In diesem Fall ist es ja der Staat, der für sie nicht genügend einzahlt, nicht die Leute selbst.
Bei ca. 600 Euro Einkommen und einem Tarif von 15% würde der reguläre Beitrag 90 Euro ausmachen. Bei Bürgergeldemüpfängern zahlt der Staat ca. 120 Euro.
Auskömmlich wären wohl +/- 250€. Für alle, die weniger einzahlen, müsste eigentlich der Staat einspringen - tut er schon seit der Pandemie nicht mehr so wie davor. Verringert den Spielraum zum Geldausgeben bzw. Sparen des Staates auf Kosten der Versicherten. Ganz scharf war die Anweisung des Ministers, doch die gesetzl. Rücklagen aufzulösen um die unpopuläre Beitragssteigerung für 1 Jahr zu umgehen …
ist das in D weniger?
Ich zahle mehr als 10% meines Gehaltes.
die absolute Zahl ist nicht aussagekräftig.
Wenn Du EUR 20.000 mtl. verdienst, ist da noch Luft, würde ich sagen.
Wenn Du EUR 5.000 verdienst, ist es eng.
Der Unterschied ist der, dass der gesetzlich Versicherte versichert sein muss, der Private nicht.
und dass es zwei verschiedene Versicherungssysteme mit unterschiedlichen Grundgedanken sind. Bei der PKV komme ich zB in einen Tariftopf, der irgendwann geschlossen wird. Die Teilnehmer an dem Topf werden immer älter und kränker, daher steigt der Beitrag irgendwann stark an.
Diesen Effekt zB gibts bei der GKV nicht.
Zudem trage ich ab einem gewissen Betrag 10% der Kosten selber, gibts bei der GKV m.W. auch nicht. Ich strecke die Kosten vor und erhalte Erstattung (oder manchmal auch nicht). Usw usw
Wenn Du EUR 20.000 mtl. verdienst, ist da noch Luft, würde ich sagen.
Soloselbstsändiger - freiwillig GKV versichert:
Beitragsbemessungsgrenze ist momentan 4687€, wovon dann die ersten 1200€ schon mal nur für die KV/PV drauf gehen. Hinzu kommen dann die Steuern - so um die 800€ und etwas Altersabsicherung ( vlt. auch 800€) braucht man ja auch noch.
Von den dann verbliebenen 1900€ muss auch noch die Miete bezahlt werden sowie das „normale“ Leben - irgendwie passt das Ganze nicht mehr zusammen.
Aber ja - es gibt auch Leute die viel weniger verdienen. Nur … man trägt auch ein wesentlich höheres Risiko als Selbstständiger, hat vlt. wesentlich länger studiert, …
Man kann das auch mit höheren Verdiensten durchrechnen - Spaß macht das aber kaum, da dann die Steuern noch stärker zuschlagen.
Die Teilnehmer an dem Topf werden immer älter und kränker, daher steigt der Beitrag irgendwann stark an.
Nicht wirklich ein gutes System, oder? Braucht man das?
Dann doch lieber eine private Zusatzversicherung bei gleichzeitiger gesetzlicher Grundversicherung!
„Sind Bürgergeldempfängerinnen und -empfänger gesetzlich versichert, erhält die GKV kurz für Gesetzliche Krankenversicherung 109,48 Euro. Sind sie dagegen privat versichert, beträgt der Zuschuss in die private Krankenversicherung bis zu 421,77 Euro. „Es ist nicht gerecht, dass gesetzlich und privat Versicherte im Bürgergeldbezug unterschiedlich behandelt werden“, sagt VdK-Präsidentin Verena Bentele.“ Quelle hatte ich schon verlinkt.
Nicht wirklich ein gutes System, oder? Braucht man das?
Dann doch lieber eine private Zusatzversicherung bei gleichzeitiger gesetzlicher Grundversicherung!
Ich bin wegen einer - durch die GKV abgelehnte OP in einer Privatklinik ( die billiger war als jede andere normale Klinik, weil spezialisiert etc. ) - in die PKV gewechselt. Allerdings war lange die Hoffnung, dass irgendwann die Bürgerversicherung kommt - kam aber nicht … und deshalb bin ich mit 53 wieder zurück gewechselt.
Kurz vor dem Wechsel schien es ja mal so, dass Jamaika da einen Wechsel hinbekommen könnte, da auch die PKV-Versicherungen das Geschäft wohl gern los werden würden… Mit der nochmaligen GroKo war klar, dass das nichts wird und die SPD - trotz gegenteiliger Beteuerungen - scheint das Modell doch sehr zu lieben - mit den PKVs, die für eine Finanzierung des Systems durch die Hintertür sorgen oder durch „versteckte“ Beiträge für die Beamten im Ruhestand.
Jetzt scheint der Druck im Kessel der GKVs aber so hoch, dass dann doch die Beitragszahler zahlen müssen … und zwar allein, da ja der Satz für die Bürgergeldempfänger auf niedrigem Niveau bleibt …
Für alle, die weniger einzahlen, müsste eigentlich der Staat einspringen -
Die Solidarversicherung lebt davon, dass einer mehr zahlt als er kostet, ein anderer weniger. Was ist daran so schwer zu verstehen
tut er schon seit der Pandemie nicht mehr so wie davor.
das gilt im Prinzip unverändert.
Sparen des Staates auf Kosten der Versicherten.
Soll der Staat die Versicherten auf Kosten der Steuerzahler unterstützen?
