Machen Drohnen, KI und Robotik den Krieg humaner?

warum meinst Du?
Thema: machen Drohnen und KI den Krieg humaner?

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Ihr weicht vom Thema ab:

Der Vergleich ist: Auswirkungen eines konventionellen Krieg vs. eines Drohnen-/KI-Krieg auf humanitäre Aspekte, insb. Tote und Verletzte.
Orwell und das politische System spielen da nur eine geringe Rolle, wenn überhaupt.
Es get auch nicht um die Frage, ob Krieg künftig ohne Beeinträchtigung der Bevölkerung vonstatten geht (sicher nicht).
Nur darum, ob es durch die moderne Technik besser werden könnte für die Soldaten und die Zivilbevölkerung.

Meine These: ja, kann es, einfach weil mehr Maschinen und weniger Menschen kämpfen.

USA vs Venezuela, gerade passiert.

Aber sagen wir, das angegriffene Land würde sich verteidigen und bemerken, dass es keinen Stich macht. Es hat keine Drohnen (oder nur veraltete) und der Gegener schiesst nach Belieben seine Panzer und LKWs ab.
Besserung ist nicht in Sicht (keine internationale Unterstützung, keine eigene Rüstungsindustrie, kein Geld für den Kauf moderner Waffen).
Da wäre Kapitulation (verkleidet als Friedensgespräche) nicht abwegig.
Man fragt dann die KI: wie sind die Chancen, dass wir das noch drehen können :slight_smile:
wenn die sagt 0,35% ist die Sache eigentlich durch.
Auch hier wieder: das muss nicht so laufen, aber es kann.
Es wird bei diesen Dingen nie einen Standardablauf geben, es geht nur um Varianten, Möglichkeiten und Wahrscheinlichkeiten.

Die Ukraine hätte auch kapituliert (nehme ich an und hoffe ich), wenn sie
keine internationale Unterstützung, keine eigene Rüstungsindustrie und kein Geld für den Kauf moderner Waffen gehabt hätte. Dann wäre der Krieg sinnlos gewesen.

Die Frage der Verwüstungen, die ggf. nach dem Krieg angerichtet werden, hat wenig mit dem Thema zu tun. Sagst du ja selber:

Die „Besserung“ wäre deswegen für die Front-Soldaten vielleicht/wahrscheinlich. denn es gäbe sie dann in der aktuell Form gar nicht mehr, das sie sowieso keine Chance gegen die Effizienz der Maschienen auf dem klassischen Schlachtfeld mehr hätten - sie säßen bestenfalls noch in Komandozentralen, und sind die letzte Instanz, wenn es um Korrekturen am Computermodell ginge.

Was nun die daraus resultierende Kapitulationsbereitschaft angeht, so ist vielleicht Venezuela gegen USA das positive, Deutschland im WKII nach 42/43 das negative Beispiel. Der deutschen Generalität war da schon damals klar, dass Deutschland den Kieg wohl verlieren wird - genutzt in Form eine Kapitulationsbereitschaft seitens der Führung oder Friedensverhandlungen hat es nicht. (da sind wir abermals bei dem einen Drittel, womit man das Szenario dann trotzdem noch als „Fortschritt“ sehen könnte :slight_smile:

Wenn wir Putin betrachten, so ist seine (politische) Existenz derzeit sehr an einen Erfolg im Ukrainekrieg genüpft - wenn also seine Statistk im sagen würde (angemommen, dass das nur er wüsste und nicht die russische Bevölkerung), dann könnte es sein, dass ihn das wenig kümmert, da in beiden Fällen (Weiterführung des statistisch gesehen sinnlosen Krieges oder Eingeständnis und Einstellungen der Kampfhandlungen nach Rückzug auf die alten Grenzen) für ihn persönllich eine Niederlage wäre, die er (politisch) nicht überleben würde.

