Chinapolitik neu ausrichten?

Du sagst immer das selbe, die Fakten sind längst alle benannt. Was soll’s.

Und er akzeptiert auch nur die Fakten die in sein Weltbild passen, und seien es fake Fakten.
Also könnt ihr euch das auch schenken.
Ich wundere mich sowieso wie ihr euch da so abarbeitet.

Du hast bisher erfolgreich den Fakt ignoriert, dass die reale wirtschaftliche Bedeutung der G7 systematisch abnimmt, aber diese Länder trotzdem den Anspruch aufrecht erhalten, die globalen Spielregeln weiterhin zu bestimmen.
Oder ist diese Analyse falsch?

Ja, weil sie systematisch Expertise und Technologie in Länder wie China und Indien exportieren und damit den Wohlstand dort fördern. Wie zuvor in Japen, Südkorea, Taiwan, usw. So weit so gut.

Die globalen Spielregeln sind schlicht die Menschenrechte und das Völkerrecht. In der Reihenfolge.

Oder soll jetzt China die globalen Spielregeln bestimmen? Was sagt deine scharfsinnige Analyse dazu?

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Scheinbar kannst Du keine sachliche Debatte führen. Ein echter hardcore Ideologe
Es geht nicht um Menschenrechte und das Völkerrecht, die stellt von den Ländern im globalen Süden niemand in Frage.
Es geht um IWF, Weltbank, SWIFT, einseitige willkürliche Sanktionen, globale Leitwährung etc.
Möglicherweise bist Du aber der Ansicht, diese Institutionen müssen unbedingt von Vertretern der westlichen Welt geführt werden, die Anderen brauchen in ihrer Rueckstandigkeit ja offenbar die westliche Expertise und Technologie…

Du machst Witze. Denke mal an die vielen islamistischen Staaten, die grausamen afrikanischen Diktaturen (auch wenn es da einige positive Beispiel gibt).

Wenn du mir nicht glaubst (was ich vermute), vielleicht glaubst du FreedomHouse:

oder das hier:

Sieht nicht so dolle aus, in deinem „Globalen Süden“

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Bunte Mischung. SWIFT ist übrigens eine privatwirtschaftliche Organisation. Mir ist egal, aus welcher Nation die jeweiligen Präsidenten kommen, solange sie ihre Aufgabe gut machen. Vom IWF und der Weltbank haben schon viele Staaten profitiert, China war ganz begierig da rein zu kommen. Kann also nicht so schlecht sein. Dass es auch problematische oder sogar falsche Entscheidungen gab, steht auf einem anderen Blatt.

Offen gesagt, ja. China beschwert sich gerade ziemlich, dass die USA gewisse Beschränkungen erlassen haben.

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Der war gut :rofl: :rofl: :rofl:

der auch :rofl: :rofl:

Der IWF hat zurzeit (Stand November 2023) 190 Mitgliedstaaten, deren Stimmrecht sich an ihrem Kapitalanteil orientiert.
mit den größten Stimmanteilen sind:
USA16,50 %,
Japan 6,14 %,
China6,08 %,
Deutschland 5,31 %
usw. usw.
und siehe da, China an dritter Stelle.

Weltbank ist es auch nicht anders. IWF ist ja auch eine Unterorganisation.

SWIFT ist eine Genossenschaft im Besitz der Banken

Globale Leitwährung entwickelt sich am Markt und ist keine Institution.

Wer führen will, muss auch entsprechend bezahlen. Ist bei jeder Firma (Bank) mit vergebenen Anteilen (z. B. AGs) auch so.
Sollte für einen der seit Jahren eine Firma erfolgreich führt ja eigentlich alles nichts neues sein.

sieht zumindest teilweise so aus.

Ach, @Kalo hat zwischenzeitlich ähnliches geschrieben.
trotzdem

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Ja, und im chinesische Paradies, in Russland und Nordkorea
sieht es auch nicht toll aus.
Muss also westliche Propaganda sein. :rofl:

Verlasse einfach mal Dein Wohnzimmer und schau Dir die Welt in der Realität an…
Wahrscheinlich hast Du aber Angst vor der Realität.

Danke, für diesen inhaltlichen Beitrag. Sehr erhellend.

Wenn mir etwas Angst macht, dann die Realität. Was sollte mir sonst Angst machen?

