Uranbergbau in Kanada - ein lohnendes Investment?

Ups, da habe ich ein “ein” zuviel geschieben. Das korrigiere ich sofort. Dann schreibe ich weiter.

Natürlich ist das nicht sinnvoll.
Die Gesetze sind so zu gestalten, dass das Erwünschte mehr Gewinn abwirft als das Unerwünschte.

Auch auf die Gefahr hin, dass insgesamt weniger Gewinne abgeworfen werden.
Das ist zwar im ersten Moment nicht erfreulich, aber dafür sind dann später hoffentlich auch weniger Schäden zu beklagen und (von der Allgemeinheit?) zu bezahlen.

Naja, wie mit allen Dingen, die sich früher oder später (oder bereits) in Gesetze gießen lassen, geht das - entsprechende Mehrheiten vorausgesetzt - natürlich schon (wenn auch nicht mit Augen zumachen).

Es ist also schon die Frage, ob es hier eine Regulierung braucht (die Position kann man durchaus vertreten) und ob Mehrheiten für eine solche Regulierung (wie auch immer die dann aussieht) realistisch sind.

Über ersteres lässt sich trefflich streiten - letzteres halte ich persönlich in diesem Fall eher für unwahrscheinlich.

Dabei ist es nicht falsch, das ein Gesetz - auch?! - von einem gewissen Moralverständnis angetrieben wird.

Selbst dann, wenn es juristisch betrachtet keine “Gerechtigkeit” (als voweg genommenes moralisches Urteil) gibt, sondern nur Gesetze und Urteile im Sinne Ursache und Wirkung.

Da kennst du aber das Finanzamt schlecht….da wäre sofort eine Stellungnahme fällig (wegen fehlender Gewinnerzielungsabsicht):slightly_smiling_face:

Nein, aber Regeln vorschlagen darf ich.

Das Moralverständnis sehe ich da mehr so als eine Art Werkzeug, um gute Gesetze zu machen.

Am Ende würde es sich rechnen, es bei der Gesetzgebung mit einzubeziehen, durch weniger Umweltschäden, die sponst ggf. von der Allgemeinheit getragen werden müssen, und durch eine höhere Motivation der einfachen Leute.

Woher kommt dieser naive Regelglaube?
Wir haben globale Märkte, wer soll diese Gesetze erlassen und vor allem durchsetzen?
Schon Deine passivische Formulierung („sind so zu gestalten“) deutet darauf hin, dass Du auch nicht weiß, wer es tun soll.

Schlag doch zB mal eine Regelung vor, durch die Uranabbau weltweit nicht mehr lukrativ wird.
Sage mir, wer die Regel erlässt, wie sie wirkt und wer sie durchsetzt.

ja klar, darüber kann man reden.
Aber die Frage, ob es rücksichtlose Produktionsmethoden „sinnvoll“ sind, ist völlig daneben.
Der Versuch, Fakten in sinnvolle und nicht-sinnvolle zu unterteilen, gleist die Sache schon falsch auf.
Natürlich lässt sich mit Regelverstößen und unappettitlichen Produkten häufig gut Geld verdienen.
Die richtige Frage ist: soll und vor allem kann man das ändern?
Wenn man das nicht kann, wirkt die Forderung danach, dass es irgendwer tun soll (die Regierung, die EU) doch sehr hohl.

Eigentlich immer der, der es kann, weil er in der entsprechenden Position ist.

Beim Uranbergbau könnte zum Beispiel die kanadische Regierung strengere Auflagen beschließen, und dann würde er sich dort vielleicht nicht mehr lohnen.

Bei uns in Deutschland haben die Sowjets den Uranbergbau im Zuge der Wiedervereinigung beendet. Das wird die Bundesregierung damals vermutlich so gefordert haben, aber ich bin mir nicht sicher.

Zitat daraus:
“Mit dem Ende der DDR wurde 1990 auch die Beendigung des intensiven Uranerzbergbaus in Sachsen und Thüringen beschlossen. Im Mai 1991 einigten sich die Sowjetunion und die Bundesrepublik Deutschland auf ein Abkommen zur Stilllegung der SDAG Wismut. Diese ging nun vollständig in den Besitz der Bundesrepublik über.
Es war die Geburtsstunde der Wismut GmbH, einem staatlichen Sanierungsunternehmen, beauftragt mit der Sanierung der großflächig radioaktiv kontaminierten Wismut-Altlasten. Die vom Bergbau beanspruchten Flächen sollen wieder nutzbar gemacht sowie Mensch und Natur eine gesunde Umwelt zurückzugeben werden. Die Langzeitfolgen des intensiven Uranabbaus beschäftigen die Menschen noch heute und stellen eine der umfangreichsten ökologischen und wirtschaftlichen Herausforderungen dieser Regionen dar.”

Das dürfte bei jedem Bergbau so sein.

Wenn ich z.B. den Harz mit dem Erzgebirge vergleiche, sind die Schäden im Erzgebirge größer. Bergbau ist nicht gleich Bergbau.

dann halt anderswo, in Kasachstan, Australien, Namibia, Russland Usbekistan, was weiß ich.
Das ist doch die Krux, nationale Verbote verschieben das Problem nur in andere Länder.

Fassen wir also zusammen:
Die Nachfrage nach Uranerz scheint weltweit ungebrochen hoch zu sein, so hoch dass auch große Opfer dafür gebracht werden.

keine Ahnung, was Du da zusammenfasst

(nur einmal kurz das Thema für die Liste “aktuelle Themen” nach oben geschubst - hatte einige Wartungsabeiten im Forum)

und nochmal nach oben geschoben