Auch das ist richtig - aber nicht zwingend ein Gegenargument gegen den derzeitigen Kurs der Grünen - im Gegenteil - es könnte ein „netter ökologischer Nebeneffekt“ sein - teurere Produkte - weniger Konsum - weniger Müll …
Ich glaube dies ist ein großes Problem.
Wie sicher sind wir uns immer das unsere Vorwürfe berechtigt sind? Warum haben wir in den westlichen Staaten immer so große Schwierigkeiten zu akzeptieren, das unsere Wahrnehmung von der Mehrheit der Länder im globalen Süden (demokratisches Prinzip?) meistens nicht geteilt werden?
Fakt ist, wir stärken nicht die UNO um solche Fragen zu lösen, wir halten sie lieber schwach.
Was eindeutig gegen den GRÜNEN Kurs spricht ist die Tatsache, das wir so gut wie keinen Hebel in der Hand haben um China zu etwas zu zwingen (Das finde ich auch gut, da ich nicht die These vertrete die Welt soll am deutschen oder grünen Wesen gemessen…).
Wenn das akzeptiert wird, dann stellt sich die Frage welche Strategie den besten Effekt erreicht. Um dies zu beurteilen und anzuwenden bedarf es aber mehr als eine moralisierende, wie eine Governante auftretende Außenministerin. Zuerst einmal sind Landes Kenntnisse sehr wichtig und eine gewisse Neutralität bei der bestehenden Konkurrenz Situation USA -China.
Ich kann nicht erkennen, warum man sich auf eine Seite schlagen soll.
Außerdem sollte man seine eigenen Stärken kennen und nicht dauernd so tun als ob China die Möglichkeit hätte und einzunehmen.
Über bessere Verknüpfungen mit den Menschen bewegt man deutlich mehr als von der Seitenlinie. Wer das nicht versteht, hat auf dem Platz eigentlich nichts zu suchen.
Die Macronsche Herangehensweise ist offensichtlich für mich eine bessere Strategie.
Bei belegten Verstößen sollte es natürlich Sanktionen geben! Das muss dann aber auch für alle gelten (und nicht wie seinerzeit bei den belegten Verstößen der USA).
Wieder gleiche Frage mit Ungarn und Polen - wäre es gut, sich da aus den „inneren Angelegenheiten“ raus zu halten - obwohl es die Europäischen Verträge gibt?
Naja, natürlich gilt: in dubio pro reo - auf für einen Staat - das gilt dann aber auch für die Dissidenten - die Frage nach der Glaubwürdigkeit scheint mir grenzüberschreitend eher eine Sache der wirtschaftlichen Interessenslage denn einer entsprechenden sozialwissenschaftlichen Analyse zu sein - kein guter Ratgeber …
Trotz der Unschuldsvermutung wäre es hilfreich, dies evaluieren zu können - wird - im Gegensatz zu uns - erst gar nicht zugelassen - das war schon bei den Rüstungskontrollen im Kalten Krieg so …
Ich habe keine Schwierigkeiten damit - aber was wollen sie dann in der UNO?
Warum einen Vertrag für die Menschenrechte unterschreiben - wenn man sich sowieso nicht dran halten will - und wenn dem so - akzeptiert - ist - warum dann so was überhaupt als Bedingung für die Mitgliedschaft machen?
Das ist der eigentliche Skandal - einerseits au Vertragstreue pochen - anderseits gar kein Interesse haben, dass das weltweit so gehandhabt wird (Thema:Messen mit 2erlei Maß) …
Das mit der Neutralität teile ich nicht - die Mehrheit in Taiwan will unabhängig bleiben - es gibt nur dieses haarsträubende Argument Chinas, dass Taiwan „immer schon“ - wohl ähnlich wie Tibet - teil des chinesischen Reiches wäre - es geht heir also ganz eindeutig nicht um das Wohl und die Überzeugung der Mehrheit von Taiwan - sondern ausschließlich (vielleicht auch ein wenig auch den USA) um machtpolitische Erwägungen - wenn also „neutral“ in diesem Sinne, dann nicht zwingend auf der Seite der Amerikaner - sondern auf der Seite der Taiwanesen … gleiches gilt im Grunde für die Ukraine - man muss die Position der USA nicht völlig teilen - aber ein menschenverachtender Angriffskrieg - und sei es nur eine „Spezialoperation“
- muss man verneinen und auch sanktionieren … Wo siehst Du den Unterschied zwischen Russland und seinen Gebietsansprüchen gegenüber der Ukraine - und China mit Taiwan und/oder Tibet?
