Zum Reizwort "woke"

Liebe Gemeinde.
Das Thema ist sicherlich reizvoll. Reiz-voll.
Ich wünsche mir eine offene und freie Debatte über die Bedeutung des o.a. Begriffes.

Zum Start drei Thesen:

„Identitätspolitik, Social-Justice, Wokeness und Postkolonialismus sind zu bekannten Schlagworten rund um eine Bewegung und Weltanschauung geworden, die in westlichen Gesellschaften Fuß gefasst hat. Durch ihre Radikalität und ein Übermaß an Zwanghaftigkeit, narzisstischem Opferdenken und Schwarz-Weiß-Mentalität löste die „woke“ Bewegung zunehmend Widerstände aus und brachte Gegenkräfte hervor.“

„Wohl kaum ein Begriff wird so stark instrumentalisiert und vermag es, eine Fülle an so unterschiedlichen wie starken Emotionen zu evozieren, wie das Reizwort „woke“. Die einen verwenden den Begriff in bewusst abwertender Weise, andere stärker deskriptiv – doch was mit ihm eigentlich genau beschrieben ist, ist den wenigsten klar. Grund, sich seiner Begriffsgeschichte zu widmen und zu fragen: Ist „woke“ eigentlich noch zu retten?“

„Barack Obama hat in einem Interview mit der New York Times 2019 angemerkt, dass der Aktivismus junger Menschen heutzutage darauf beruhe, andere an den Pranger zu stellen. So entstehe eine Schwarz-Weiß-Sicht, bei der es an Raum für Dialog und Aufklärung fehle. Dabei mache jeder Mensch auch Fehler. Wie der frühere US-Präsident befürchten viele, die woke kritisch sehen, eine Unterwanderung der Meinungsfreiheit und erkennen eine Art neuen Moralismus aufgrund der Forderung nach politischer Korrektheit.“

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Fragen wir doch mal

Liegt es hieran?

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es liegt jedenfalls nicht an der angeblichen Angst, dass hier irgendwas gelöscht wird, was ich schreibe, weil der Autor/Moderator völlig austickt und wild umhermoderiert.
Das ist doch sowas von egal. Wenn es danach ginge, hätte ich die letzten 3 Jahre kaum was schreiben dürfen. Man wusste ja nie, bei der Moderation …

Nein. Ich fand das Thema unklar und auch nicht sonderlich interessant.

Debatte über die Bedeutung des Begriffs?
Ist das Thema nicht durch?
Ursprünglich positiv, jetzt negativ „konnotiert“.
Inhaltlich unscharf, interpretationsfähig.
Ich habe keine Lust, mich an einer eigenen Begriffsdefinition zu versuchen.

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Für alle, die sich fragen, was hier jetzt über 2 Monate nach Eröffnung des threads diskutiert wird:

Es geht in den von mir an anderer Stelle geschriebenen Beiträgen, die in diesem thread zitiert wurden, darum, ob es sinnvoll ist, bereits bestehende threads nachträglich in „moderiert vom Autor“ umzuwandeln, was ich aus diesem Grund kritisch sehe:

Das ist des Pudels Kern.

Die Angst derer, die nach ihrem eigenen Gusto moderiert haben, vor ihrem eigenen Spiegelbild.

Selbst Versuchskaninchen sein ist eben sehr unangenehm

nein, das glaube ich nicht.
Es ist nach meinem Eindruck die Befürchtung, dass die eigenen Beiträge nachträglich verändert oder nicht gebührend behandelt oder irgendwie „entwertet“ werden, wenn die Regeln rückwirkend geändert werden.
Weil man die Beiträge ja aufgrund anderer Regeln verfasst hat, und das wird dann nachträglich geändert und das … passt dann irgendwie nicht mehr.

Das ist aus meiner Sicht die Kombination von übertriebener formaler Regelgläubigkeit und der Überzeugung, dass die eigenen Beiträge so wichtig sind, dass sie nicht auf diese Weise entwertet werden dürfen.
So meine Interpretation.
Inhaltlich überzeugt mich das nicht, aber ich versuche, es nachzuvollziehen.

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Wenn das für dich okay ist, können wir damit ja gleich anfangen
(bei deinen Beiträgen).

Ich habe nicht mitdiskutiert, weil “Wokeness” ein komplexes Thema ist, hinter dem eine Ideologie steht und man viel schreiben muss, wenn man ernsthaft darüber diskutieren möchte.

