Planetare Belastungsgrenzen: Sechs von Neun Grenzen bereits überschritten

Ich habe keine globalere Kategorie gefunden.

Hier aus aktuellem Anlass erneut der Hinweis, dass die Krise des Artenrückgangs der Klimakrise weitaus übergeordneter ist.

Wir haben diese CO2 Uhr, aber wichtiger wäre eine Uhr des Verlustes der Biodiversität. Biodiversität ist wichtiger als alles.

Die Grünen haben leider nix mit Artenschutz viel am Hut. Tja, ich rechne damit irgenwann auf einem anderen Planeten wohnen zu müssen.. irgendwann.. nicht jetzt ,in ein paar jahrzehnten vielleicht…

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Nimm ein paar Tiere und Pflanzen mit, falls es dort noch keine gibt.
Versuch, sie bis dahin zu erhalten.

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„Von nun an sollst Du genannt werden: Noah - was so viel heißt wie: Noah!“ (leicht geändertes zit. aus „das Leben des Brian“ von Monthy Pyton)

Da ich eher damit rechne, daran zugrunde zu gehen, frage ich wieder mal, woher Du den Optimismus nimmst, dass das mit dem intergalaktischen Reisen bald klappt?
Und was das für ein Risiko birgt, in dubio sich hier auf der Erde doch lieber zu wenig zu engagieren - wo es vermeintlich immer noch „irgendwann“ diese Ausstiegsklausel gibt …
Klingt ein wenig nach einem Raucher, der davon ausgeht, dass irgendwann (noch rechtzeitig) eine Behandlungsform für Lungenkrebs gefunden wird.
(ich fürchte, ich fange an, mich zu wiederholen - vielleicht sollte ich aufhören, zu diskutieren, oder schnell zum Optimisten mutieren :frowning:

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Äh ich habe den Optimismus daher dass ich möglicherweise einen Plan für eine exotische Maschine habe, die für intergalaktische Reisen geeignet ist. Es ist kein Raumschiff, dafür ist die Entfernung zu groß.
Der Plan ist aber noch in der Entwicklung, kann daher noch nicht viel dazu sagen.

Es ist eher ein zwischending aus Wurmloch und Teleportiergerät..

aus zwei Gründen: Laut heute geltender Theorie braucht man eine Erdgroße Maschine um Menschen zu teleportieren, also zu energieintensiv, zu groß und zu teuer, unmöglich zu realisieren.

Und klassische Wurmlöcher sind enorm Energiehungrig und würden in der Umgebung sehr viele Gravitationswellen erzeugen was direkt am Erdboden nicht gut wäre..

Es geht eher um eine exotische Wurmlochmaschine die anders funktioniert und abgeschirmt ist somit gefahlos am Boden benutzt werden kann und nicht zu viel Energie benötigt. nach bisherigen schätzungen würde für eine Reise zu einem geeignetem Ersatzplaneten auf eine pro Person gerechnet etwa der Energiegehalt eines E Auto Akkus reichen.

Das heißt in dem Fall die Leistung einer Schnellade- Wallbox für zu Hause reicht aus. Aus dem Anschluss davon kann man genug Strom zapfen.. ggf wird ein kleiner Pufferspeicher gebraucht um die Maschine hochzufahren. (Anlaufstrom)

Kannst du bitte deine abstrusen u. a. Weltrumthemen in einem Thread in der „Kaffeeküche“ schreiben.
Dann kann man das leichter ignorieren.

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Du hast mich doch gefragt woher der Optimismus kommt. es ist nicht so einfach zu erklären..

Es gibt aber gute Gründe dafür,die Antwort ist aber noch in den nächsten Jahren nicht fertig, es mag sich abstrus anhören weil das Konzept nooch nicht fertig ist und mit Sicherheit noch überarbeitet werden muss damit die ganzen Feinheiten funktionieren.

