"Wie "praktisch" so ein Krieg doch ist!" Oder: Was man im Windschatten einer internationalen Krise alles anstellen kann

war das etwa der Versuch einer Beleidigung?

Mir kommen Deine Standpunkte mir manchmal weniger realistisch als die von ganz Rechtsaußen vor. Bist Du ein Nazi?

Bist Du ein Idiot?

Nennen wir es Süffisantismus.

Erdogan machen wir zum Kalifen von Helgoland :wink:
Syrien - tja, wenn wir Assad erschießen, denn ergreift der Rest des IS die Macht. Dann doch lieber Assad.
Eritrea: naja, da könnte das Bamf und die Ausländerbehörden mal auf die Verlängerung der Pässe der Flüchtlinge verzichten. Dafür verlangt Eritrea nämlich 2% des Einkommens Diasporasteuer und finanziert damit zu 40% sein Regime. Mit deutschen Sozialleistungen! (Quelle: Pro Asyl)

Zäune und Schußanlagen an touristisch genutzen Mittelmeerstränden in Italien, Griechenland, Portugal und Spanien? Oha …

endlich ein praktikabler Vorschlag!
„Der Kalif von Helgoland“ hört sich an wie eine Vorabendserie im NDR :slight_smile:

wenn es soweit ist, spielt der Tourismus dort keine Rolle mehr.
Aber es wird auch nicht lange dauern, vermute ich.
Wenn sich herumgesprochen hat, dass an den EU-Grenzen notfalls geschossen wird, werden die meisten sich was anderes überlegen (müssen).
Wenn dann keiner mehr übers Mittelmeer fährt, sterben weniger Leute auf der Flucht als heute (dafür aber möglicherweise mehr in ihren Heimatländern).

Aber natürlich sind das alles Spekulationen.
Es ist das Szenario, das ich für wahrscheinlich halte, sobald die Zahl der Klimaflüchtlinge drastisch steigt. Das kann noch 20 Jahre dauern, aber es wird passieren.
Vielleicht sehe ich zu schwarz, dann würde es mich freuen.
Es ist ja nicht so, dass ich das mit den Schusswaffen vorschlage oder befürworte, ich sage es nur voraus (wenn jemand bereit ist, diesen Unterschied nachzuvollziehen).
Ich sehe einfach keine realistischen Alternativszenarien.

Alle reden sich die Lage schön, jeder auf seine Weise:

  • Fluchtursachen bekämpfen
  • schärfere Grenzkontrollen (ohne echte Handlungsmöglichkeiten)
  • alle aufnehmen und den Kommunen mehr Geld geben.
  • und der neueste Schrei: das Ruanda-Modell!

Das ist alles Wunschdenken, wenn man die künftigen Klimaflüchtlinge mit einkalkuliert (die es heute ja praktisch noch gar nicht gibt).

mein Gott, nicht mal eine anständige Beleidigung kriegst Du hin :roll_eyes:

Brauchen wir nicht, alles nur überflüssige Kosten. Wir haben bereits seit vielen Jahren das Resettlement Programm. Das UNHCR schlägt in seinen Flüchtlingslagern, die sich meist in den Nachbarländern von Fluchtländern befinden, dem deutschen BAMF Flüchtlinge zur Aufnahme in Deutschland vor, nachdem diese geprüft wurden. Und dann werden die Geflüchteten auf unsere Kosten nach Deutschland geflogen, sind dort bereits angekündigt, brauchen kein Asylverfahren mehr. Und die Schlepper gehen leer aus.
Leider hat Deutschland in der Vergangenheit viel zu wenige Flüchtlinge über dieses Programm aufgenommen. Wenn dies verstärkt würde und Geflüchtete realistische Chancen auf Asyl in Deutschland in den Flüchtlingslagern bekämen, würden wir das Geschäft der Schlepper ziemlich kaputt machen. Wer riskiert schon eine Mittelmeerkreuzfahrt im Schlauchboot für 5000 Euro, wenn er viel bequemer über das Programm nach Deutschland kommt. Ich finde das ganze Gequatsche über diese Aufnahmezentren in Drittländern überflüssig. Wir haben bereits ein Instrument der geordneten Migration, wir müssen es nur nutzen.

Die Zusammenhänge waren mir nicht geläufig. Das hört sich gut an. Jedoch klärt es nicht die empfundene Magnetrolle der BRD innerhalb der EU auf. Gibt es denn eine analoge EU-weite Regelung dazu auch? Die Konservativen und Rechtspopulisten würden sonst weiter das Thema für sich vereinnahmen, wenn die Zusammenarbeit des UNHCR nicht EU-weit geregelt wird?

leider nicht.

Zuerst hatten Schweden und GB die Magnetrolle, Deutschland war erst dritte Wahl, dann kam Frankreich. So habe ich das 2015 erlebt, als viele Flüchtlinge nach Schweden wollten und unfreiwillig in Deutschland bleiben mußten.
Erster Magnet sind immer verwandschaftliche Beziehungen und da viele Migranten bereits in Deutschland leben, gibt es auch viele Verwandte … leider.

Zweiter Magnet sind die guten sozialen Leistungen und Integrationschancen in Deutschland nach der Anerkennung. Besonders hoch im Kurs stehen gute Schulausbildung, kostenloses Studium und medizinische Versorgung.
Weiterhin Förderung von Behinderten und das Gefühl von Sauberkeit, Ordnung und Recht. Man hat in Deutschland echte Chancen etwas zu werden. Das ist das, was ich von Migranten immer wieder gehört habe.
Der Bezug von Sozialleistungen ist eher peinlich und ergibt sich eher daraus, daß ein Gehalt in Deutschland nun mal nicht für Frau und 4 Kinder reichen und es deshalb ergänzend Bürgergeld gibt.
Natürlich gibt es auch einige Migrantengruppen, die „abkassieren“ wollen.
Aber Afghanen, Syrer, Jemeniten und Iraner wollen das in der Regel nicht.

