Thema Juni : Krisen sind Chancen: "Germany is Suddenly Becoming INSANELY Powerful Again"

hier könnte man wieder sagen dass UK nicht zur EU gehört.
danke jedenfalls für das aufdröseln der zahlen.
die 90% sind also deutlich übertrieben oder bestensfalls unerklärlich. dh man muss mit den zahlen des autors vorsichtig umgehen.

mE ist der Grundgedanke damit aber nicht tot.
Kompensation der autoindustrie durch rüstungsindustrie + Sicherheitsgewinn.
gegenüber UK haben wir den vorteil, teil der EU zu sein.
und man müsste den grundgedanken mE ohnehin auf die europäische ebene hieven, siehe eingangsbeitrag.

sicherheitspolitisch ist es nicht soo wichtig, ob die waffen aus D kommen. es sei denn LePen oder Farage regieren demnächst…
Das ist vielleicht das größte risiko für den plan: dass die EU/europa mehrheitlich von den rechtsnationalen regiert wird.
aber dann scheitert jeder vernünftige plan.

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Ja, das sehe ich auch so.

Du hast mich gestern mitten in der Nacht um einen Vorschlag gebeten, ihn anschließend kritisiert als ich schon geschlafen habe. Was erwarstest du eigentlich, wie schnell ich auf deine destruktive Kritik immer reagieren soll? Stell dir mal vor, es gibt Leute, die zwischendurch auch noch arbeiten müssen.

In Bezug auf die Rüstung würde es bedeuten, dass die von der NATO geforderten 5% genug sind, um weiterhin Mitglied der NATO bleiben zu können.

In Bezug auf den Sozialstaat werden wir uns wohl stärker privat gegenseitig helfen müssen, z.B. innerhalb der Familie oder der Nachbarschaft.

Unser Verbleib in der NATO stand nie zur Debatte, egal ob 2% oder 5%. Aber der Verbleib der USA in der NATO ist nicht gesichert. Und wenn die rausgehen, könnten schlimmstenfalls auch die 5% nicht reichen.

Naja, dagegen aber Welten dazwischen…

Wir sind uns erst einmal einig, dass wir für unsere Vertiedigung Rüstung brauchen - idealerweise aus eigener Produktion…

Der 2te Punkt ist dann wie wir die Staatsquote bei der Rüstung runter kriegen - da sagst Du (bzw. das Video), dass wir das dadurch lösen können, indem wir einfach Rüstungsüberschuss produzieren, den wir dann „in die weite Welt“ verkaufen (klingt ein wenig "ideologisch, also sagen wir „exportieren“).

Was dabei klar ist (das habennwir auch schon bei unseren Exporten in der Vergangenheit gesehen (z.B. in die Türkei), dass wir dabei die Verantwortung, wofür diese Rüstungsgüter verwendet werden, so gut wie aufgeben. Von der Verantwortlichkeit ist das im ersten Schritt kein soooo großes Problem, da wir mit dem Verkauf die Verantwortung für den Gebrauch weitgehend abgeben.

In der Vergangenheit war es auch noch so, dass wir zumindest ein Gremium haben, dass das Risiko zumindest bewertet, ob das Land, in der wir das exportieren, aktuell einigermaßen unseren „Wertevorstellungen“ entspricht (wobei wir da mit der Türkei in der Vergangenheit auch so ein zumindest fragwürdiges Beispiel aufzählen können).

Es würde also durch solche verstärkten Exporte nichts dramatisch neues passieren, außer, dass die Zahl der Anträge auf Export deutlich zunehmen wird.

„Ungehemmter“ Export in beliebige Länder ist wahrscheinlich keine gute Idee - zu sehr würden eigene strategische Interessen dabei riskiert werden.

Die Steigerung der Rüstung könnte also in bestimmten Grenzen durchaus legitim und wirtschaftlich sinnvoll sein.

Allerdings sollte man sich nicht täuschen - wir verschieben damit nur Abhängigkeiten, in dem wir den Export auf eine andere Industrie verlagern - ein Argument für weniger Abhängigkeit (ausser der eigenen - die Staatskasse belastende - Verteidigung) ist das also nicht unbedingt.

Das ist dann ein Problem, wenn man das zu sehr als (evtl. noch dazu einziges (?!) „Allheilmittel“ propagiert. die Alternative, nur noch Kartoffeln zu essen und den Gürtel auf Magersucht (zugegeben, auch etwas überzogen :sweat_smile: zu stellen, könnte dabei so ein rhetorischen Versuch sein :wink:

Der amerikanische Kongress würde so schnell einen Austritt der USA aus der Nato vermutlich nicht billigen.

