Jede Regierung wird versagen

:roll_eyes:

Also, zurück zur Überschrift:
„Jede Regierung wird versagen“.
Solche genialen Lösungsvorschläge für höchst komplizierte Fragen sind auch Teil des Problems.
Jeder Dödel glaubt heute, dass er es besser weiß als die Regierung und alle Fachleute.
„Wenn alle nur auf mich hören würden, wäre die Welt gerettet.“
Aber nein, die Politiker sind ja alle blöd, daher gehören sie alle weg.

Diese unfaßbare Selbstüberschätzung von Leuten, die in jedem Satz mit der deutschen Sprache kämpfen (von der Logik und den Fakten ganz zu schweigen), ist schwindel- und manchmal auch ekelerregend.
Auch das bildet den Nährboden für die Verächtlichmachung der Demokratie und ihrer Institutionen.

Wie wahr. Man findet dazu viele Beispiele, auch hier im Forum.

Und das Erstarken der AfD.

Wozu ist eigentlich ein Diskussionsforum da?

In der Regel dient es zum Austausch von Wissen, verschiedenen Meinungen und Erfahrungen.

Viele (??) User*innen, viele Menschen mit verschiedenen Charakteren und natürlich auch verschiedene Meinungen. Das ist halt so.

Welche Ziele hat eigentlich der Betreiberverein dieses Forums inzwischen oder welchen Zweck sollte dieses Forum dienen?

Das Durchdrücken ihrer eigenen Meinungen?

Das sind interessante Fragen, die ich mir auch stelle. War es so, dass sich der Betreiberverein vom offiziellen Diskussionsforum der Grünen abgespalten hatte? Und warum taten sie es? Ich hatte damals eine Nachricht bekommen. Diese klang so ähnlich wie, hier würde ernsthaft diskutiert und für mich schien das mit der Bekämpfung der Erwärmung der Erde in Folge des Klimawandels in Verbindung zu stehen. Inzwischen wird die Startseite diesbezüglich etwas weniger dramatisch dargestellt als das lange Jahre war. Ich hatte eine vorherige Diskussion und Entscheidung dazu verpasst, fände aber die Beweggründe interessant?

Auch inwieweit sich der Verein von den Grünen unterscheidet?

Damit wieder zum Ansatz, woran die Demokratie scheitern könnte. Genau dabei geht es in der Politik einer Demokratie nicht. Kompromisse sind unverzichtbar. Zu meinem Beispiel plakativer: @lawandorder zitierte meine Bewertung zu dem was ich vorher geschrieben hatte und ließ vielleicht mit Absicht, vielleicht auch nicht, den wesentlichen Teil aus dem Beitrag zuvor weg.

Also der wesentliche Teil:

und nun:

Für die Partei Bündnis 90/ Die Grünen wäre eine Erhöhung der Pendlerpauschale im Zuge der hohen Benzinpreise im Frühjahr eine Ermunterung zum Autofahren und für weitere CO2 Belastung der Umwelt gewesen. Wäre es das gewesen? Wäre es nicht darum gegangen, Autofahrer die auf das Fahrzeug angewiesen sind, zu entlasten? Hätten Politiker der Grünen an der Stelle über ihren Schatten springen können?

Ich hatte meinen Vorschlag schon damals gemacht und wurde hier glatt zerrupft und danach nicht mehr angehört. Das ist eine Art Burgfrieden gegen alle die andere Meinungen haben. Unsere Demokratie krankt und die Grünen stehen in der Meinungsforschung ganz weit oben, sich schwer mit anderen Meinungen zu tun.

Die Union hätte sich wahrscheinlich mit einer Senkung des Preises für das Deutschlandticket schwer getan - wobei ich denke, dass die Fraktion noch eher dazu bereit gewesen wäre, als zu einer vormals von der Bundeswirtschaftsministerin vorgeschlagenen Erhöhung der Pendlerpauschale die Grünen.

Die SPD war damals unter Duck und hatte schnell diesen zusätzlichen abgabefreien Monatsverdienst auf freiwilliger Basis und Lasten der Arbeitgeber eingebracht und später mit den Koalitionären aber zur gesamtwirtschaftlichen Entlastung dann eine Steuerreform beschlossen. Mit einer Einführung des Klimageldes hätte man sie in den letzten Monaten auch nicht locken können, es sei denn es hätten sich die Parteien - zu einem echten Wurf bereit - zusammengetan.

Das sind alles Beispiele wie parteipolitisch engstirnig gedacht wird, anstatt in Krisen mehr als nur zu reagieren. Ich selber kann natürlich nur Ideen einbringen.

Ich verstehe aber immer noch keine Logik, warum jede Regierung versagen sollte? Nach dem Motto, dann bräuchten wir keine mehr, und können es einfach werden lassen, wie damals?

Am 14. Juli 1933 erklärte die Reichsregierung, die NSDAP zur einzig zugelassenen
Partei.

Auch der Name des Threads zur Quelle dazu ist interessant:

Das Ende der deutschen Parteien

Das klingt vielleicht zu extrem. Unsere Bundespräsidentin würde das nicht zulassen! Aber wenn jede Regierung versagen wird? Die Weimarer Zeit war zum Ende genau so.

