Warum sind die Grünen unfähig, die Chance auf dem Silbertablett zu nutzen? Konsequenzen des Irankriegs

In diesem speziellen Fall würde ja an den Flüssen Boden frei, wenn dort die Häuser nicht wieder aufgebaut würden.

Das ginge dann in Richtung „Nature Restoration Law“, für das sich die Grünen auf EU-Ebene gerade stark machen, aber vermutlich ohne Erfolg wegen der aktuellen Mehrheitsverhältnisse dort. :grimacing:

1 „Gefällt mir“

Nein, das meinte ich gar nicht - in einer vernetzten Welt gibt es nun einmal abhängigkeinten,mit denen wir elben müssen - überdies bin ich der Überzeugung, dass die Vernetzung (und damit auhc die Abhängigkeiten) mehr Vor- als Nachteile haben (was ich aber zugegeben nicht belegen kann. Der Lerneffekt ist also, dass wir es mit Abhängigkeiten zu tun habne, ich oft Vorteile haben, aber eben manchmal auch weh tun.

Sollte sich das durchsetzen, so ist das unbedingt positiv und solte daher auch von uns genutzt weren, um diesen Lerneffekt auch zu unterstützen. (Das ist denn auch die echte Chance, die in diesen Szenarien liegt).

Bei der Frage des Umweltschutzes als grünes Kernthema nützt diese Erkenntnis allerdings gar nichts!

Denn ob wir nun vom arabischen Öl (mit all seinen vielen langfristigen Nachteilen für die Ökologie dieses Planeten) oder von dem Abbau seltener Erden in China (die einerseits bei diesem Abbau ebenfalls zumindest vor Ort ebenfalls nicht zu unterschätzende ökologische Folgen mit sich bringen oder auch das Problem in sich birgt, dass der wachsender Stromhunger (ich sage nur KI) ebenfalls auf seine Weise zu einer weiteren Verschlechterung der Ökobilanz (wenn auch nicht ganz so schnell) beiträgt, ändert nichts am Hauptproblem, dass wie - egal mit welcher Technologie - mehr entnehmen als sich regeneriert.

Die Chance, von der Du da sprichst (und der durchaus wichtig ist und durchaus von den Grünen als Chance begriffen werden muss!), betrifft also einen anderen Lerneffekt als den, nicht mehr über unsere Verhältnisse zu leben - zwei völlig verschiedene Baustellen also (auch wenn der Ustig von der einen zur anderen Abhängigkeit das zweite Porblem etwas entschärft, da die regenerativen Energien überhaupt die Voraussetzungen schaffen, um überhaupt eine Chance zu bekommen, auch die zweite Frage der BEschränkung überhaupt sinnvoll diskutieren zu können.

Ich wehre mich also nicht gegen den ersten Lernprozess - ich weise nur darauf hin, dass das Kernproblem der Schieflage zwischen Regenerierung und Verbrauch - und das ist nun mal ein Kernthema der Grünen - davon nicht wirklich betroffen ist.

Es sei denn, wir geben diesen Aspekt mehr oder weniger auf, da er ohnehin (aus mehreren Gründen) unrealistisch erscheint.

Dann akzeptieren wir aber die Tatsache, dass wir weiterhin (wenn auch vielleicht etwas geringer) von den Ressourcen leben, die den Nachfolgegenerationen fehlen werden, um ein ähnlich komfortables Leben zu führen wie wir. Ich weiß nicht, ob das gut ankommt, das dem Wähler (gerade den jüngeren) so explizit zu sagen, sollten wir das in Erwägung ziehen.

Ich glaube das selbst dann nicht, wenn man den versuch unternähme, das der Jugend dadurch schmackhaft zu machen, in dem man darauf verweist (wie es @lawandorder irgendwo schon mal formuliert hat), dass es besser ist, den möglichen Krieg/Bürgerkrieg um die letzten Ressourcen erst in ein paar jahrzehnten als jetzt zu führen. Ob diess Argument tatsächlich insbesondere jüngere Wähler dauerhaft an uns bindet (so richtig die Aussage im Kern auch sein mag), wage ich zu bezweifeln.

Ich könnte das mal versuchen, bei meinen nächsten Gesprächen an einem Infostand bei der nächsten Wahl so etwas als grünes Angebot zu diskutieren (was in München etwas dauern wird, da die nächsten Landtags-, Kommunal- und Bundestagswahl noch etwas hin sind).

Das ist in manchen Bereichen so, ja.