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Ich will weder Deine Lebensleistung noch Deine Wahrnehmung in Zweifel ziehen…
Auch nicht die Leistung, dass Du durch Deinen damaligen Weitblick früh erkannt hast, dass es eine Partei wie die Grünen braucht, und Dich dafür aktiv engagiert hast…

Dass sind alles nur keine Argumente.

Ich unterstelle Dir auch nicht, dass Du uns hier nur (wider besseres Wissen!?) manipulieren willst!

Aber alle „Erfahrungen“ schützen nicht vor dem Blaseneffekt - und die von Dir aufgezählten Dinge lassen keinesfalls per se den Schluss zu, dass Deine Blase „wahrhaftiger“ ist, als die, die hier mitdiskutieren…
Denn

Gilt genauso für unser Weltbild, bei dem man sagen könnte „Passt nicht, also US-Propaganda“

Ich spreche Dir also nicht die strukturelle Konsistenz Deiner Blase ab - ich verneine nur den Anspruch, dass diese Blase der Realität per se näher ist…

Die Aussage „ich habe x Jahre in China verbracht, also ist meine Wahrnehmung besser“ - bleibt ein möglicher Fehlschluss…

Ich bin in meinem eigenen Bereichen durchaus gerade meiner eigenen Wahrnehmung gegenüber sehr skeptisch, weil ich durchaus selbst schon die Erfahrung gemacht habe, dass selbst die 100ste Wiederholung einer Beobachtung immer noch falsch sein kann, da die dabei „aufgesetzte Brille“ leider eine falsche Tönung aufwies…
So sehr ich Deinen Eindruck von „uns Ignoranten“ nachvollziehen kann - ich kann den Ball getrost zurückspielen - denn Du ignorierst unsere Sicht doch auch, statt sie dafür zu nutzen, Dein bewährtes Weltbild bzw. die zu Grunde liegenden „Fakten“ (die in Wirklichkeit nur subjektive Beobachtungen sind) infrage zu stellen …

ist dafür ein gutes Beispiel, in dem Du per se davon ausgehst, das Du Dein Wohnzimmer verlassen hättest…

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Zur Pressefreiheit in China:

Laut der jährlichen Umfrage, an der 101 von 157 FCCC-Mitgliedern teilnahmen, sind Einschüchterung und Überwachung immer noch maßgebliche Hindernisse.

81 Prozent antworteten, Schikane oder Gewalt erlebt zu haben.

Wie im Vorjahr gab etwas mehr als die Hälfte an, Polizei oder Behördenvertreter hätten sie mindestens einmal bei der Arbeit behindert.

Auch chinesische Mitarbeiter der Korrespondentenbüros erfuhren demnach Druck von Staatsseite.
49 Prozent und damit etwas mehr als 2022 (45 Prozent) gaben an, diese seien mindestens einmal eingeschüchtert oder unter Druck gesetzt worden.

Besonders aus Gegenden, die aus Staatssicht politisch sensibel sind, werden Behinderungen berichtet. 85 Prozent der ausländischen Journalisten, die versucht hätten, aus der nordwestchinesischen Region Xinjiang zu berichten, hätten dabei Probleme gehabt, geht aus der Umfrage hervor. Die von der muslimischen Minderheit der Uiguren bewohnte Region gerät immer wieder im Zusammenhang mit Menschenrechtsverletzungen in die Schlagzeilen. Die Uiguren beklagen Unterdrückung. Peking weist die Vorwürfe zurück.

https://www.upday.com/de/wie-china-die-arbeit-auslaendischer-journalisten-behindert?utm_source=upday&utm_medium=referral

