Aber eine Partei könnte den Anstoß dazugeben. Wenn Du als Partei gut bist, dann verstehst Du was die anderen Parteien programmatisch mitbringen, und wie das zusammengefügt werden kann - ob in der Koalition oder zwischen Regierung und Opposition.
Blöd wird es - möchte die Funktion des Bundesrates nicht schmälern - falls ständig etwas gemacht wird, was dann von den Ländern abgelehnt wird, wie kürzlich bei der einmaligen steuerbefreiten Prämie am Jahresende.
Diese eine Umfrage hatte einen Wert ergeben, dass 54 % mit keiner Partei zufrieden sind. Das kann vielgedeutet werden, da gebe ich Euch durchaus recht. Es kann zum Beispiel auch sein, dass jemand sich nicht eindeutig festlegen möchte, aber durchaus insgesamt nicht so unzufrieden ist. Das bildet die Umfrage nicht ab. Aber 54 % deuten schon auf eine Unzufriedenheit mit allen Parteien hin, und das ist natürlich zu dem was die AfD eh an positiven Werten in dieser Umfrage aufzuzeigen hat, wahrscheinlich zusätzliches Potenzial für die AfD. Warum steigen die in den Umfragen seit Wochen? Erst macht die Ampel schlapp, jetzt hat Schwarz-Rot eine Krise. Wer soll es dann richten? Die AfD bliebe über.
Es geht aber nicht um die AfD, sondern um die Wähler!
Beruf - kommt von rufen, die Politiker sind sozusagen, wie der Bäcker in die Bäckerei gerufen worden - was die Mandate dann betrifft von den Bürgern, die der Politiker vertritt.
Heute erscheint es mir noch wichtiger, wo der Beruf von der Pike auf gelernt wird, dass die Demokratie lebendig ist, um z.B. den Kontakt zu den Berufen und zur Gesellschaft aufrechtzuhalten. Ich würde z.B. das Wahlrecht ändern, und Erststimmen und Zweitstimmen addieren und dann die Mandate fünfzig zu fünfzig vergeben, also anteilig der Erststimmen und der Zweitstimmen, den Durchschnittsprozentwert gültiger Stimmen berechnen. Das würde bedeuten, dass jeder Direktkandidat für das Gesamtergebnis direkt kämpft, daher auch für seinen Einzug, was ja nach der letzten Wahlrechtsreform nicht mehr sicher ist.
Auch der Wähler hat dann eine bessere Auswahl, denn dort wo Direktkandidaten nach heutigem Wahlrechtssystem keine Chancen haben zu gewinnen - das ist ja oft so, wenn der Wahlkampf auf zwei Köpfe (Parteien) polarisiert ist - würde mit dem Wissen, dass die Erststimmen direkt eingerechnet werden, ggf. mehr als das heute gemacht wird, der Wähler zwei Parteien wählen. Der Wahlkampf vor Ort in den Wahlbezirken würde somit mehr Bedeutung gewinnen und mehr Synergien in den Parteien freisetzen.