Das sind vermutlich die PIS-Wähler. Der ehemalige polnische Außenminister Sikorski hat mal gesagt: „Deutsche Macht fürchte ich heute weniger als deutsche Untätigkeit“
und einige noch strategischer denkendere Personen: Peter Thiel, Charles Koch, Robert Murdoch, Organisationen wie das Atlas-Netzwerk und das inzwischen berüchtigte Project 2025 und Vordenker wie der Philosoph Curtis Yarvin. Dazu kommen die hier schon erwähnten Evangelikalen („Amerikas Gotteskrieger“ wie sie Annika Brockschmidt nennt) und das Talk-Radio-Netzwerk.
„noch präsent“ ist vage, und die Aussage ist 20 Jahre alt.
Das sind nur 20 %.
D.h. 80 % der Polen tun das nicht.
Außerdem unterschlägst Du die wesentlichen Aussagen des Beitrags:
Die Studie kommt jedoch auch zu dem Schluss, dass das Bild von Deutschland in Polen wie in den Vorjahren im Allgemeinen besser ist als das Bild von Polen in Deutschland.
…
Sowohl Polen als auch Deutsche haben eine generell positive Sicht auf ihre bilateralen Beziehungen, die von wirtschaftlichen Interessen und direkten sozialen Kontakten angetrieben wird, wird in der Studie ebenfalls festgestellt.
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Fast die Hälfte der Befragten in beiden Staaten ist der Meinung, dass die Zusammenarbeit innerhalb des Weimarer Dreiecks gestärkt werden sollte. Sowohl Polen als auch Deutsche nennen Energiesicherheit und eine stärkere europäische Verteidigungspolitik als Schlüsselbereiche für die Zusammenarbeit.
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Gleichzeitig glaubt etwas mehr als die Hälfte der Polen, dass eine Stärkung des deutschen Militärs auch die Sicherheit Polens erhöhen würde.Ein Viertel hat jedoch Bedenken, die im historischen Kontext Polens und Deutschlands begründet sind
20 oder 25 % sehen D kritisch.
Das ist kein Beleg für Deine Aussage
sondern der Beleg, dass jedenfalls die Polen weit überwiegend keine Vorbehalte gegen uns haben.
Die Vorstellung, dass wir uns wegen unserer Historie aus allem Militärischen raushalten und politisch selber kleinmachen müssen, ist historisch überholt und dient heute nur noch als billiger Ausweg aus der Verantwortung.
In der jüngsten „Real Time“ von Bill Maher geht es um den aufgeblähten Verteidigungshaushalt und die Frage, warum Trump das Militär nicht zusammenkürzt. Sogar Musk hat diese Frage gestellt und sich dabei auf die absurden en Preise für Kampfjets bezogen, die im Zeitalter der Drohnen weitgehend überflüssig geworden sind.
Maher weist darauf hin, dass der US-Verteidigungshaushalt um ein Vielfaches höher ist als der jedes anderen Landes, einschließlich Chinas und Russlands, und selbst das US-Militär sagt, dass es 19 % mehr Stützpunkte hat, als es braucht.
Vielleicht will man einer Putsch-Stimmung keinen Vorschub leisten.
Ich hatte den gesamten Artikel gelesen und war entsetzt. Das ist ein Thema, mit dem sich nicht nur Philosophen auseinandersetzen, das sollte jeder Mensch tun. Ferguson argumentiert vom Ergebnis her: Ein erwünschter Effekt tritt durch Unrecht ein, womit dieses wahlweise legitimiert wird oder für das man wenigstens dankbar sein sollte. Der Zweck heiligt die Mittel.
Ein Herz reicht nicht für Dagmars Kommentar!
Viele Menschen, die NS-Vernichtung überlebt haben, sind u.a. auch durch diese Erlebnisse zu jenen großartigen Menschen geworden, die sie ansonsten vielleicht nicht geworden wären. Sie müssen den Nationalsozialisten also dankbar sein?
Auch die heutige EU ist ohne den den zweiten Weltkrieg nicht vorstellbar - seien wir dankbar für den Krieg?
Jemand ermordet meine geliebte Frau, die leider keine Kinder gebären konnte. Ich finde eine neu (gleichwertige) Liebe bei einer Frau, mit der ich 4 Kinder in die Welt setze. Dem Mörder für meine wunderbaren Kinder dankbar sein?
Die Energiewende hat erst durch fehlende russische Energie richtig fahrt aufgenommen - Bravo, ein richtiger Präsident Putin zur richtigen Zeit am richtigen Ort!
