Typo:
Seite 2 „sich sich“
S. 3: "Verlust von Verlusts "
„Pflanzenbau“ ist das nicht eher Pflanzenanbau?
„Qualitativ bedeutet:“ Du erklärst hier, was Du gar nicht benutzt hast
S. 5: „werden als Betroffene als Experten wahrgenommen“ hä?
„Thema zu Tema“
Danke.
Es heißt tatsächlich Pflanzenbau. Ist mir bisher nicht aufgefallen, dass es seltsam klingt.
Den Rest sehe ich an.
Qualitativ soll bedeuten, dass ich nicht in die Schlacht der Zahlen einsteige.
Das führt zu weit, zu erklären, warum die Zahlen nicht stimmen.
Meistens.
Die Veganer auf Twitter haben mich jetzt alle blockiert.
Schade eigentlich.
Betroffene sind hier die Veganer mit ihrem umfangreichen Halbwissen
Liebe @Dagmar.
Ich brauche mal deinen Rat.
Ich bin ja in ein paar sozialen Netzwerken unterwegs, um die letzten Daten für den Text zu sammeln.
Ich wußte natürlich, dass es schwer ist, die Leute vom Massentier wegzubekommen. Aber ich dachte, es sei durchaus möglich.
Aber das ist es nicht.
Nach 3-4 Beiträgen kommt wieder das Leid, die Qual, die Gefangenschaft etc.
Jetzt mache ich mir doch Gedanken, ob das vielleicht so etwas wie Übertragungen sind?
Der eigene Jammer wird projiziert auf das gequälte Tier; das „Glück“ von Weidetieren ist nicht wahrnehmbar.
Ich habe mal empfohlen, mal in einer Weidelandschaft spazieren zu gehen, aber das am nicht gut an.
Es ist ja nicht real, dass ein Tier in artgerechter Haltung leidet. Schafe auf dem Deich haben kilometerweit fast keinen Zaun.
Nehmen wir an, es ginge ihnen gut.
Warum bleibt der Mensch dabei, Leid zu sehen?
Auch vor dem Hintergrund, dass Haustiere in Laienhand ja auch nicht immer das beste Los in der Lotterie der artgerechtn Haltung gezogen haben.
Was kann man da psycholgisch zu sagen?
Danke,
Svenja
Menschen leben heute durchaus meist nicht artgerecht, aber das ist wohl den wenigsten bewusst.
Ich glaube, die Reaktionen in den sozialen Medien, die du beschreibst, sind eher auf eine bestimmte Population zurückzuführen als auf eigenes Leiden, da es sich eher nicht um diejenigen handelt, die an der modernen Lebensweise am meisten leiden.
Kritik an der Massentierhaltung ist in dieser Population besonders präsent, da sie in dieser Richtung gut informiert sind. Die Assoziation von Tierhaltung mit Massentierhaltung und Leid ist besonders fest verankert, und es würde kognitive Anstrengung erfordern, sich die verschiedenen Haltungsformen zu gegenwärtigen.
Auch ist eine kritische Grundhaltung gegenüber Bauern als Tierhaltern in ihren Werten fest verankert und stützt den Selbstwert durch aktives Bekennen zu den speziellen Gruppennormen.
Ich denke, das Wiederholen von Argumenten der Massentierhaltung in diesem Zusammenhang ist hauptsächlich Ausdruck von kognitiver Bequemlichkeit, sprich: Denkfaulheit, und von Selbstbestätigung.
Btw, ich habe deine Argumentation als hilfreich empfunden, um die Materie besser zu verstehen, und inzwischen auch mal die eine oder andere Dokumentation zum Thema gefunden, die das Thema gut aufgegriffen hat.
Vielleicht wäre es ein Weg, sich zu überlegen, wer als Ansprechpartner bzw Zielgruppe am besten erreichbar wäre. Überzeugte Veganer wahrscheinlich nicht, aber Leute, die umweltbewusst handeln wollen, aber nicht so extrem sind.
Diese Zielgruppe ist in den sozialen Medien möglicherweise nicht ganz so präsent, sondern eher durch die klassischen Medien erreichbar.
Genau. „Der Veganer“ ist nicht die Zielgruppe. Eher Leute wie du, die durchaus interessiert rumblättern und nichts zu verlieren haben, wenn sie weitere Informationen erhalten.
Ich hänge mal die Datei an. Sie ist mittlerweile etwas besser sortiert.