Die Solidarversicherung lebt davon, dass einer mehr zahlt als er kostet, ein anderer weniger. Was ist daran so schwer zu verstehen
Eine Versicherung lebt davon, dass die Kosten aller auf alle Beitragszahler fair verteilt werden. Das ist in meinen Augen solidarisch genug. Damit auch die Leute eine KV haben, die sich selbst die geringe Basis-KV ( +/- 300€ ) nicht leisten können, sollte der Staat (aus Steuergeldern) da einspringen. So wie momentan ist das ein weiterer Soli-Topf der viel Geld und Aufwand kostet.
Und wenn man - wie ich - jetzt jeden Monat fast 1200€ an KV/PV überweist, dann könnte man sich schon fragen, warum selbst kleinste Effizienzmaßnahmen ( 1. Tag Lohnfortzahlung / 80% Lohnfortzahlung statt 100% / … / effektives Hausärzteprinzip / Praxis-Euro / … / Auflösung Kassenärztl. Vereinigung) nicht umgesetzt werden und man im Falle der Inanspruchnahme des Systems noch nicht mal auf das gesamte System zurückgreifen darf sondern nur auf das Kassensystem incl. der Vertragskrankenhäuser.
Soll der Staat die Versicherten auf Kosten der Steuerzahler unterstützen?
Macht er ja schon - nur eben leider unzufriedenstellend … um genügend Geld für andere Dinge zu haben … Wäre ja zu schön, wenn man einen noch besseren Überblick über den Grat der Umverteilung in D bekommen würde.
Eine Versicherung lebt davon, dass die Kosten aller auf alle Beitragszahler fair verteilt werden. Das ist in meinen Augen solidarisch genug.
Das ist das Prinzip der PKV, die GKV ist solidarischer. Ein Arbeitnehmer zahlt einen einkommensabhängigen Beitrag, egal ob er Single ist oder ob über ihn eine Großfamilie mitversichert ist.
Also wenn ich die richtig verstehe, möchtest Du dieses Prinzip der GKV abschaffen und sie zu einer Art PKV machen?
Macht er ja schon - nur eben leider unzufriedenstellend
Ich präzisiere meine Frage:
Soll der Staat die Versicherten über den bisherigen Zuschuss hinaus auf Kosten der Steuerzahler unterstützen?
Dann könnte man auch gleich ein System wie in UK schaffen.
Das ist das Prinzip der PKV, die GKV ist solidarischer. Ein Arbeitnehmer zahlt einen einkommensabhängigen Beitrag, egal ob er Single ist oder ob über ihn eine Großfamilie mitversichert ist.
Also wenn ich die richtig verstehe, möchtest Du dieses Prinzip der GKV abschaffen und sie zu einer Art PKV machen?
Ja - das ist übrigens auch die Idee der Bürgerversicherung wie sie andere Länder (Schweiz, Norwegen, Österreich, … ) haben auch wenn die Leistungen stark variieren und man oft auch Zuzahlungen machen muss. So wie bei uns - Topmedizin zum Gratisangebot ohne mit den tatsächlichen Kosten konfrontiert zu werden, ist schon einzigartig.
Bürgerversicherung
Ich bin auch eher für eine Bürgerversicherung wie in Österreich (die allerdings auch ihre Problem hat), aber auch da gilt das umfangreiche Solidarprinzip: einkommenabhäbgige Tarife, kostenlose Mitversicherung des Kinder, usw. Da gibt es also auch viele …
deren Beiträge aus dem Staatstopf ihre Ausgaben nicht trägt.
Ich bin auch eher für eine Bürgerversicherung wie in Österreich (die allerdings auch ihre Problem hat), aber auch da gilt das umfangreiche Solidarprinzip: einkommenabhäbgige Tarife
Das Äquivalent als Selbstständiger in Österreich wäre die freiwillige Versicherung mit einem Satz von:
**Mit der Selbstversicherung in der Krankenversicherung können Sie sich freiwillig krankenversichern. Der monatliche Beitrag beträgt im Jahr 2025 EUR 526,79.
Damit könnte ich gut leben …
Damit könnte ich gut leben …
Das ist in etwa auch mein Satz bei der PKV, inkl. PV. Musst vielleicht mal den Tarif innerhalb deiner Versicherung wechseln. Habe ich schon dreimal gemacht.
Das ist in etwa auch mein Satz bei der PKV, inkl. PV. Musst vielleicht mal den Tarif innerhalb deiner Versicherung wechseln. Habe ich schon dreimal gemacht.
Hahaha - die Barmer ist sicher nicht die allerbilligste Kasse aber ich komme bei keiner Kasse unter die 1100€ - Vergesse bitte nicht - die Kasse bekommt Deinen Betrag von XX€ verdoppelt, wenn Du Angestellter bist. Da steht zwar, dass dies der AG bezahlt aber faktisch wird auch dieser Teil vom Gehalt abgezogen …
Hahaha - die Barmer ist sicher nicht die allerbilligste Kasse aber ich komme bei keiner Kasse unter die 1100€
Sorry, ich dachte Du seist privat Versichert, wiel ich nicht realisiert hatte, dass Du den Arbeitgeberanteil mit eingerechnet hast..
Sorry, ich dachte Du seist privat Versichert, wiel ich nicht realisiert hatte, dass Du den Arbeitgeberanteil mit eingerechnet hast…
Ich bin freiwillig gesetzlich versichert - sprich ich bezahle den AG-Anteil ganz automatisch selber ein.