Bei Dir werde ich das Gefühl nicht los, Wladimir Putin in Moskau muss nur seine Stimme erheben, und Du beginnst im Hamsterrad der Angst vor Russland dich noch schneller zu drehen.

Das Gegenteil ist wichtig. Russland zeigt vermutlich nur nach Außen eine Fassade, die Überlegenheit ausdrücken soll. Es bleibt Spekulation. Doch ich entnehme z.B.. neuesten Äußerungen Putins, die das letztjährige Treffen mit Trump und die Zusammenkunft in Anchorage betreffen, dass sich Putin an Trump heran schmeißt, weil ihn der kürzliche Brief von Selenskyj unter Druck setzt. Putin ist es nicht nur aus Gründen in Verbindung mit der Frontline (das auch) sondern insbesondere auf Grund der Beteiligung der USA in einem Abkommen wichtig, dass die ihn nicht vollkommen wieder alleine lassen, wie das unter Joe Biden gewesen war - und Trump hatte das Verlangen im Brief Selenskyjs nach einem Treffen Putins mit Selenskyj begrüßt, was Putin nicht in dieser Phase schmeckt.

Das zeigt diese Quelle: Russischer Angriffskrieg - Präsident Putin schlägt Abkommen über Ukraine vor - Präsident Selenskyj reagiert mit Brief

Präsident Putin schlägt Abkommen über Ukraine vor – Präsident Selenskyj reagiert mit Brief
Der russische Präsident Putin hat ein Friedensabkommen mit der Ukraine durch Vermittlung von US-Präsident Trump als möglich bezeichnet.

Meine Idee eines Nato-Doppelbeschlusses wäre gerade zu ideal in dieser Lage - Starmer, Macron und Merz treffen Selenskyj am Sonntag. Und es passt auch zum Thread, Krisen sind Chancen.

Ich sehe das nicht so. Die Diskussion einer deutschen Führungsrolle in der Rüstungsindustrie ist unnötig. Es würde um stärkere Kooperation innerhalb der Rüstung auf Europa bezogen gehen. Deutschlands Alleingänge sind nicht beliebt. Einige Zahlen können nicht Auskunft über subjektiv und objektiv qualitative Investitionen der Rüstung aus Deutschland für Europa alleine liefern.

Du widerlegst alles was im Video preisgegeben wurde und ziehst die richtigen Schlüsse

  • aber dann knickst Du gegenüber @lawandorder wieder ein, warum?

Das ist Angstmacherei.

Und das von jemand, der die Partei die Linke unlängst (anderer Thread zum Thema politische Kompetenz) als die Partei genannt hatte, die Lösungen für unsere heutigen Probleme parat hätte. An deiner Aussage erkenne ich, wie willkürlich und unattraktiv für den Bürger heute Politik ist.

Die Linken wären links, wenn sie sich mit der SPD zusammenschließen würden - zumindest mit Hinblick auf den Bürger wäre das ein nachhaltiger Ansatz. Vorschläge der Partei die Linke benötigen oft einen tragfähigen Ansatz - können jedoch Impulse setzen.

Das ist ein künstliches Gebilde, welches genauso falsch ist, wie das Versprechen des Kommunismus, er könne die Gesellschaft befreien. Bei der Aussage steckt im Kern schon der Totalitarismus. Die inneren Bedenken sind Dir doch zuwider. Das ist heuchlerisch.

und jetzt kommt ein link zum BUND und ein Satz zum 5% Ziel, der völlig am Thema vorbeigeht.
es geht nicht um unsere staatsquote in der rüstung sondern um rüstungsexporte.
im übrigen werden
„Gemeinschaftsgärten und Repair-Cafés“ unsere wirtschaft sicher nicht retten.
Das ist naives wunschdenken

ja, aber das ist in gewissem umfang unvermeidbar, wenn man vom export profitieren möchte. jeder verkäufer ist von den käufern abhängig. wenn meine drei größten mandanten morgen kündigen bin ich arbeitslos.
muss ich halt neue suchen. und dafür sorgen, dass ich vielleicht fünf grosse kunden habe, nicht nur drei.
gerade wenn die EU Staaten alle bei uns rüstungsgüter kaufen würden, wäre das schon mal eine gute streuung

Du verwechselst Vorsicht und Vorbeugung mit Angst.

Seit wann schert sich Trump um den Kongress? Ein formaler Austritt ist auch gar nicht nötig, um die Beistandsverpflichtung obsolet zu machen.

