Zeit für einen Perspektivwechsel!

Willkommen an Bord, Lilly!
Ich finde, Du hast da einen ‚guten Aufschlag‘ gemacht und thematisch ist dieses Forum ein (nicht immer pflegeleichter, aber kundiger) passender Resonanzraum.
Vieles was Du adressierst treibt mich auch um … und als ein ‚links‘ (whatever that may be) sozialisierter Grüner ist mir schon lange klar, dass ‚das Soziale‘ im urban-grünen Milieu immer zu kurz kam und es kein politisches Sensorium dafür gab, dass erhebliche Teile der Bevölkerung (die sich aus nicht immer rationalen Erwägungen als 'abgehängt betrachten) inzwischen bereit sind, sich von demokratischen Standards zu verabschieden.
Neudeutsch wird ja gern von ‚communication bubbles‘ geredet, als sei das die Ursache für die Entfremdung … aber das ist letztlich auch nur ein (fatales) Symptom - nicht Ursache - einer gesellschaftliche Spaltung, die durch lange Jahre ‚Neoliberalismus‘ (hier nur als Sammelstichwort, stellvertretend für eine Reihe von Prozessen) verursacht wurde.
Ich sehe es so, dass die deutsche demokratische ‚Linke‘ gegenwärtig keine ausreichenden Antworten und Konzepte hat, um eine Vertiefung der schon vorhandenen politischen, ökonomischen und auch kulturell-ideologischen Spaltungen zu verhindern.
Die US-Verhältnisse müssen uns eine Warnung sein.

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Klassisch linke Politik setzt unausgesprochen eine Gesellschaft voraus, in der die Menschen im Grunde sozial, gutmütig und regeltreu sind (außer den Kapitalisten natürlich). Dann können Umverteilung, Sozialstaat und Gerechtigkeit stattfinden und ausgebaut werden.
Die weltweite Tendenz geht aber in die andere Richtung:
die Leute werden immer asozialer, aggressiver und halten sich nur noch an Regeln, die sie begünstigen.
Vor dem Hintergrund wirken linke Ideen schnell noch irrationaler und weltfremder als sie es ohnehin waren.
Kein Wunder, dass die Linke keine Konzepte hat, die die Leute überzeugen.
Jeder kann täglich sehen, dass die klassischen linken Denkmuster gerade überhaupt nicht passen, sondern an der Realität vorbeigehen.

Vielen Dank, dass ihr mich so freundlich aufgenommen habt.
Und auch Dankeschön, dass ihr meinen Text ernsthaft diskutiert. Das freut mich sehr und ich habe, denke ich, auch noch einiges dazu und zu anderen Themen beizutragen.

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Das ist mein persönlicher Konflikt, für den ich absolut keine Lösung parat habe. Und nein - ich möchte nicht, dass Menschen auf diese Weise umkommen oder unmenschlich und brutal behandelt werden. Und gleichzeitig - ich möchte auch keine unkontrollierte und unintegrierte Einwanderung, die unser Land massiv destabilisiert.

Hier fehlt mir auch noch die richtige Eingebung!

Wir befinden uns in einer globalen Völkerwanderung. Eine solche hatte dereinst das Römische Reich destabilisiert und dem Untergang geweiht (vorranging neben anderen Faktoren). Dennoch möchte ich nicht mit einem Schulterzucken zusehen, mit welcher Brutalität gegen Einwanderer vorgegangen wird. Da braucht es eine bessere Idee.

Vielleicht finden wir gemeinsam eine.

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Ja, um einen wirklichen Wandel hinzubekommen, braucht es nicht nur eine gehörige Menge an Umdenken sondern auch die finanziellen Mittel.
Meine Idee wäre, Ziele zu artikulieren (also ein Bild zu zeichnen, wie eine Welt aussehen muss, in der wir gerne leben wollen) und dann zu sehen:

  1. Was muss sich dabei für uns ändern?
  2. Was müssen wir selbst ändern?
  3. Wie kommen wir Schritt für Schritt in diese Richtung? Notfalls auch in kleinen Schritten.
  4. Welche Mittel und andere Gruppierungen könnten uns dabei untterstützen?

Solche Transformationen können gelingen und sind nicht utopisch, aber man muss auch dem rechten Emporkommen, den braunen Boden unter den Füßen entziehen. Dazu gehören nunmal eine solide wirtschaftliche Lage und gute Bildung für alle.