Ich denke, Ferguson hätte anders formulieren können und müssen: Trump ist furchtbar in vielerlei Hinsicht, aber versuchen wir wenigstens das Positive zu sehen, das durch seine disruptive Politik ausgelöst wird: Vielleicht wird sie ein Antrieb für die Europäer… da kann man jetzt diverse Szenarien ausmalen. Das ist eine ganz andere Philosophie: Selbst aus dem tiefsten Schmerz und bittersten Elend kann etwas Gutes erwachsen.
Der Gegner gegen den es sich zu verteidigen galt war immer die Sowjetunion bzw. Russland. Gegen den kämpft man besser auf fremden Territorium als auf eigenem Grund, weil dieses Schlachtfeld sehr stark in Mitleidenschaft gezogen wird. Besser "Europa wird verwüstet als amerikanische Bundesstaaten.
Das hat mit der Domino-Theorie erst mal nichts zu tun und hat weiter Bestand.
Zustimmung. Wobei ich die Gefahr des fehlenden Schutz Europas als geradezu lächerlich klein ansehe gegenüber der Gefahr einer dauerhaft antidemokratischen, totalitären, neokolonialen, wissenschaftsfeindlichen, religiös-extremistischen und von Angstkrankheiten getriebenen, wirtschaftlichen und militärischen (atomaren) Großmacht.
Der fehlende militärische Schutz ist „nur“ akut dramatisch für die Ukraine und mutmaßlich einige kleinere Staaten in unmittelbarer Nähe, ohne Schutzbündnis: Rep. Moldau, Georgien, mittelasiatische Staaten. Russland ist militärisch nicht in der Lage, EU- und/oder NATO Staaten dauerhaft und nachhaltig anzugreifen und zu besetzen, wenn deren Bündnis - eines ohne die USA - hielte. Vielleicht könnte er das in 10 Jahren, wenn die Ukraine unterworfen wäre und sich Russland ausreichend Zeit für Aufrüstung nehmen konnte - bei gleichzeitiger Passivität Europas. Der Preis der EU wird „lediglich“ in Form dauerhaft hoher Rüstungsausgaben bestehen, viel mehr nicht.
Kein Vergleich damit, was „Deals“ der USA mit autoritären Regimen und Gruppen auf der ganzen Welt anrichten werden, ganz zu schweigen von den innerstaatlichen Verwerfungen. Und eine völlig veränderte Handelspolitik würde selbstverständlich auch die EU hart treffen, die in ihrer Verzweiflung ihrerseits noch mehr als bisher bedenkliche Handelsbeziehungen eingehen könnte. Auch dies würde die Welt schlimmer beeinflussen, als ein fehlendes Schutzversprechen der USA für Europa.
Ich verstehe die Sichtweise der USA: Die (Lasten) Ausgaben sind unverhältnismäßig verteilt. In Trumps erster Amtszeit war es der einzige Punkt, in dem ich ihm Recht geben konnte.
Aber die USA sind in ein Vertragswerk eingebunden und in einer Partnerschaft, die Jahrzehnte existiert. Die meisten Menschen finden es befremdlich, wenn man das so kurzfristig aufkündigt. Vielleicht hätte Obama sagen müssen: „Wenn das mit den 2% des BIP an Militärausgaben nicht klappt, ziehen wir die Aufkündigung der NATO in Erwägung oder reduzieren die Zahl der Streitkräfte und Atomsprengkräfte in Europa - in 10 Jahren“.
Was die USA gerne vergessen: Das Schutzbündnis gilt wechselseitig, also auch für Angriffe auf die USA. Die dort natürlich alle für unrealistisch halten, denn historisch (und im Augenblick auch aktuell) betrachtet wäre die Front in Europa aufgebaut worden. Das muss aber nicht immer so sein. Die Regierung des UK hat zu Recht daran erinnert, dass im sog. „War on Terror“ auch über 600 britische Soldaten ums Leben gekommen sind.
Es ging damals nicht darum, dass die SU die USA auf eigenem Gebiet angreifen wollten (mal abgesehen von der nuklearen Abschreckung), es ging der SU darum, den Kommunismus in die anderen Länder zu bringen und die USA wollten genau das verhindern. Deswegen die vielen US-Militärbasen überall auf der Erde.
Die Bedrohungslage durch den Kommunismus würde ich aktuell als eher gering einschätzen. Für die USA ist es aber vermutlich egal, ob ihre Geschäftsleute wegen der Kommunisten oder wegen sonstwem mit bestimmten Ländern keine Geschäfte machen können.
Das steht vermutlich eher im Vordergrund als die Ideologie der Freiheit.
Ich weiß schon was die Domino Theorie bedeutet.