Und außerdem wichtig:

Weltruhm interessiert mich nicht. Das garantiert nicht automatsich, dass die Heimat bewohnbar bleibt!

ich will nur dafür sorgen das die selbstzerstörung der Menscheit noch verhindert wird weil es für die Erde eh fast zu spät ist und ich nicht mehr an die Rettung der Erde glauben kann .Wie immer kommt das alles zu spät.

Es sei denn es gäbe plötzlich Weltweit überaschend viele Fortschritte bei der Energiewende und dem Umweltschutz bevvor es zu spät ist.. Das ist nicht in Sicht…

Und ich will nicht das Zeitliche segnen nur weil ein paar ältere Generationen einst damit angefangen haben den Planeten Erde für meine jüngere Generation unbewohnbar zu machen. Dagegen will ich was unternehmen um rechtzeigt abzuhauen bevor es zu spät dazu ist. (der Klimabedingte Tod vorher eintritt)

Die Vorfahren die damit angefangen haben müssten sich eigentlich in den Arsch kneifen und handeln und sich entschuldigen dass die so viele Fehler gemacht haben die längst bekannt sind und die Exsistenz der Menscheheit gefährden. Besonders die Exsistenz der heutigen jungen Erwachsenen und der heute lebenden Kinder.

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Ich frage mich eher, ob wir das Thema mit einem anderen Titel, der etwas mit planetaren Grenzen zu tun hat, noch mal neu auflegen und dort ernsthaft über die Studie diskutieren könnten.

Hätte daran jemand Interesse?

Hier ist der Originalartikel, den ich bei ersten Überfliegen nicht wirklich kapiert habe:
https://www.science.org/doi/10.1126/sciadv.adh2458?adobe_mc=MCMID%3D80764956213155347304590268907628024714|MCORGID%3D242B6472541199F70A4C98A6%2540AdobeOrg|TS%3D1694526267

@Binnen_un_Buten kannst du eine kleine Einführung geben, nach welchen Kriterien Grenz- und Schwellenwerte für die Planetaren Grenzen der einzelne Sektoren 2009 festgelegt wurden und mit welchen Methoden sie regelmäßig überprüft werden?

Irgendjemand hat mal gesagt, wer Visionen hat, soll zum Arzt gehen.

Helmut Schmidt

Interessant.. soll jetzt jeder der Zukunfstvisionen hat zum verrückten erklärt werden?

Zumindest jeder der denkt, er könnte mit Energie eines Hausanschlusses ein Wurmloch erzeugen. Okay, eine echtes Wurmloch in einem Apfel würde schon gehen. Aber das meintest du vermutlich nicht.