Eine Minderheitsregierung der AfD ist heute im Bereich des Möglichen - und wollen die Demokratie überhaupt?

:roll_eyes:
dann solltest Du Dich vielleicht einfach raushalten, wenn du nicht mal das Thema verstehst.
Oder nachfragen, statt einfach irgendwas daher zu reden.

Gemeint ist: „Jede Regierung wird in den Augen der Wähler versagen.“
Die Erwartungen der Wähler sind mittlerweils so groß, dass -gemessen daran- jede Regierung nur versagen kann.
Siehe meine ausführliche Begründung

Und zur Sicherheit: das ist zT ironisch gemeint, wie zB dieser Satz:
„Jeder Dödel weiß, wie man die Probleme der Welt löst, nur die Bundesregierung steht auf dem Schlauch.“

Auch hier ist einiges wieder ironisch überspitzt:
„Es gibt ein Problem?! Wehe, wenn der Kanzler das nicht sofort löst, und zwar so, dass er dabei niemanden kritisiert, belastet oder sonstwie in seiner politischen Kindergartenidylle stört!!
Dann gehört er abgesetzt, das faule, arrogante, unfähige Schwein!
Ist uns doch egal, ob das Problem in China oder den USA entstanden ist, ob es auf Krieg oder Pandemie oder globaler Klimaveränderung beruht.
Jeder Wähler hat ein Anrecht darauf, dass die deutsche Regierung seine persönlichen Probleme schmerz- und kostenfrei löst!!“

Deine leicht obsessive Vorliebe für sinnfreie Nazi-Vergleiche solltest Du mal fachmännisch behandeln lassen.

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Warum vermutest Du das? Die Migration ist ein ganz wesentlicher Bestandteil der AfD-Strategie. Ergo auch ein wichtiges Thema/Zugpferd für AfD-WählerInnen, dem durchaus sehr viel Gewicht beigemessen wird.

Ds geht von bezahlbaren Wohnraum durch viele frei werdende Wohnungen, über den Arbeitsplatz bis hin zu offener Diskimminierung. Wenn man sich die Polemik von AfD-Abgeordneten (von Weidel über Krah bis hin zu Höcke) ansieht, so wird das Thema doch gerade deswegen so hoch (und breit) aufgehängt, weil das der identifizierte Sündenbock ist, den die raktionäre Wählerschaft haben will.

Da ist nirgends etwas von der Erkenntnis: „Leute,wir haben uns unsere Problemfelder selbst geschaffen, weil wir über Jahrzehnte auf Pump und weit über unsere Verhältnisse gelebt“, um daraus zukunftsorientierte richtungswechsel vorzunehmen.

Das gilt auch für

Die Ursache sind vor allem wir selbst, weil wir den Menschen wiederum fast schon über Jahrhunderte systematisch die Lebensgrundagen entzogen haben (angefangen durch die Kolonialzeit bis hin zum modernen globalen Kapitalismus). Dazu habe ich noch kein einziges konstruktives Argument aus dem Munde eines AfD-Funktionärs oder deren Wähler gehört.

Das mag sein - aber wie willst Du die Menschen, die genau deswegen mit den aktuellen Problemen übefordert sind, und deswegen nach einfachen (eingängigen) Lösungen suchen, und sie eben bei den etablierten Parteien nicht finden, und dann für sich die Entscheidung treffen, lieber die (unzulässigen) Simplifikationen der AfD zu wählen, „mitnehmen“?

Wenn die Fähigkeit und/oder die Bereitschaft der Leute, die komplexen Lösungsansätze für komplexe Probleme zu verstehen, dann kann die Antwort darauf nicht sein, eine etwas anders orientierte aber im Kern ebenfalls unzulässige Siplifikation entgegen zu setzen.

Deswegen wird „jede Regierung scheitern“ - die Problemlösungen passen nicht (mehr) zur Erwartungshaltung der WählerInnen.

Da gebe ich Dir Recht. aber auch das ist Teil des Problems. wir haben den Karren seit über 50 Jahren in den Dreck gefahren, und befinden uns an einem Punkt, in dem weitere 50 Jahre für eine nachhaltige Gesellscahft nicht mehr zur Verfügung stehen, weil die Nordeutsche Tiefebene bis dahin infolge des Meeresspielgeanstiegs zunehmend zur Gefahrenzone und die spanischen und südfranzösischen Gebiete infolge Hitze und ständiger Feuersbrünste zumnehmen unbewohnbar werden.

Auch dem widerspreche ich nicht - das ist aber genau das, was derzeit die Mehrheit (rückwärtsgewandt/reaktionär) von der Politik erwartet.

Genau deswegen wird jede Regierung eben „versagen“. Die Ansprüche sind nicht mehr zu erfüllen, und die Konsequenz, dann eben auf etwas zu verzichten, für die meisten nicht akzeptabel ist.

Deine Vorschläge in allen ehren. Sie sind leider keine hinreichende Antwort auf den geforderten Spaghat, da sie das Problem nicht lösen sondern bestenfalls nur verschleppen mit der Konsequenz, dass immer mehr Leute aus ganz unterschiedlichen Gründen immer unzufriedener werden.

Was nun „Entlastungen“ angeht, so fusst dies auf einem wackeligen Konstrukt.