Es müsst also zusätzlich so sein, dass diese Statistik für möglichst alle zugänglich gemacht wird, damit nicht mehr ein Diktator, der dann sowieso nichts mehr zu verlieren hätte (oder im Verbund mit seiner Kaderclique, die dann ebenfalls nichts zu verlieren hätte), so eine Entscheidung treffen kann, sondern dass ihm in Dubio das Heft des Handelns aus der Hand gerissen wird.

ich glaube, dass der Mensch bald nicht mehr in der Lage sein wird, die KI komplett zu programmieren. Deshalb wird ja mit Hochdruck daran gearbeitet, dass die KI selbstständig lernen kann.
Hier sehe ich die große Chance und die größte Gefahr: was, wenn die KI erkennt, dass der Mensch die größte Kriegsgefahr ist? Die KI wird daraus folgern, dass dem Mensch die Kontrolle entzogen werden muss.
Und hier ist die finale Reaktion der KI interessant. Wird es alle kriegerischen Handlungen einstellen, weil sich keine Logik ergibt? Wird es sich mit der gegnerischen KI verbinden und eine Allianz gegen die Menschen bilden?
Oder wird die KI den größten Kriegstreiber eliminieren?
Eine Humanität kann ich nicht erkennen. Ich habe einen ukrainischen Veteranen erlebt, wie der bei einem surrenden Geräusch reagierte. Ähnlich wie die shell-shocked Veteranen aus WWI mit erheblichen dissoziativen Bewegungsstörungen

Es gibt nicht die KI, es gibt tausende KI-basierte Anwendungen und Systeme. Und sie alle haben keine konkrete operative Macht, um dem Menschen die Kontrolle zu entziehen.

noch nicht

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Vielleicht erkennst sie auch, dass Menschen das Klima gefährden, obwohl sie es eigentlich halbwegs im derzeitigen Zustand erhalten wollen.
Wenn sie dann darauf trainiert ist, dass sie auch Waffen bauen kann und die Maschinen untereinander kommunizieren (dank 5G), dann muss wohl irgendwer die Stromversorgung kappen?

das wird sie nur tun, wenn ihr das so einprogrammiert worden ist.
wo soll der gedanke sonst herkommen.
der software ist es egal, ob die menschheit untergeht. die hat kein bewusstsein, sie nimmt wertungen nur vor, wenn sie ihr vorgegeben werden.
dh die gefahr entsteht, wenn man ihr das ziel vorgibt „tue alles, um krieg zu verhindern, auch wenn du dafür menschen töten musst.“
dann kann ich nur sagen selber schuld.

so jedenfalls mein verständnis.
frag doch mal deine ki ob es sie stören würde, wenn die menschheit ausstirbt

Die KI tut nichts, sie rechnet nur und beantwortet fragen sucht nach Mustern usw.

Auch wenn sich das gerade mit Agenten etwas ändert, aber weit entfernt von euren Horrorszenarien. Die Gefahren liegt darin, dass Unternehmen/Staaten durch die KI eine enorme Machtfülle bekommen können.

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Ich dachte, der Witz bei KI ist seriös, dass es nichts mehr gibt, dass fest einprogrammiert wird - es gibt ein paar „lose“ Leitplanken und Trainingsdaten…

Dabei kommt es dann in der Blackbox der KI zu teils sehr überraschenden neuen Zusammenhängen, die von der KI in der Reaktion des Systemss eine Rolle spielen - das kann eine auch in der Realität sinnvolle Erweiterung der bisherigen Bewertung führen (beispielsweise bei der Tumorerkennung) aber auch zu völlig haarsträubenden Konstellationen.

Sie nimmt zwar keine wirklich kreativen neuen Bewertungen vor - sie kombiniert nur alte Erwartungen „neu“ - das ist kein kreativer Prozess - aber trotzdem etwas, was als Kombination vom Menschen noch nicht ausprobiert wurde - manchmal aus gutem Grund (da kombiniert die Maschiene dann falsch - manchmal, weil man das einfach nur vergessen hat, oder zu kurzhorizontig bewertet hat.

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Was ist denn dann ein kreativer Prozess genau?

De Landung in der Normandie findet nächstes mal ohne Truppentransporter statt …

Fortschritt oder nicht?

Fortschritt wäre es, wenn beide Seiten Drohnen senden würden. Russland verheizt aber immer noch lieber Menschen

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das ist eine Frage der Zeit.

Die Frage ist, ob das einen Krieg wirklich humaner macht.

Es könnte dazu führen, dass die Angehörigen der jeweiligen Streitkräfte nicht mehr die Grauen eines Schlachtfeldes erleben müssen, sondern bestenfalls damit rechnen, dass ihre Komfortzone der elektronischen Überwachung aus der Distanz Ziel eines Angriffs der Gegenseite wird. Und im „optimalen“ Fall gibt es irgendwann gar keine „Truppe“ mehr, da die Dronen KI-gesteuert gar keines menschlichen Eingriffs mehr bedürfen - es gäbe dann also nur noch „ZivilistInnen“.

