Stop! Seit drei Jahren verfallen wir innerhalb der europäischen Außenpolitik in die gleiche Attitüde. Es geht nicht darum, wer den Krieg begonnen hat oder als einer der beiden Hauptkriegsgegner weiter vorantreibt, wenn wir uns mit der möglichen Wehrpflicht der 18jährigen befassen, die mit der Regelung ab dem kommenden Jahr zur Musterung, gegen die gestreikt worden war, wahrscheinlicher wird. Ich möchte die EU und die Staaten Europas, insbesondere der Balten und Polens einschließlich Großbritanniens längst in einer Vermittlerrolle sehen, um an der Seite der Ukraine, diesen Krieg zu fairen völkerrechtlichen Bedingungen zu beenden.
In einem anderen Thread (Querverweis Annalena Baerbock, Ukraine und Zusammenarbeit mit den USA - Ausland - Forum für demokratische Politik sind die Voraussetzungen dafür genannt. Das ist die Stationierung diesseits und jenseits der Demarkationslinie von Blauhelmen. Van Aken (die Linke) hat recht damit, dass eine Stationierung von einer europäischen multinationalen Truppe bei einer nur halbherzig vereinbarten Waffenruhe sehr kritisch ist. Außerdem besteht die Gefahr, wenn Europa keine eigene Strategie entwickelt, sozusagen die US-Strategie als Anknüpfungspunkt nicht nutzt und sie nicht vergoldet, dass sich die Staatschefs Europas immer mehr in den Krieg hineinziehen lassen, ohne dass es je eine Waffenruhe geben wird.
Das ist ja auch nicht so schwer. Aber hier und Du, ihr versteht meinen Ansatz nicht, dass ich trotz der Waffenlieferungen und militärischen Unterstützung Europa als Vermittler sehen möchte. So dringen wir auch bei Putin durch. Was Europa bisher macht, das würde die Generation 20 + x in jedem Fall auch schaffen, zumindest was den Ansatz betrifft.
Aber ich gehe davon aus - wegen der Schulpflicht, dass einige Gymnasien, die Situation in ihrem Politikunterricht eingebunden hatten und die Streiks vielleicht auch bildungstechnisch genutzt wurden. Und da wird der/ die eine Schüler*in darunter gewesen sein, die weiter denkt als dieses Forum oder Du.
Der, die, das, wer, wie, was, wieso, weshalb, warum, wer nicht fragt, bleibt dumm.
Es geht dabei nicht um einfache Fragen, wer diesen Krieg begonnen hat, und wer ihn hauptsächlich weiter vorantreibt (unsere Munitionslieferungen und Waffenlieferungen treiben ihn auch weiter voran, was ich grundsätzlich nicht kritisiere), sondern wie wir an das Ende des Krieges kommen und in die Zeit danach!
Die EU ist für mich mit einer störrischen Haltung gegenüber Russland, dann relativ gesehen auch kriegstreiberisch, weil sie keinen Gegenpol politischer und diplomatischer Interventionen direkt gegen Russland durchführt. Das wären z.B. Waffenstillstandsgespräche, die die Aussicht auf eine faire Lösung für Beide Parteien, Russland und die Ukraine in Aussicht stellen.
Wenn Putin daran nicht interessiert ist, dann weiß er zumindest davon und kennt den Plan der Europäer. Was in Berlin verhandelt worden ist, ist kein Plan. Das ist nur das Angebot der militärischen Unterstützung für die Ukraine.
Fantasie ist an der Stelle falsch. Du brauchst klare Anhaltspunkte über den Plan des russischen Regimes und dafür dienen Gespräche. Der Tenor dort ist ja, die wollen Europa gar nicht angreifen. Also gäbe es aus meiner Sicht jeden Grund Russland auf Herz und Nieren zu prüfen, ob sie das im Sinne einer neuen Weltsicherheitsarchitektur - denn sie reden ja von einem wirklichen Frieden, keinem Waffenstillstand, ernst mit allen europäischen Staaten, vordergründig der Ukraine, Polen, der Balten und Finnland meinen. Dafür müsste man nur dem Kreml auf den Kecks gehen und dort Gespräche einleiten.