Wenn ich mir viele Diskussionen bei mir in der Wohnanlage ansehe (wie immer nicht repräsentativ!), dann ist die Schaffung eines hervorragenden ÖPNV’s keine Entlastung, weil die Leute zum Einkaufen trotzdem mit dem (reaktionär) Auto fahren. Auchh ier wideer das passende Beispiel: Die Stadt München hat (imGrunde schon seit Jahrzehnten!) ein Verkehrskonzept (ÖPNV), das ein eigenes Auto innerhalb des Stafgebiets völlig überflüssig macht. Nutzen die Leute das als Entlastung, in dem sie das Auto ersatzlos streichen, und die 400€ monatlich spren können. von den 80 Autos in unserer TG gibr es nur 2 oder 3, die immer noch wirklich auf das Auto angewiesen sind - trotzdem stehen immer noch80 Autos in der TG, da die Leute diese entlastung nicht nutzen…

Wieso muss der Staat/die Stadt hier für zusätzliche Entlastung sorgen, wenn die Leute die bestehende Entlastungsmöglichkeit nicht nutzt?

Das ist natürlich kein Patentrezept . man könnte aber flächendeckend mittelfristig eine ähnlich gute Ifrastruktur in ganz Deutschland aufbauen, wenn man von den 400€ (die das Auto allein dadurch kostet, dass es in der TG steht - da haben wir das zusätzlichen Geld für das Tanken noch gar nicht mitgerechnet), nur 200€ über eine Infrastruktursteuer finaniert - da bliebe (langfristig 9 wahrscheinlich sogar noch deutlich etwas übrig (400-200=+200). Allerdings braucht es ein „Sondervermögen“, um das erstmal in den nächsten Jahren auf die Beine zu stellen - das wäre - wie beim Soli - eine Art - Logistik-Soli.

Ein kurzfristiger „Rückschritt“ also für eine progressive Zukuft.

Wenn man den Leuten solche Vorschläge macht, merkt man sehr schnell, dass - selbst wen sie Zugeben, dass das so „funktionieren“ könnte,überhaupt keine Bereitsdchaft vorhanden ist, so etwas politisch auch umzusetzen. Der Verlust des eigenen AUtos wiegt emotional deutlich schwerer als die Aussicht, mittlefristig 200€ mehr im Geldbeutel (als „Entlastung“) zu haben.

Der Erwartungswert ist also, gleich eine Entlastung zu haben, weiter Auto fahren zu können und natürlich dabei die Umwelt zu schonen. Das ist aber genau die rückwärtsgewandte Denkweise, die jede Regierung, die u.a den Klimaschutz ernst nimmt, scheitern lässt. Die Ansprüche sind einfach astronomisch (zu) hoch…

Ich teile diese Einschätzung nicht. Ich sehe für genau diese Deine Einschätzung auch keine Indizien, dass das so wäre. Für mich klingt Dein Ansatz nach Verdummung, es wäre so. In Wahrheit sind die Rahmenfelder in denen zurzeit Politik erschwert wird komplexer, als es auf die dummen Wähler zu schieben. So dumm sind die nicht, was ich in privaten Rahmen in Diskussionen so mitbekomme.

Genauso wie Du mir obsessive angewandte Nazi-Vergleiche (ich halte es halt mit wehret den Anfängen, so wurde ich in meiner Jugendzeit in der Schule und in der Gesellschaft geprägt) vorhältst, könnte ich das Dir mit dem Geschwätz über die angeblich dummen Wähler vorhalten.

Das Problem sehe ich außerdem darin, dass die Grünen dafür etwas anfälliger sind als andere Parteien., die ein realistisches Maß an die Gesellschaft von vorne anbringen. Die Grünen haben Ideen mit denen sie begeistern wollen, die aber mit Umstellungen in der Gesellschaft in Verbindung gebracht werden und sind vielleicht unzufrieden, dass sie keinen Applaus bekommen. Da neigt man schnell dazu, auf die Wähler zu schimpfen. Dabei sollte man es nur geschickter anstellen und sich für den Wähler richtig interessieren.

Diese vulgären Ausdrücke sind an der Stelle nicht passend. Es kommt zu dem häufiger die Kritik aus fragwürdigen Medien oder Einzelnen aus Fernsehen und Öffentlichkeit als vom Wähler generell. Ich selber habe auch so meine „Probleme“ mit Friedrich Merz, und privat lasse ich mich auch über ihn aus - manchmal übertrieben, um eigenen trockenen und schwarzen Humor zu überspitzen. Ich habe jedoch Respekt vor seiner Leistung und würde das nicht in der Öffentlichkeit tun. Ich gehöre jedoch auch zu denen, die bei jeder Wahl ihre Stimme abgeben.

Das ist Deine Meinung! Mir fehlen da begründbare Thesen, dass dieses ein einhelliges Bild unserer politischen Gesellschaft darstellt.

Klar, Du musst an der Stelle entschärfen, um dann wieder einen Zahn in der Schärfe zulegen zu können. Sei mir nicht böse, aber das war genau das Mittel der NSDAP, mal wieder Wolf im Schafspelz zu sein, um dann wieder doch die wahre Fantasie von der Rassenlehre unter das Volk zu bringen - in erster Linie gegen Juden, Behinderte und politische Feinde etc.

