Sehr schön!!!![]()
Foto mit Handy reicht oft aus.
Bei mir hat die kurze Begegnung keinen konstruktiven Eindruck hinterlassen
Das ist keine sinnvolle Erklärung. Ich will nicht flaggen, aber ich halte die beiden Themen für so unterschiedlich, dass ich es begrüßen würde, wenn „Auswandern wegen Rassismus“ ein eigenes Thema bekommen würde.
Hier geht es nicht um Rassismus.
Oder kann ich es nachträglich noch umändern in „moderiert vom Autor“?
Das war vielleicht ganz gut so, wegen der Urheberrechte, die der Spiegel auf den Artikel hat.
Bitte nicht immer die Moderation ins Thema einladen, sondern per PN anschreiben.
Oder antworten. Für @wolffgil ist das vielleicht auch interessant zu wissen.
@wolffgil und alle anderen: wenn es für euch interessant zu wissen ist oder ihr Kontakt zur Moderation aufnehmen möchtest, schreibt bitte eine persönliche Nachricht an @Moderatoren
O.k., jetzt sind wir im Bereich der persönlichen Überzeugungen
Und kann mir den ironischen Hinweis, “glauben - das machst Du am besten in der Kirche”, nur schwer verkneifen . Aber das wirst du ja wohl abkönnen.
Ich halte Merz auch nicht für einen Rassisten. Und habe das hier und an anderer Stelle schon mehrfach klar gestellt.
Aber ich halte seine Stadtbild-Bemerkung in Kontext mit dem folgenden Satz über Dobrindts Abschiebe-Aktionen sehr wohl für “rassistisch” konnotiert.
Bin sogar noch bereit, dafür etwas schwächere Begriffe (“völkisch”, “xenophob", ….) zu verwenden. Und habe Dir auch diese abgeschwächte Bezeichnung als “Friedensangebot” vorgeschlagen.
Und in der Tat,
Jedenfalls nicht unter “fremdenfeindlich”.
Und ich bin davon überzeugt, dass er diese fremdenfeindliche “Duftmarke” sehr bewusst, klaren Verstandes und nicht im Zustand alkoholisch oder sonst wie getrübter Zurechnungsfähigkeit gesetzt hat.
Und teile diese Überzeugung mit einer ganzen Reihe von Kommentatoren, weit über ein “links-grün-versifftes” Milieu hinaus.
Hier bei uns im Großraum Hannover ist die “Hannoversche Allgmeine Zeitung (HAZ)” journalistischer Platzhirsch. Zumindest im Regional- und Lokalteil grundkonservativ (zum Leidwesen nicht nur der Grünen hier vor Ort). Überregionale Beiträge oft aus einem redaktionellem und Rechercheverbund, schon deutlich ausgewogener.
Aber selbst in der HAZ - oder etwa in den Leserbriefspalten - schlägt Merz auch nicht annähernd so viel “wohlwollendes Verständnis” entgegen, wie bei einigen Teilnehmern hier.
”Main-Stream” seid ihr in der Hinsicht bestimmt nicht. Und im grünen Spektrum eigentlich schon gar nicht mehr als “innerhalb” zu verorten.
Also, warum verteidigt ihr ihn hier so geradezu verbissen?
Er hat sicjh doch selber in die Bredouille geritten. Überlasst es doch ihm, sich da wieder rauszuziehen, oder seinen CDU-Adlaten.
Man könnte vielleicht angesichts früherer sprachlicher Glanzleistungen von Merz noch darüber nachdenken, ob ihm hier nicht einfach mal wieder “der Gaul durchgegangen” ist. Er neigt ja dazu. Aber, “schnell ist die Jugend mit dem Wort” - diese wohlfeile Entschuldigung (?) würde ich ihm bei seinem reiferen Alter dann doch nicht mehr zubilligen wollen.
Nein, er hat’s halt einfach mal versucht, den rechten Rand zu bespielen. Und das folgende hat
herrlich entlarvend beschrieben.
Und - zum Schluss - noch was zur neuerlichen “Stil-Debatte”:
Wir tun das also “wider besseres Wissen”. Was unser “besseres Wissen” ist, legst Du mal wieder von oben herab fest?
Widerspruch nicht zugelassen. “Roma locuta, causa finita”.
Ich nenne so etwas einen autoritären Debatten-Stil.
Das fällt mir schwer zu glauben (außerhalb der Kirche), bei jemandem der Jahrzehnte bei einem internationalen Konzern gearbeitet hat.
