
Ich glaube, ich verstehe die Intention. Ich war früher ein ganz schrecklicher Mensch-ärgere-Dich-nicht-Spieler 
Und ich glaube auch, dass
Da spielen ganz viele Faktoren rein, die sich dann in übersteigertem Ehrgeiz, Herabwürdigung der Spielpartner, etc. manifestieren.
Es ist auch manchmal trotz intensiverm Fahnden nicht wirklichermittelbar, auf welcher Ebene was genau der Auslöser für eine potentielle Eskalation ist/war.
Aus der bewussten Wahrnehmung heraus ist es aber zumindest möglich, den aufkeimenden Impuls gleich wieder zumindet zu entschärfen - wenn nicht gar ganz zu stoppen, bevor er endgültig eskaliert.
Am einfachsten sit das noch beim Verfassen vo schriftlichen Nachrichten - hier kann man einen selbstverfassten Text vor der Veröffentlichung beliebig genau auf seine inneren Untertöne hin überprüfen, und sich die Frage stellen, ob man damit wirklich das ausdrückt, was man will - und auch, ob das, was man ausdrücken will, nicht kontraproduktiv ist, weil es sich aus einer inneren Quelle speist, die - vielleicht von 100.000 Jahren - noch das Überleben sicherte - inzwischen aber schädlich ist.
Wenn man zu so einem Schluss kommt, kann man den Schaden einfach verhindern, indem man so lange umformuliert, bis das Resultat zufriedenstellen ist.
In spontanen Situationen ist das etwas schwieriger - das ist aber m.M. nach eine Frage der Übung.
Das alles ist mit (z.T. erheblichem) Aufwand verbunden. Wenn wir aber zu dem Schluss kommen, dass wir schon so weit von unserer Lebensform, auf die wir angepasst sind, entfernt sind (Großfamilie/kl. Herde), dann lohnt sich der Auwand vielleicht doch, denn viele - gerade gesellschaftliche - Probleme entstehen doch genau dadurch, dass die Gruppe zu groß geworden ist, und die - selbst aus einem demokratischen Konstrukt - resultierenden Entscheidungen nur noch eine sehr geringe Akzeptanz finden, sofern sie sich nicht - gefühlt - positiv auf das eigene Befinden auswirken.
Das fängt bereits im rel. kleine an - wenn ich mir die Diskussionen in meiner WEG ansehe (Beispiel die bestehenden Regelungen für das Grillen), dann stelle ich fest, dass viele WEGen das gleiche Problem haben wie auch wir: jeder weiß, wie die Regeln aussehen - jeder weiß auch die Gründen dafür - aber an Ende obsiegt zu oft die Bevorzugung der eigenen Befindlichkeit. Selbst dann, wenn es so offensichtlich ist, dass man das eigene Fehlverhalten tendenziell eher milde bewertet und das gleiche bei anderen als schweren Eingriff in die eigene Befindlichkeit bewertet.
Dieser Unterscheid zwischen Innen- und Aussenansicht wird nun z.B. von der AfD istrumentaisiert, in dem sie Konstrukte anbietet, die einen „künstlichen“ Unterschied zwischen Mitbürgern deutscher Herkunft und solchen mit fremddländischen Wurzel definiert (wir hatten so was schon mal be der Definition von „Ariern“) …
Wenn also fast alle, denne diese willkürlichen Konstrukte angeboten werden, die der eigenen Befindlichkeit schmeicheln, darauf bei bewusster Wahrnehmung eher skeptisch ragieren, wäre viel gewonnen.
Die Sensibilität für solche dringend zu hinterfragenden Konstrukte ist eine frage der geschulten Selbstwahrnehmung - „geschult“ landet dann wieder bei einer - möglichst früh einsetzenden - Form von Bildung (auch heir wieder: man muss das „trainieren“).
Warum sollte also
nicht ein zielführender Ansatz sein - selbst wenn
Ist also
tatsächlich zwingend richtig?