Ich setze bewusst die Spitze zu einem etwas abgewandelten Vergleich. Aber bei Dir, erst ist es ironisch aber dann kommt wieder das unfähige Schwein.

So - fällt mir gerade ein, habe ich als politscher Mensch, mit der Richtung Mitte-links-liberal, unseren Kanzler Merz selber zuhause in der niederlassenden schwarzen Humor-Fantasie noch nicht tituliert - ich glaube das macht auch die große Mehrheit der Wähler nicht. Die sind differenzierter als Du denkst - aber manchmal auf dem Holzweg (ich sicher auch).

Umso besser ist es, wenn

recht behalten würde, weil dann lebt unsere Demokratie, und Einigkeit, Recht und Freiheit, wie in unserer Hymne besungen, bedeuten doch die Werte, die für unsere Bundesrepublik Deutschland entscheidend sind, wie Demokratie, Menschenrechte und gesellschaftliche Einheit in allen Unterschieden und unterschiedlichen Ansätzen, Lebensmodellen und poliitschen Meinungen.

Politik ist kein Dienstleistungsbetrieb, das ist auch klar. Aber auch an der Stelle stimmt Deine Wahrnehmung über den Wähler keinesfalls. Die Probleme unserer demokratischen Gesellschaft haben mit drei hauptsächlichen Faktoren zu tun:

  1. Sorge um Verlust des eigenen Status und Verlust materieller und finanzieller Sicherheit in einer Phase, in der es der Bundesrepublik Deutschland so gut geht, wie es ihr noch nie gegangen war - nur die Tendenz, die Stagnation der Wirtschaft, die Probleme durch Russland, der Erwärmung des Erdklimas, des wirtschaftlichen Drucks von Minderheiten, die den Markt mit viel Kapital und Einfluss dominieren, bekräftigen die Sorge, dass es bergab gehen wird.
  2. Die gewonnen individuellen Lebensstile, die eher wie eigene Eisschollen im Meer (bildhaft gesehen), Abstand herstellen zu den großen gesellschaftlichen Problemen unserer Zeit, die so darzustellen sind, dass ein größerer Teil der Gesellschaft den Anschluss verliert. Das von Ludwig Erhardt, CDU und insbesondere auch durch die SPD vorgetragene Versprechen, Wohlstand für Alle, wird heute eher darauf runtergebrochen, die eigenen Schäfchen in den Stall zu bringen - ich vermute, das geschieht mehr im Unterbewussten und ist keine wirkliche politische Agenda. Politiker sind und bleiben auch Menschen, die ähnliche private Sorgen haben, wie die breite Bevölkerungsschicht.
  3. Der fehlende politische Auftrag! Nach dem Krieg und bis in die Jahre der Wiedervereinigung war der politische Auftrag klar. Breite Bevölkerungsteile konnten sich damit arrangieren, einen erneuten Krieg von der BRD fernzuhalten und die Einheit der Deutschen in West- und Ost langfristig als Ziel nach dem Krieg zu formulieren, das waren parteiübergreifende Ziele mit der sich sowohl Liberale, sozialdemokratische, wie auch Bevölkerungsteile, die eher konservativ waren und der Union nahegestanden hatten, arrangieren konnten. Die noch sehr junge Bundesrepublik Deutschland hatte zu der Zeit echt Bock auf politische Gestaltung ihrer noch jungen Demokratie.

Resümee: Ich bin deswegen schon lange der Auffassung, dass uns eine Intention für unser Land heute - in einem vergleichbaren Rahmen - ein Ziel zur Identifikation über die Deutschland-Fahne hinweg fehlt. Das Ziel sollte nicht in erster Linie sein (vielleicht noch als Teilziel zur Verbildlichung), die größte konventionelle Armee des Kontinents zu haben, sondern sich in schwierigen geopolitischen Umwälzungen politisch einzubringen.

Ich glaube, jede immigrierte Person würde so ein positives Bild von der BRD erfahren und im Zweifel, eher nicht mit dem nächsten Auto bei eigener psychischen Erkrankung in die nächste Menschenmenge fahren - jedenfalls wäre der innere Widerstand höher, das zu tun. Politik bleibt und ist auch Vorbild, und dafür ist es wichtig, sich für die Menschen, die man vertritt, zu interessieren, und nicht wie Du die Menschen unseres Landes pauschal über den Kamm zu scheren.

Mit wie vielen AfD-Wählern und/oder Funktionären hast Du Dich bislang auf eine längere Diskussion eingelassen?

Genau das begründet doch die Rückwärtsgewandtheit/das Reaktionäre.

Änderungen (auch vorrübergehende „Verschlechterungen“) werden nicht als Chance für einen Wandel begriffen, sondern als dauerhafte Gefährdung des Status Quo (der ohnehin - was den Ressourcenverbrauch angeht - völlig überhöht ist).

Änderungen könnten aber ebenso als Aufbruch empfunden werden, damit man die aktuellen Probleme (und sei es auch für den Preis einer Erstverschlechterung) in den Griff bekommt.

Ein gutes Beispiel ist das Studium. Es ist für viele geprägt vom Mangel in vielerlei Hinsicht (beengte Wohnverhältnisse, wenig Geld), und wird doch akzeptiert, weil die Vision sagt, das man das Studium erfolgreich abschließt und danach mit rel. viel Geld ein gutes Auskommen - mithin eine gute Zukunft - vor sich hat.