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Ich bin gerade dabei ein paar Texte zu diesem Thema aufzustellen. Ich habe auch kein Allheilmittel, aber ein paar Ideen habe ich schon.

Da hast Du wahrscheinlich recht, aber das will ich sicher nicht demokratisch abstimmen lassen. Ich wil weder eine demokratische Wirtschaft noch eine Planwirtschaft. Die Politik muß aber die Rahmenbedinungen für eine funktionierende und zukunftssichere Wirtschaft setzten. Was das ist sollten wir diskutieren.

Das mag in der LInke vertreten sein, ist aber sicher kein klasischer Ansatz, zumindest wenn man die marxistische Ökonomiekritik zugrunde legt. Die enthält überhaupt keine moralischen Wertungen.

Aus diesen „wirren“ Ideen haben sich aber Gewerkschaften gebildet, wurde eine betriebliche Mitbestimmung geschaffen und wurde letztendlich der Sozialstaat gebildet, in dem wir gerade leben. Selbt wenn man den alten Bismark als Erfinder der Sozialversicherung sieht, machte er das nur um die " Sozialdemokratie" klein" zu halten.

Absolut richtig.

Ich will nicht widersprechen, dass es noch Armut gibt, sicher mehr als nur Einzelfälle, ich kenne aber keine Statistik, die belegt, dass die konkrete Armut in der BRD wahlentscheidend ist.

Aber sehr oft rührt die Unzufreidenheit gar nicht so sehr aus der momentanen, eigenen Situation, sondern aus der Unsicherheit über die wirtschaftliche Entwicklung. Und diese Ängste werden sehr gezielt geschürt. Und in diesem Sinne, spielt die Wirtschaftslage schon eine Rolle.

Zwei alte Wahlkampfweisheiten aus den USA:
It’s the economy, stupid! Perception is reality.

Nachdem hier schon einige Worte zu der Partei „Die Linke“ gefallen sind und diese genau heute neue Vorsitzende gewählt haben, habe ich mich ein wenig damit auseinandergesetzt.
Es ist so, dass sich „linke Politik“ im Laufe der Zeit gewandelt und ausdifferenziert hat und heute eine breitere und vielfältigere Bedeutung hat:

Ursprünglich entstand linke Politik in Europa im 19. Jahrhundert als Reaktion auf die Industrialisierung und die extremen sozialen Ungleichheiten, die diese mit sich brachte. Die politischen Denker Karl Marx und Friedrich Engels legten mit ihrer Kritik am Kapitalismus und ihren Vorstellungen von einer klassenlosen Gesellschaft den Grundstein für die kommunistische und sozialistische Bewegung. Sie vertraten die Idee, dass die Produktion mit Fabriken, Land und Ressourcen kollektiv oder staatlich kontrolliert werden sollten, um Wohlstand gerechter zu verteilen und eine „Diktatur des Proletariats“ zu schaffen, die zur klassenlosen Gesellschaft führen sollte.
Diese Vorstellungen prägten eine ganze Epoche der Arbeiterbewegungen und viele kommunistische Parteien weltweit. Doch das Wort „links“ wurde nicht nur von Kommunisten und Sozialisten beansprucht, sondern entwickelte sich mit der Zeit weiter.

Schon früh im 20. Jahrhundert spaltete sich die linke Bewegung: Sozialdemokratische Strömungen innerhalb der Linken wollten die Ziele der Gleichheit und sozialen Gerechtigkeit durch Reformen innerhalb des bestehenden Systems erreichen, ohne eine Revolution und eine vollständige Umverteilung der Produktionsmittel anzustreben.
Sozialdemokratische Parteien, die in Europa eine starke Rolle spielten wie die SPD in Deutschland, forderten soziale Absicherungen, faire Löhne, Mitbestimmung der Arbeitnehmer*innen und eine staatliche Daseinsvorsorge – also einen Sozialstaat, der die negativen Seiten des Kapitalismus abfedert, ohne ihn abzuschaffen. Diese Form von linker Politik ist in Deutschland bis heute prägend und hat viel mit der sozialen Marktwirtschaft zu tun.