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Es geht bei dieser Debatte gar nicht um mich. Es geht um die Frage, wie ein Land wie Deutschland, oder eine Region wie Europa mit China umgehen will und warum man sich so aufstellt wie man es tut. Und im Besonderen geht es auch noch um die Frage wie die GRÜNEN sich zu China verhalten und was sie erreichen wollen.
Dazu habe ich eine sehr dezidierte Meinung und diese auch immer wieder mit Daten begründet.
Anstatt aber sich mit dieser Fragestellung zu befassen gibt es einige „Strategen“ hier, die permanent mich als Person angreifen und meine jahrzehntelangen Erfahrungen in der Politik und in China verunglimpfen.
Deren Bier natürlich nicht meines.
Das meine Wahrnehmungen stark von meinen Erfahrungen geprägt sind, ist absolut korrekt.
Aber auch das spielt keine große Rolle, das ist auch nicht Thema dieser Diskussion.
Ich behaupte, dass die Herangehensweise der GRÜNEN und allen voran unserer Außenministerin zu China den grünen Interessen und auch den Menschen in der Bundesrepublik schadet.
Man behauptet zwar, man will irgendwelchen unterdrückten Gruppen in China - viele Fakten zu dieser Behauptung der Unterdrückung liegen bis heute nicht auf dem Tisch - irgendwie helfen, reflektiert aber in keiner Weise, das diese angebliche Hilfe hoffnungslos versagt.
Mein Schluss ist, die grüne China-Politik ist eine absolut irrationale, komplett wirkungslose Herangehensweise in Bezug auf Klimaschutz und Menschenrechte. Unterm Strich begeben wir uns in einem globalen Wettbewerb auf eine Seite und fügen unseren Zielen dabei nur Schaden zu.

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Wenn immer ich einen Journalisten zitiere, der anderer Meinung ist als Du es bist, greifst du sofort diesen Journalisten an. Also nicht wundern.

Wenn du damit sagen willst, dass die grüne China-Politik es leider nicht schafft, die schlechte Menschenrechtssituation in China zu verbessern, magst du damit sogar Recht haben.

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Das ist - theoretisch - richtig - wir alle wollen "Deutschland/Die GRÜNEN „voranbringen“, und nicht primär nur einen eingenen Vorteil davon haben (wobei der eigene Vorteil - schließlich sind wir alle keine Althruisten - natürlich nicht ganz außer acht gelassen werden kann)…
Aber schon bei der Frage, „was bringt uns eigentlich voran“, wird es schon schwierig - zumal keiner hier genau explizit definiert, was er/sie eigentlich meint, wenn er/sie von „bringt uns voran“ spricht - und hier spielt die persönliche Präferenz implizt eine ganz wesentliche Rolle - ganz eutlich wird das beim Thema Wirtschaft versus Ökologie - derzeit sind das immer noch in weiten Teilen Widersprüche - wenn also vor den Gefahren der Dunkelflaute gewarnt wird, dann zeigt das, dass die Wirtschaft höher präferiert wird als die Ökologie - wenn es um Wirtschaftsbeziehungen zu anderen Ländern versus Menschenrechte (oder Kinderrechete - Stichwort „Lieferkettengesetz“) geht, kann keiner von uns per se davon ausgehen, dass die von einem selber präferierte - und zudem oft unausgesprochene - Linie per se die richtige ist! Aber wie man an der Rhetorik, die dann evtl. zunehmend schärfer wird, sehen kann, glauben doch so einige, dass die eigene kleine Präferenz aus der eigenen Froschperspektive alternativlos ist…
Der Sinn dieses Austausches hier ist doch gerade primär, nicht die anderen von der eigenen Froschperspektive zu überzeugen (und da muss ich micht definitiv auch an die eigene Nase fassen!), sondern eher, sich die andere Froschperspektiven aufzeigen zu lassen, und diese der eigenenPosition kritisch gegenüber zu stellen - und da sind so Dinge wie eigene Lebenserfahrung völlig irrelevant, da die eigenen Lebenserfahrung eben nur zu besagter eigenen Froschperspektive geführt hat, die kaum besser sein dürfte als die der anderen…
Und wenn solche Differenzen auftreten wie gerade bei der Frage, wie aussenpolisch mit Ländern wie China oder Russland umzugehen ist, so spielen die egenene Erfahrungen, und damit die Begründung, warum man genau die Froschperspektive einnimmt, die man eben einnimmt, eine große Rolle - auch für die anderen, um die Position überhaupt zu verstehen - so gesehen geht es dabei immer auch um Dich (und mich und all die anderen) …
Der Versuch der „Objektivierung“ ist hier kommunikativ kontraproduktiv…

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Meiner Meinung nach war Scholz Reise nach China völlig umsonst und er hätte sich dies auch sparen können.

Kanzler Scholz und Chinas Präsident Xi haben vereinbart, einen geplanten Ukraine-Friedensgipfel in der Schweiz zu unterstützen. Eine Zusage für eine Teilnahme machte Xi aber nicht.

