Wokeness, Gender und so weiter, zum X.ten... ist man automatisch ein Faschist, wenn man nicht richtig gendert?

Diese Graphik finde ich für das Verständnis vieler Themen extrem hilfreich: Sinus-Milieus Deutschland | SINUS-Institut.


Die verschiedenen Milieus sind in der Öffentlichkeit unterschiedlich laut vertreten. Genderthemen bzw wokeness werden vor allem im neo-ökologischen Milieu vorangetrieben und schwappen von da in andere offene (mehr rechts auf der Graphik) Milieus, die im Artikel (auch ich habe keinen Zugang) wahrscheinlich als die gutbürgerlichen Milieus aufgefasst werden. In diesen Milieus hatte Gleichberechtigung schon vorab einen hohen Stellenwert.
Das bedeutet dann, dass zwar viele woke Themen von der „Mitte“ aufgegriffen werden, aber längst nicht so extrem, wie sie im neo-ökologischen Milieu aufgefasst und gelebt werden.

Ich kann das bei mir selbst ganz gut beobachten: Ich bin ganz froh, dass ich bestimmte Abkürzungen zur Verfügung habe, um die weibliche Form einzuschließen (Physiker:innen), auch wenn die Form dann ein eigene wird (Ärzt:innen). Das sehe ich als unproblematisch, und ich wende es an, wenn ich meine Aussage diesbezüglich offen halten möchte.
Allerdings, wenn ich es nicht tue, oder andere es nicht tun, so sehe ich darin keinen Sexismus oder whatever-ismus und finde entsprechende Vorgaben unangemessen. (Das ist mir schon begegnet, beim Veröffentlichen von Artikeln als Vorgabe des -bürgerlichen- Verlags).

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