Kommt von mir kein Widerspruch!
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Ich würde mich sehr wohl gegen die chinesische Politik wenden, wenn China in Taiwan einmarschieren würde, ohne das Taiwan einseitig seine Unabhängigkeit erklärt hätte, oder eine andere Macht in Taiwan einmarschiert wäre.
Das steht aber auch nicht zur Debatte. Die Menschen aus Taiwan, denen ich bisher begegnet bin, haben alle keine Angst vor einem chinesischen Angriff. Die Erzählung eines Angriffes ist eine rein politische Erzählung. Sie wird von Leuten vorgetragen, die davon profitieren, dass die Welt glaubt China würde Taiwan mit Gewalt einnehmen wollen. Das ist ganz eindeutig zu erkennen.
Wir sollten uns nur neutral im Konflikt China- USA verhalten.
Interessant…
- Warum sollte Taiwan nicht seine Unabhängigkeit erklären (dürfen) - ohne dass ich glaube, dass das in der nächsten Zeit passiert - da gebe ich Dir recht!
- Wie ist denn die derzeitige Rhetorik - das ist eine ernst gemeinte Frage, weil ich das zugegeben tasächlich nicht einschätzen kann - seitens China in Bezug auf die „Ein-China-Politik“ zu deuten?
2 Land 2 Systeme? Das hat schon mal nicht funktioniert (ist aber zugegeben ebenfalls ein Vorurteil)
Naja, das ist genauso eine Erzählung wie die, dass China keinerlei militärische Option durchspielt - und vielleicht eines Tages auch umsetzt …
Das mit den Erzählungen teile ich in gewisser Hinsicht schon - aber dann bitte paritätisch in beide Richtungen - unsere Politiker weltweit erzählen uns unglaublich viele Geschichten - woher kannst Du wissen, ob die chinesische Geschichte wahrer ist als die amerikanische?
Diese angeblichen Erzählungen werden aber von China selbst ausgelöst.
Wenn dies nur Erzählungen oder Märchen sein sollen, warum passiert dann ständig Folgendes:
Zum Abschluss seines Manövers rund um Taiwan hat China nach eigenen Angaben eine „Luftblockade“ geübt. Zeitgleich zeigte ein US-Zerstörer Präsenz im Südchinesischen Meer.
Chinas Volksbefreiungsarmee hat ihre großangelegten Manöver in der Nähe Taiwans beendet. Ein Sprecher des chinesischen Ostkommandos berichtete am Montag, die verschiedenen Übungen seien nach drei Tagen „erfolgreich abgeschlossen“ worden. Am dritten Tag der Militärmanöver übten die Streitkräfte nach eigenen Angaben die „Abriegelung“ der Insel. Mehrere Dutzend Militärflugzeuge seien vor Taiwan im Einsatz, um eine „Luftblockade“ der Insel durchzusetzen, hieß es im staatlichen chinesischen Fernsehsender CCTV.
„Ernste Warnung“ an Unabhängkeitskräfte
Die seit Samstag andauernden Übungen hätten sich gegen die Unabhängigkeitsbestrebungen in Taiwan gerichtet, sagte der chinesische Außenamtssprecher Wang Wenbin. „Es ist eine ernste Warnung wegen der provokativen Aktivitäten der separatistischen Unabhängigkeitskräfte in Taiwan und ihre geheimen Absprachen mit ausländischen Kräften.“ Er wertete das Manöver als „notwendigen Schritt, um die nationale Souveränität und territoriale Integrität zu schützen“. Taiwan sei eine „rein innere Angelegenheit Chinas“.
Genauso, wie Menschenrechtsverletzungen gegenüber den Uiguren und die eingeschränkte Pressefreiheit, das sind alles nur Erzählungen der westlichen Welt, die absolut falsch sind!?
Oppositionen in China gibt es nicht!
Die letzte Partei in der Opposition hat sich bereits aufgelöst.
Wie kann das sein?
Hier ist die entsprechende Passage aus dem Report von Xi im November letzten Jahres
Ein China, 2 Systeme. Und das ganze durch innerchinesische Verhandlungen.
schau Dir die Diskussionen im Grünen Forum mit Jürgen an, gibt einige zum Thema China.
Dann weißt Du, was Du erwarten kannst.