Du forderst also (zu Recht) eine progressive, zukunftsorientierte Politik - allerdings unter Berücksichtigung der raktionären Wünsche der Wähler - das ist m.E. ein klarer Widerspruch.

Den kann man nun auflösen wie @lawandorder , der - wie ich - das Problem in der Rückwärtsgewandheit vieler WählerInnen sieht, oder wie Du, in dem man den gerade geforderten progessiven Ansatz sofort wieder in weiten Teilen aus Rücksicht gegenüber ebendiesen raktionären Wählern verwirft.

Beides ist durchaus legitim…

Deine innere Logik hat allerdings den „Nachteil“, dass von Deinem eigenen Ansatz, Politik progressiv zu gestalten, dabei nicht viel übrig bleibt. Damit löst Du den Widerspruch zwar ebenfalls auf - machst dann aber erst gar nicht den Versuch, Deine eigenen Forderungen umzusetzen.

Auf der Regierungsebene versagt also sowohl der eine als auch der andere Ansatz (s. Überschrift) - der erste, weil er schlicht nicht mehrheitsfähig ist - der zweite, weil er erst gar nicht versucht, den Herausforderungen mit (wissenschaftlich gut belegten) Veränderungen als konzeptionellem Lösungsansatz hinreichend zu begegnen.

Potenzielle AfD-Wähler grenzen (nicht alle Radikalen wahrscheinlich) die AfD streng von der ehemaligen NSDAP ab. Sie wollen aber in heutiger Zeit etwas Neues zu den etablierten Parteien. Diese Offensichtlichkeit ist doch m.E. schwer abzustreiten.

Natürlich, der Weg von Rechtsaußen in die Mitte der Gesellschaft erscheint mir auch einfacher, als der Weg von Linksaußen in die Gesellschaft hinein. Die gefühlte Überfremdung war vor einiger Zeit in einem Außenbereich eines Restaurants nahe meiner Heimatstadt von vier der fünf Leute im frühen Rentenalter getragen worden.

Diese Erkenntnis wäre gleich einer idealen Vorstellung über unsere Gesellschaft, über die Epochen der letzten Jahrhunderte hinweg (vielleicht sogar seit der Zeit der Entdecker) auf dem E-Bike oder beim Grillen unter Mitvierzigjähriger oder im Fitnessstudio das große Einmaleins der Zusammenhänge zu erkennen. :wink:

Politisch umsetzbar erscheint mir das auf Sicht nur - mittels einer Rot-Rot-Grünen-Mehrheit - und die ist zurzeit sowas von weit weg. Kleine Schritte, wie die Einführung eines Klimageldes sind aber möglich. :slightly_smiling_face:

Das ist auch konträr zur AfD-Agenda!

Naja, da gehört doch erstmal die Information zu, dass die Eurozone stabil gehalten, unsere Exporte bezahlt und der Anteil an Exporten mehr als die Hälfte im internationalen Vergleich in die EU-Zone geht. Die Unternehmen zahlen ja nicht die EU-Beiträge, sondern erwirtschaften Steuern, sorgen für Arbeitsplätze und neue Investitionen für die Stabilisierung unseres BIP. Das können auch Menschen verstehen, die oberflächlich EU-Ausgaben kritisieren.

Andererseits gibt es an der EU Mängel auszusetzen. Hier geht es darum, politisch eigene Vorschläge zu machen, mit welchen konkreten Besserungsvorschlägen, die EU sich zum Wohle aller Teilnehmerländer, auch dann der BRD auseinanderzusetzen hat, die berühmte Kurve der Banane - ich glaube der Meinung sind wir alle - wird nicht Bestandteil sein, die erregten Gemüter der Politikverdrossenen, die aber der AfD eine Chance geben wollen, abzukühlen.

Für mich ist das eine Indoktrinierung einer Resignation - es macht alles keinen Sinn. Warum? So schlimm geht es doch der BRD gar nicht! Die Wähler denken auch nicht so sehr negativ über die Politiker. Was ich glaube ist, dass man denkt, die haben so ihren eigenen Stuhlkreis und sind abgehoben. Daran können Politiker leicht ansetzen. Natürlich - Du wirst nicht jeden Spinner überzeugen können, der sich in Rage redet.

Aber - warum nicht die Wahlstrategie: " Lebenswerte Umwelt und Soziales Miteinander". Die Alliteration Bündnis im Parteinamen in Bezugnahme darauf passt und die Themensetzung deeskaliert und bietet dann Raum für aktive Gestaltungsvorschläge, die diskutierbar beim Wähler*in ankommen könnten?

Die Erwartungshaltung der Wählerinnen ist die, in der Politik vertreten zu werden. Dafür gibt es unterschiedliche Parteien, weil es unterschiedliche Vorstellungen über richtige Politik gibt, je nach dem was die Wählerinnen für ihr jeweiliges Leben vorteilhaft sehen. Meiner Meinung nach, müssen die gegensätzlichen Parteiprogramme so geschärft werden, dass hinterher echte und keine faulen Kompromisse überzeugen. Faule Kompromisse können nicht überzeugen. Ich glaube, dass man heute vielleicht nicht zu faulen Kompromissen, aber doch zu viel zum kleinsten gemeinsamen Nenner neigt - um nicht die Macht wieder zu verlieren. Die Politik braucht in heutiger Zeit mehr Vitalität - z.B. auch durch einer tatkräftigen Reform des Wahlrechts.