Ja, das ist mir klar, aber nicht allen anderen hier, die das Video nicht angesehen haben.

Es geht darum, ob wir unseren Lebensstandard entweder senken oder voll auf Rüstungsindustrie setzen, um ihn halten zu können, und ich bin für Ersteres.

Natürlich müssen wir uns verteidigen können, aber wir müssen es auch nicht übertreiben und künstlich Ängste schüren.

Nicht vom Überkonsum und Wettbewerb abhängig zu sein, und sich stattdessen gegenseitig in der Zivilgesellschaft zu helfen, ist übrigens auch eine Form von Resilienz.

So wird es suggeriert - um eine Lebensstandardsenkung werden wir ohnehin nicht herumkommen - die Frage ist nur, wie hoch dieser ausfällt, und wie groß der Widerstand ausfällt…

Das Problem dieses Satzes (nicht nur in Bezug auf Rüstung) ist an dieser Stelle, wann eine Angst noch realistisch ist - eine überaus schwierige Frage - gerade in Bezug auf Sicherheit, weil viele Infos uns dafür fehlen. Ich habe weder Geheimdienstinformationen aus Putins engstem Kreis dazu (übrigens wie auch diejenigen, die die Gefahr als viel kleiner einstufen :thinking: . Aber es geht schon damit los, dass ich viel zu wenig über die russische (oder auch die chinesische Kultur (und streng genommen noch nicht einmal über die US-amerikanische Kultur weiß, um bewerten zu können, wie groß die aktuelle Gefahr ist…

Ich habe mich mal mit einem Ökonomen unterhalten, was wohl passieren würde, wenn jeder von uns so wenig konsumiert wie ich (und dabei lebe ich immernoch im Überfluss!). So viele Panzer können wir gar nicht verkaufen.

Wenn es die geschätzten 900.000 Autos allein in München nicht mehr gäbe - wie viele Panzer müsste man dafür verkaufen? Und das sind nur die (überflüssigen?!) Autos.

900.000 Drohnen statt 900.000 Autos?

Der Preis käme in etwa hin.

„Die Geran-Drohnen werden kostengünstig produziert, für 20.000 bis 50.000 US-Dollar pro Stück“ Billigdrohnen: Putins neue Angriffs-Taktik lähmt die Ukraine | STERN.de

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Da hast Du allerdings einen Punkt. Europa müsste politisch in die Offensive. Mal sehen was morgen beim Treffen mit Selenskyj herauskommen wird.

Eine internationale Friedensordnung nach dieser Intention…

Dem damaligen russischen Präsidenten Dmitri Medwedew zufolge sollte der Raketenschutzschild einen weltumspannenden Charakter haben statt von einzelnen Staaten isoliert aufgebaut zu werden. „Es handelt sich um globale Fragen“, erklärte Medwedew in einem CNN-Interview und verwies u. a. auf die Probleme im Nahen Osten sowie auf der Korea-Halbinsel. „Deshalb muss das Schutzsystem von globaler Dimension sein statt aus einer geringen Anzahl von Raketen zu bestehen, die nur unser Territorium erreichen können, ohne andere Gebiete abzudecken. Ich hoffe, dass unsere amerikanischen Partner dies erhört haben.“ Medwedew gab sich optimistisch, dass Moskau und Washington noch bis zum Jahreswechsel 2009/2010 einen neuen Vertrag über den Abbau der strategischen Nuklearwaffen (START) vereinbaren können.[16]
Irans Oberster Rechtsgelehrter Ali Chamenei verurteilte am 20. September 2009 die Absichten der Regierung Obama, die westlichen Besorgnisse mit Blick auf das Nuklearprogramm des Iran seien „bloß ein Lügenmärchen der Vereinigten Staaten“.[17] Demgegenüber kündigte wenig später der Vizekommandeur der Islamischen Revolutionsgarde Hussein Salami an, die Reichweite der Raketen seines Landes verlängern zu wollen, um Europa angreifen zu können.[18][19]

..könnte Russland über die Ukraine und mittels der Ukraine in Sankt Petersburg in Aussicht gestellt werden - per Nato-Doppelbeschluss, falls Russland die Lösung des Konfliktes in der Ukraine im Rahmen der Vereinbarung des Budapester Memorandums, mit den dort vereinbarten Grenzen anerkennt. Selenskyj braucht nicht dabei zu sein. Ihm kann wahrlich keine Reise nach Russland zugemutet werden. Starmer, Merz und Macron könnten vermitteln.