Klaro vegan.pdf (867,1 KB)
Das ist jetzt der Mittelteil. Langsam sind die Redundanzen reduziert, aber der Rote Faden ist noch nicht fertig.
Inzwischen hat wohl jede*r von uns Veganer*innen im Freundeskreis und muss für nicht-vegane Lebensweise gute Argumente haben.
Mein überzeugendstes Argument ist, dass irgendwer die Lebensmittel aus tiergerechter Haltung kaufen muss, sonst bleiben (bei Verringerung des Tierbestands) am Ende nur die Äcker (für die Veganer*innen) und die Massentiere (für die, die wenig für Fleisch und Milchprodukte ausgeben möchten) übrig.
Tut mir Leid, dass ich den Text immer noch nicht gelesen habe. Ich hatte ja lange darauf gehofft, weißt du ja, aber im Moment kriege ich es einfach nicht hin, mich faktencheckmäßig mit dem Thema zu beschäftigen.
Nein, musst du noch nicht lesen. Er ist ja noch im Bau.
Nur fpr Dagmar, falls sie ihn überfliegen will.
Wenn ers zumutbar ist, sage ich Bescheid. Ist mehr als ich dachte.
Ich peile Ende Oktober an, dann mache ich in den Herbstferien weiter.
Hallo Svenja,
ich bin endlich dazu gekommen deinen Text herunterzuladen und freue mich auf die Lektüre. Als erstes habe ich mal den Titel dieses Themas geändert. Den der Titel deines Dokuments gefällt mir sehr gut!
Ich melde mich dann nach der Lektüre wieder.
Wie wäre es mit den Vegetariern?
Die sind nicht ideologisch verbohrt, Tierhaltung können sie nicht ablehnen, aber Bodengesundheit und Tierwohl sollten ihnen am Herzen liegen.
@Dagmar : meine Empfehlung: Greg Judy auf YouTube gucken. 110% authentisch, eher geringe Informationsdichte, aber sehr entspannend. Also täglich vorm Zubettgehen 10 Minuten. Das ist häufig so ähnlich wie Schäfchenzählen, nur mit Kühen ![]()
Ich verstehe kein Wort, aber die glücklichen Kühe mit Hintergrundkommentar wirken beruhigend wie Bob Ross.
Und mein Bruder wird die Hütehunde lieben, ich empfehle sie weiter ![]()
Oh, da gibt es vermutlich auch welche.
Aber verbohrt ist natürlich hinderlich. Deshalb habe ich den Veganer auch übertrieben definiert.
Ich habe neulich gelesen, dass einer Veganer geworden ist, weil ihm einfach erschien.
Das sind Schutzhunde (gegen Koyoten und andere Feinde. Fremde Menschen sollten denen nicht zu nahe kommen). Die Schafe werden vom hot wire ‚gehütet‘.
In der Schweiz sind die Gebiete in den Karten eingetragen und Botaniker trauen sich nicht hin.
Hallo @Binnen_un_Buten, ich habe die letzen zwei Tage in deinem Text gelesen. Zunächst: Aus dem Text spricht eine sehr große Menge Frust. Ich kann verstehen, warum du diese Dialoge gesammelt hast.
Aber es ist zu viel. Der Kern geht meiner Ansicht nach verloren durch die vielen Anekdoten und Beispiele.
Statt also auf einzelne Passagen einzugehen, lass uns doch mal ein Gedankenexperiment machen: Nehmen wir an unsere Gesellschaft würde im Prinzip ähnlich sein wie heute, aber niemand würde mehr Fleisch oder tierische Produkte konsumieren. Wir bauen Pflanzen an und essen diese.
Und die Tiere? Wer sollte dann (abgesehen von Hunde, Katzen und Hamstern) noch Tiere halten? Kühe, Schafe, Hühner und andere heutige Nutztiere müsste man ja konsequent freilassen oder?
Was passiert dann? Das gleiche wie in „Oostvaardersplassen“ nur in groß?
Wenn wir keine Kühe, Schweine, Wildschweine, Hirsche, Rehe, Hasen, usw. mehr essen, wer macht es dann? Wie viele Wölfe und Luchse und Bären müssten wir in Deutschland ansiedeln, um die Wildpopulationen in Schach zu halten? Wie sieht es mit der Konkurrenz zwischen unserem veganen Nutzpflanzenanbau und diese Tieren dann aus?