Für ein Empfinden kommt von den Grünen heute - und das muss nicht unter der Gürtellinie sein, sollte sogar nicht, zu wenig Feuer gegen die aktuelle Schwarz-Rote-Koalition. Ich glaube diese würden sich vielleicht sogar mehr Feuer wünschen. Aber man schielt wahrscheinlich schon auf Kenia. Für Kenia wäre es aber 2029 früh genug.

Es darf nicht der Verstaatlichung gleich kommen. Ansonsten sind nach und nach Verbesserungen möglich. Was ich aber auch befürworten würde, dass sich die Politik in der heutigen Zeit mit Wissenschaftlern auseinandersetzen sollte. Das wurde im Zuge der Rentendebatte z.B. gemacht. Es ist z.B. wichtig frühzeitig zu bewerten und in die Politik einfließen zu lassen, wie erschwert die Bedingungen werden, wenn nicht schnell gehandelt wird. Mit diesen Erkenntnissen, die ewigen Gestrigen kann man nicht, aber doch eine große Mehrheit in der Bevölkerung schon, für radikalere Veränderungen überzeugen. Der Krieg in der Ukraine z.B. (auch wenn ich mich da nicht einfühlen kann) zeigt, dass jeder Tag ohnehin seine Herausforderungen hat, das ändert sich auf die Tageseinheiten bezogen nicht so radikal wie in der Vorstellung vieler Menschen, wenn z.B. die Klimakrise zu radikalen Erneuerungen nötigt. Es wird weiter Familien geben, Geburten, Geburtstage, auch die negativen Seiten der Privatleben, das Leben geht auch dann normal weiter.

Wenn erstmal ein Klimageld eingeführt wäre, würden die Menschen einen Anreiz mehr sehen, CO2 einzusparen und die Industrie würde sich danach ausrichten. Ich glaube, das wäre eine gemeinsame Intention für unser Land, welches auch Vorbild für andere Staaten einnehmen könnte. Gemeinsam erreichen wir mehr, wenn wir das aufnehmen, wie z.B. zur Toilette zu gehen.

Wenn es gesamtgesellschaftlich in Fleisch und Blut übergehen würde, weil die Notwendigkeit als „normaler Standard“, um der Klimakrise positiv entgegenwirken zu können, hingenommen werden würde, dann würde das Münchner ÖPNV-Konzept noch mehr Anhänger finden. So wie ich gehört hatte, gibt es einen grünen Bürgermeister in München seit erst einiger Zeit, aber das nur am Rande.

Das Klimageld war ja nicht nur Entlastung sondern Anregung zum Sparen von CO2!

Gibt es doch?? :thinking:

Zu dem anderen Beitrag finde ich, die Antworten seltsam. Wenn ich Probleme unserer gesellschaftlichen Demokratie definiere - der Wähler ist nicht als dumm hinzustellen, sondern Sichtweisen auf den demokratischen Staat haben ihre Hintergründe, dann ist doch die Politik genau das Mittel zur Lenkung. Dafür genau, um solche Probleme aufzunehmen und zu lösen, gibt es doch die Politik.

Nein, das ist doch das Wesen unserer Demokratie. Die Mehrheit lenkt den Staat am meisten, aber doch nicht ausschließlich, Regierung und Opposition heben sich ein Stück weit auf - in (so sollte es sein) guten Kompromissen, die je nach Dringlichkeit der Probleme ausfallen sollten. Es gibt Fälle, wo Kompromisse am Ende mehr einbringen, als wenn eine Partei durchregieren würde. Deswegen gibt es die Demokratie doch!

Die Wähler halten vielleicht das Stoppschild hoch, aber doch wollen sie weiter Politik!

indem man den geschickteren Ansatz wählt. Ich kann eine Schraube sorgfältig eindrehen oder die doll drehen! Wenn ich sie doll gedreht habe, dann habe ich am Ende davon gar nichts.

Nach meiner Vorstellung wäre das Klimageld da?? :wink:
Also, das ist doch das, wofür die Grünen seit zehn Jahren stehen?

Das Faktum, das AfD-Wähler und Parteizugehörige sich klar von der NSDAP abgrenzen, definitiv ist korrekt - aber vergeblich, da die Abgrenzung konstruiert ist, und in wirklichkeit in der klaren Form nicht möglich ist (Vgl. das letzte Gutachten zur Verfassungsfeinlichkeit der Partei, das aus ähnlichen Gründen die Verfassungsfeindlichkeit erfüllt, wie es auch die NSDAP erfüllen würde.

Sie beschreibt keinen Idealzustand - sondern nur die Grundlage, auf der eine so tiefgreifende und zugleich notwendige Änderung für unsere Gesellschaft und deren Randbedingungen erst möglich ist (aus oben genannten Gründen).

DAs ist doch genau das Thema dieses Threads - im Grunde kommst Du damit doch der Behauptung schon sehr nahe, dass eine Regierung, die genau das umzusetzen versucht, was notwendig ist, scheitern („versagen“) wird.

