecher an seine technischen Grenzen kommt.. (Stichwort: Impendanz- Signalverlust durch Lautsprecher- technik) Das Original von der Platine ist meist deutlich klarer als man so denkt. Ich nutze es aber nur selten weil es sehr laut sein kann.. High End Lautsprecher die viel Geld kosten, die fast genauso gut sind, braucht man dann aber nicht unbedingt.. Nur ein Beispiel in diesem Zusammenhang. hehe du glaubst gar nicht wie sau gut der Ton von einem Gewöhnlichen PC sein kann, die Lautsprecher sind da eher ein quakender Flaschenhals..

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„Genderwahn“ „Schwachsinn“
Geht es vielleicht etwas kleiner?

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Das Thema ist ja das Gendern und die Wut. Und ich bin ehrlich gesagt wütend auf den Genderwahn und den Genderschwachsinn, weil es wie ich oben schon erwähnt habe für mich „Neusprech“ ist und ich das entschieden ablehne.

Und das ist ja irgendwie schade für die eigentlich verfolgten Ziele. Es gibt halt Berufe, die im statistischen Mitte eher Frauen ansprechen (Ärztin z.B.) und welche die das nicht tun (Informatiker, Investmentbanker?). Aber diese Berufe dürften in einer idealen Gesellschaft nicht so unterschiedlich bezahlt werden. Und wenn man das aufgrund der freien Wirtschaft Brutto nicht festlegen kann, dann halt beim Netto (keine Steuern mehr für soziale Berufe z.B. - die Differenz bezahlen dann die Banker, Anwälte und Informatiker).

Aber der Genderschwachsinn trägt nichts aber auch gar nichts zu Lösung dieser Probleme bei.

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Innovativer Ansatz. Habe ich jedenfalls noch nie gehört. Und er gefällt mir sogar.

Allerdings kann man das auch nicht übertreiben, denn Arbeitnehmer schielen hauptsächlich auf das Netto. Dann würden halt die Bruttogehälter noch weiter enteilen.

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Ich bin mir nicht sicher, ob wir dasselbe meinen, wenn wir von Gendern sprechen.
Für mich ist Physiker:innen einfach eine bequeme Abkürzung für Physiker und Physikerinnen, oder Bürger:innen für Bürger und Bürgerinnen usw.
Dass ich gelegentlich Wert darauf lege, beide zu nennen, liegt an meinem Sprachempfinden und dem, was ist ausdrücken möchte.

Es werden inzwischen ein paar weitere Abkürzungen bzw Ausdrücke benutzt und auch empfohlen, teilweise auch gefordert, von denen ich etliche für sehr lästig, teilweise unpraktikabel oder auch nicht für zielführend halte. Und dass ich bei Druck bockig reagiere, habe ich ja schon geschrieben.
Für mich ist das ein breites Spektrum mit vielen Abstufungen, auch unterschiedlich in gesprochener und geschriebener Sprache und in den jeweiligen Situationen.
Ich habe auch bereits erlebt, dass ich Fremdheitsgefühle in Gruppen entwickelt habe, die mir eigentlich nahestanden, auch weil Sprachregelungen gefordert wurden.

Aber: Wenn das gesamte Spektrum als Wahn oder Schwachsinn bezeichnet wird, kann ich mich nur schwer damit auseinandersetzen und argumentieren.
Einerseits billigst du der Sprache eine große Macht zu, andererseits lehnst du kleine Gewohnheiten ab, die beide Geschlechter sichtbarer machen können und damit auch(!) dazu beitragen können, dass sie in einem Minderheitenkontext oder bei Machtgefälle mehr Berücksichtigung finden. Da geht es um Gedanken, Stereotype und Einstellungen, die realen Veränderungen vorausgehen.

Vielleicht kann ich das Thema auch etwas leichter nehmen, weil ich etwas im Windschatten bin. Da kommt etwas ins Spiel, was auch ich als Ideologie sehe und erlebe: Menschen werden als Mitglied einer Gruppe, für die sie nichts können, als schuldig angesehen, oder sie werden beschämt. Das ist toxisch, und wenn Wut daraus entsteht, muss man sich nicht wundern.
Ich vermute, dass dies auch beim Gendern eine Rolle spielt, wenn (besonders) Männer an den Pranger gestellt werden.
Die Gefühle, die am Pranger entstehen, kenne auch ich. Ob meine Überlegungen wenigstens teilweise auf dich passen, weiß ich natürlich nicht. Aber Wut ist meist etwas persönliches.

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Ich hab mal etwas gerechnet. Nehmen wir die Pflegekräfte. Das sind ja größtenteils Frauen. Die Forderung „Mehr Geld für die Pflegekräfte!“ ist leicht gesagt und findet nahezu ungeteilte Zustimmung.
Aber …

Es gibt in D 1,2 Mio Pflegekräfte. Um denen 100€ brutto mehr zu geben, brauchen wir 1,2 x 100 x 2 = 240 Mio (alte BWLer Faustregel: Personalkosten = doppeltes Brutto). um diesen Betrag müssen die KV-Beiträge (oder Steuern) steigen. Verteilt auf 45 Mio Arbeitnehmer also 5,33€ pro Nase.

