Es ging doch aber gar nicht nur isoliert um das Verbot des Liedes - sondern um das Verbot im Kontext dieser Sendung - bzw. damit gegebenenfalls auch um ein mögliches Verbot der Sendung. Abre es stimmt schon - so ganz verstehe ich das auch nicht, wer da wieso was genau untersagt hat - auf jedenfall durfte das Lied in diesem Kontext nicht gespielt werden. Wenn etwas nicht gespielt werden darf - was ist das anderes als ein - kontextorientiertes - Verbot (vgl. Hirsch)?
Die Sendung ist ja eine Auftragsproduktion. Dann ist es doch klar, dass der Auftraggeber (ZDF) entscheiden kann, ob, und unter welchen Bedingungen er sie ausstrahlt.
Es gab schon mal einen ähnlichen Fall bei der „Anstalt“, da durfte Max Uthoff nicht mitspielen:
Nein. Bei uns hat der Staat, die Polizei das Gewaltmonopol. Kampf gegen die AfD ja, natürlich, aber nicht mit Gewalt. Und dazu ruft er recht eindeutig auf. Die Entscheidung das ZDF war richtig.
Gewalt mit Sprühdosen, Aufklebern, Partys (Demos) und Dokumentationen? ![]()
Hier ist der Textteil, der sich von Gewalt nicht genug distanziert:
„Keine Angst, nehmt es selber in die Hand
Die seh’n gefährlich aus, aber wir legen sie lang
Koordiniert euch, fangt an zu trainier’n
Wenn ihr zusammen kämpft, dann kann es funktionier’n
Schon am ersten Tag, wenn ihr die Party macht
Besteht die Möglichkeit, dass es vor der Türe kracht
Also plant immer mit der Konfrontation
Habt Überraschungen dabei, wenn sie komm’
Juristisch ist mal wieder die Grauzone geschrammt
Ich lasse ihn jetzt einfach mal im Raum den Elefant
Ist eh klar was zu tun ist, ich sag nichts mehr dazu“
Sprühdosen und Aufkleber sind m.E. bereits ein Übergriff, den ich persönlich ablehne. Ich kann mich erinnern an einen Beinahe-Übergriff von einem „militanten“ Sprüher, der Pelzmäntel im Visier hatte (zugegeben, eine Nummer kleiner als Aktionen gegen rechts, aber immer noch als Hilfe zur Selbsthilfe gegen das Artensterben, dass vielleicht bis zu uns durchschlägt, und somit langfristig ähnlich bedrohliche Szenarien heraufbeschwört wie die Bedrohung von Rechts). Abgesehen davon, dass er sich beim Mantel meiner Frau an einem sehr gut gemachten Kunststoffimmitation eines echten Nerzes völlig unsinnig vergriffen hätte - es wäre durchaus ein Schaden entstanden und damit ein Übergriff gewesen. Die Aktion hilft im Übrigen nicht, da das Tier - wenn es denn überhaupt eines gewesen wäre - bereits tot gewesen wäre. Was bringt es also, das Auto eines AfD-Ortsvorsitzenden mit Farbe zu besprühen oder gar den Lack mit einem Schraubenschlüssel zu verkratzen (das Auto kann nichts dafür, und die AfD wird dadurch nicht geschwächt)? Das ist m.E. dummer, übergriffiger Aktionismus.
ja. Da ist ein Ausdruck von Hilflosigkeit.
Man macht politisch wirkungslose oder sogar schädliche Aktionen, weil sonst nix hilft.
xxxxxx
Nein.Ganz einfach.
Es gibt gegen die AfD derzeit kein Recht auf Widerstand nach Art. 20 IV GG.
Das ist völlig abstruse linke Politromantik.
Wir haben funktionierende staatliche Stellen, eine Regierung, eine Justiz, die Polizei, den Verfassungsschutz. Die Tatsache, dass die anders arbeiten, als mancher sich das wünscht, gibt kein Recht zum Widerstand.
Das wäre in etwas so, als wenn man „Widerstand“ gegen ein Gerichtsurteil leistet, das einem nicht gefällt.
Auch das Thema hatten wir schon mal.
Na ja, halt Auslegungssache und „linke Spinnereien“.
„Linke Spinnerei“, die aber schnell Teil des Problems werden könnte ![]()
Man kann auch jemanden verbal „langmachen“ und die entsprechende Rhetorik kann man lernen bzw. sich antrainieren.
Passiert ja hier im Forum oft genug. ![]()
Soso, kann man das?
Hier im Forum wird aber neuerdings auch Wert darauf gelegt, dass nicht jeder hier seine Beiträge posten darf.
Ach ja, interessant.
Ich habe mir gerade die entsprechende Passage mal angesehen (Minute 50.15): "Die ZDF Programmrichtlinien sind Regeln, die der ZDF Fernsehrat aufgestellt hat, und mit denen sich das ZDF verpflichtet, unter anderem Menschenwürde, Demokratische Vielfalt und körperliche Unversehrtheit zu achten."Die AntifAnstalt 100
Ich schaue gerade die 100. Folge „Die Anstalt“, die „ANTIFANSTALT 100“ im ZDF. ![]()
PS.: Ich muss zugeben, das war für mich die erste Folge, die ich mir angeschaut habe, aber ich war tatsächlich überrascht.
Wer sich diese Folge im Nachhinein auch anschauen möchte, hier ein Link:
Vor allem über das Ende, „Der letzte Schuss“:
Alles nur „linke Spinner“?
Es sind erstmal sehr gute Kabarettisten. Ich sehe die Sendung regelmäßig und gerne, auch wenn ich inhaltlich nicht allen Aussagen zustimme.
Aber den Hintergrund bzw. die Motive hast Du hoffentlich verstanden?
Es gibt noch verschiedene Folgen in der Mediathek. Ich finde das Format auch super, weil alles sehr gut recherchiert wird und trotzdem witzig aufbereitet, und ich habe die Sendungen früher oft geguckt. Da gab es oft auch interessante Tafelbilder mit komplizierten Zusammenhängen.
Allerdings eine Folge suche ich in der Mediathek schon lange vergeblich, da ging es u.a. um Lars Klingbeil und seine Verbindungen in die Rüstungsindustrie im Zusammenhang mit dem Rüstungsexportkontrollgesetz zu Zeiten als er noch ziemlich unbekannt war und an den Ukrainekrieg noch kein Gedanke. Ich glaubte bis heute, er hätte verfügt, dass die Folge raus genommen werden musste, aber falls noch jemand die Folge woanders findet, bitte gern verlinken. Die würde ich gern noch mal sehen.
Das wird wohl fast allen Zuschauern so gehen. Die Sendung soll ja auch allen einen Spiegel vorhalten und alle Blickwinkel abdecken.
Glaubst du das wirklich?
„Glauben“ heißt ja, „nicht wissen“.
Sie war auf jeden Fall nicht mehr da, und ich war vor ein paar Jahren während meiner Suche im Internet auf entsprechende Kommentare von anderen gestoßen.
Wenn dir das Wort „glaube“ nicht gefällt, ersetze ich es durch ein anderes.
Wichtiger wäre mir aber, die Folge zu finden.
Es geht nicht um das Wort, es geht mir um deine Vorstellung von der Realität. Es geht darum, dass du das für möglich hältst.
Meinst du diese Folge?