Ein weiterer Aspekt für den reaktionären Charakter dieser Partei und deren Anhänger/Mitglieder!

Das ist bislang so, und sollte auch nach meinem Verständnis so bleiben - trotzdem gibt es bereits heute 30+x Wäerl, die die EU über die Wahl der AfD ablehnen - Tendenz steigend.

Ich bin ein erklärter Gegner der Resignation. Allein schon deswegen, weil es sich allein dafür zu kämpfen lohnt, es wenigstens versucht zu haben. Im übrigen teile ich die Auffassung

Was für mich ein Grund mehr ist, die temporär notwendigen Enschränkungen auf sich zu nehmen - was aber derzeit wegen der reaktionären Vorstellungen einer Mehrheit (nicht nur bei der AfD) nicht umsezbar ist.

Das teile ich doch alles! Genau das passiert aber nicht, wenn wir genau das Gegenteil davon machen, und auf die reaktionären Kräfte zugehen, um sie „mitzunehmen“, wie du das nennst. Denn wer nimmt dabei eigentlich dann wen mit???

Teile ich auch - aber gemessen an der Umwelt und den zu erwartenden Krisen für die Existenz der Menschen („Küstenstädte“ wie Hamburg werden unbewohnbar werden, Holland wird 2 m unter Wasser stehen (auch wenn das noch etwas länger dauern wird), ist das zu wenig und dauert zu lange.

Mein EIndruck ist, dass das sogar passiert - das hilft nur nichts, so ange sich die Wähler nich ebenfalls damit beschäftigen, um ergriffene oder noch zu ergreifende MAßnahmen hinreichend zu würdigen, sondern statt dessen AfD wählen, wo es keinen Klimawandel gibt

Es reicht, die fossilen Brennstoffe konsequent zu verteuern :wink:

Warum wählen die Leute dann überhaupt AfD - scheinbar teilen die 30+x Prozent Deine Auffassung nicht…

Versuche doch mal, nicht alles umzudrehen. Ein Beispiel nur aus dem letzten Absatz:

Ich habe doch nicht vom Jetzt-Status gesprochen, sondern von einer Methode, wie Gesellschaftsteile besser überzeugt werden können.

Und wenn die AfD regiert? Und dann den Handel mit Russland wieder eröffnet? Dann erwirkst Du mit dieser Verteuerung genau das Gegenteilige. Ich weiß nicht, Du hattest dich mit dem Grundsatz der CO2 Besteuerung und des Wandels bottom-up, also dem Tragen der Klimatransformation durch eine breite Bevölkerung, nicht genüge beschäftigt? Mit dieser Prämie wären die Leute angehalten, Gewinne für sich zu erwirtschaften.

Das kommt natürlich drauf an. Wenn Du denen am Stand sagst:

nehmen die dich vielleicht mit in die nächste Ecke, für eine Tracht Prügel.

Der jetige Verzicht auf ein eigenes Auto in der Garage (in einer Großsstadt wie München) würde dauerhaft für jeden, der das tut, 300-600€ als „Gewinn“ erwirtschaften - bei den meißten trotzdem Fehlanzeige :thinking: Warum wollen die Menschen diese Gewinne nicht „erwirtschaften“ (bei einem gleichzeitigen besseren Umweltschutz? Da bist Du immer noch eine Erklärung schuldig…

Nehme ich inkauf :wink:

Bei der Klimaprämie ging es mehr um Heizmittel und Energie. Das Auto ist ein gesondertes Thema. Symbol für Freiheit und bei manchen Status, seit sehr langen Jahrzehnten. Aber natürlich für Besorgungen in der Stadt - vielleicht muss München da noch attraktiver werden, um das Auto stehen zu lassen?

Danach klebst Du womöglich nicht mehr an Deinem Mandat. Vielleicht hast Du mit München noch ein bevorzugtes Umfeld. Im Osten soll es nach dem was man so hört, aggressiver sein.

Du hast oben aber über Pendlerpauschale (die auch in München gilt) gesprochen. Plötzlich ist

Ist es progressiv und zukunftsorientiert nicht!

Wo bleibt angesichts der rückwärts gewanten Auffassung Dein progressiver, zukunfstsorienterter Ansatz???

Das mag sein (ich bin demnächst „im Osten“ zu Besuch :slight_smile:

Die Agression kommt doch daher, dass erstens keine für die Leute plausible Konzepte vorhanden sind, und dass sie (deswegen?!) sich an den alten vestklammernd, keine Verädnderung und die damit natürlich auch vorhandenen Risiken eingehen wollen - das ist einseresits sehr verständlich - anderseit aber eben rückwärtsgewandt!

Angesichts dessen bielbt die Frage, wie man eine vorwärtsgewandte Politik einer rückwärtsgewandten Klientel anbieten kann, ohne zu scheiten!

