Es ist ein Zusammenspiel, der Leute und der Regierungen und Oppositionen zu den Leuten, wobei alle Macht beim Volke bedeutet, dass die Regierungen und Oppositionen in Vertretung des Volkes die Legitimation durch das Volk in gutem Gewissen für das Volk übernehmen. Das ist der Kerngedanke der Demokratie, die Herrschaft des Volkes.
Ich rege mich über einige Beiträge so auf, weil es Zeit wird aus den reaktionären Bewegungen hinauszukommen. Ich lese mal nach, darum, dass ich weiß, worüber ich schreibe:
Der Begriff „reaktionär“ bedeutet, dass jemand oder etwas sich gegen fortschrittliche Entwicklungen richtet und eine Rückkehr zu früheren gesellschaftlichen oder politischen Umständen anstrebt.
Zu deinem Fragezeichen und wahrscheinlich auch Fragezeichen der Anderen, ich bemühe mich für die nächste Zeit weniger impulsiv zu schreiben, aber alleine der Name des Mitdiskutierenden und dieses - auf mich zumindest provozierend wirkende Bild von ihm - treiben mich hin und wieder zur Weißglut.
Law gleich Gesetz und Order gleich Befehl, ich stelle mir die Frage, wie er das Verhältnis sieht? Sind die Gesetze für den Menschen gemacht oder macht der Mensch das Gesetz? In einer Demokratie überwiegt das erstere Verständnis. Das Zusammenleben in einer gesellschaftlichen Form benötigt rote Linien.
Darüber hinaus besteht mein Glaube an Politik aus der gestalterischen Sichtweise heraus und ist aktiv und nicht reaktionär. Dann werden auch Regierungen wieder für voll genommen und Oppositionen auch. Reaktionär ist begrenzt auf die schlechten Auswirkungen von Politik. Aktiv bedeutet Ziele zu setzen, die die negativen Auswirkungen bewerten und in den Zielen und Etappen umwandeln wollen, um Mehrwerte für die Gesellschaft zu erreichen, z. B. innerhalb einer breit angelegten Hierarchie, in der Gestaltung und politische Willensbildung eine breite Resilienz gegenüber radikalen Kräften finden. Manche Ziele sind mühselig und mit Nachteilen verbunden. Kennt die Politik aber ihre gestalterischen Ziele, dann sind diese Nachteile vorauszuerkennen, möglicherweise abzumindern und frühzeitig erklärbar so, dass eine breite Gruppe in der Gesellschaft das verstehen kann und frühzeitig selber diese Phasen gestalten kann.
Interessant als Analogie dazu sind die Phasen eines Projekts:
-
Start / Initialsierung: Ziele festlegen, Auftrag klären und Rollen verteilen.
-
Planung: Den Weg bestimmen, Arbeitspakete schnüren und den Zeitplan erstellen.
-
Steuerung / Durchführung: Das Team koordinieren, den Fortschritt prüfen und bei Abweichungen reagieren.
-
Abschluss: Das Ergebnis übergeben, das Projekt auswerten und Erfahrungen sichern.
Der dritte Teil ist immer der mühseligste und schwierigste Teil, aber Projekte finden auch oft ihre Ziele, nicht wenige Projekte etwas verändert und trotzdem genauso gut oder oft auch besser, als vorher gedacht. Ich bin deswegen dafür diese Denke umzusetzen:
„Wenn ich wüsste, dass morgen die Welt unterginge, würde ich heute noch ein Apfelbäumchen pflanzen.“
Dabei können die Gesellschaften und die Gesellschaft in der BRD motoviert werden, Vertrauen finden und Vertrauen zu den Politikern*innen aufbauen.
Sowohl die weltweite Veränderung des Erdklimas und dem Klimaschutz, des Einbremsens der Erhöhung der Erdmitteltemperatur, wie auch die veränderte geopolitische Lage, sollten nicht reaktionär sondern aktiv auf eine neue nachhaltige Ordnung hin gestaltet werden. Die Bundesrepublik Deutschland belegt hinter den USA und China und vor Japan und Großbritannien den drittgrößten Platz, was das Bruttoinlandsprodukt betrifft. Positiv umgewandelt haben wir eine einzigartige Historie über die letzten 100 Jahre, die andere Staaten nicht haben, und können auch daraus aktivere Gestaltung mit vielen Partnern voranbringen, anstatt reaktionär uns ausschließlich in Verteidigungsoptionen zu verstricken und daraus kurzfristiges Wachstum zu regenerieren.