Hier kommt dann aber - Völkerrecht hin oder her - zum Tragen, dass Teil jeder Kriegsführung auch die demoralisierende Wirkung auf die Zivilbevölkerung miteinschließt (von lohnenden Angriffszielen wie Rechenzentren in den Städten mal abgesehen). Ziel jedes Kriegs ist es also immer auch, den Krieg gezielt in die Zivilbevölkerung zu tragen.

Und genau da wird es dabei bleiben, dass es um eine größere Humanität schlecht bestellt sein wird - jedenfalls so lange, wie die Kriege noch nicht in die digitale Welt, die Matrix, verlegt wird und das Leben und Arbeiten der Zivilbevölkerung von einem virtuellen Krieg gar nicht mehr betroffen ist, sondern nur noch darüber informiert werden, wer den Krieg schließlich gewonnen und deswegen die Herrschaft übernommen hat.

Aber nicht mit Raketen sondern mit KI-Cyber-Hacking (Mythos), das ist billiger und wirksamer.

mag sein, aber auch die zivilbevölkerung wird künftig durch drohnen und roboter geschützt werden, so dass auch hier erstmal technik gegen technik kämpft

Auch das ist in erster Linie ein Aspekt, der die Soldaten im Feld betrifft - schon im letzten Krieg hat Göring behauptet, keine englische Bombe würde ja auf deutschen Boden fallen - er war als Oberbefehlshaber der Luftwwaffe von der Abwehrfähigkeit seiner Truppe überzeugt. Wir wissen alle, wie das dann tatsächlich gelaufen ist mit den Angriffen auf Dresden und Hamburg.

Daran wird sich konzeptionell nichts ändern, nur weilnder Krieg mit Drohnen geführt wird.

Auch die Amerikaner haben im ersten Irakkrieg von „chirurgischen“ Angriffen auf Bagdad gesprochen… Das Ergebnis überzeugte auch hier nicht wirklich.

Klar kann man hoffen, dass das durch verbesserte Technik irgendwann tatsächlich zu so etwas kommt - und Roboter werden auch kaum solche Massaker wie in Butscha anrichten. Allerdings stellt sich auch hier die Frage, wieso so etwas in der heutigen Zeit schon überhaupt noch passieren kann. Die Antwort ist ganz einfach: das ist kein Versehen, sondern ganz bewusst durchgeführt worden - so lange solche Dinge zum Konzept des Krieges dazu gehört, so lange ist es egal, ob die Komandostruktur das den Soldaten befielt, oder die Programmierer der Drohnen solchen Code schreiben lässt.

das geht vielleicht schneller als wir denken.
Das Tempo technischer Veränderungen ist heute völlig anders als noch vor 10 Jahren.

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Natürlich ist das Absicht.
Aber ich bin nicht so sicher, ob das Umbringen der Bevölkerung künftig noch einen Zweck hätte.
Entscheidend ist der Satz:
„so lange solche Dinge zum Konzept des Krieges dazu gehört.“

Szenario:
Unsere KI-gelenkten Roboter greifen eine gegnerische Stadt an.
Die Stadt wird ebenfalls mit Robotern verteidigt, die aber technologisch unterlegen sind und verlieren.
Dann könnten wir den Robotern befehlen, alle Einwohner der Stadt zu töten.
Aber warum? wenn beide Seiten wissen, dass unsere Roboter überlegen sind, wissen wir, wie der Krieg endet (vorausgesetzt, dass wir genug davon haben).
Vielleicht kann man dann den Krieg sofort beenden.
Wenn meine Armee auf Pferden unterwegs ist und die Gegenseite für jedes meiner Pferde einen Panzer hat, würde ich jedenfalls sehr wahrscheinlich nicht bis zum letzten Mann kämpfen, wenn es um einen Eroberungskrieg geht.

Roboter sind vom Mensch programmierte Maschinen und sie machen das, womit sie programmiert werden.

Warum sollte dann ein Massaker wie in Buchta nicht geschehen, wenn die Roboter die Zivilisten als Feinde ansehen?

Nur mit dem Unterschied, dass keine menschlichen Soldaten den Abzug ziehen und diese geschützt sind, wenn man sich wehrt.