Auf diese Fragen hätte ich gern mal einen Antwort.
Danke für die Rückmeldung.
Ja, es muss noch sehr viel eingedampft werden, ehe es lesbar ist. Im Moment bin ich schon froh, wenn die Dubletten einigermaßen weg sind und die Themen zusammenpassen. Ist noch viel zu tun.
Gute Idee mit dem Gedankenexperiment.
Zu den Tieren: Recht einfach. Es gibt die Megaherbivorentheorie, die besagt, dass Graser (Herbivoren, also das Gegenteil von Carnivoren) die sogenannte halboffene Weidelandschaft schaffen.
Im Übrigen die Landschaft, die bei Befragungen immer die höchsten Bewertungen in Bezug auf Schönheit bekommt. Das wird an der WSL erforscht, wo ich mal gearbeitet habe. Ich suche gleich mal Links zu beiden Gebieten.
Ohne Räuber fressen die allerdings alles kahl, so dass sich kaum noch was verstecken kann. Pflanzen nicht vor Verbiß und Tiere nicht vor Räubern.
Es gibt das sogenannte Wunder vom Yellowstone, wo die Artenvielfalt dramatisch angestiegen ist, nachdem Wölfe zurückgekehrt waren. Die Graser mussten sich verstecken und es gab Raum für viele andere Lebewesen.
Das sind halt extrem ursprüngliche Gleichgewichte.
Zum Freilassen habe ich ja was geschrieben. Freiheit ist kein Ponyschlecken und bedeutet nicht, dass man die Welt durchwandern kann. Es gibt Reviere, Fressfeinde, Dürren, Gifte (auch natürliche), Artgenossen im Konkurenzkampf um Weibchen, Wasser, Ressourcen.
Nutztiere sind oft mehr oder weniger extrem an den Menschen angepaßt und alleine gar nicht lebensfähig. Sie sind eben domestiziert. Und die Domestikation ging gar nicht immer vom Menschen aus, wenn ich es recht im Kopf habe. Ich meine, das Schaf war als erstes da und hat sich dem Menschen angeschlossen (Abgesehen vom Hund. Beim Hopfen weiß man übrigens gar nicht mehr, wo der ursprünglich herkommt, so lange schleppt der Mensch den schon rum, bzw.folgt der Hopfen dem Menschen in die Saumbiotope (also Grenzbiotope zwischen zwei Lebensräumen, z.B. Wald und Wiese, jeweils SEHR artenreiche Lebensräume, weil dort eben Arten aus drei Lebensräumen leben können).
Das Ding in Holland muss ich noch mal lesen, ich habe im Kopf, dass das total überweidet ist. Genau. Keine Räuber und keine Möglichkeit, wegzuwandern. Echte Tierquälerei in meinen Augen. Hier in SH gab es auch sowas. Tödlicher Naturschutz: NABU lässt Konik-Pferde verhungern
Extrem unprofessionelle „Tierliebe“ oft und hier ein Fehler, des Pächters, dem Landwirt zu vertrauen, wenn ich es recht entsinne.
Wie viel „wir“ ansiedeln müssten, ist wohl verschieden. Die Beziehungen werden durch die Volterra-Regeln beschrieben. Viel Beute = viele Räuber, dann brechen die Populationen der Beute zusmmen und die Zahl der Räuber fällt. Ist echt kein Spaß, wenn man dann seine eigenen Kinder verhungern lassen muss, weil die Beute gerade auf Minimum ist.
Nun zu dem Szenario ohne Tiere.
Jeder, der mal einen Rasen hat aufwachsen sehen, weiß vermutlich, was geschieht. Das Zeug wächst, kippt beim ersten Regen um und bildet nach ein paar Wochen eine Matsche
Das ist doch das Prinzip auf das ich hinaus will: Das Gebiet ist überweidet, weil die Tiere dort keine Feinde haben. Also vermehren Sie sich, bis Sie nix mehr zu fressen haben. Und die Tierschützer kommen dann und wollen sie „retten“ in dem man Sie füttert.
Also in letzter Konsequenz: Wir essen keine Tiere mehr, aber damit die Groß-Tiere überleben können müssen wir verschiedene andere Raubtiere wieder ansiedeln, damit diese die Tiere statt uns fressen? Und was passiert dann beim zweiten Kleinkind, das im Wald vom einem Wolf gebissen wird?