Naja, dagegen aber Welten dazwischen…
Wir sind uns erst einmal einig, dass wir für unsere Vertiedigung Rüstung brauchen - idealerweise aus eigener Produktion…
Der 2te Punkt ist dann wie wir die Staatsquote bei der Rüstung runter kriegen - da sagst Du (bzw. das Video), dass wir das dadurch lösen können, indem wir einfach Rüstungsüberschuss produzieren, den wir dann „in die weite Welt“ verkaufen (klingt ein wenig "ideologisch, also sagen wir „exportieren“).
Was dabei klar ist (das habennwir auch schon bei unseren Exporten in der Vergangenheit gesehen (z.B. in die Türkei), dass wir dabei die Verantwortung, wofür diese Rüstungsgüter verwendet werden, so gut wie aufgeben. Von der Verantwortlichkeit ist das im ersten Schritt kein soooo großes Problem, da wir mit dem Verkauf die Verantwortung für den Gebrauch weitgehend abgeben.
In der Vergangenheit war es auch noch so, dass wir zumindest ein Gremium haben, dass das Risiko zumindest bewertet, ob das Land, in der wir das exportieren, aktuell einigermaßen unseren „Wertevorstellungen“ entspricht (wobei wir da mit der Türkei in der Vergangenheit auch so ein zumindest fragwürdiges Beispiel aufzählen können).
Es würde also durch solche verstärkten Exporte nichts dramatisch neues passieren, außer, dass die Zahl der Anträge auf Export deutlich zunehmen wird.
„Ungehemmter“ Export in beliebige Länder ist wahrscheinlich keine gute Idee - zu sehr würden eigene strategische Interessen dabei riskiert werden.
Die Steigerung der Rüstung könnte also in bestimmten Grenzen durchaus legitim und wirtschaftlich sinnvoll sein.
Allerdings sollte man sich nicht täuschen - wir verschieben damit nur Abhängigkeiten, in dem wir den Export auf eine andere Industrie verlagern - ein Argument für weniger Abhängigkeit (ausser der eigenen - die Staatskasse belastende - Verteidigung) ist das also nicht unbedingt.
Das ist dann ein Problem, wenn man das zu sehr als (evtl. noch dazu einziges (?!) „Allheilmittel“ propagiert. die Alternative, nur noch Kartoffeln zu essen und den Gürtel auf Magersucht (zugegeben, auch etwas überzogen
zu stellen, könnte dabei so ein rhetorischen Versuch sein 