Das U.S. National Security Advisor Waltz Signal nutzt, wurde offenbar, weil er aus versehen einen Journalisten in seinen Chat eingeladen hatte. In besagtem Signal-Chat haben sie dann Angriffspläne bzgl. eines laufenden Angriffs auf die Huti diskutiert. Die Gruppe hieß sinniger Weise “Houthi PC small group,”. [1]
Später kam dann über ein Pressefotot heraus, daß er (und wohl auch andere in der Regierung) ein „modifizierte Version“ von Signal verwenden. Und zwar über ein Pressefoto aus einem Kabinetsmeeting, in dem man seinen Handybildschirm sehen kann.
accidentally revealed he was using TeleMessage’s modified version of Signal during the cabinet meeting. The use of that tool raised questions about what classification of information was being discussed across the app and how that data was being secured, and came after revelations top U.S. officials
Schon blöd wenn jedes Pressefoto heute bis zu 23200 × 17400 Pixel Auflösung hat.
Aber das sind nur zwei weiter Hinweise darauf, was für Idioten gerade in Amerika Teil der Regierung sind.
Viel entscheidender: Diese modifzierte Version von Signal einer Israelischen Firma verwenden sie, weil jede Kommunikation von Regierungsmitglieder in Amerika archiviert werden muss. Diese Firma aus Israel bietet eine leicht modifizierte Version von Signal an, die halt nicht Ende-zu-Ende verschlüsselt ist, sondern zusätzlich alle Nachrichten unverschlüsselt auf einem Server speichert. Was kann da schon schiefgehen?
Also - und hier wird es wieder ein Europäisches Problem: Jeder Bruch eine Ende-zu-Ende-Versclüsselung invalidiert das ganze Verfahren. Es ist immer unsicher!
Soviel zum Thema Chatkontrolle welches gerade eurpäische Politiker umtreibt. Es ist ok, nicht bei allen Themen Experte zu sein. Dann sollte man aber auf seine Experten hören.
„Nie dagewesene Überwachungsinfrastruktur“
Der Verordnungsentwurf verfehle grundsätzlich das Ziel, Kindesmissbrauchsdarstellungen entgegenzutreten, betonte die Informatikerin und Sprecherin des Chaos Computer Clubs, Elina Eickstädt. Dem Entwurf liege eine „krasse Überschätzung von Fähigkeiten von Technologien“, zugrunde, insbesondere was das Erkennen von unbekanntem Material angehe.
Er stelle zudem eine noch „nie dagewesenen Überwachungsinfrastruktur“ dar, sagte Eickstädt. Sie verdeutlichte, dass bei einer Fehlerrate von einem Prozent und einer Milliarde Nachrichten am Tag zehn Milliarden Falschmeldungen entstehen könnten. Durch den Entwurf werde zudem eine Ausweispflicht im Internet nötig. Weiter gab sie zu bedenken, dass Netzsperren zu „Zensurtools sondergleichen“ werden könnten.
Es geht mir hier nicht um Signal, Isaelische IT-Sicherheitsfirmen oder die Chatkontrolle. Sondern um das generelle Unverständnis von Politikern der aktuellen Generation (Merz wird dieses Jahr 70) für IT.
Wie man sich als Journalist fühlt, wenn man in so eine Chat eingeladen wird, könnt ihr euch ja mal versuchen vorzustellen ↩︎