Er habe Xi daher gebeten, „auf Russland einzuwirken, damit Putin seinen irrsinnigen Feldzug endlich abbricht, seine Truppen zurückzieht und diesen furchtbaren Krieg beendet“, sagte Scholz.

Na ja, zumindest:

Xi rief nach dem Treffen mit Scholz zur internationalen Zusammenarbeit auf, um eine weitere Eskalation im Ukraine-Krieg zu vermeiden und eine baldige Friedenslösung zu erreichen. Er appellierte nach insgesamt mehr als dreistündigen Gesprächen an alle Parteien, zur Entspannung beizutragen, „statt Öl ins Feuer zu gießen“.

Friedenslösung zugunsten wem?

Eine Zusage für eine Teilnahme an dem geplanten Friedensgipfel in der Schweiz machte Xi nicht, wie aus einer Mitteilung hervorgeht. Er unterstütze eine solche Konferenz nur, wenn sie sowohl von Russland als auch von der Ukraine akzeptiert werde.

Putin hat die Schweizer Initiative bereits abgelehnt.

Wozu denn auch, sein Bündnispartner hat ja bereits eine Teilnahme abgelehnt.

China gilt als enger Verbündeter Russlands, hat aber bisher von seinen Einflussmöglichkeiten auf den Konflikt kaum Gebrauch gemacht. Der Westen wirft China vor, Russland mit Gütern zu versorgen, die sowohl zivil als auch militärisch genutzt werden können und so die russische Kriegswirtschaft zu unterstützen. Xi ging in seiner Erklärung nicht darauf ein. Er sagte lediglich, dass China „keine Partei und kein Beteiligter in der Ukraine-Krise“ sei.

https://www.zdf.de/nachrichten/politik/deutschland/scholz-xi-jinping-china-treffen-100.html

Scholz will Xi von einer Frmiedenskonferenz überzeugen. Doch Chinas Staats- und Parteichef kommt ihm in Sachen Ukraine nicht entgegen.

Was anderes war kaum zu erwarten.

Die ersten beiden Tage von Scholz’ China-Reise stehen im Zeichen der Wirtschaft. In Shanghai mahnte der Kanzler gleiche Wettbewerbsbedingungen für Autohersteller an. Zugleich sprach er sich für offene Automärkte in Europa aus.

China wird sich nirgends reinreden lassen, nicht in der Sicherheitspolitik, schon gar nicht in der Wirtschaftspolitik und belächelt eher den „kleinen“ Scholz.

Immerhin kann unser Kanzler mit einem gequälten Lächeln und bitteren Erkenntnissen und zumindest einem Erfolg nach Hause fliegen:

Es wurde noch eine Absichtserklärung unterzeichnet und man einigte sich auf neue Regeln für die Ausfuhr frischer deutscher Äpfel.

Zumindest ist China jetzt mit frischen Äpfeln versorgt.

Xi ist an einem Frieden in der Ukraine vermutlich nicht interessiert.
Er gewinnt durch seine „neutrale“ Haltung, er beliefert den Westen als auch Russland, mehr Einfluss durch diesen Handel, als durch eine militärische Intervention. Wenn zwei sich streiten, profitiert der Dritte.

So einfach ist das. Xi hat ein starkes Militär hinter sich, muss dieses aber nicht, wie die Amerikaner oder die Russen nutzen.

So gewinnt er „Territorien“, ohne diese besetzen zu müssen und ohne sich militärisch abzunutzen.

Wie mit russischem Gas haben wir uns auch von China abhängig gemacht.
Aus der Nummer kommen wir einfach nicht raus

Naja, immerhin scheint die Abhängigkeit zunehmend bilateral zu sein - immerhin fährt die USA ihr Engagement in China und auch in seiner Eigenschaft als chinesischer Absatzmarkt seine Anteile konsequent zurück - somit ist Deutschland/Europa ein von China dringend benötigter Absatzmarkt - interressant sit also wieder einmal, in wieweit politische/moralische interessen vor wirtschaftlichen Interessen geht - überdies könnte die wirtschaftliche Abhängigkeit (wir sehen das bereits in der Diskussion mit kritischer Infrastruktur) langfristig mehr Nach- als Vorteile haben - Wenn es also um langfristig angelegte WIrtschaftspolitik geht, so wäre mal nteressant von regierungsinsidern dazu etwas Infos zu bekommen - das wird aber wahrscheinlich wieder nicht geschehen… Schade eigentlich…