Ich denke es macht nicht viel Sinn, wenn wir jetzt versuchen Bodenschätze für die nächsten Generationen zu sparen. Das wäre genauso sinnvoll, wie wenn Menschen vor 100 Jahren mit Kohle gespart hätten, damit wir jetzt mehr haben. (Ich rede nicht vom CO2, verwandtes aber etwas anderes Thema).

Wir haben überhaupt keine Ahnung, welche technologischen Mittel den Menschen in 100 Jahren zur Verfügung stehen werden, wahrscheinlich wird die Diskrepanz zu heute noch um ein vielfaches größer sein, als zwischen heut und vor 100 Jahren.

Deswegen nervt mich auch diese Atomendmülllagersuche nach einer Höhle, die ein Million Jahre überdauert. Eine Million Jahre!!! Gibt es dann überhaupt noch Menschen? Nur wegen irgendwelcher Halbwertszeiten (wer weiß eigentlich was das ist?) Wie vermessen.

Wir müssen schauen, dass wir heute über die Runden kommen.

Das ist natürlich richtig - und es ist tatsächlich restaunlich, welche gigantichen fortschritte “die Menschheit” in den letzten 100 jahren gemacht hat - warum dann aber überhaupt Umwelt- und Artenschutz - in hundert Jahren werden wir vielleicht in der Lage sein, jede ausgestorbene Tierart wieder zu neuem Leben zu erwecken. Das Problem mit dem Treibhauseffekt werden wir wahrscheinlich über intelligente Filtermechanismen und gezielte Albedoeffekte regulieren können, und bis dahin ist es wahrscheinlich auch möglich, künstliche Proteine so herzustellen, dass wir gar nicht mehr auf tierische und/oder planzliche Erzeugung von Nahrungsmitteln mehr anewiesen sind - etwas, das immer auch wesentliche Bestandteile von Sicnece Fictions sind. (und es gibt genügend sehr alte Sience Fiktion, die tatsächlich heute Realität sind.

Das Problem an dieser Argumentation ist, dass sie - genauso wie die “Horrorszenarien” einiger wissenschaftlicher Prognosen, die auch von bestimmten, nicht zwingend eintreffenden Parametern ausgehen, mit dem Konjunktiv belastet sind.

Was bedeutet das nun für die Frage der hier diskutierten Chancen? Schon die Begrifflichkeit sagt, dass das Ergreifen von Chancen Segen aber auch Fluch sein könnte.

So galt die Atomenergie lange Zeit als sicher (Von GAU’s im 100.000en von Jahren als statistische Betrachtung war da die Rede). Inzwischen sind wir bei 3 GAUS inerhalb von nicht einmal 100 Jahren (Harrisburg, Teschernobyl und Fukushima) - das ist dann eben “Pech gehabt”.

WIe ich oben bereits gesagt habe, ist das so lange OK, solange wir bereit sind, dieses “Pech gehabt” dann auch als eben dummerweise ein mögliches Szenario, dass wir inkauf genommen haben, zu akzeptieren.

Vor allem ist das auch hier wieder eine Frage der Zeitachse.

gIlt nur so lange, so lange wir implizit davon ausgehen, dass uns das nicht in absehbarer Zeit schon auf die Füße fällt. Wenns also wieder Erwarten schneller geht als ein- bis zweihundert Jahre, dann kommen wir vielleicht (zugegeben wieder ein Konjunktiv!) nicht mehr so lange über die Runden, als dass wir es nicht doch bereuen könnten.

Natürlich sind wir eben wegen jenes Konjunktivs vor so etwas neimals gefeit - und gerade, weil die Zukunft unbestimmt ist, müssen wir eben damit leben. Es ist nur so, dass es jedem klar sein muss, damit hinterher das Gejammer nicht groß ist.

Na ja, die (landwirtschaftliche) Nutzbarkeit von Flächen in engen, steilen Tallagen (wie im Ahrtal), in denen die Häuser, Straßen etc. bei Überschwemmungen regelmäßig besonders betroffen sind, dürfte deutlich geringer sein, als flussabwärts in breiten Tälern / Flächen, die dann für die neu zu errichtenden Gebäude etc. neu versiegelt würden. Zudem ist die Qualität der landwirtschaftlichen Böden dort in aller Regel besser als in steileren Hanglagen.
Da kannst Du also nicht einfach Quadratmeter gegen Quadratmeter aufrechnen.

In diesem Fall würde man dort vermutlich eher die Auen als Retentionräume wiederherstellen. Wenn es steil ist, könnten dort Ziegen grasen, sonst Kühe.
Neue Wohnhäuser würde man am besten immer dort bauen, wo Industriebrachen sind, also sowieso schon alles versiegelt ist.