Keine Ahnung, aber vermutlich aus demselben Grund wie Donezk und Luhansk nicht ihre Unabhängigkeit von der Ukraine erklären dürfen?
Das Schockfoto war allerdings von jemand anderem und wurde jetzt ausgetauscht.
@KurzJuer
Wie viel verdienen eigentlich die Bahnmitarbeiter*innen in China im Vergleich zu anderen Berufen, und wie ist ihr Ansehen?
Keine Ahnung, aber vermutlich aus demselben Grund wie Donezk und Luhansk nicht ihre Unabhängigkeit von der Ukraine erklären dürfen?
Ich denke und hoffe, Du meinst das eher umgekehrt.
Diese gehören zur eigentlich unabhängigen Ukraine und wurden durch Russland annektiert, genau wie 2014 die Krim.
Wenn China in Taiwan einmarschiert, ist China kein Deut besser als Russland.
Wo könnte theoretisch Deutschland eigentlich einmarschieren, um sich ehemalige deutsche Gebiete zurück zu erobern?
Man sollte die Tatsachen endlich so akzeptieren, wie sie sind.
Im Grunde geht es nur um Ausübung der Macht und natürlich um eigene erhoffte wirtschaftliche Vorteile.
Gilt das auch für den Kosovo und Südsudan? Oder welchen der beiden Maßstäbe müssen wir dort anlegen? Mit den gleichen Argumenten und der gleichen Selbstverständlichkeit ist manchmal das eine und manchmal das andere richtig - je nachdem wie die Propaganda es uns erzählt.
Warum werden die dort lebenden Menschen nicht gefragt, allerdings ohne politischen Druck und ohne ein Militärgewehr im Nacken?
Wenn man diese Abstimmung mal in Katalonien oder Südtirol macht, könnten auch neue Staaten entstehen … völkerrechtlich in Ordnung? Vielleicht ist eine eindeutige Antwort manchmal doch gar nicht so einfach.
Wie viel verdienen eigentlich die Bahnmitarbeiter*innen in China im Vergleich zu anderen Berufen, und wie ist ihr Ansehen?
Keine Ahnung. Aber es gibt in jeder Provinz sogenannte Mindestlöhne. Ich denke Mal das hängt davon ab in welcher Provinz sie eingestellt sind.
Vielleicht ist eine eindeutige Antwort manchmal doch gar nicht so einfach.
Aber nur vielleicht![]()
Mit dem richtigen ideologischen Ansatz kann man es ganz locker entscheiden und kann jede Differenzierung ausschalten…![]()
wer Antworten sucht, würde sich gut tun, um nicht im orientierungslosen Chaos zu enden, die Grundlagen (samt -fragen und -antworten) die axiomatisch für „unsere“ Werte zur Disposition stehen, erst mal zu Rate ziehen …
(wobei die Frage nach der Universalität der Gültigkeit der Werte nicht vergessen werden kann _ s.a. Wie universell ist die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte? on JSTOR)
wodurch dann, ohne die basale Berücksichtigung der Menschenrechte
(+goals _ THE 17 GOALS | Sustainable Development)
( s.a https://www.eeas.europa.eu/eeas/das-jahr-2023-muss-zu-einem-wendepunkt-für-die-menschenrechte-werden_de )
man sich egal unter welchen ideologischen Ansatz oder welchen reellen Faktoren, politisch off- u./o. dys-topic bewegt…
Insofern würde man sich auch der Aufwand für nicht adäquaten Differenzierungen schon mal sparen und nicht gleich vom Kurs abdriften ![]()
Warum werden die dort lebenden Menschen nicht gefragt, allerdings ohne politischen Druck und ohne ein Militärgewehr im Nacken?
Also unterstützen wir die Unabhängigkeit Kataloniens und sanktionieren Spanien wegen Nicht-Beachtung des Referendums von 2017?
Siehst Du nicht den Unterschied,
- ob eine Demokratie von einer Diktatur überfallen wird
- oder ob eine Region aus wirtschaftlichen Gründen aus einem demokratisch verfassten Bundesstaat austreten möchte?
Zumal Taiwan nicht irgendwo austreten möchte, sondern bereits ein Nationalstaat mit allem was dazugehöt ist. Präventiv: Nein, eine UN - Mitgliedschaft ist dafür nicht nötig. Die Schweiz ist ja auch erst 2002 in die UN beigetreten.