Ich teile Deine Meinung zur Bedeutung der Biodiversität. Ich finde die Formulierung "dass die Krise des Artenrückgangs der Klimakrise weitaus übergeordneter ist“ allerdings nicht ganz passend.
Vorausgeschickt: ich bin ein überzeugter Anhänger des von Dir zitierten Konzeptes der Planetaren Grenzen. Die Partei hat zwar in ihrer Programmatik (ich habe in der BAG Ökologie damals daran mitgewirkt) die „Einhaltung der Planetaren Grenzen“ als Leitlinie der Politik anerkannt (siehe z.B. Grundsatzprogramm oder BTW-Programm). In der politischen Praxis spielt dies aber kaum eine Rolle. Sowohl auf Bundes- als auch auf Länder- und kommunaler Ebene stelle ich eine sehr reduktionistische Fokussierung auf "Erzeugung von Strom mittels Erneuerbarer Energien“ fest. Insbesondere der Artenschutz fällt dabei oft hinten runter.
Richtig ist, dass die Planetare Grenze „Artensterben“ weitaus stärker überschritten ist als die Grenze „Klimakrise“. Warum ich den Begriff „übergeordnet“ für nicht passend halte: Die einzelnen Grenzen sind nicht unabhängig von einander.
Die Kernaussage der Arbeiten von Rockström et al. ist doch, dass bereits die Überschreitung EINER der Grenzen das Risiko birgt, dass das "System Erde“ den „sicheren“ Bereich verlässt, der in den letzten 10.000 Jahren das Entstehen und die Entwicklung einer menschlichen Zivilisation ermöglicht hat.
In dem aktuellen Artikel heißt es ja auch: "Der Rahmen zielt darauf ab, den Grad der anthropogenen Störung zu beschreiben und zu quantifizieren, der es der Erde ermöglichen würde, in einem „holozänähnlichen“ Zwischeneiszeitzustand zu verbleiben, wenn er eingehalten würde. In einem solchen Zustand bleiben die globalen Umweltfunktionen und die lebenserhaltenden Systeme ähnlich wie in den letzten ~10.000 Jahren, anstatt sich in einen Zustand zu verwandeln, den es in der Geschichte der Menschheit nicht gibt.“
Wir sind also bei 6 Grenzen nicht mehr im „sicheren Bereich“ und bei dreien haben wir sogar den „Unsicherheitsbereich“ verlassen.
Du hast völlig recht, wenn Du darauf hinweist, dass dies bei der Klimakrise noch nicht der Fall ist, bei der „Unversehrtheit der Biosphäre“ aber sehr wohl (außerdem bei „Einbringung neuartiger Substanzen und Organismen“ sowie „Biogeochemische Kreisläufe“).
Klimaveränderungen beeinflussen aber auch die Lebensgemeinschaften der Pflanzen und Tiere, wenn z.B. aufgrund von Klimaveränderungen die Schlupfzeiten von Bestäubern nicht mehr synchron sind mit den Blühzeiten der von ihnen zu bestäubenden Pflanzen.
Die massive Freisetzung von CO2 erwärmt und versauert die Ozeane und zerstört damit Korallenriffe - Hotspots der Artenvielfalt.
Die Einbringung neuartiger Substanzen ist ebenfalls mit verantwortlich für das Insektensterben (die weitaus meisten Pestizide sind „neuartige Substanzen“).
Abholzung und andere Landnutzungsänderungen vernichten Lebensräume von Tieren und Pflanzen (Stichwort „Soja“, Stichwort „Palmöl“).
Der massive Eintrag reaktiven Stickstoffs (Haber-Bosch-Prozess, Düngung, Verbrennerabgase, Gülle, Abluft von Schweinemast) in die Biosphäre führt zu Eutrophierung und damit ebenfalls zur Veränderung von Lebensräumen.

Wir müssen ALLE Grenzen einhalten, damit die Erde für uns Menschen ein Lebensraum bleibt. Das ist eine riesige Anstrengung und erfordert nichts anderes als die Veränderung unserer Art zu wirtschaften. Wenn wir schon bei neuer Heiztechnik riesige Vermittlungsprobleme haben, wie wollen wir dann Menschen dafür gewinnen, mit uns eine Welt zu schaffen, die nicht mehr auf Konsum und Wegwerfen, Massentierhaltung und freier Fahrt für freie Bürger (sic!) basiert?

Zusammen mit vielen Mitstreiterinnen aus der Partei haben wir schon im letzten Jahr den BuVo und andere wichtige Akteur*innen aufgefordert, die programmatische Theorie durch praktisches Handeln zu untermauern.
Wir werden auch weiter daran arbeiten und ich freue mich, dass hier im Forum etliche Leute in die gleiche Richtung denken und handeln!

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Eine wichtige Frage. Sie ist mir allerdings zu unscharf. Wie viele Menschen denn? Damit es was nutzt müssten wir doch 8 Milliarden Menschen dafür gewinnen, auf Konsum zu verzichten. Auch die in Afrika, die gerade erst damit beginnen zu konsumieren. Das sehe ich einfach nicht. Nicht in den nächsten 30 Jahren.