Aber reichen 100 €? Werden die Menschen dann in Scharen in die Pflegeberufe drängen? Wohl kaum. Da müssten es eher 500 oder 1000€ mehr sein. Dann sind wir aber schon bei 53€ monatlich bzw. über 600€ jährlich.

Und dann sind da noch die ganzen anderen Mangelberufe, denen wir mehr Geld zubilligen (Lehrer, Handwerker, Erzieher, …). Ich fürchte, da wird die Bereitschaft sehr schnell bröckeln.

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Das ist ein echtes Dilemma.
Das Stichwort dazu ist care-Arbeit. Sie wird ja irgendwie, mehr oder weniger, gemacht, ob bezahlt oder nicht. Eine Gesellschaft profitiert, wenn sie gut gemacht wird, gute Rahmenbedingungen hat und gewürdigt wird. Ohne sie entstehen weitere Kosten, etwa durch Vernachlässigung, vergebene Chancen und die Folgekosten von sozialem Stress. Eine florierende Wirtschaft beruht darauf, dass sie gemacht wird. Man kann sie auch nicht rationalisieren, da sie die zwischenmenschliche Interaktion braucht. Damit entzieht sie sich der marktwirtschaftlichen Logik. Oft wird sie leider nur als Kostenfaktor gesehen. Gewinn kann man (sollte man?) damit eigentlich nicht machen, obwohl manche das zumindest kurzfristig auf Kosten der Beschäftigten tun. Der Wohlstand wird durch gute care-Arbeit zwar erhöht, aber nicht so, dass es mit den aktuellen Instrumenten gut messbar ist.
Es gibt inzwischen Wirtschaftsmodelle, die nicht nur die monetarisierte Privatwirtschaft, sondern auch den Staat als notwendigen, wirtschaftlichen Akteur, die commons und die care-Arbeit berücksichtigen (Außerdem die natürlichen Grenzen und soziale Untergrenzen).
Aber es bleibt dabei: Es ist ein Dilemma, da man care, also Fürsorge, nicht in marktwirtschaftlichen Kategorien fassen kann, ohne ihr Wesen zu unterschlagen.
OK, eigentlich off-topic :wink:

Um wie viel Geld haben noch mal die Banken den Staat beraubt? Allein in Deutschland waren es ca. 36.000.000.000 Euro. Allein damit hätte man schon 2000 Euro Bonus für das gesamte Gesundheitspersonal finanzieren können. Wohl gemerkt: Ohne das irgend eine Steuer angehoben worden wäre.

Also, was bringt KrankenpflegerInnen mehr? Das ganze Gendern ist eine riesige Ablenkung von den wirklichen Themen.

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Es scheint schon so zu sein, dass sich auf eine Stellenanzeige die nur männlich verfasst ist auch weniger Frauen bewerben. Einfach weil sie sich weniger angesprochen fühlen.

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Deshalb ist es eigentlich schlau, die Stelle zu bewerben und nicht die Position.

„Erstellung eines Gutachtens über die Verbreitung von Potentilla palustris im Rheingebiet“.

Da bewerben sich dann auch Frauen.

Woher weißt Du das? Das ist schon seit ~20 Jahren in D nicht mehr erlaubt!

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Meine Frau ist Geschichtslehrerin.

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Es ist egal ob du nach Informatikerinnen oder InformatikerInnen suchst. Der Anteil an Frauen, die sich bewerben, ist sehr überschaubar, glaub mir :slight_smile:

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Versteh ich trotzdem nicht. Früher hatten doch die Stellenangebote in der Zeitung die Unterrubriken

  • männlich
  • weiblich
  • männlich/weiblich

Und über jede neue Kfz-Mechanikerin wurde einzeln im Lokalteil berichtet.

Strange. Wir hatten IIRC an die 40% weibliche Beschäftigte (ok, nicht nur Informatikerinnen). Auch im lower und middle Mgmt kamen wir auf fast 30%.
Ich kann mich allerdings nur an eine einzige erfolgreiche Großprojektleiterin erinnern.

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Also wir haben über 6.000 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen. Der Frauenanteil ist auch nicht schlecht - insbesondere bei Führungskräften und auch im Vorstand. Aber in der Architekturgilde, welche die Vorgaben für Softwaredesign erstellt, kann ich mich an keine einzige Frau erinnern.

Und der Konzern hat vermutlich seit 10 Jahren keine einzige nicht GeGenDerDe Stellenanzeige veröffentlicht. Aber klar, das liegt an den Informatikern, die alle Frauen schon im Studium vergraulen.

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Dazu habe ich kürzlich ein Interview gelesen mit einer Frau die Informatikprofessorin und Unternehmensberaterin ist. Deren Aussage war schon, dass Frauen im Umfeld der Informatik immer wieder - wenn auch subtil oder unbewußt - zu verstehen gegeben wird, dass sie das nicht können.

Ich finde den Text leider nicht mehr, das war glaube ich in der SZ oder der Zeit.

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Und dagegen hilft Gendern? Wohl kaum.

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