Ist das so? Es wurde doch lange unter den damaligen (zunächst auch in den Jamaika-Verhandlungen) Koalitionären, CDU/ CSU und SPD gestritten. Ich habe mir mal den SPD-Parteitag angeguckt damals, außer den Jusos waren wenige dafür dem Familiennachzug zuzustimmen!

Wahrscheinlich sind es eher die Migranten, die aus EU-Staaten kommen, Verwandte hier haben (Bulgarien, Rumänien etc.) und einen Neustart in der BRD wagen. Sie bekommen, so weit ich noch aus meinem früheren Beruf (Immobilienkaufmann) weiß, nur ein halbes Jahr Bürgergeld (früher ALG 2). Einige Mieter unserer Gesellschaft waren dann wieder nach Bulgarien/ Rumänien zurückgefahren und hatten dafür die Wohnung wieder aufgelöst. Blöd war das immer mit der dreimonatigen Kündigungsfrist.

Familiennachzug ist noch was anderes und bezieht sich nur auf Ehepartner und minderjährige Kinder. Familie im Orient ist sehr viel weitreichender. Wenn ein Mann mit seiner Familie hier ist, sollen auch seine Eltern hier leben. Das geht nicht über Familiennachzug, sondern nur über illegale Einreise. Und die Eltern wollen dann, daß die anderen volljährigen Kinder auch bei ihnen sind- geht auch nur mit Schlepper. Und die volljährigen Kinder sind verheiratet, und dann gibt es Schwiegereltern, Onkels, Tanten und die müssen alle kommen, bis der Clan wieder vereint ist. Und die kommen alle illegal nach.

Eher nicht , bzw. die wahrscheinlich auch, aber es gibt in Osteuropa auch einige Staaten, die nicht in der EU sind und mehr schreib ich hier sicherheitshalber nicht …

Nachtag: wir sind hier schon lange OT und müssen die Diskussion mal in einen anderen Thread verschieben.

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Das klingt für mich wie ein Überfall der Illegalen! Gibt es Zahlen die das erweisen? Möglicherweise ist das nur eine subjektive Wahrnehmung weil es auch Besuche der Immigranten untereinander gibt. Beispielsweise könnten sich Immigrantenfamilien aus Schweden und der BRD besuchen.

Sehe ich nicht ganz so. Im Windschatten der beiden Kriege meine ich zu bemerken, dass wir die Realität dieser Kriege in der Politik hinnehmen und frühere Werte dafür über Bord fallen. Dazu passt, dass im Windschatten dieser vermeintlichen gesellschaftlichen Aufnahme dieser Realitäten (und der schwierig zu vermittelnden Änderungen des Gebäudeenergiegesetzes) nun „Gutes“ für die Bevölkerung der Aufnahmegesellschaft umgesetzt werden soll..

Illegal ist auch ein unglückliche Wortwahl und war nur nur als Gegensatz zum legalen Familiennachzug gemeint. Statistische Zahlen werden meines Wissens zu den ferneren Verwandtschaftsverhältnissen von Migranten nicht erhoben. Im Netz habe ich nur einen Forschungsbericht vom BAMF von 2013 gefunden „Warum Deutschland -Einflußfaktoren bei der Zielstaatensuche von Asylbewerbern“.
Zitat: Neben der individuellen Herkunftssituation bilden Netzwerke von
Migranten den wichtigsten strukturellen Faktor: Die meisten Asylsu
chenden gehen dorthin, wo bereits Kontakte und Anknüpfungspunkte
bestehen
Da in den aktuellen Talkschows von Fachleuten immer wieder der Faktor Familie als Hauptkriterium für das Zielland genannt wird, ist es möglich, daß es auch aktuellere Studien dazu gibt.

Ein sehr häufiges Thema bei Beratungsgesprächen ist die Frage, wie man Verwandte nach Deutschland nachziehenlassen kann. Das ist oft sehr tragisch, wenn ein Vater z.B. Ehefrau und zwei minderjährige Kinder über Familiennachzug nach Deutschland holen kann, aber seine andere beiden volljährigen Kinder nicht. Oder seinen pflegebedürftigen Vater, behinderten Bruder etc. Denen bleibt dann nur die Einreise mit einem Schlepper und ein eigener Asylantrag.

@maassand und @lawandorder :

Um miteinander klar zu kommen, muss man nicht immer einer Meinung sein, aber man muss Respekt voreinander haben.

Liebe Grüße

Pensionärin
für die Moderation

@anonymeNutzer totaler Stimmungskiller, keiner schreibt mehr :smiley:

Ich antworte mal wie folgt, damit es (hoffentlich) weitergeht:
Respekt muss man sich verdienen :innocent:
und mein oberstes Ziel ist es nicht, mit jedem klarzukommen.

Aber das ist OT.
Der letzte Beitrag, der nicht OT war, war wohl Nr. 9. Lange eher …

Klar, die tollste Stimmung ist natürlich, wenn man ein Wettbewerb über Beleidigungen anfängt.

Dann versucht mal aus dem OT endlich wieder zum Thema zurückzukommen.

Überlegt, ob eure Beiträge tatsächlich dem Thema dienlich sind, ansonsten lässt man es lieber sein.

Liebe Grüße

Pensionärin
für die Moderation

Und wie ist das mit einer Wasserkanone gegen das Schiff einer anderen Nation in internationalen Gewässern?

Durch den Hochdruckwasserstrahl wurde gezielt die Antennenanlage des philippinischen Schiffes beschädigt.

Siehe auch https://www.defconlevel.com/about.php