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Anbei ein aktueller Artikel zum Thema Artensterben

Es ist nur eine Frage der Zeit bis auch die ersten Nutztierarten betroffen sein werden - mal sehen, bis wann das Schweigen der Lämmer beginnt - und alles nur wegen einer Spezies, die in ihrer Gefräßigkeit alles verschlingt …
Vielleicht sollten wir uns in Homo Lecteris umbenennen …
Sorry für den leichten Anflug von Zynismus (ich weiß natürlich, das Lämmer keine eigene Spezies sind) - aber es wird wieder einmal so deutlich, wir sehr die notwendig geforderten Maßnahmen von den tatsächlich ergriffenen abweichen. Und liegt es nicht nahe, dass auch wir als Wirbeltiere früher oder später an der Reihe sind - spätestens dann, wenn es uns nicht mehr gelingt, die Welt hinreichend an unsere notwendigen Bedingungen zum Überleben anzupassen - ob wir dann noch hinreichend Zeit finden werden uns anzupassen - bei immer mehr steigenden Temperaturen, immer weniger nutzbarer Landfläche, immer weniger Tier- und Pflanzenarten, die für uns genießbar sind… Ich habe wieder einmal große Zweifel…

Ich will nicht das Artensterben verniedlichen, Dein Beispiel passt aber nicht: Es gibt überhaupt nur deswegen so viele Lämmer, weil sie eine Spezies wegen ihrer Gefräßigkeit züchtet.

Das Beispiel passt natürlich nicht - es ging mir eher darum, die mörderische Gefräßigkeit des Menschen am Beispiel Hanibal Lecter aus „das Schweigen der Lämmer“ „ganz zwanglos“ ins Spiel zu bringen …

Es ist aber für mich durchaus die Frage, ob nicht doch irgendwann auch Nutztiere aussterben könnten, weil die künstliche Herstellung von Überlebens-Bedingungen auch für diese astronomisch werden könnten … Wie sieht das z.B. mit den bestäubenden Insekten aus - wenn die irgendwann nur noch Geschichte sind (die Honigbiene ist ein Nutztier, passt nur nicht zum Schweigen der Lämmer - es kommen in der Geschichte leider keine Bienen vor :frowning:

Ich gehe auf einen Punkt ein, bitte aber um Verständnis, dass in einem Online-Forum keine 150 Seiten geschrieben werden können (die sind aber u.U. mindestens nötig, um ausreichend zu differenzieren.
Das folgende ist daher zwangssläufig „plakativ“.
Du schreibst:
[quote="Kalo, post:14, topic:2672“]
Damit es was nutzt müssten wir doch 8 Milliarden Menschen dafür gewinnen, auf Konsum zu verzichten
[/quote]
Nein, das ist zumindest auf nahe Sicht nicht notwendig. Was aber nicht heißt, dass die Aufgabe leichter wird.
Schaut man sich die Website https://www.overshootday.org/newsroom/country-overshoot-days/dates/
an, wird deutlich, dass der „Planeten-Verbrauch“ höchst ungleich verteilt ist. Es geht also zunächst einmal nicht um die Menschen in Ländern, bei denen als Datum „none“ steht oder deren Overshoot Day erst im November oder Dezember liegt. Es geht um uns in Europa, um die USA, die Golfstaaten, BRICS usw. also alle, deren Overshoot-Day sagen wir, in der ersten Jahreshälfte liegt.
Dass viele Menschen in den meisten Ländern, die die Kapazitäten nicht überschreiten, in großer Not leben, ist noch ein weiteres Problem.
Aufgrund all dieser Erkenntnisse hatte ja die Brundlandt-Kommission im Jahr 1987 (!!!) das Konzept der „nachhaltigen Entwicklung“ formuliert. 36 Jahre später wird ja in diesen Tagen gerade berichtet, dass die UN festgestellt hat, dass die immer wieder angepassten Ziele (zuletzt meines Wissens 2015) nur erreicht werden können, wenn man sich jetzt aber wirklich mal anstrengt (oder so).

