Schulstreik gegen Wehrpflicht am 5.12.25

Gestreikt wurde gegen die Musterungen als solche - nicht allein gegen eine falsche Musterung auf Grund unzureichender Schlagfähigkeit oder Tauglichkeit von Waffen.

Mir sind zurzeit auch keinerlei neue Streiks bekannt. Es besteht aber die Wahrscheinlichkeit, dass Streiks dieser Art zunehmen, wenn es wirklich um eine Wehrpflicht gehen wird.

Du verstehst mich schon richtig Du Schlaumeier! :slightly_smiling_face:

Es geht nicht um das Schachspiel an sich.

Es trifft das Wesen des Schachspiels, indem die Ergebnisse von Zügen vom Ende bis zum Beginn durchgedacht werden. Dabei sind übrigens diejenigen, die nicht direkt in Denkmustern - z.B. den Denkmustern eines Krieges feststecken, wie er zwischen Russland und der Ukraine geführt wird, wegen der besseren Übersicht im Vorteil.

Auch an der Stelle weißt Du genau, worum es mir gegangen war. Du selber hast die Kriege die zuvor von der Nato/ USA aus geführt worden sind kritisch gewertet. Ich bin dafür, dass militärische Interventionen, so verstehe ich die moderne Gewaltanwendung von Waffen als Ablösung von Kriegen, nur mit der Legitimation eines UN-Mandates geführt werden sollten. Wenn es so schwierig ist dafür eine eigenständige Mehrheit im UN-Sicherheitsrats auf Grund der Vetos zu erhalten, sollte je nach Deutlichkeit der Mehrheitsverhältnisse in der Lage, dass angegriffene Land/ die abtrünnige Minderheit, welches/ die einem Angriff ausgesetzt ist, dann ein Anspruch auf ein solches Mandat haben. Das hätte Russland z.B. 1999 unter Druck gesetzt für ein Mandat sich im Kosovo einzusetzen und Rest-Jugoslawien unter Milosevic hätte wahrscheinlich frühzeitiger auf einen Friedensplan eingelenkt.

Das selbe wäre 2022 auf die Ukraine übertragbar gewesen - nur aus Russlands Sicht, die das Vorgehen gegen die russische Minderheit in der Ukraine beklagten, aber kein Gehör fanden. Was ich nicht richtig finde, dass dann einfach ein Staat wie Russland oder 1999 die USA/ Nato losschlagen - ohne UN-Mandat.

Das ist eine steile These. Liefere Argumente dafür.

Ich gehe im Gegensatz davon aus, dass diese multipolare Weltordnung Russland in den Vordergrund brachte, als deren Integration in die westlichen Staatengemeinschaften gescheitert waren.

Du musst näher erklären, was Du mit so einer komplizierten Beschreibung ausdrücken möchtest. Meine These ist die, dass es nach dem Ende des Kommunismus neue Staaten gegeben hatte, die nach neuer Identität oder wieder neuer, alter Identität (Russland) gesucht hatten. Nationalbewegungen gab es in vielen Staaten Osteuropas frühzeitig nach dem Ende des Kommunismus.

Innerhalb der EU waren die Staaten etwas abhängiger von Brüssel und den Mitgliedsstaaten. Die Ukraine strebte ebenso wie Russland nach neuer Identität, was die Bemühungen von Russland sich zu lösen und dem Westen sich anzuschließen, beinhaltete.

Ich sehe hier eine sehr oberflächliche Betrachtung eines Benchmarkings der Staaten Russlands und Chinas von Deiner Seite aus. Die Betrachtungen der jeweiligen Volkswirtschaften auf einen solchen kleinen gemeinsamen Nenner zu bringen, ist glaube ich kaum möglich. Sehen wir, dass sich Russland ab 2022 gegen die westlichen Sanktionen gewehrt hat, ist auch daraus banal ein Qualitätsmerkmal abzuleiten. So einfach kann man es von der anderen Seite auch sehen, und ich sehe mich nicht in der Lage, diese These ausreichend zu stützen.

Was den größeren Erfolg relativ, von China gegenüber Russland, und einen Irrweg Russlands dadurch begründet betrifft, musst Du auch hier Argumente für Stichhaltigkeit erstmal liefern. Darüber hinaus wird ja auch China auf Grund expansiver Ansichten, z.B. was Taiwan betrifft oder die Vorherrschaft im Indopazifik, von der westlichen Seite sehr argwöhnisch betrachtet. Was ist dann im Gesamtkontext besser in China als in Russland?

Du irrst. Die multipolare Welt wird von mehreren Staaten propagiert, auch z.B. von China, Brasilien etc.. Es geht darum, so diese Staaten, eine Ergänzung zum bisherigen Vorherrschen der euroatlantischen Dominanz zu erreichen. Das ist auch das Bestreben Russlands.

Die Unterdrückung und Gewalt in Bezug auf Russland ist eine Bewertung, die wir auch stark von der innenpolitischen, nach einer Diktatur ausgerichteten Regierungsgewalt auf die Kriege die Russland in seinem Machtbereich ausgeübt hat potenzieren - ähnliches Tat die Nato in all den Jahren immer wieder auch in ihren Einflussbereichen. Nur in den Staaten der Nato war die Demokratie zu Hause. Die Frage wäre die, ob Demokratien eher Krieg führen dürfen als Autokratien?

Das wird aber an der Stelle allmählich off-topic hier. :wink:

Mir ist bekannt, dass auch China stark aufrüstet. Was schreibst Du denn dazu?

Besonnenheit im Umgang mit einem Staat, der Fehler macht, auch wenn die Fehler große Fehler sind und gepaart sind mit Völkerrechtsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschenrechte.

Der völkerrechtswidrige Krieg den Russland führt sollte Thema des Internationalen Gerichtshofs in Den Haag sein. Dort ist Russland zu verurteilen und zu bestrafen. Das ist nicht die Aufgabe der Europäer.

Der Ukraine hat natürlich durch die widerrechtlichen Annexionen und den Vorläufer, der widerrechtlichen und gewaltsamen Einnahme der Halbinsel Krim, eine klare völkerrechtswidrige Beurteilung gegen den Krieg Russlands verdient. Trotzdem wäre es wichtig mit Russland zu sprechen, um genau dieses in eine völkerrechtlich faire Lösung umzuwandeln.

Es geht darum, um hier Deinem ausgefransten Beitrag ein Stop-Schild zu setzen, bei einer fairen Lösung für die Ukraine zu erkennen, wie die Ukraine zu ihrer heutigen Prägung gekommen war. Die Ukraine ist ein vielseitiger Staat. Eine vielseitige Lösung sorgt für eine Tragfähigkeit dieser Lösung.

Es ging mir wenig um Russland selber. Deshalb hatte ich im anderen Thread Annalena Baerbock, Ukraine und Zusammenarbeit mit den USA - Ausland - Forum für demokratische Politik, wo Dein Beitrag aufgehobener gewesen wäre, auch Russland gar nicht als Schlagwort benannt.