Richtig gut fände ich es aber auch, in Deutschland mal eine klimaneutrale Vorzeigestadt auf dem Reißbrett bzw. am PC zu entwickeln und dafür einen Maisacker zu opfern.

Was ich nicht begreifen kann, warum sich Reiche und Klingbeil derzeit streiten, anstatt z.B. für die Berufspendler, die sehr viel fahren, die nachgewiesenen Kilometer bei der Pendlerpauschale anzurechnen bzw. das D-Ticket für genau diese Gruppe zum Rabattpreis im Monat anzubieten, bis sich die Lage im Nahen Osten normalisiert hat? Die Finanzierung ließe sich sozial gerecht beschließen und später konkret regeln.

Ideal wäre es doch jetzt genau, das Klimageld zu fordern. Auch darüber ließen sich die Mehrausgaben für die Ölheizung und Benzin verrechnen.

Anfänglich gab es vor ca. 8 Jahren eine Diskussion, ob an Stelle dem Handel über CO2 - Zertifikate nicht einheitlich für Alles die CO2 Steuer gelten soll und der Endverbraucher über gleichbleibende Rückzahlungen eines Klimageldes, selber regulieren kann - damit auch den Markt mit beeinflussen kann.

Heute ist er von den Unternehmen am Weltmarkt und deren Preisen abhängig und bekommt immer noch kein Klimageld. Das ist Scheiße und die braune Scheiße der AfD profitiert in Umfragen und Wahlergebnissen.

Diskutiert mit! :slightly_smiling_face:

Ich habe mal irgendwo gelesen, dass durch die Kernkraft weniger Menschen gestorben sind, als im gleichen Zeitraum in Kohleminen. Ich weiß nicht, ob das stimmt, aber es macht deutlich, dass fast jede Technik Risiken hat. Der Mensch ist bereit, hohe bekannte Risiken einzugehen, scheut aber oft minimale Risiken bei neuen Technologien.

Da stimme ich zu, den Begriff „heute“ bitte nicht zu eng auslegen.

Ja, das ist prinzipiell richtig. Trotzdem denke ich, dass wir nicht zu wenig Fläche haben für Nahrungsproduktion und flutsichere Wohngrundstücke. Vor allem, wenn wir die Betrachtung nicht auf die BRD beschränken, wir haben für Nahrungsmittel einen EU-weiten Markt. Mindestens.

„Denke“ :red_question_mark:

Nimm doch einfach mal zur Kenntnis, was

Binnen_un_ButenWissenschaft

hierzu jetzt in mehreren Beiträgen an ausführlichen Informationen eingestellt hat. :+1:
Anstatt einfach „unbeirrt“ und faktenfrei an Deiner vorgefassten Meinung und rein subjektiven Einschätzungen festzuhalten. :-1:
Immer nach dem alten schulischen Motto: „Was ich nicht übersetzen - in diesem Falle: widerlegen - kann, sehe ich als nicht vorhanden an“.

1 „Gefällt mir“

:100:
Auf den Punkt gebracht, Carsten! :+1:

Nein. schon deshalb nicht, weil auch die Minderheit (derzeit rd. 15 % der Wähler/innen - o.k., Umfragen, noch keine Wahlergebnisse), die offenbar unsere Sicht der Dinge teilen, einen „Anspruch“ auf parteipolitische Repräsentanz hat und wir sie - bei „mehrheitskonformer“ programmatischer Anpassung - politisch „heimatlos“ machen würden.

Krieg dich wieder ein mit deiner Schimpftirade. Sie ist vollkommen unangebracht und destruktiv.

Hier ein paar Zahlen (=Fakten)

Die gegenwärtige Struktur der Flächeninanspruchnahme für Siedlungs- und Verkehrszwecke zeigt zum Stichtag 31.12.2024 folgendes Bild: 14,6 % und damit 5,2 Millionen Hektar der Gesamtfläche Deutschlands wird für Siedlungs- und Verkehrszwecke in Anspruch genommen. Davon entfallen 9,5 % (3,4 Millionen Hektar) auf die Siedlungsfläche (einschließlich Bergbaubetrieb, Tagebau, Grube und Steinbruch) und 5,1 % (1,8 Millionen Hektar) auf die Verkehrsfläche.