Schade, dass dieses Thema jetzt als Metadiskussion über die Moderation benutzt wird.

??? aus dem Eingansposting erschließt sich mir dieses Thema nicht.

Wokeness und die damit verbundene “Sprachpolizei” in social Media und der Presse hat u.a. zu dem grundlegenden Gefühl in Deutschland nicht mehr alles sagen zu dürfen geführt. Diese Verunsicherung hat viele Menschen in die Arme der AFD getrieben.

Aber auch z.B. Boris Palmer ist Opfer der Wokenessbewegung geworden. Grade bei den Grünen und der Linken besteht die Übersensibilität unreflektiert weiter fort. Daraus folgt Unsicherheit und so sagt mancher lieber gar nichts, bevor er/sie für einen falschen Begriff gecancelt wird.

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Du kannst die Erstellerin des threads bitten, alle themenfremden Beiträge zu verschieben.
Das ist hier ja die Kategorie „Moderiert von Autor“.

Mir auch nicht. Ich habe nur reagiert, weil ich hier aus einem anderen Thema zitiert wurde.

Dazu gab es in der Emmy-prämierten MDR-Serie „auf Fritzis Spuren“ eine lustige Feststellung:

„Daran, dass du sagen darfst, dass du nicht alles sagen dürfest, erkennst du, dass du alles sagen darfst“ (oder so ähnlich)

Da machst du es dir ein bischen zu einfach. Zwar gibt es eine gesetzlich garantierte Meinungsfreiheit, aber das bedeutet nicht, dass man im Berufsleben mit Nachteilen rechnen muss, wenn man ein falsches Wort verwendet. Auch in Vereinen, Parteien, Kirchengemeinden oder Freudeskreis liegt die Empfindlichkeitsgrenze sehr niedrig. Man muss bloß aus Versehen sagen, dass man zum Kuchenbuffet eine Packung “Negerküsse” spendet und schon ist man außen vor.

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Ist das nicht schon immer so gewesen?

Es ändert sich nur inhaltlich, was die Leute stört, aber grundsätzlich haben sie sich schon immer aufgeregt, wenn jemand etwas gesagt, getan oder angezogen hat, das sie falsch fanden.

@Harno : Ich möchte es NICHT verschieben.
Ich bin abgestoßen davon, dass es hier Leute gibt, die nach außen alles chiko vorzeigen wollen, sich innen aber benehmen wollen wie die wilde Sau.

Das Thema, ob die Möglichkeit, der Autor des Fadens könne seine Macht für Willkür mißbrauchen, ist für alle relevant.
Die spitze Frage, ob deswegen in diesem Faden nicht diskutiert wurde oder weil das Thema mau war, ist ebenfalls für alle relevant.
Scheiterte es an der Methode oder am Inhalt?

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Vorschlag: Jedesmal, wenn eine solche Volte kommt, setze ich den Hook „Volte“. Du möchtest uns nicht glauben, dass deine Beiträge Gespräche regelmäßig Fäden entgleisen lassen.
Hier sehen wir ein Beispiel: Eine unnötige persönliche Spitze. Aus welchen Gründen auch immer. Manchmal reicht das, damit ein allgemeines Hickhack losbricht.

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Das war nur eine Antwort auf

und darüber hinaus natürlich ein völlig ernst gemeinter Vorschlag. :slightly_smiling_face:

und dann?

das ist so ein Beitrag, der eine Diskussion zerstören kann.
Du überspringst den entscheidenden Punkt: habe ich Deine Motivation richtig beschrieben?

Ich glaube ja.
dann ersetzt Du die bloße Möglichkeit, dass Beiträge geändert werden könnten, durch die konkrete „Drohung“, dass meine Beiträge geändert werden (auch wenn das nicht in Deiner Hand liegt).
Du vergleichst Äpfel mit Birnen und eskalierst.
Warum? Weil Du mir einfach contra geben willst, auch wenn Du keine Argumente vorbringst.
Du willst nicht seriös diskutieren.

Ich würde jederzeit in Kauf nehmen, dass meine Beiträge geändert werden.
Ich kann mich schon wehren …

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ja klar. Aber ich dachte, dass das bekannt ist und von niemand mehr bestritten würde.
Der Negerkuss ist mittlerweile doch ein Klassiker, der an dem Punkt immer kommt.

Dann ist doch alles gut, warum regst du dich dann so auf, wenn ich schreibe, dass wir damit sofort anfangen können.

Ist das eine verbindliche Zustimmung?

Das habe ich befürchtet

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