Kriegserlärung an Russland durch den Gesundheitsminister?

Keiner hat was von zwingen gesagt. Es wird aber Einfluß von außen erforderlich ein, um die Kriegsparteien wieder and den Verhandlungstisch zu bekommen. Auch die Vereinbarung über die Getreidelieferungen schienen ja aussichtslos zu sein, es bedurfte einer Alternative von Ländern wie der Türkei ( und der UNO) um doch noch eine Lösung zu finden. Natürlich sieht es derzeit nicht nach Verhandlungen aus aber was soll denn die Alternative zu Verhandlungen sein? Das eine Partei den Krieg wirklich militärisch gewinnt und die andere bedingungslos kapituliert ist doch eher unwahrscheinlich.

Wenn es nach vielen Bürgern geht, für billiges Gas und Strom.

Dass die Ukraine immer mehr Boden zurückgewinnt und Putin wegen der Mißerfolge von seinen eigenen Leuten abgesetzt wird. Genau danach sieht es mir im Moment aus, auch wenn er immer noch fest im Sattel zu sitzen scheint. Aber der Unmut und Widerstand wächst …

3 „Gefällt mir“

Wie zu meiner Bestätigung … hier ein aktueller Bericht aus und über das Kriegsgebiet sowie die russische ‚Mobilisierung‘ LOL.

Ich glaube es ist ein Fehler, dass wir immer noch davon ausgehen, dass das „Putins Krieg“ wäre.
Es ist die russische Armee, die sich um Krieg befindet. Selbst wenn Putin abgesetzt würde, gibt es ja keine funktionierende Opposition, die eine völlig andere Politik betreiben würde. Der Nationalismus ist in Russland bei allen führenden Parteien stark ausgeprägt, so daß auch eine Nachfolgeregierung eine militärische Niederlage wohl kaum akzeptieren würde. Mag sein, dass dann aber Verhandlungen wahrscheinlicher würden ( zumal das dann auch für Selenskji einfacher wäre) womit wir aber wieder beim Thema Verhandlungen wären.

Genau!

Ich vermute auch, dass der russischen Armee inzwischen die nötige Motivation fehlt, sonst hätte die Ukraine es auch nicht so einfach.

Vielleicht hat auch die Abstimmungen unter Androhung von Gewalt und den anschließenden Annexionen einige zum Nachdenken gebracht.

Hinzu kommt noch die Teilmobilisierung und die Massenflucht vor Einberufungsbefehlen.

Unterstützer des russischen Regimekritikers Nawalny sehen die russische Führung geschwächt und wollen sich neu formieren. Das Netzwerk werde als „Untergrundpartisan“ arbeiten, kündigte ein enger Verbündeter von Nawalny an.

Wir sollten für Nawalny beten, auch, wenn man nicht besonders gläubig ist.

Insgeheim hoffe ich auf einen Putsch.

1 „Gefällt mir“

Nein, um Menschenleben zu retten.

Schön wärs

Ich bin mir bzgl. Nawalny nicht so sicher, ob dies der Held ist zu dem er im Westen stilisiert wird.

Der britische Economist berichtete im Dezember 2011, dass Nawalny sich selbst als „nationalistischen Demokraten“ bezeichnete.[18][267] Der Guardian schrieb über Nawalny, er habe als einer der wenigen Oppositionspolitiker mit seinem Nationalismus und Charisma die Fähigkeit, nicht nur „Moskauer Hipster“, sondern auch die Massen in den Provinzen anzusprechen.[268] Der Politikwissenschaftler Gerhard Mangott bezeichnete ihn als unerschrockenen Aktivisten gegen Korruption, aber auch als „radikale[n] russische[n] Nationalist[en]“.[269] 3sat berichtete im Januar 2012, dass Nawalny seinen Ruf als Nationalist inzwischen abzulegen versuche.[264]

In einem Interview mit Alexei Wenediktow von Echo Moskwy im Jahr 2014 erklärte Nawalny, dass die Krim Teil der Russischen Föderation sei, auch wenn sie „unter ungeheuerlicher Verletzung jeglicher internationaler Normen“ übernommen worden sei. Zur Lösung des Konflikts und zur Wiederherstellung der Gerechtigkeit sei ein erneutes, „normales“ Referendum der Krimbevölkerung über den Status der Krim erforderlich.