In den 1960er/70er Jahren entstand die sogenannte „Neue Linke“. Sie erweiterte den Fokus der linken Politik, indem sie sich neben wirtschaftlicher Gleichheit auch für soziale und kulturelle Themen wie Frauenrechte, Rassengerechtigkeit, Antikolonialismus und Umweltschutz einsetzte. Diese Themen sind oft nicht rein ökonomisch, sondern betreffen die Rechte und Freiheiten einzelner Gruppen. Die „Neue Linke“ nahm also eine differenziertere Perspektive ein und prägte auch moderne grüne und sozialistische Parteien.
Dabei ging es nicht mehr nur um eine Klassenrevolution oder die Abschaffung des Kapitalismus, sondern darum, Machtverhältnisse kritisch zu hinterfragen und die Gesellschaft zu verändern, um mehr soziale und ökologische Gerechtigkeit zu erreichen.

Die moderne Linke umfasst Positionen, die von einer Reform des Kapitalismus bis hin zu seiner radikalen Umgestaltung oder Abschaffung reichen. Tatsächlich sind viele linke Positionen inzwischen Bestandteil des politischen Mainstreams geworden (zum Beispiel der Sozialstaat, Arbeitnehmerschutz oder Umweltschutz). Linke Politik hat also ein weites und dynamisches Spektrum – und Kommunismus ist nur ein Teil davon.

Der Abgang von Wagenknecht hat die Linkspartei in zwei größere Strömungen gespalten – die progressiveren, oft weiter links stehenden Teile der Partei und die pragmatischeren, moderateren Strömungen. Für die Partei bedeutet das einerseits, dass sie nun in der Lage ist, sich stärker auf den sozialdemokratisch orientierten Flügel zu konzentrieren, andererseits wird sie dadurch auch anfälliger für interne Konflikte und Uneinigkeit.
Auch ohne Wagenknecht bleibt die Linkspartei weiterhin in ihrer Grundausrichtung eine sozialistische Partei, die oft wenig konkrete, umsetzbare Lösungen für die sozialen Probleme der Gesellschaft bietet und gibt es weiterhin Forderungen, die viele als wenig realistisch ansehen, d.h. die grundlegenden Herausforderungen und Kritiken bezüglich der Umsetzbarkeit ihrer Lösungen und der Finanzierung von sozialen Programmen bleiben bestehen.

Gerade heute haben die Linken ihr neues Spitzenduo gewählt – und sie setzen wieder auf die gleichen Themen:

  • wir hier unten gegen die da oben
  • Steuern für Reiche
  • aber auch einen Kampf gegen die sozialen Streichungen eines Friedrich März

Dennoch bleibt die soziale Schieflage bestehen. Wie kann man eine echte soziale Veränderung vorantreiben und gleichzeitig verhindern, dass diese Bemühungen als zu „links“ oder ideologisch belastet wahrgenommen werden? Es geht darum, Lösungen zu finden, die die soziale Schieflage angehen, ohne dass die politischen Ideologien die Diskussion über Lösungen dominieren und die gesamte Gesellschaft mitnimmt und nicht im Klassenkampf stagniert.

Um echte soziale Veränderungen zu bewirken, ist es wichtig, Lösungen anzubieten, die praktisch, umsetzbar und für die breite Bevölkerung verständlich sind. Wir könnten beispielsweise mehr darüber sprechen, wie wir das Leben der Menschen real verbessern können.

Dabei darf natürlich der Fokus auf Klima, Umwelt und die wirtschaftliche Lage nicht an Wichtigkeit verlieren. Wir könnten uns überlegen, wie wir das in Einklang bringen und langfristige Perspektiven und Narrative schaffen können.

daher sagte ich

Nochmal:

Sozialismus setzt einen ziemlich guten Menschen voraus.
Dass es den nicht gibt, ist der zentrale Schwachpunkt des Sozialismus.
Dass das bei Marx und Kollegen nicht beschrieben wird, ist logisch, denn dann würde ihnen ihr Konzept schon auf dem Papier zerbröseln.

Ja, alles zugestanden.
Aber auch bei diesen Themen /Institutionen gibt es Licht und Schatten, Gutes und Irrwege.

ich weiß nicht, ob Ihr´s gemerkt habt, aber ich bin kein richtig großer Linkenfan :grin:.
Aber Frau Reichinnek ist ein Knaller!

Knackige Rede, Hut ab!