Die Aufgaben sind dabei technisch/wissenschaftlich/rational und ethisch eigentlich klar (oder?):

  1. Die Industrieländer müssen ihren „Planeten-Verbrauch“ DRASTISCH einschränken.
  2. Den anderen Ländern müssen noch einige Zeit so viel verbrauchen dürfen, dass den Menschen in diesen Ländern ebenfalls „Entwicklung“ ermöglicht wird.
  3. Das Gesamtniveau muss so weit zurück gefahren werden und langfristig auf einem Niveau bleiben, dass ALLE planetaren Grenzen eingehalten werden, weil nur so eine hinreichend hohe Sicherheit besteht, dass die menschliche Zivilisation ihren weiteren Bestand nicht durch eigenes Verschulden aufs Spiel setzt.

Folgende Probleme bestehen:

  1. Das global dominierende Wirtschaftssystem basiert im Moment (und auf absehbare Zeit) darauf, dass dem Planeten auch in Zukunft immer mehr biologische und nicht-biologische Ressourcen entnommen werden.
  2. Die Prosperität im „Norden“ basiert darauf, dass diese Ressourcen sehr billig in bestimmten Ländern (meist des globalen Südens) gewonnen werden und damit darauf, dass besagte Länder sich eben gerade nicht „entwickeln“.
  3. Die Zeit wird knapp, denn es wird immer klarer erkennbar, dass bestimmte physikalische oder ökologische „Kipppunkte“ überschritten werden.
  4. Weil die Zeit knapp wird, bestehen immer weniger Handlungsoptionen, die gleichzeitig immer einschneidendere Folgen haben und damit immer schwieriger zu vermitteln sind.
  5. Weil das schwierig zu vermitteln ist, fällt es Demagogen und Propaganda-Organen immer leichter, notwendige Maßnahmen zu verhindern und so das Problem weiter zu verschärfen.
  6. Je größer die Probleme werden, desto mehr steigt die Wahrscheinlichkeit von Verteilungskonflikten - innerhalb von Staaten und zwischen Staaten.

Also: nicht über 8 Milliarden reden, sondern erst einmal über 80 Millionen (aka „Deutschland“) und davon müssen wir ja „nur“ die Mehrheit überzeugen.
Ich bestreite überhaupt nicht, dass schon das eine irrsinnig schwierige Aufgabe ist.

Was ich vermisse, ist die Bereitschaft in der Breite der Partei – und insbesondere von unseren Spitzenleuten – überhaupt darüber zu reden, dass genau DAS die Aufgabe ist (und nicht drei Ladestationen mehr pro Dorf).
Oder wie soll es sonst gehen? Die Ampel kann ja nun nicht der Weisheit letzter Schluss sein.

Wir müssen besser kommunizieren.
Wir müssen mehr Verbündete finden (vor allem außerhalb der Parlamente).
Wir müssen aber vor allem auch stets ehrlich das Ziel kommunizieren.
Absolute Mehrheiten auf Kosten des politischen Ziels sind nicht das was ich will.
Ich mache Politik nicht aus Spaß, sondern weil ich Ziele erreichen will.
Ich leite ein Unternehmen, weil ich gestalten will und eine Idee habe, was ich erreichen will.
Und wenn eine bestimmte Methode nicht funktioniert, dann muss ich meine Ansätze hinterfragen und ändern. "Try again, fail again, fail better!“ muss das Motto sein.
Wenn in der Ampel bestimmte Grüne Forderungen nicht durchsetzbar sind, erwarte ich, dass wir alle daran arbeiten, unsere taktischen und strategischen Positionen zu verbessern und es erneut versuchen, nicht zu sagen „wir müssen so viele Menschen überzeugen, das schaffen wir nicht.“

Wie soll es denn sonst gehen?
Öko-Diktatur oder aufgeben?

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Hier sieht man, wie es um die Säugetiere der Welt steht:

"62% der weltweiten Säugetier-Biomasse entfallen auf die Viehzucht, 34% auf den Menschen und nur 4% auf wilde Säugetiere.“

Das bedeutet schlicht: Wir MÜSSEN die Zahl der Nutztiere ohnehin dramatisch reduzieren.