2 „Gefällt mir“

Aber mit Nawalny besteht eine bessere Chance auf Frieden. Der Preis ist die Krim. Russland wird an der Krim mit Zähnen und Klauen festhalten. Aber der Rest ist verhandelbar, sprich die Krim wird international als russisch anerkannt und die besetzten Gebiete gehen zurück an die Ukraine. Schön wär’s zumindest…

Ja, allerdings würde die Absetzung Putin - sollte es soweit kommen - der Nachfolgeregierung die Möglichkeit geben, ihn die Schuld an dem Angriff zuzuweisen und die neuen Machthaber hätten eine Chance, gesichtswahrend aus der Sache rauszukommen.

3 „Gefällt mir“

Mir persönlich würde es in ersten Schritt genügen, wenn die Ukrainer die russischen Besatzer komplett vertreiben und ggf. mit Hilfe von Drohnen und Artillerie eine „Pufferzone“ an der Front errichten.

Wenn der russischen Armee dann entweder die Soldaten, Panzer oder die Munition für weitere Angriffe ausgehen, dann würde zumindest nicht mehr gekämpft werden, auch wenn sich beide Seiten dann immer noch unversöhnlich gegenüber stehen.

Der Krieg wäre ‚eingefroren‘. Ein kleiner Schritt, aber auf den könnte man aufbauen.

Natürlich stellt sich dann die Frage nach der russischen Regierung - wird es immer noch Putin sein, einer seiner Freunde oder ein gemäßigten Politiker der Opposition?

Da müssen wir dann nehmen, was kommt, aber je größer die Niederlage, desto eher wird es niemand aus Putins Dunstkreis und desto eher kann sich der neue Herrscher als ‚Retter‘ präsentieren, wenn die Sanktionen aufgehoben werden (nach russischen Gegenleistung wie z.B. ein Friedensvertrag und die Verpflichtung zu Reparationszahlungen).

1 „Gefällt mir“

Damit beschreibst du das ukrainische Verteidigungsziel. Der militärische Teil wäre erst mal auf reine Verteidigung beschränkt. In den Verhandlungen geht es dann um Reparationen und die Anerkenntnis der Ukrainischen Grenzen. Ersteres kann aus den beschlagnahmten Mitteln finanziert werden. Zweiteres glaubt Russland niemand.
Und mit Putin verhandelt niemand, denn er hat keinerlei Vertrauenskapital.

2 „Gefällt mir“

Stimmt. Mit Putin verhandeln ist m.A.n. fast unmöglich. Egal was er zusagt, im Hintergrund macht er etwas völlig anderes.
Er würde jeden Tag am Ukraine-Krieg 2.0 basteln.

Mit einem „eingefroren“ Krieg könnte man ggf. Putin aussitzen. Glaubt man diversen Berichten, ist seine Gesundheit schwer angeschlagen.