Insgesamt umfasst die Gesamtfläche Deutschlands 35,8 Millionen Hektar. Die Fläche für Vegetation bildet mit 83,1 % den höchsten Anteil (29,7 Millionen Hektar). Diese besteht im Wesentlichen aus Flächen für Landwirtschaft mit 50,2 % (18,0 Millionen Hektar) und Waldflächen mit 29,9 % (10,7 Millionen Hektar). Im Gegensatz dazu sind lediglich 2,3 % der bundesdeutschen Fläche mit Gewässern (0,8 Millionen Hektar) bedeckt.

Also knapp 10% der Gesamtfläche ist Siedlungsgebiet, knapp die Hälfte ist für Landwirtschaft reserviert. Wenn davon ein paar wenige Prozent in evtl. etwas minderwertigeres (was noch zu belegen wäre, Fakten bitte) Flutgebiet umgewandelt werden, werden wir nicht verhungern.

Bitte schon:
Die Halbwertszeit ist die Zeitspanne, in der sich eine Menge (radioaktive Substanz, Wirkstoff) exponentiell auf die Hälfte des Ausgangswerts reduziert. Sie ist eine feste Stoffeigenschaft, unabhängig von der Anfangsmenge. Nach einer weiteren Halbwertszeit ist noch ein Viertel, dann ein Achtel (1/2, 1/4, 1/8 …) vorhanden.

2 „Gefällt mir“

Dazu hat Carsten das Notwendige schon gesagt - Du „verhinderst“ nicht, Du verzögerst nur.

Ich habe ja grundsätzlich nichts gegen das Mitregieren.
Vielleicht liegt unser Dissenz eher zeitlich im Vorfeld des Mitregierens.

Du möchtest offenbar mit „pragmatischer“ Anpassung unserer inhaltlichen Aussagen an aktuelle Mehrheitsströmungen möglichst viele Wähler (auch solche, die den Ernst der Lage noch nicht begriffen haben oder begreifen wollen) für uns gewinnen.
Um mit dieser Machtposition dann was zu machen?
Mehr und härteren Klimaschutz als vor der Wahl angekündigt?
Oder halt nur so viel, wie der jeweiligen Mehrheit noch „zuzumuten“ und in unseren Wahlaussagen angekündigt („angedroht“) worden ist? Und das dann als auch nach grünen Vorstellungen „hinreichend“ zu bezeichnen?

Ich möchte mich inhaltlich nicht verbiegen und programmatisch gegen die Erkenntnisse positionieren, die ich bei Zugrundelegung der ganz überwiegenden wissenschaftlichen Vorhersagen für zutreffend halte.
Ich wäre dann allerdings auch bereit, mit den damit zu erzielenden Mandaten (wahrscheinlich weniger, als bei Deiner Methode, derzeit, wie gesagt, so rd. 15 %) ggfs. in Koalitionen einzutreten, in denen angesichts der begrenzten Bereitschaft der Koalitionspartner (deutlich) weniger als das objektiv Notwendige beschlossen und umgesetzt werden könnte. Ich würde das dann aber auch offen benennen und die Verantwortlichkeiten (glas)klar stellen.
Natürlich gäbe es Grenzen: Als bloße umwelt- und klimapolitische „Badehose“ zur notdürftigsten Bedeckung der allergrößten Versäumnisse einer Regierung sollten wir uns dann doch nicht hergeben.
Dann gilt halt der alte Satz „dann macht doch Euren Scheiß alleine“.
Wann und wo dieser Punkt erreicht wäre, wird vermutlich im Detail auch innerhalb der Grünen immer umstritten sein.
„Meine“ Methode verhindert jedenfalls, dass wir Grünen inhaltlich unglaubwürdig werden und dann, wenn sich - wie jetzt - durch aktuelle Ereignisse oder durch die fortschreitende Verschärfung der Klimakatastrophe (ja, nicht nur -krise, eine Krise geht auch wieder vorbei) politische Bewertungen in unsere Richtung verschieben, uns anhören müssen, „ach, plötzlich fordert ihr mehr, vorher habt ihr das doch auch entspannter dargestellt“.
Politische Glaubwürdigkeit ist ein hohes Gut, vielleicht das höchste für Parteien.

1 „Gefällt mir“

Das kann leider auch nicht die Lösung sein, das sieht man gerade in der EU. Dort werden gerade in einer Legislaturperiode alle halbwegs grünen Errungenschaften abgewickelt, die in vielen Jahren erreicht wurden, weil die Mehrheitsverhältnisse so sind wie sie jetzt sind.

