Kommunikation oder warum der Klimawandel bleibt

Auf Bundesebene ist das Spitzensport: Die anderen sind auch gut.

Annalena und Robert haben unterschiedliche Kommunikationsstile: Annalena emotional und polarisierend. Das ist für die ingroup aktivierend und kann sie zusammenhalten. Für andere ist das ein Hindernis und sie wird als Feindbild aufgebaut. Robert integrierend und ruhig. Das kann auch andere eher ansprechen und dazuholen. Allerdings tendieren Menschen unter Druck dazu, eher nach polarisierendem Stil zu suchen, die Gräben zwischen Gruppen werden tiefer. Ich halte es für extrem wichtig, dass Führungspolitiker integrierend kommunizieren, aber unter Angriffen ist das schwer durchzuhalten. Manchmal, bei besonders hohem Status, wird es von der Bevölkerung anerkannt und auch in einer Krise bevorzugt, aber von der Presse normalerweise eher nicht. Dh. dass Roberts Kommunikationsstil gerade jetzt einen Nachteil hat.

Ja, da habe ich auch oft den Eindruck, dass das irgendwie nicht durchkommt. Es gibt viele Untersuchungen dazu, wie Dinge kommuniziert werden sollten, auf den unterschiedlichen Ebenen, aber die Papiere scheinen in den Schubladen steckenzubleiben.
Ein Problem scheint es mir zu sein, dass man bei technischen Problemen weiß, da sind Fachleute, die sagen das und das, aber in der Psychologie und Soziologie gibt es ziemlich viel Halbwissen, und jeder hat eine theory of mind, aber relevante wissenschaftliche Erkenntnisse verbreiten sich nicht so schnell wie nötig. Offenbar nicht einmal unter den Mitarbeitern der Ministerien. Außerdem ist die Transformation einer Gesellschaft (technologisch, ökologisch, sozial) extrem komplex und die Denkweise darüber ist für viele neu.
Aber am Ende kann ich mir diese Unfähigkeit auch nicht recht erklären. Vielleicht: Vertrauen kann man nicht konstruieren, auch nicht mit Psychotricks oder Bürgerhearings, man muss es persönlich als Beziehung aufbauen.

Ja, darin liegt sicher ein wesentlicher Teil des Problems. Bei den Grünen sehr stark, aber auch bei den anderen Parteien. Ich hatte die more in common Studie hier https://das-gruene-forum.de/t/wie-geht-es-weiter-gruene-bald-gleichauf-mit-der-afd/1735/181?u=dape12345 verlinkt, da ist das beschrieben. Hier https://das-gruene-forum.de/t/wokeness-gender-und-so-weiter-zum-x-ten-ist-man-automatisch-ein-faschist-wenn-man-nicht-richtig-gendert/2050/7?u=dape12345 sind die Sinus-Milieus, die sind auch hilfreich.

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