1 „Gefällt mir“

sinnvollerweise kann der Krieg m.E. nur so enden:
Biden ruft Putin an (in Abstimmung mit zumindest den wesentlichen NATO-Ländern) und sagt ihm:
wir greifen in 1 Woche mit Boden- und Lufttruppen in den Krieg ein, sperren den Luftraum über der Ukraine, vertreiben Eure Truppen, erobern/befreien die Krim.
Wenn Ihr Atomwaffen nutzt, machen wir das auch. Wir bluffen auch nicht (an dieser Stelle Hinweis auf bereits laufenden Truppenaufmarsch in D, Polen, Estland, Finnland).
Das könnt Ihr verhindern, wenn wir einen Frieden verhandeln.
Ihr müsst deutliche Zugeständnisse machen, Eure Annektionen zB könnt Ihr vergessen.
Ich rede dafür mit Selenskij und mache dem klar, dass er auch Zugeständnisse machen muss.
Der wird toben, aber ohne uns kann er den Krieg keine 3 Tage weiterführen.
Verhandlungsmasse ist ggf. die Krim, die Neutralität, die NATO-Mitgliedschaft, aber nicht alles auf einmal.
Du hast 1 Woche Zeit für Deine Antwort. Höre ich nichts, greifen wir an.

Dann werden wir feststellen, dass nicht nur wir Angst vor einem großen Krieg und Atomwaffen haben. Dieser Konflikt kann nur von einer Großmacht beendet werden, die bereit ist, dafür große Risiken einzugehen und Leben zu opfern.
Denn Russland ist dazu bereit, und dagegen kommt man nur an, wenn man auf der berühmten Augenhöhe ist.
Eine ernsthafte und gut vorbereitete Eskalation ist die Lösung, nicht das Problem.

Wenn aber Putin meint, eine Welt ohne Putin und ohne die Ukraine macht keinen Sinn für ihn? Dann schlägt er wohl zuerst zu.

1 „Gefällt mir“

Und was passiert danach? Wie wird verhindert, dass ein Bürgerkrieg dort immer weiter brodelt (wie er nun schon seit etwa 10 Jahren in der Region brodelt)? Wird die Ukraine komplett „entrussifiziert“, alle mit Russland sympathisierenden Menschen vertrieben? Bleibt die USA/NATO als Besatzungsmacht vor Ort - immer mit einer Rakete auf Russland zielend? Wer bestimmt die Regeln, die dann in der Ukraine gelten sollen, soll es autonome Regionen geben?

Es braucht einen sehr guten Plan für die Zeit nach der Befreiung. Das letzte mal, dass die USA so einen Plan für einen Übergang in die selbstbestimmte Eigenständigkeit hatte … freuten sich die Taliban.

…war, als Deutschland demokratisiert wurde. Gilt Südkorea auch?

2 „Gefällt mir“

Eine solch massive Drohung hätte ganz vielleicht zu Beginn des Krieges Sinn gemacht. Jetzt nicht mehr. Russland verliert gerade militärisch.

Die schlecht und unvollständig ausgerüsteten Rekruten werden ohne erfahrene Offiziere an die Front gekarrt (manchmal sogar ohne Wasser und Nahrung). Nach dem ersten heftigeren Beschuss kapitulieren, fliehen oder desertieren sie zu hunderten. Diese vielen Kriegsgefangenen sind ein großes logistisches Problem für die ukrainische Armee geworden und bremsen ihren Vormarsch mehr als alles andere.

btw Russland ist mittlerweile zur größten ‚Spendernation‘ der Ukraine in Sachen Fahrzeuge, Waffen und Munition avanciert, indem sie das Zeug beim überhasteten Rückzug nicht mal unschädlich machen.

alles sehr gute fragen, die ich auch nicht beantworten kann und will.
aber wir sind diesmal nicht in afghanistan. die ukraine grenzt an nato und eu, sie ist kulturell ähnlich genug, sie will unsere hilfe und eine engere anbindung. ich sehe da wenig parallelen zu afghanistan, tatsächlich eher zu D nach dem weltkrieg.
mir ging es erstmal nur darum, wie ein ende des krieges möglich ist.
da bleibe ich dabei, dass die nato irgendwann selber ins risiko gehen muss, sonst wird das nix.
dass die russen militärische probleme haben ändert nichts. solange sie die einzigen sind, die mit raketen auf die gegnerischen städte schiessen dürfen, bleiben sie am drücker. erst wenn raketen auf moskau drohen, kommt bewegung in die sache

1 „Gefällt mir“