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Mir geht es hier um die Wichtigkeit sozialer Themen und nicht um „Die Linken“. Sonst wäre ich jetzt dort und nicht hier. Aber die Verknüpfung von sozial und links mit einem negativen Touch geistert nun mal durch euer Forum.

Ich würde gerne grüne und soziale Themen gleichberechtigt auf der Agenda sehen und dies alles ebenfalls in der Wirtschaft umgesetzt. Nicht mehr und nicht weniger.

(Übrigens fallen unter soziale Themen auch Bildung, Wohnen, Gesundheit, Teilhabe und Mobilität.)

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Du hast oben lang und breit über die Linken geschrieben, ich habe daran angeknüpft.

schau Dir Deine Aussagen zur Linken an. Auch nicht gerade eine Lobeshymne.
„oft wenig konkrete, umsetzbare Lösungen für die sozialen Probleme der Gesellschaft bietet und gibt es weiterhin Forderungen, die viele als wenig realistisch ansehen,“

Das ist anspruchsvoll.

Das könnte gerne noch konkreter sein.

Stimmt. Gut, vielleicht muss ich meine Motivation immer dazuschreiben :upside_down_face:

… und ich wollte dir eigentlich beipflichten.
Das bedeutet aber nicht, dass andere keine schlüssigen Konzepte haben müssen und eventuell pragmatischere Lösungen.

Ich muss nochmal schauen, wer von euch eine Transaktionssteuer in die Runde geworfen hat, aber das wäre doch ein erster Ansatz.

Ich versuche deshalb gerade soziale Themen und von den Linken verursachte linke Politik auseinanderzudividieren - d.h. von wichtigen und notwendigen sozialen Maßnahmen, den linken Staub herunterzupusten.
Woher kommt denn der Unwillen gegen links?
Und immerhin haben sie soziale Themen. Schau dich um, alles rückt nach rechts und wendet sich zunehmend einer antisozialen Haltung zu. Zugunsten einer lamentierenden Wirtschaft. Denen ist ja schon ein steigender Mindestlohn ein Dorn im Auge. Oder nicht?

Wollt ihr, dass ich euch als Neuling ein ganzes Programm vor die Nase setze? :joy:

Ich werde versuchen, etwas konkreter zu werden in nächster Zeit. Noch lese ich mich nach und nach durch eure Texte.

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:slight_smile: wäre doch schön …
Aber ernsthaft, wegen Neuling:
alleine die Tatsache, dass viele hier schon länger dabei sind und tausende Beiträge geschrieben haben, bedeutet ja nicht, dass sie irgendwas besser wissen als Du oder ein x-beliebiger anderer Mensch.
Wer neu kommt, bringt ja vielleicht mal eine neue Idee mit, das ist vielleicht mehr wert als 1000 Beiträge, in denen immer dasselbe wiederholt wird.

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Die sind wichtig, klar. Und ich wäre überglücklich sagen zu können, das sind die wichtigsten Themen. Leider kenne ich mind. 2 andere Themen, die noch wichtiger sind: Klimaschutz und Sicherheit. Mental liegt da mein Fokus.

Jaaa, die sind mir nicht weniger wichtig.

Aber sieh doch mal, wie unwichtig den Menschen (jedenfalls vielen) Klimaschutz geworden ist, in Anbetracht der vielen Krisen. Grün wird ja z.T. schon als Feindbild gewertet. Selbst ein bäumeumarmender Söder hat seinen Mantel in den Wind gehängt - und Bäume ade.
Und warum? Sie haben Angst (das betrifft Söder natürlich nicht) auf der einen Seite und viele haben dadurch aber auch ökonomische Probleme auf der anderen Seite.

Wenn der Kühlschrank dauernd leer ist und die Heizung kalt, der Strom wird bereits abgezählt, Kino und Schwimmbad gestrichen, Essen gehen sowieso, die Fahrtkosten (gerade auf dem Land) steigen ins Unermessliche und die Kinder bräuchten dringend Nachhilfe, Sport- und Musikunterricht gehen kaum noch oder gar nicht mehr - dann ist der Klimaschutz nebensächlich - zumindest, wenn man nicht gerade vom Hochwasser überschwemmt wurde.
Und wie ich schon an anderer Stelle aufzeigte, handelt es sich eben nicht um eine verschwindet kleine Gruppe, die zu vernachlässigen ist.

