Glückwunsch zu der Erkenntnis. Das hatte ich bereits vor Monaten geschrieben:
Den BA-Index ernst nehmen, nicht mehr umdeuten und darauf reagieren, ergo Arbeitssuchende qualifizieren
Oh, entschuldige Kalo, an deine Weisheit reiche ich halt nicht heran. ![]()
Allerdings Turm-Form wäre, wenn die Menschen dann in hohem Alter alle gleichzeitig sterben würden. Dazu gab es schon mal den passenden Film: Soylent Green.
Der BA-Index setzt doch viel zu spät an.
Nur als Beispiel: Wenn 10000 Ärzte fünf Jahren in Rente gehen, aber nur 1000 in dem Jahr ihr Studium abschließen werden, wäre das ein Indikator, den man ernst nehmen sollte. Aber aktuell wird von der Politik nicht mal reagiert, wenn das Praxissterben einsetzt.
Nein, nicht gleichzeitig, sondern im gleichen Alter, zeitgleich sozusagen. Also nur die gleichzeitig, die auch gleichzeitig geboren wurden.
Aber es gibt auch Türme mit abgerunderte Kuppel, du verwechselst anscheinend Turm mit Rechteck.
Genau das ist ja das Problem wenn man nicht mal genau dann reagiert, wenn es schon zu spät ist, wann will man denn dann reagieren?
Und dein Beispiel ist nur eines von vielen das ist ja genau dasselbe wie wenn man Lehrer braucht, wenn heute ein Kind geboren wird weiß man doch dass man für dieses Kind in sechs Jahren einen Lehrer braucht.
Ergo präventives Handeln wäre weitaus sinnvoller aber man muss doch wenigstens handeln wenn die Misere schon vorhanden ist und das tut man in unserem Land nicht.
Selbst die Bahn bekommt das zurzeit nicht gebacken.
Ich habe sogar noch ein Beispiel dass ich von allen am krassesten finde. Und zwar je mehr Psychologen wir ausbilden, desto mehr Psychologen brauchen wir. Wir drehen uns im Kreise, jetzt fragt man sich hä wieso das denn, ganz einfach die meisten Psychologen gehen nicht in das Gesundheitssystem sondern die Wirtschaft und verursachen dort den Schaden den man im Gesundheitssystem wieder beheben müsste.
Du hast natürlich Recht, besser spät als nie.
Ja, gutes Beispiel: Auch dies liese sich mit Daten sehr früh erkennen. Die Kinder werden ja nicht überall gleichverteilt geboren. Wenn man bei der Bahn ein IT-System hat, dann gibt es dafür immer eine sog. Betriebsführung und diese Team haben selbstverständlich Dashboards mit den wichtigsten Betriebsparametern. Da geht es dann darum einen Tag bevor das Problem eintritt zu reagieren (z.B. Festplattenspeicher voll).
Es gibt so etwas durchaus auch in der Politik (siehe hier) aber viel zu selten, finde ich. Jeder Minister sollte so was benutzen um seinen Aufgabenbereich langfristig zu überwachen.
Oh, ich glaube fest daran, dass dass selbst in der Politik gang und gäbe ist (club of Rome, global2000 und was es sonst noch an langfristigen wissenschaftlichen Studien und Prognosen gibt - allein, mit dem Wahlversprechen, in 20 Jahren bestehe ein Risiko oder Chance auf Besserung (egal, ob Klimawandel oder Fachkräftemangel) lassen sich keine Wahlen gewinnen, weil der Wähler diese langfristigen Risiken oder gar Behebungen entweder gar nicht zur Kenntnis nimmt oder ablehnt, wenn der Urlaub für die nächsten Jahre dadurch gefährdet ist.
Ja, das ist der Punkt: Zu viel Wahlen-gewinnen-müssen zu wenig land-regieren.
In meinem Beruf muss man auch Aufträge gewinnen. Aber 90% der Zeit geht es darum die Aufträge auch umzusetzen. Ich habe das Gefühl in der Politik ist es genau umgekehrt. ![]()
Wenn man Regieren wie IT-Betrieb umsetzen würde, ginge es uns besser.
Ich hatte ja schon mal mögliche Messerte für den Betrieb des Landes gesammelt: Verückte Ideen für die Performanz-Messung für Demokratien
Wohl wahr - aber wenn Du Deinen Chef wählen könntest, damit er 10% seiner Zeit damit verbringt, Aufträge an and zu ziehen - und 90% damit, Dir vorzuschreiben, wei Du den Auftrag ausführen musst - würdest Du ihn wählen? Vo allem dann, wenn es einen Konkurrenzschef gäbe, der Dir verspricht, Du könntest das alles in Eigenregie ohne viel eigenes Engagement umsetzen?
Es gehört schon etwas Abstraktionsvermögen dazu, die Notwendigkeit eines Chefs, der auch mal Vorgaben macht, anzuerkennen…
das ist natürlich keine Ausrede (ich will ds also damit nicht legitimieren!) - aber zumindest leider nur allzu naheliegend, das das Wählerverhalten hier den geringsten Widerstand gegen die eigenen Vorstellungen von „gut leben“ nimmt.