Wenn wir diese Wähler auch noch verlieren würden, wäre es allerdings ganz schlecht für die Grünen. :thinking:

Na ja, was heißt „auch noch“?
Viel mehr Wählerzuspruch hatten wir - von vorübergehenden, punktuellen, regionalen Ausnahmen mal abgesehen - bundesweit eigentlich noch nie.
Natürlich dürfen wir deren Zustimmung nicht riskieren (zu einem bestimmten Anteil hatten wir sie ja schon v.a. an die Linke oder diverse Kleinparteien - Volt - verloren. Jetzt haben wir die Chance, sie von dort zurück zu gewinnen).
Eine Erweiterung unseres Wählerzuspruchs („in die Mitte“ / „nach rechts“ ? - ob dieses hergebrachte Links-Rechts-Schema für die Einordnung von Klimaschutzfragen überhaupt taugt, frage ich mich schon seit Längerem) wird nur in dem Tempo und Umfang gelingen, wie die Erkenntnis der realen Situation dort allmählich einsickert bzw. hinein getragen werden kann.
Und dann muss aus der Unausweichlichkeit der Erkenntnis auch noch die Bereitschaft erwachsen, daraus auch persönlich vielleicht oder sogar wahrscheinlich als unangenehm, ja schmerzlich empfundene Konsequenzen zu ziehen, mindestens hinzunehmen.
Da soll es dann eine ganze Reihe von psychologisch begründeten Widerständen geben, sagen die einschlägigen Fachleute. Kann ich mangels eigener Kenntnis nicht wirklich beurteilen.
Ich kann nur auf die rationale Erkenntnisfähigkeit der Menschen vertrauen. Wer einen anderen Weg, eine „Abkürzung“ zum Ziel weiß, zu kennen meint, soll sich gerne melden.

Ja. leider. Daran können wir in der Tat jetzt nichts ändern

Genau!

Völlig falsch wäre es - jedenfalls nach meinem Verständnis - aber, uns jetzt an der Rückabwicklung zu beteiligen, mit dem Ziel. dabei wenigstens etwas zu „bremsen“, das „Schlimmste zu verhindern“.

„Vorwärts immer“ (notfalls halt auch zu langsam) aber „rückwärts nimmer“ - jedenfalls nicht mit unserer aktiven Mitwirkung.
Dann eben, verdammt noch mal,

Oder, wie ein Politiker, dessen Namen ich vergessen, einmal sagte: „Besser gar nicht regieren als schlecht regieren“

Die Klimakrise ist den meisten in Europa sehr bewusst, und sie befürworten entsprechende Politik. Die Widerstände, von denen Fachleute reden, spielen innerhalb von Europa und sogar weltweit nicht mehr die große Rolle.

Es ist mehr eine Frage, wie Klimapolitik umgesetzt wird. Viele Menschen erleben, wie ihr finanzieller Spielraum sehr klein geworden ist, Stichwort affordability crisis. In Deutschland wird das unter verschiedenen Aspekten diskutiert (Wohnraum, Lebensmittel, Sprit..), aber das zusammenwirken dieser Verteuerungen macht ein übles Gemisch und hat den finanziellen Spielraum vieler längst aufgefressen. Bei den unangenehmen und schmerzlichen Zuständen ist man längst angekommen.

Wir reden hier von etwa 40% der Bevölkerung. Wenn deren Belange nicht berücksichtigt werden, macht man schlechte Politik.

1 „Gefällt mir“

Lindner hieß der gute Mann. Und wo er recht hatte, hat er recht.
Und das mit dem „schlecht regieren“ ist der FDP in der Ampel ja auch wirklich nicht gut bekommen. Dort hat sie - jedenfalls nach Auffassung ihrer Stammwähler - nicht nur zu viele Kompromisse (Abstriche von ihren eigenen Kernforderungen) gemacht, sondern grundsätzlich in der falschen Koalition (rot-grün-gelb) agiert.
Für das Überleben der FDP wäre „Jamaika“ (schwarz-grün-gelb) besser (erforderlich) gewesen. Da hätte sie dann im starken Wirtschaftsflügel der Union ihren „Echoraum“ und Rückhalt gefunden. Und uns Grüne mit Hilfe der Union „schreddern“ können.

Vielleicht wären wir dann bei einer Neuwahl aus dem BT geflogen, jedenfalls deutlich stärker gerupft worden, als nach dem Ampel-Aus.
Ich brauche wohl nicht zu betonen, dass ich nicht gerade unglücklich darüber bin, dass wir Grünen der „Jamaika“-Falle entkommen sind und nicht das FDP-Schicksal erlitten haben.
Auch wenn uns einige hier immer wieder in eine Koalition mit der Union reden oder schreiben wollen …

1 „Gefällt mir“