Dazu kommen noch jene, die vom Abstieg bedroht sind und Panik schieben.

Aber Klimaschutz und Sicherheit ist nicht nur ein Thema der Priviligierten. Und die wählen auch nicht mehr wirklich grün.

Verbinde die Themen - mache z.B. sozial ausgewogenen Klima- und Umweltschutz daraus, nimm die Menschen mit, glaubhaft, und sorge dafür, dass sie den Kopf frei bekommen von Existenzsorgen, dann wählen sie auch wieder grün.

Ich habe auch noch andere Themen, die mir immens am Herzen liegen: echte Gleichstellung beispielsweise und ich meine damit mehr als Gleichberechtigung. Davon sind 50 % der Bevölkerung mehr oder minder betroffen. Oder diese irre Gewaltspirale, die sich immer mehr Raum nimmt. Digitalsisierung wäre mir wichtig und die kaputtgesparten Gerichte. Überhaupt ist so unendlich vieles kaputt gespart. Gerade hat bei uns ein wunderschönes Hallenbad die Tore für immer zugemacht, kein Geld zum Sanieren vorhanden.

Trotzdem - fange mit der Bevölkerung an.

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Grundsätzlich stimme ich Dir da zu - aber warum ein entweder oder?
Klimaschutz ist letzlich ei soziales Thema, da es darum geht, MIllionen vor Hunger, Durst, Hitze, und was alles noch mit dem Klimaschutz zu tun hat, zu bewahren - es geht also um ein soziales Thema (die kalte-naturwissenschaftliche Betrachtung wäre als Kontrast: wenn der Mensch ausstirbt, geht es ohne ihn weiter - es gibt kein Problem, da dieses Schicksal bereits 99,9% aller je gelebten Arten dieses Schicksal bereits ereilt hat).
Für Frieden und Sicherheit sieht das pinzipiell genauso aus. Sicherheit ist ein soziales Urbedürfnis.

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Absolut richtig und man wird auch beim Klimaschutz nicht wirklich voran kommen, wenn der dazu notwendige Umwälzungsprozess nicht sozial verträglich abläuft.

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„Im Vergleich mit anderen Themen stuften die deutschen Befragten den Klimawandel als drittgrößte Herausforderung ein, nach Migration als größter und höheren Lebenshaltungskosten als zweitgrößter.“

=> solange die Grünen bei Wirtschaft und Migration keine realistischen Lösungen anbieten, kommen sie aus dem Umfragetief nicht hinaus und bei der Wahl nicht über geschätzte 12%.
Wenn sie das aber hinkriegen, haben sie wieder Potential bis 20% o.ä.
Dann können sie nämlich mit dem Klimathema zusätzlich punkten

Hier wurden jetzt eine Menge Probleme angesprochen, aber tatsächlich ist die Wirtschaft das Hauptproblem ,das gelöst werden muß. Ohne funktionierende Wirtschaft lassen sich die anderen Probleme auch nicht lösen. Aber Wirtschaft und die Bekämpfung des Klimawandels hängen auch zusammen. Der Weg zu einer " Elektrizifierung" der Wirtschaft mit Hilfe von regenerativen Energien ist zwingend. Auch wirtschaftlich gesehen werden diese Energien billiger werden als die fossilen und damit für den Wettbewerb notwendig. Für eine fuktionierende Wirtschaft benötigen wir bessere funktionierende Infrastruktur ( Transportwege, schnelles Internet etc). Und man sollte ehrlich sein, dass nicht alle Unternehmen diesen Umwälzungsprozess überleben werden und manche sich auch gesund schrumpfen werden müssen. Ich glaube kaum, dass sich die deutsche Autoindustrie in absehbarer Zeit die verlorenen Marktanteile zurückholen kann. Selbst wenn sie bei der Technik aufholen wird es mit BYD und Co weitere Mitbewerber geben, ohne dass sich die weltweite Nachfrage nach Autos vergrößern wird. Das hat auch Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt, aber die veränderte Wirtschaft bietet auch neue Chancen und generiert neue Arbeitsplätze. Diesen ganze schwierige Prozess muß der Staat unterstützen. Das jetzt in einem Wahlprogramm aufzunehmen und den Bürgern zu erklären dürfte nicht ganz einfach sein.

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