Tut mir leid, ich verstehe dich überhaupt nicht?
Meine Aussage ist: Vollständig vegetarische Ernährung aller Menschen würde entweder zur Ausrottung der großen Pflanzenfresser führen oder die Wiederansiedlung von großen Raubtieren notwendig machen, die dann ganz natürlich die Pflanzenfresser töten und fressen würden.
Und ab und zu auch mal Menschen.
Man könnte natürlich den Bestand auch durch Menschen regulieren lassen. Dann würde man einen Teil der Tiere töten ohne Sie zu essen. Der Sinn einer solchen Philosophie erschließt sich dann noch weniger.
Unter Profis sagt man in unserem Fall „Beutegreifer“ oder „Prädatoren“, denn als „Raubtiere“ werden in der biologischen Systematik ausschließlich die Angehörigen einer Säugetierordnung bezeichnet, die ein Raubtiergebiss haben mit Reißzähnen und Knochenschere.
Doch natürlich - nur was hat das mit dem Thema vegetarische Ernährung zu tun? Es geht hier auch nicht um die Frage, ob das gegen die Klimakatastrophe helfen würde.
Ja, doch wenn wir uns bewusst - als geborene Omnivore - entscheiden nur vegetarisch zu leben: Ist das nicht auch eine Art Hybris?
Nach dem Motto: „Wir sind nicht mehr Teil der Natur, wir sind Herr unseres Schicksal und nicht mehr durch unsere natürlichen Wurzeln gebunden?“
Man kann alles lustig finden, wenn Leute sich unpräzise ausdrücken oder Fakes verbreiten. Aber wenn man eine sinnvolle Diskussion führen möchte, und dann noch mit mehreren Leuten gleichzeitig, ist das nicht so sinnvoll.
Außerdem finde ich es nicht witzig, wenn Menschen von Tieren getötet werden, was ja in einigen Teilen der Welt nicht wirklich ungewöhnlich ist. Das nennt man dann übrigens Mensch-Tier-Konflikte, falls es dabei um Konkurrenz um Lebensräume geht (falls das jemanden interessiert).
Also ich habe mir das Thema nochmal komplett durchgelesen und wir kamen etwa hier vom Thema ab:
Diese Rückschau auf die Geschichte ist kein Argument: All die Millionen Jahre gab es ein Gleichgewicht zwischen Pflanzenfressern und Allesfressern. Doch der Mensch hat im Laufe seiner Geschichte die meisten Allesfresser fast oder ganz ausgerottet. Und das aus guten Grund - ich will auch nicht gern gefressen werden.
Das hier ist die entscheidende Frage:
Und diese Antwort gibt einen wichtigen Hinweis:
Die Aussage ist aber nicht ganz richtig: Die Räuber-Beute-Beziehung unterliegt ja sowieso Zyklen:
Diese Zyklen gibt es aber auch ohne Räuber: Die Beute-Tiere fressen alle verfügbare Nahrung auf und vermehren sich, bis die Nahrung nicht mehr für die Population reicht und die meisten Tiere verhungern. Ein paar überleben und die Nahrungspflanzen können sich erholen. Danach beginnt das ganze von vorn.
Das ist richtig. Solche Biotope könnte man errichten. Wenn die genügend groß sind und die Zäune stabil sollte das gehen.
Aber was ist mit unserer Philosophie des Vegetarismus? Statt die Tiere selber zu töten sperren wir Sie in diese Biotope, wo Sie dann von Raubtieren getötet werden? Wölfe halten sich beim Töten wohl kaum an das Tierschutzgesetz.
Ist diese „natürliche Populationskontrolle“ wirklich das, was Vegetarier anstreben? Was ist daran besser als wenn ein Mensch die Tiere durch Weideschuss tötet?
Das ist mein Hauptargument gegen eine Vegetarische Lebensweise für alle Menschen. Doch wir kommen mit dieser Diskussion nicht weiter, wenn sich nicht ein paar Vegetarier finden, welche Mit diskutieren möchten.
Wichtig: Die individuelle Entscheidung vegetarisch zu leben respektiere ich! Doch ich empfinde die Darstellung in vielen Medien und innerhalb der Grünen so, als ob uns eine vegetarische Lebensweise ein erstrebenswertes Ziel für alle ist.
Ich denke, du verwechselst da etwas. Was aktuell als erstrebenswert dargestellt wird, ist nicht die vegetarische, sondern die vegane Lebensweise, die auch ohne Milch- und Eiprodukte auskommt. Das hat mit Töten nichts zu tun, sondern mit Klimaschutz.
Das Klimaschutzargument finde ich ziemlich seltsam: Zunächst ist dort immer von Rindern die Rede. Von Methanfreisetzung durch Hühner, Schafe und Schweine habe ich noch nichts gehört. Aber unabhängig davon:
Ändert das irgendwas am von mir skizzierten Prinzip?
Ich bin aber trotz der garstigen Ansprache nett und fasse mal kurz zusammen:
Durch Ackerbau werden mehr Tiere getötet als durch das Essen von Fleisch. Wichtig ist nur, dass das Tierfutter nicht eigens dafür auf Äckern angebaut wird.
Auch Schweine und Hühner können auf Wiesen leben, am Besten gemeinsam mit Solarmodulen. Wir können dann nur nicht mehr die Masse an Fleisch erzeugen wie jetzt.
Wenn es darum geht, dass beim Mähen Tiere getötet werden, ja.
In Bezug auf das Klima und die Bodenfruchtbarkeit aber nein.