Nun bin ich _ eider?! - kein Vharismatiker, der bei der Überbringung sclchter (Umwelt)Nachrichten genügend Euphorie verbreiten kann, den notwendigen Wandel als Chance zu begreifen - ich sehe nur, wie notwendig der Wandel (bei allen Risiken) ist, und kann diesen (politisch) anbieten, verbunden mit der vagen hoffnung auf Besserung durch wandel und dem Verweis darauf, dass ohne den Wandel alles viel hoffnungslose wird. Mir ist auch klar, dass das als politicher Ansatz keine Akzeptanz findet. Aber was solls, ich kann daran, dass mir dazu das Charisma fehlt (Habeck wäre so ein Typ gewesen) nichts ändern :sob:

Du sprichst damit gleich drei Themen an. Zwei hatten wir behandelt. Das dritte ist ein Fakt und soll über die E-Mobilität gelöst werden.

weil vor allem in Teilen des Ostens wahrscheinlich sich Zugehörige und Sympathisanten der AfD bereits radikalisiert haben. Ich sprach mit einem Mann aus Thüringen, der mir sagte, dass die AfD bei ihm nur noch mit der NSDAP vergleichbar wäre - ich hätte das von dem ganz normalen Mann, etwa Ende fünfzig/ Anfang sechzig nicht erwartet, dass es so über die AfD in seinem Heimatbundesland sprechen würde.

ich fände an der Stelle das Thema „Klimageld“ interessanter. Das war längere Zeit in den Medien in Verbindung mit der CO2 Steuer, die anfangs als Alternative zur den im Handel zu zeichnenden Zertifikaten für Emissionen behandelt wurde.

Heute beraten sie in der EU ja sogar, darauf auch noch zu verzichten. Das ist dann etwas, wo bei mir die Grünen viel zu leise erscheinen. Gerade auch dieser Sommer, den wir gerade erleben, wäre doch etwas gewesen, wo die Leute sensibilisierter auf die Erdklimaerwärmung geschaut haben - noch ist er noch nicht ganz zu Ende.

Ich kann dir das für mich beantworten, ich habe sehr lange in München gelebt. Der Zugewinn an Flexibilität und Mobilität (zum Beispiel am Wochende in die Berge fahren) sowie der Nutzen für Transporte aller Art, waren mir das Geld wert.

Ich finde das Auto wird zu Unrecht verteufelt. Es gibt natürlich gravierende Probleme (CO2, Verletzte, Tote, Lärm, Platzbedarf), aber die Vorteile wiegen das alles auf.

Für die Zukunft bieten sich Lösungen an, die die Nachteile mindern ohne dass die Menschen auf die Vorteile verzichten müssen. Elektrische Motoren (weniger CO2, weniger Lärm), Assistenzsysteme bis hin zu selbstfahrenden Autos (weniger Unfälle), Car Sharing (Platzbedarf des ruhenden Verkehrs) und wer weiß, was den Ingenieuren noch alles einfällt.

Wenn es jemandem das wert ist - hat er keinen Grund zu jammern - und auch nicht, nach Subventionen seitens der Gesellschaft zu schreien, wenn es plötzlich teuer wird. So lange es einem das wert ist, ist alles gut - und wenn es das nicht mehr wert ist, dann wird es als „wertlos“ (nicht mehr wert seiend) einfach verworfen. So einfach ist das. Aus diesem Blickwinkel muss es nicht subventioniert werden.

Tun Sie das - einschließlich des dadurch (mit-)verursachten Klimawandels. Dann ist alles OK - im „Exremfall“ brauchen wir nichts zu ändern, schließlich ist es das wert…

Mag sein, daß zukünftige Technologien einen Großteil der Nachteile kompensieren - schließlich haben wir „bald“ ungefährliche Fusionsenergie, mir dem das Energieproblem die nächsten 100000 Jahre gelöst ist.

Das Argument ist nicht nur deswegen „schwierig“, weil wir auf technologische Lösungen wie die Kernfusion seit 50 Jahren argumentieren, dass die Lösung in 30 Jahren kommen wird.

Das Argument verschweigt darüber er hinaus, dass die Probleme, selbst wenn die ganze Welt morgen dank Fusionskraftwerke alles auf grünen Strom umstellt die notwendigen Veränderungen, die allein dadurch notwendig werden, weil die letzten Jahrzehnte ein Klimawandel angestoßen wurde, sich die nächsten Hundert Jahre erstmal alles „verschlechtert“. Und das Argument verkennt, dass der Ressourcenhunger dafür, alles auf grünen Fusionsstrom umzustellen, gigantisch ist (ich weiss schon, dafür gibt es dann in 30 Jahren eine komplett auf Recycling umgestellte Technik :wink:

Und wenn wir das mit recycling und Fusionsenergie in 30 Jahren nicht hinbekommen und in der Zeit sich ständig die Exponentialkurven des CO2 und anderer kritischer Klimawandelparameter weiter wachsen ( IT immer verheerenderen Folgen für kommende Generationen - was solls… Das war es wert (nach unserer eigenen zeitlich sehr befristeten Perspektive…

Ist das wirklich eine saubere Argumentatioskette? Und wissen wir, wenn es uns schließlich voll trifft, das es uns das wert war? Oder wird es eher ein Jammern und Zagen geben, wie beim Raucher, der auch lange es für wert befunden hat, und von denen ich nur einen (nicht repräsentativ) kenne, der es auch noch während des Sichtums des Lungenkrebses so gesehen hat?

Das ist krank.
Du kannst nicht anders, oder?
Es ist stärker als Du :slight_smile:
Du suchst den ganz großen Hammer, mit dem Du mich erschlagen kannst, und Dir fällt immer nur Adolf ein. Bedauernswert.