Ich glaube allerdings nicht daran, dass es – ohne eine gute Kommunikation – ein Umdenken gibt, wenn bestimmte Nutztiere aussterben.

Was ist passiert, als über Bestäuber-Sterben geredet wurde: Wir hören, dass in China Pflanzen von Hand bestäubt werden und woanders wird von „Bestäuber-Drohnen“ fabuliert: https://www.cell.com/chem/fulltext/S2451-9294(17)30032-3

Da muss ja das „Startup-Herz“ so mancher Grünen Politikerin höher geschlagen haben (sorry, das war sarkastisch).

Der Wille, am bestehenden Wirtschaftssystem festzuhalten ist offenbar so groß, wie das Verlangen nach dem Schuss bei einem Heroin-Abhängigen.
Solange es uns nicht gelingt, dieses Denken und vor allem auch dieses Fühlen, aufzubrechen, werden immer wieder Pseudo-Lösungen gesucht (und gefunden), die den Status Quo beibehalten … bis es nicht mehr geht.
Beispiele gibt es zuhauf:

  • Grüner Punkt/Gelbe Tonne statt Schluss mit unnötigen Einwegverpackungen
  • Antriebswende statt echter Verkehrswende
  • „Grüner Wasserstoff“ statt ernsthaftes Energiesparen

Bei jedem dieser (und vergleichbarer) Punkte müssen wir uns doch fragen, ist das ein sinnvoller Zwischenschritt auf dem Weg zu unserem Ziel (unterstellt, dass wir eins haben) oder verfestigt das nur den Status Quo.

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80 Millionen bringen gar nichts. Weiter oben schreibst Du, dass die Industrieländer ihren Planeten-Verbrauch DRASTISCH reduzieren müssten - da wären wir mit China schon wieder bei ca. 2 Milliarden, mit Indien bei 3,5 Milliarden.
Und noch in einem Punkt widerspreche ich, es reicht nicht nur eine Mehrheit zu überzeugen, bzw. es kommt darauf an, wie man „Mehrheit“ definiert. Mehrheit im Parlament reicht nicht, wir bräuchten eine breite Mehrheit der Bevölkerung, nicht nur der üblichen Wähler.

Wenn man das berücksichtigt, ist selbst für Deutschland eine Erreichung des Ziels in naher Zukunft mehr als fragwürdig. Es sei denn, man findet technische Wege, die eine Zielerreichung erlauben, mit evtl. leichten, aber nicht drastischen Einschränkungen.

Das ist keine Frage des Wirtschaftssystems. Es ist eine Frage der politischen Rahmenbedingungen.

Das ist sehr vereinfachend. Gibt es dazu Zahlen? Die USA und andere Staaten z.B. haben sich von Erdöl und Erdgas aus Nahost unabhängig gemacht, ohne Verlust an Prosperität. Bei vielen Rohstoffen liegt die hauptsächliche Wertschöpfung nicht in der Förderung (globaler Süden) sondern in der Verarbeitung (Industrieländer)

Leider blendest Du konsequent technische Lösungen aus. Dazu gehören auch die drei Ladestationen. Die Technik (Industrie) hat uns in die Bredouille gebracht, sie soll uns gefälligst auch wieder raus ziehen.

Wir könnten mehr Menschen mitnehmen und überzeugen, wenn wir die technologischen Möglichkeiten (nenne es Technologie-Offenheit, wenn du willst) mehr herausstellen würde. Leider verstärken wir den Eindruck, dass wir alle Menschen aus ideologischen Gründen zu einem grün-alternativen Leben zwingen wollen und dazu noch unser Wirtschaftssytem abschaffen wollen.

So wird das nichts.

Das sieht man am GEG und an der Abschaltung der letzten 3 AKWs. Beides kommunikative Desaster im Sinne der Umwelt.