Es werden seitens der Nato dazu Verhandlungen angeboten und ein Waffenstillstand. Sollte Russland nach einer zweiten Frist ablehnen, werden die Waffenlieferungen an die Ukraine deutlich erhöht, sollten sie dann immer noch ablehnen, müsste die Nato damit beginnen ihre Truppen im Westen der Ukraine bis östlich von Kiew zu stationieren, um die ukrainische Zivilbevölkerung zu schützen.

Was hältst Du davon? Trump wäre dazu zu überreden - wenn auch China eingebunden werden könnte.

In dem Video? Ich habe mir in der Tat das Video noch nicht angesehen. Bei mir hatte allein die Überschrift Ablehnung erzeugt. Nach dem Motto - wir können unseren Lebensstandard auf einem gewissen Level erhalten (z.B. die Basisrente), wenn wir mehr Rüstung ins Ausland exportieren.

Die Moral scheint heute egal. Sterben woanders mehr, fahren hier mehr Senioren auf Kreuzfahrten mit der Aida durchs Mittelmeer - und besichtigen Flüchtlingsboote noch dazu!?:neutral_face:

Ist denn die Zivilgesellschaft fähig dazu? Sicherlich gibt es Beispiele. Aber im Allgemeinen? Wäre es nicht ein Ziel des Staates, eine Vorbildfunktion wahrzunehmen? Ein Sozialhaushalt in einem angemessenen Rahmen dafür wäre genau richtig.

Klingt ja so richtig gut. Selber ausgedacht? ist aber falsch.

Neben der Ukraine (wo unsere Waffen eher Leben retten) waren 2025 unsere Hauptexportländer (in dieser Reihenfolge: Singabpur, Algerien, USA, Türkei, Indien, Tschechien, Israel, UK, VAE)

Ja, selber ausgedacht, wie auch drei Beiträge von mir zuvor. Es wäre schöner, wenn sich bei den Grünen mal mehr für eine politische Lösung des Ukraine-Konfliktes interessieren würden.

Die Waffen für die Ukraine haben ebenso Leben der Ukrainer zerstört - wenn auch indirekt - wie auch „eher“ gerettet.

Mir ging es auch darum, die Waffenexporte nicht noch weiter stark zu erhöhen.- außerhalb einer Option für die Zulieferung an die Ukraine.

Es ging nicht um bereits bestehende Verbindungen für Waffenlieferungen.

aber du textest hier wie immer alles zu.
wie kannst du mittreden, wenn Du nicht weißt, worum es geht?

Das ist gut. Dann musst Du weiterlesen oder -hören, da gibts Neuigkeiten für Dich.

ja, das ist entscheidend. Es geht wie immer um Dich. :roll_eyes:
Ist das mehrheitsfähig und realistisch?
Wieviele Menschen können oder wollen ihren Lebensstandard nicht senken?
Ich kann gerne was abgeben, da ist eine Menge Spielraum.
Aber wieviel willst Du einem Sozialhilfeempfänger wegnehmen?
Wieviel bist Du bereit abzugeben?

Ich wiederhole mich:

Sonst wird sofort hysterisch protestiert, wenn Merz Einsparungen andeutet.
Das ist dann „menschenverachtend“.
Aber wenn es „Suffizienz“ heißt, ist es progressiv und kein Problem?
So einen Plan überlebt keine Regierung auch nur 2 Wochen.

Nicht ganz.
Die Frage ist, ob wir sie zum politischen Programm machen oder versuchen, sie zu vermeiden oder abzumildern.
Wenn sie von oben verordnet wird nach dem Motto „macht doch nix, wenn die Autoindustrie weg ist, dann leben wir halt „suffizient““, dann gibt es einen Aufstand - zu recht.
Wenn die Lebensstandardsenkung trotz aller Anstrengungen nicht zu vermeiden ist, sind die Leute auch unzufrieden, aber die negativen Reaktionen werden deutlich weniger stark sein - auch zu recht.

wir haben es 70 Jahre lang massiv untertrieben und haben eine Armee, die den Namen nicht verdient.
was jetzt geplant ist, ist keine Übertreibung, sondern der fast schon verzweifelte Versuch, wieder eine halbwegs funktionierende Abschreckung zu installieren - und davon sind wir weit entfernt.

Was Du Angst machen nennst, ist das Anerkennen dieser Realität.
Das ist bitter nötig.
Wir dürfen nicht alle in Deinem Wolkenkuckucksheim leben, das ist lebensgefährlich.
Frag die Ukrainer (und nicht Wagenknecht).