Die war aber in Europa irrelevant. Die wahr ein Thema in Asien beim Vietnam Krieg. Der Grund in Europa und für die meisten Militärbasen der USA auf der Welt ist, dass man lieber den Krieg, gegen wen auch immer, außerhalb der USA führen will um das eigene Land zu schonen.
Es wurde immer damit gerechnet, dass die Russen / Sowjets, wenn es gehen den Westen und die USA geht, als erstes in Europa angreifen. Und wenn sie Amerika direkt angreifen würden, könnte man ganz schnell die Kampfhandlungen, zumindest zum Teil nach Europa verlagern.
Flugzeuge, Raketen und Truppen wären aus Europa auch viel schneller in Russland.
Die USA machen auch mit Diktatoren, egal ob kommunistisch oder nicht, Geschäfte. Genau das wird ihnen normalerweise vorgeworfen. Aber sie können machen, was sie wollen, die Linken werden sie immer kritisieren. Einfach weil sie die USA sind. Darauf kann man sich als Feindbild immer einigen.
Historisch gesehen leider falsch. Am 12.März 1947 wurde die so genannte Truman Doktrin angekündigt. Sie Sowjetunion sollte an ihrer Expansion gehindert werden durch Beistand für befreundete oder freie Staaten. Südkorea war damals nützlich, aber weder frei noch demokratisch. In den 50ern stärkte man Deutschland bei der Wiederbewaffnung, sowie aktiv Südkorea, in den 60ern Südvietnam und Mittelamerika (Angst vor Castro) und in den 70ern wurde verstärkt die norddeutsche Tiefebene als Einfallstor der Sowjets gesehen und dementsprechend wurden Panzerverbände in Norddeutschland, sowie im bayrischen Wald positioniert.
Als ich beim Militär war, wurde ich als Dolmetscher an einem Manöver verwendet. Ein US Offizier meinte, die Deutschen sollen dankbar sein, dass die US Truppen sehr schnell in Deutschland eingeflogen werden könnten. Daraufhin entgegnete ein Deutscher Unteroffizier raunend: sie können aber ebenso schnell weg sein. Dieser Zweifel war nie auf einer deutschen Agenda zu finden, bis Trump um die Ecke kam.
Aber egal… ein wenig russisch habe ich durch meine Ukrainer schon gelernt…
Naja, die Amerikaner haben so harsch in der Kubakriese ragiert, weil russische Atomwaffen auf Kuba es eine assynchrone Bedrohungslage hergestellt hätte - russische Atomwaffen, die die USA aus einem nahegelegenen Drittstaat aus ins Visier genommen hätten.
Interessanterweise haben sie (und wir) dann 20 Jahre später im Zuge der „Nachrüstung“ den Russen genau das zugemutet. Einer der Aspekte dürfte sehr wohl genau dieses Kalkül gewesen sein - was, wenn die Russen unter Breschnev genauso und mit der gleichen Begründung reagiert hätten wie die Amerikaner in der Ära Kennedy?
Den Vergleich hört man immer wieder, dabei wird aber vergessen, dass russische Raketen nicht nur die USA sondern auch Europa bedrohen. Die beiden Situationen sind also überhaupt nicht vergleichbar.Um da halbwegs eine Vergleichbarkeit herzustellen, müssten die Russen ihre Raketen mindestens hinter den Ural zurückziehen.
Immer wieder interessant, wie im Westen jedes Argument, dass Putin rechtzugeben scheint, vollkommen unkritisch und - ich möchte fast sagen - begierig aufgenommen und mutlipliziert wird.
Wenn man die Bedrohung der NATO mit der der USA gleichsetzt - vielleicht - dann müssten aber bei Abrüstungsverhandlungen die Europäer mit am Verhandlungstisch sitzen - was sie aber nicht tun.
Die ganze Raketenzählerei der 70er bis 90er Jahre beruhte nur auf einer Betrachtung USA vs. SU - auch wurde - wenn Du schon die Europäer als mittelbare Verhandlungspartner miteinbeziehst - regelmäßig unterschlagen, dass sich Russland auch gegen China verteidigen können muß.
Natürlich ist das nichts, was wir uns von Russland unkritisch aufschwatzen lassen sollten - da bin ich Deiner Meinung!
Auch haben sich die Machtverhältnisse seit dem 90ern deutlich verschoben!
Wir können uns der Unterstützung der USA nicht mehr sicher sein - anderseits kannsich Russland auch nicht uneingeschränkt auf die chiniesische Unterstüzung verlassen - es ist deutlich fragiler geworden seit den 80ern…
Aber eigentlich führt das schon zu weit weg vom eigentlichen Thema…
Müssen wir Trump dankbar sein: klares NEIN