Aber wenn du geschrieben hättest, es mangele ihm an Sensibilität bei der Kommunikation Migranten betreffend würde ich dir zustimmen.
Ich würde sogar so weit gehen zu sagen, er zeigt sehr offen, seine Verachtung für manche Gruppen von Menschen.
So weit würde ich nicht gehen. Ich hatte ja auch ziemlich früh geäußert, dass ich es für unklug halte, ihn als Rassisten zu bezeichnen.
Ich vermute, er hat einfach nachgequatscht, worum ihn die Regionalpolitiker, bei denen er aufgetreten ist, um sie im Wahlkampf zu unterstützen, gebeten haben.
Aber klar kommen muss er damit jetzt selbst, und er könnte es ja auch wirklich mal zum Anlass nehmen, die Probleme zu lösen, die er dann später angesprochen hat:
Aber da kommt nichts…
Oder was einige Leute, wenn überhaupt, erst nach Erklärung zähneknirschend akzeptiert haben.
Ein Gutteil möchte aber keine Erklärung, weil dann die Empörungsmaschine ruckelt.
Dann muss Merz die Probleme, die er in der konkretisierten Version angesprochen hat, auch gar nicht lösen, Hauptsache er spricht sie an?
Für die Empörten wäre vielleicht blöde. An welche Schilder sollen sie sich hängen, wenn die letzte Mohrenapotheke umbenannt ist?
Womit sollen sie Likes auf Insta bekommen, wenn es nicht mehr reicht, sich mit dunkler Haut als Störung auf die Straße zu stellen?
Das Rennen können wir nicht gewinnen. Die richtigen Faschisten waren noch nie verlegen, Feindbilder und Hassobjekte zu finden.
Da bin ich ganz bei Dir.
Da bin ich auch “vom Glauben abgefallen” - um mal in religiösen Metaphern weiter zu machen.
Merz ist nach meinem Eindruck ein in der Wolle gefärbter Neo- oder Wirtschaftsliberaler. Der ganz genau weiss, dass Deutschland auch zukünftig massive Zuwanderung benötigt. Aus rein wirtschaftlichen Gründen und demographisch verursacht. Und der sich bestimmt auch darüber im Klaren ist, dass wir diese Zuwanderer nicht nur (oder, genauer, kaum) aus Ländern gewinnen können, wo
”die Leute alle so aussehen, als wären sie in Deutschland geboren” (Zitat lawandorder)
Warum haut er dann trotzdem so was raus? Und nimmt in Kauf, dass hier schon halbwegs integrierte Migranten zumindest subjektiv so verunsichert werden, dass sie ernsthaft wieder an Auswanderung denken?
Und potentielle Einwanderer sich das jetzt wohl zweimal überlegen, ob sie sich das antun wollen, hierher zu kommen.
Ich hoffe, seine Freunde in der Wirtschaft blasen ihm wenigstens ganz intern gehörig den Marsch. Und ein Hinweis auf den Amtseid würde vielleicht auch nicht schaden:
”… das Wohl des deutschen Volke zu mehren, Schaden von ihm zu wenden …”
Ja, warum tut er das?
Weil ihm der kurzfristige Effekt, mal die migrationsfeindliche Stimmung in einem leider gewachsenen Teil der Bevölkerung (“Migration ist die Mutter aller Probleme”) zu bedienen, eben mal wichtiger ist, als der mögliche langfristige Schaden???
In der Erwartung, damit die AfD kurz halten (wenn schon nicht klein kriegen) zu können?
Wenn wenigstens diese Erwartung halbwegs realistisch wäre.
Bisher sind solche Strategien meist aber nach hinten los gegangen.
Ja, den Eindruck habe ich manchmal auch bei vielen Grünen. Wenn die CDU die Probleme lösen könnte, würde ihr wichtigstes und zum Teil einziges Wahlkampfthema wegbrechen.
Ber das sollte uns nicht daran hindern, immer wieder Lösungen vorzuschlagen, die ohne Rückführungen auskommen.
Ich will diese Leute aber auch nicht. Warum sollten wir Leute ins Land holen, die Probleme machen?
Glaubt jemand, man kann die hier alle zu lieben Mitbürgern machen?
Für die, bei denen das nicht funktioniert, finden wir vielleicht auch einen geeigneten Platz.
Ich bin auch nicht grundsätzlich gegen Rückführungen, aber es sollte nicht der erste Reflex sein.
Was werden wir uns alles gefallen lassen, ehe klar ist, dass es nicht funktioniert und wohin dann?